FCN ist bestes Auswärtsteam

Homepage 1. FC Normannia Gmünd - 19/11/2017 - cjk

Mit einem 4:0 Auswärtserfolg beim VfB Neckarrems katapultierten sich die Normannen am Samstag auf Platz 1 der Auswärtsstabelle der Verbandsliga.

16 Punkte haben die Traub-Schützlinge in der Vorrunde auf fremden Platzen geholt und sich damit auch vor dem letzten Vorrundenspieltag in der Gesamttabelle auf Platz vier verbessert (23 Punkte). Normannia Chefanweiser Holger Traub musste vor dem Spiel in Neckarrems krankheits- oder verletzungsbedingt auf Konstantin Kühnle, Simon Knecht, Efendi Erol, Marius Nuding, Janis Widmann und auf den noch rotgesperrten Nermin Ibrahimovic verzichten. Aber schlussendlich konnte die Startformation vom erfolgreichen Pfullinger-Spiel auch zum Anpfiff in Neckarrems auflaufen.

Und die elf Gmünder begannen genau da, wo sie gegen Pfullingen aufgehört hatten. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss und präsentierte sich den fast 50 mitgereisten Gmünder Fans in einer überragenden Spiellaune. „Wir hatten uns viel vorgenommen. Wollten ans letzte Spiel anknüpfen. Direkt vor dem Spiel merkte man an der Körpersprache der Jungs die Spannung an, hier etwas zu reißen wollen. Ich bin sehr zufrieden, wir haben über 90 Minuten immer spielerische Lösungen gefunden.“ So Normannia Cheftrainer Holger Traub in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Die Normannen übernahmen von der ersten Minute das Kommando und diktierten Spielgeschehen und den Takt des Spiels. Bis zu einer der spielentscheidenden Szene in der 28. Minute hätten die Gmünder schon deutlich klarer als 1:0 führen können, ja müssen. Die gelb/rote Karte für den Neckarremser Lars Ruckh führte zu einer Veränderung des Spiels, aber auch zu einer Verärgerung der Gastgeber, Nach einem nicht gepfiffenen Foulspiel eines Gmünder Spielers im Mittelfeld beschwerte sich Ruckh heftigst verbal, erhielt gelb, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter gegen den Schiedsrichter zu meckern, was dieser mit der gelb/roten Karte bestrafte. „Wir waren zunächst wie gelähmt“, so der VfB-Trainer Markus Koch. „Doch wir haben mit 10 Mann ins Spiel zurückgefunden und uns besser positioniert.“ Doch insgesamt zu den 90 Minuten meinte Markus Koch: „Das 0:4 fühlt sich brutal an, aber wir müssen neidlos anerkennen, dass die Normannen ein astreines Spiel abgeliefert haben und uns vor viele Probleme gestellt haben. Der Gmünder Sieg ist absolut verdient.“ Auch Gmünds Trainer Holger Traub, lobte die tolle Reaktion der Gastgeber auf die Dezimierung, war dennoch angetan, wie seine Mannen den Ball und Gegner laufen ließen und einen Fußball zelebrierten, wie er ihn sehen will. Bereits schon nach zwei Minuten hätte 0:1 stehen können. Stephan Fichter flankte von rechts und Marvin Gnaase zog direkt ab, doch Rodrigues musste erstmals alles geben, um das erste Tor der Gäste zu verhindern. In der neunten Minute eroberte sich Fabian Kolb den Ball an der Mittellinie, bediente Marvin Gnaase, der den Ball für Bobo Mayer auflegte, der trocken aus 20 Metern abzog und das 0:1 markierte.

Die Normannen ließen die Gastgeber nicht ins Spiel kommen, immer wieder wurden die gefährlichen Gmünder Angriffe durch Bobo Mayer eingeleitet, so in der 15. Minute, als er Felix Bauer bediente, doch dessen Abschluss strich knapp am langen Eck vorbei. Oder in der 20. Minute, als er Marvin Gnaase mustergültig bediente, doch dessen Abschluss blieb in der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber hängen. In der 21. Minute erster Arbeitsnachweis für Yanick Ellermann als Ruckh urplötzlich frei vor ihm auftauchte, aber Ellermann bereinigte die Situation souverän. Nach dem Platzverweis für Ruckh konnten die Normannen noch einige gute Tormöglichkeiten herausspielen, während Neckarrems nur noch einmal gefährlich vor Yannick Ellermann auftauchte, der aber den Kopfball von Mamic herunterpflücken konnte.

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber nochmals anzurennen, doch mehr als ein gefährlicher Schuss und ein Fallrückzieher von Del Genio sollte nicht herauskommen. Die Normannen standen in der Defensive sicher, das Mittelfeld kontrollierte das Spiel und vorne spielten die Gmünder geduldig, um dann auch schlussendlich ihre Chancen zu verwerten. Dem 2:0 in der 61. Minute ging ein blitzsauberer Spielzug voraus. Der Ball lief wie am Schnürchen über Marvin Gnaase und Stephan Fichter, der Dominik Pfeifer perfekt im Strafraum anspielte, was dieser mit dem Tor zum 0:2 belohnte. Nur vier Minuten später das 0:3 und wieder waren die gleichen Protagonisten am Tor beteiligt nur die Reihenfolge hatte sich verändert, diesmal lautete sie: Stephan Fichter, Dominik Pfeifer und Marvin Gnaase vollendete. Noch einmal prüften die Gastgeber den Gmünder Schlussmann, doch auch Scheuerle fand seinen Meister in Yannick Ellermann. In der 70. Minute hätte es endlich beinahe für den Gmünder Sturmführer Felix Bauer mit einem Tor geklappt, doch sein Schuss aus der Drehung konnte Rodrigues mit einem unglaublichen Reflex gerade noch zur Ecke abwehren. In der 82. Minute dann ein Tor der Marke “Tor des Monats“ . Ansatzlos nahm Bobo Mayer den Ball an der Strafraumgrenze und hämmerte ihn zum 0:4 in die Neckarremser Maschen. Doch noch war die Torlust der Normannen nicht gestillt, weiter versuchten sie auch noch den fünften Treffer zu erzielen, doch mehr als ein Lattenknaller von Dominik Pfeifer sprang aber nicht heraus.

12. Spieltag: VfL Pfullingen – VfB Neckarrems 1:2 (0:1)

Foto: Homepage VfL Pfullingen

Homepage VfL Pfullingen – 6. November 2017 - Geschrieben von Timo Schyska

Dominik Früh saß wenige Minuten nach dem Schlusspfiff hinter dem Tor da wie ein Häufchen Elend. Selber konnte es der Vollblutstürmer am wenigsten fassen, dass er wenige Minuten zuvor den Ball nicht zum 2:2 über die Linie befördern konnte. Der VfL warf in der Nachspielzeit alles nach vorn, sogar Towart Markus Hirlinger war in den gegnerischen Strafraum geeilt. Ein letzter Ball in die Spitze, Jochen Fey legte das Spielgerät in die Mitte genau auf Früh. Doch sein Schuss war viel zu schwach, um den durchaus verdienten Punkt gegen den VfB Neckarrems einzubringen, Gästeschlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao hatte wenig Mühe, den Sieg seiner Mannschaft festzuhalten. Diese Szene war symptomatisch für die Situation der Schützlinge von Michael Konietzny im Herbst 2017. Die Leistung stimmt im Großen und Ganzen, nur die letzte Konsequenz, das Quäntchen Glück fehlen zum Erfolg. Eine Mischung, die allmählich die Alarmglocken am Jahnhaus zum Läuten bringen müsste.

Die Partie des Vorjahresvierten gegen den Vorjahresfünften, die beide wahrlich keinen guten Start in die Spielzeit 2017/2018 vorweisen können, nahm nach einer knappen Viertelstunde an Fahrt auf. Matthias Dünkel und vor allem Heiko Schall hatten für den VfL das 1:0 auf dem Fuß, auf der Gegenseite streifte ein Kopfball von Lars Ruckh nur um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei. Wieder war es ein Standard, bei dem die Pfullinger Defensive nicht gut aussah und den Gästen die Führung bescherte. Der baumlange Pero Mamic setzte sich gegen seinen Bewacher Fatih Özge durch und köpfte zum 0:1 ein (32.). Damit ging es auch in die Pause.

Unterhaltsam und ein wenig hitziger wurde es auch in Durchgang zwei. Christopher Leuze machte per Kopf auf sich aufmerksam, der eingewechselte Lukas Früh trifft den Ball nicht richtig, nachdem ein Schuss seines Bruders geblockt wurde. Leuze verhinderte im eigenen Fünfmeterraum das 0:2, als er den Ball von der Linie kratzte. Die Schlussviertelstunde hatte weitere Aufreger zu bieten. Dominik Früh wird im Strafraum zu Boden gerungen, den fälligen Elfmeter verwandelte Yasin Yilmaz souverän (77.). Glück für die Neckarremser, dass die Schiedsrichterin Melissa Joos auf eine rote Karte für den Verteidiger verzichtete. Doch es kam noch schlimmer für den VfL. Lars Ruck brachte seine Farben mit einem sehenswerten Treffer erneut in Front (85.). Die Schlussoffensive der Hausherren wurde nicht belohnt. Ein weiteres klares Foul an Dominik Früh übersah die Schiedsrichterin und ließ weiterlaufen. Ein Fehler, wie sie nach dem Spiel und der Besprechung mit dem Beobachter einräumte. Auch das passt zur aktuellen Pfullinger Situation. Doch liegt hier nicht der Hauptgrund der Niederlage. Die Spieler müssen wieder an ihre Stärken glauben und zur Stelle sein, wenn es gilt. Dann kommen auch die richtigen Ergebnisse wieder.

Pfullingen - Neckarrems 1:2 - Team scheitert wieder mal an sich selbst. Angreifer Frey verlässt den VfL zur Winterpause

Reutlinger General Anzeiger - Montag, 06. November 2017 - VON FRANK WILD

 

Die letzte Konsequenz fehlt

Der VfL Pfullingen steckt als Tabellen-13. mitten im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga. Und das rettende Ufer ist nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den VfB Neckarrems nun bereits drei Punkte entfernt. Trainer Michael Konietzny will »nicht draufhauen«, aber es gäbe auch »nichts schönzureden«. Deshalb sprach er das Manko seiner Fußballer im bisherigen Saisonverlauf nach der mittlerweile schon sechsten Niederlage im zwölften Spiel klar und deutlich an: »Die letzte Konsequenz fehlt.«
Spielleiter Frank König hatte vor der Partie noch eine deutliche Ansage gemacht: »Ein Unentschieden bringt uns nicht weiter. Die stehen nur einen Punkt vor uns.« Beim Pausenrückstand wäre er dann mit einem Zähler zufrieden gewesen. Nach dem 1:1-Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Yasin Yilmaz (77.) hatte er sich gewünscht: »Jetzt dranbleiben.« Vergeblich. Beim VfL muss sich etwas ändern, damit die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur kommt. Das war einhellige Meinung unter den 320 Zuschauern rund um den Kunstrasenplatz im Volksbank-Stadion.

. Tipp 1: Standards vermeiden

Den Großteil ihrer 20 Gegentreffer hat die Mannschaft um Kapitän Florian Gekeler in dieser Runde bislang infolge von Standard-Situationen kassiert. So auch das 0:1 durch einen Kopfball des baumlangen Neckarremser Innenverteidigers Pero Mamic (31.). Dabei war das ungeschickte Foul von Christopher Leuze am linken Strafraumeck im Vorfeld des daraus resultierenden Freistoßes so unnütz wie ein Kropf. Wer weiß, dass er bei Standards anfällig ist, sollte solche Aktionen tunlichst vermeiden.

. Tipp 2: Der unbedingte Wille

Wann ist eine Torchance eine echte Torchance? Doch eigentlich nur dann, wenn das Runde tatsächlich auch aufs Eckige kommt. Am Samstag war das beim VfL in der ersten Halbzeit kein einziges Mal der Fall. Nach dem Seitenwechsel war ein 19-Meter-Freistoß von Kevin Haußmann (51.) die erste Aktion dieser Kategorie. Leuze stand bei seinem »Tor«-Kopfball im Abseits (54.). Und Torjäger Dominik Früh beförderte seine 1000-prozentige Gelegenheit in die Arme von VfB-Torhüter Luis Rodrigues, anstatt an diesem vorbei zum 2:2 in die Maschen (90.+4). Da fehlt einfach der unbedingte Wille.

. Tipp 3: Änderungen vornehmen

In Hollenbach (0:2) und nun gegen Neckarrems kehrte Coach Konietzny zu der im ersten Verbandsliga-Jahr so erfolgreichen 4-4-2-Formation zurück. Durch einen zweiten Stürmer an der Seite von Dominik Früh ergeben sich mehr Räume für den bislang fünffachen Torschützen und das Offensivspiel ist schwerer ausrechenbar. Trotzdem läuft seit Wochen die nahezu identische Startformation auf - mit bescheidenem Erfolg, wie fünf Punkte aus den vergangenen sechs Begegnungen beweisen. Das sorgt für Unmut bei den Bankdrückern, die durch die Rückkehr einiger verletzter Spieler nun zahlenmäßig größer geworden sind und noch größer werden. Irgendetwas muss anders werden, um den Konkurrenzkampf wieder zu forcieren. Routinier Jochen Frey hat bereits seine Konsequenzen gezogen. Der Angreifer verlässt den Verbandsligisten zur Winterpause - in Richtung Zainingen oder Engstingen wird gemunkelt.

. Tipp 4: Die letzte Konsequenz

Der VfL spielt zwar regelmäßig gut mit und bekommt dafür auch Lob vom Gegner, wenn es aber ums Toreschießen geht, sieht's mau aus. Erst 20 Treffer hat die Mannschaft erzielt, obwohl sie sich ähnlich viele Torchancen herausspielt wie in der vergangenen Runde. Gegentore sind es mit 24 aber bereits sieben mehr als vor einem Jahr. Auch das 1:2 des Neckarremsers Lars Ruckh (84.) war vermeidbar. Für die Defensive und damit das Spiel gegen den Ball, das bekanntlich im modernen Fußball bei den Angreifern beginnt, gilt: Die letzte Konsequenz fehlt.

. Tipp 5: Mentale Unterstützung

Das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das ist landläufig leicht dahergesagt. Allerdings steckt viel Wahrheit in dieser Floskel. Nach Platz vier im Vorjahr hatte sich eine gewisse Zufriedenheit eingestellt - und nun kommen die Spieler offenbar nicht mehr so einfach aus diesem Relax-Modus heraus. Dass die Pfullinger schon zahlreiche 50:50-Spiele in dieser Runde nicht wie im Vorjahr für sich entschieden oder wie zuletzt in Hollenbach und nun gegen Neckarrems zumindest einen Punkt holen, wird zur Kopfsache. Neben dem zum Rundenbeginn neu installierten Athletikcoach Tobias Fluck von den VfL-Leichtathleten sollten sich die Fußballer vielleicht mal überlegen, ob sie den Mentaltrainer der Pfullinger Handballer zurate ziehen. (GEA)

Wangen vergibt Sieg in letzter Sekunde

Schwäbische Zeitung - 29.10.17 - Markus Prinz

FC muss sich in der Fußball-Verbandsliga in Neckarrems mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben

Kurz vor einem Auswärtssieg stand der FC Wangen am Samstag in der Fußball-Verbandsliga Württemberg beim VfB Neckarrems, jedoch kassierte die Elf von Trainer Adrian Philipp mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer zum 2:2. Wangens Okan Housein drehte die Partie mit seinem Doppelpack zwischenzeitlich zu Gunsten des FC.

Die Partie in Neckarrems begann für den FC Wangen mit einigen Minuten Verspätung, da der FC-Tross bei der Anreise im Stau feststeckte. Aber auch, als das Spiel dann angepfiffen wurde, schienen die Wangener Spieler noch nicht so richtig auf dem Platz zu sein. "Wir sind gar nicht gut ins Spiel gekommen, ob es an der verspäteten Ankunft lag, will ich aber so nicht behaupten", sagt Adrian Philipp.

Folgerichtig ging die Heimelf Mitte der ersten Spielhälfte durch einen Foulelfmeter in Führung. Wangens Verteidiger Luis Metzen rutschte unglücklich aus und brachte seinen Gegner zu Fall, den "berechtigten Strafstoß" (Philipp) verwandelte Eugenio Del Genio souverän. Nach gut einer halben Stunde kamen die Gäste allmählich besser in die Partie und hatten zwei Halbchancen zu verzeichnen. Die Heimmannschaft musste bereits vor der Halbzeit zweimal wechseln, unter anderem den wichtigen Mittelfeldakteur Andreas Schwintjes, was dem FC Wangen ein wenig in die Karten spielte. "Bei Neckarrems war nach den Wechseln in Hälfte eins schon ein Bruch im Spiel zu bemerken", sagte Philipp. Nach der Halbzeitpause machte es der FC dann deutlich besser. Kurz nach der Pause hatte Jan Gleinser die große Chance zum Ausgleich, den Torhüter hatte er bereits umkurvt, brachte den Ball dennoch nicht im Tor der Gastgeber unter.

Im Anschluss einer Standardsituation hatte Neckarrems die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, aber auch die Heimelf vergab. In der Folgezeit spielte nur noch Wangen, was in der 69. Spielminute mit dem Ausgleich belohnt wurde. Innenverteidiger Fabian Eninger spielte einen langen Pass auf Okan Housein, der dem Neckarremser Torhüter keine Chance ließ und zum 1:1 traf. Zehn Minuten später war es erneut Housein, der den FC Wangen mit einem herrlichen Volleyschuss aus 20 Metern jubeln ließ. Da geriet auch sein Trainer Adrian Philipp ins Schwärmen, "Okan machte ein richtig gutes Spiel und seine Leistung krönte er mit einem überragenden Tor zum 2:1". Zuvor hatte Torjäger Thomas Maas nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert. "In den 30 Minuten, die Thomas auf dem Platz stand, hat man schon gesehen, dass er uns gut tut. Vor allem wie er die Bälle vorne festmacht", lobte Philipp seinen Stürmer. Aber auch in der Defensive machte Wangen vieles richtig, so dass die Heimelf zu keinen zwingenden Torchancen mehr kam. Nur in der letzten Spielminute war Wangens Verteidigung einmal nicht aufmerksam genug, ein langer Ball vom Neckarremser Torhüter senkte sich direkt zwischen Biedenkapp und Eninger im Strafraum, Del Genio nahm den Ball mit und versenkte ihn zum Frust aller Wangener im Tor von Julian Hinkel. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel erst gar nicht mehr an. Während die Heimmannschaft den Punktgewinn auf dem Platz feierte, sanken die Wangener Spieler enttäuscht zu Boden. Trainer Adrian Philipp war lediglich enttäuscht über den bitteren Ausgleich in letzter Sekunde und fand lobende Worte für den Auftritt seiner Mannschaft: Die Jungs haben bis auf die ersten 30 Minuten ein richtig tolles Spiel gemacht, worauf wir wirklich aufbauen können, aber natürlich ist so ein Gegentreffer mit dem Schlusspfiff immer sehr bitter".

SKV Rutesheim belohnt sich mit einem Punkt

Zwei Torschützen in Schräglage: Daniel Spiegelhalter (Neckarrems/2. von links) gegen den Rutesheimer Daniel Elfadli. Foto: Baumann

Leonberger Kreiszeitung - Von Andreas Klingbeil - 09.10.2017

Es hat schon Begegnungen in dieser Saison gegeben, in denen die SKV Rutesheim nicht als Verlierer vom Platz hätte gehen brauchen, wenn nicht sogar dürfen. Das war beispielsweise beim 2:3 in Öhringen so, oder auch zuhause beim 0:1 gegen den VfL Sindelfingen. Es geht aber auch anders. Das 2:2 gegen den VfB Neckarrems hat es gezeigt. In der 89. Minute belohnte sich die Mannschaft für ihre Moral. Alexander Wellert fand mit seinem Diagonalball Axel Weeber. Der leitete weiter auf Daniel Elfadli – 2:2. Der Aufsteiger feierte damit einen am Ende natürlich auch glücklichen, aber nicht unverdienten Punktgewinn. Die erste Hälfte ging klar an die Gäste, im zweiten Durchgang hatte die SKV Vorteile – wenn auch nicht so deutlich wie zuvor der VfB Neckarrems.

Schlimme Befürchtungen an das letzte Heimspiel gegen den FC Albstadt (3:6 nach 0:6-Rückstand) kamen auf, als Neckarrems schon nach sieben Minuten in Führung ging. Yoshua Schneider und Alexander Wellert konnten den schnellen Viktor Ribeiro nicht bremsen, dessen Flanke nickte Daniel Spiegelhalter ein – 0:1.

Neckarrems hat Zeit, sich zu formieren

Die Rutesheimer Spieler blieben über weite Strecken der ersten Hälfte viel zu passiv und wirkten behäbig. Und im Spiel nach vorne fehlte das Tempo. Die Gäste formierten sich mit ihren beiden Viererketten vor dem eigenen Strafraum und hatten keine Mühe, den Gegner von der gefährlichen Zone fern zu halten. In aller Seelenruhe holten sich Kapitän Micha-Colin Läubin und Andreas Schwintjes die Bälle von hinten ab und bauten das Spiel auf. Sie wurden dabei ja auch nicht wirklich gestört. Als Eugenio Del Genio dann auch noch einen Freistoß aus 27 Meter zentraler Position direkt verwandelte (34.), schien die Messe bereits gelesen. SKV-Schlussmann Marijo Milcic machte bei diesem Treffer nicht die beste Figur, bewahrte seine Mannschaft fünf Minuten später mit einer tollen Reaktion gegen Del Genio vor einem höheren Rückstand.

SKV ist nach der Pause mutiger

„Das war Alibi-Fußball“, ärgerte sich SKV-Übungsleiter Rolf Kramer über den Auftritt seiner Elf in den ersten 45 Minuten. „Ich war schon deutlich in der Kabine und auch lauter als sonst.“ War es die Ansprache oder die taktische Änderung – die Gastgeber schoben ihr Spiel 10 bis 15 Meter nach vorne – oder beides zusammen: die SKV kam aggressiver, wesentlich präsenter und mutiger aus der Pause. Und sie kann sich auf ihren Torjäger verlassen. Nach Ecke von Wellert gelang Gianluca Crepaldi per Kopf mit seinem zwölften Saisontreffer der Anschluss (51.). Die Rutesheimer Galligkeit schmeckte den Gästen nicht. Sie standen nicht mehr so kompakt und hatten mit Ausnahme des alleine durchgelaufenen Daniele Cardinale auch keine klaren Möglichkeiten mehr. Die hatte auf der Gegenseite allerdings auch das Rutesheimer Team nicht. Am aussichtsreichsten war der Versuch von Daniel Elfadli aus halbrechter Position. Der Ball prallte am langen Eck an den Außenpfosten (60.). Gut für den Aufsteiger, dass es der Mittelfeldmann kurz vor Schluss noch besser machte.

Starker Auftritt des TSV

Dort wird der Spielstand noch per Hand verändert: Die Anzeigetafel des VfB Neckarrems. Foto: Werner Kurz

Haller Tagblatt - Florian Bader | 02.10.2017

Bei der Wahl seiner Startformation hatte Ralf Kettemann am Samstag ein gutes Näschen. Er vertraute bei einer der beiden Positionen im Sturm etwas überraschend Michele Varallo. Der 29-jährige Italiener, der bislang in der Saison noch nicht so häufig zum Zuge kam, wusste dieses Vertrauen zu schätzen und zahlte es mit einer starken Vorstellung und zwei Toren zurück. Dass die Gäste, bei denen der etatmäßige Kapitän Karel Nowak wieder im Tor stand, auf Wiedergutmachung aus waren, wurde direkt vom Anpfiff an deutlich. Die ersten Minuten gehörten eindeutig ihnen. Bereits nach drei Spielminuten hatten die mitgereisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Varallo für seinen freistehenden Sturmpartner Benjamin Kurz auflegte. Mit etwas zu viel Rücklage jagte dieser den Ball aber übers Tor. In der Folge kamen die Gäste weitere Male gefährlich vor das Neckarremser Tor. Wie schon in den Vorwochen als Manko ausgemacht, war es auch an diesem Tag zunächst so, dass Ilshofen diese Chancen liegen ließ. In einer Phase, als das Spiel sehr fahrig und geprägt war durch Fehlpässe und Ungenauigkeiten, erzielte Michele Varallo durch einen platzierten Schuss aus gut 20 Metern die Führung.

Beste Phase vor der Pause

Dieses Tor tat der Mannschaft gut, die anschließend wieder in ihren Rhythmus fand. Das Heimteam aus Neckarrems, dem vor allem offensiv wenig bis gar nichts gelang, musste sich wieder damit begnügen, Gegenspielern und Ball hinterherzulaufen. Das war die beste Phase der Hohenloher. In der 35. Minute war es wieder Varallo nach einer Wilske-Flanke, der einem erneuten Torerfolg per Fallrückzieher sehr nahe kam. Besser machte er es sechs Minuten später, als er cool zum 0:2 einnetzte. Andrey Nagumanov spielte ihm davor den Ball schön in den Lauf.

Nach der Halbzeitpause, in der Neckarrems zweimal wechselte, übernahm zunächst das Heimteam das Spielgeschehen. Trainer Markus Koch konnte seine Mannschaft in der Kabine offensichtlich wachrütteln. Zielstrebig versuchten sie den schnellen Anschlusstreffer herzustellen. Richtig brenzlig wurde es für TSV-Schlussmann Karel Nowak allerdings nicht.

Mit zunehmender Spieldauer gelang es der Kettemann-Elf, das Spiel wieder mehr in ihre Reihen zu verlagern. Mit dem Gefühl des sicheren Vorsprungs beherrschten sie nun wieder Ball und Gegner. Mitte der zweiten Halbzeit schien das Spiel dann endgültig entschieden, als der an diesem Tag glänzend aufgelegte Varallo seinen dritten Treffer markierte. Es war die schönste Passstafette der Ilshofener im ganzen Spiel. Allerdings, so sagte das Schiedsrichtergespann, war dieser Treffer nicht regelkonform erzielt worden. Varallo stand bei der Ballabgabe von Kurz wohl hauchdünn im Abseits.

Trainer Ralf Kettemann zeigte sich nach dem Spiel „absolut zufrieden“. Vor allem weil man sich bisher gegen Neckarrems immer schwergetan habe. Seine Mannschaft „ist gut ins Spiel reingekommen“ und habe es über die komplette Spieldauer dominiert.

FC 07 Albstadt – VfB Neckarrems 1:3 (1:1)

Schwarzwälder Bote - Von Sandro Vitale - 10.09.2017

Nach dem ersten Saisonsieg mussten die Verbandsliga-Kicker des FC 07 Albstadt mit der 1:3-Heimniederlage gegen Neckarrems einen erneuten Rückschlag hinnehmen.

Die Nullsiebener gelangten zwar bereits in der zweiten Minute, als Pietro Fiorenza knapp über den Querbalken schoss, zu ihrer ersten Chance, insgesamt tat sich während der Anfangsphase allerdings nur wenig.

Neckarrems wies die bessere Spielanlage auf, in der Offensive brachten die VfB-Kicker jedoch überhaupt nichts zu Stande. Während der Anfangsviertelstunde kamen die Gäste das eine oder andere Mal in die Gefahrenzone, bei den finalen Pässen ertönte aber meist der Abseitspfiff. In der 24. Minute hatte auf der anderen Seite Fiorenza den Führungstreffer auf dem Schlappen: FC-Mittelfeldakteur Marc Bitzer hatte den Goalgetter mit einem traumhaften Diagonalball aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt, Fiorenza scheiterte jedoch aus acht Metern an VfB-Torwart Loucao Rodriguez.

Drei Minuten später kam Fiorenza durch Einwirkung des Gegners im Strafraum zu Fall und bekam den Strafstoß. Vom Punkt aus trat FC-Keeper Mario Aller an, der sein Gegenüber eiskalt verlud und die Kugel flach im linken Eck unterbrachte. Da einer der seiner Mitspieler jedoch zu früh in den Strafraum gestürmt war, ließ Schiedsrichter Christoph Zürn den Elfmeter wiederholen. Der Sicherheit des Schützen tat dies aber nichts ab, verwandelte Aller den Ball doch in gleicher Manier zum 1:0 für die Gastgeber.

Anschließend plätscherte die Begegnung so vor sich hin. Bis zur 43. Minute, als der Unparteiische bei FC-Innenverteidiger Abdussamed Akbaba im Strafraum ein Handspiel erkannte. Den darauffolgenden Elfmeter von Lars Ruckh fischte Aller noch aus der linken Ecke, dem Nachschuss des VfB-Stürmers hatte der FC-Keeper dann aber nichts mehr entgegenzusetzen. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machten die Fußballer aus Remseck am Neckar in der Offensive richtig Dampf. Vor allem Viktor Ribeiro, der mit den Nullsiebenern auf der rechten Außenbahn zum Teil Katz und Maus spielte, sorgte immer wieder dafür, dass es im Strafraum der Hausherren lichterloh brannte. So auch in der 62. Minute, als Ribeiro seinen Teamkollegen Ruckh in Szene setzte. Dieser scheiterte im direkten Duell erneut am starken Albstädter Keeper Aller. Im direkten Anschluss kam jedoch VfB-Kapitän Eugenio Del Genio an die Kugel, der leichtes Spiel hatte und mit einem abgefälschten Heber für das 2:1 der Gäste sorgte.

Doch die Blau-Weißen rafften sich nochmals auf und lieferten sich mit Neckarrems fortan einen offenen Schlagabtausch, auch wenn die ganz klaren Chancen zuerst einmal Mangelware blieben. Andreas Schwintjes war es dann, der den Hausherren in der 82. Minute nach einem Eckball mit seinem Treffer zum 1:3-Endstand vollends den Zahn zog.

Fußball-Verbandsliga: Ehingen-Süd mit 2:0-Erfolg beim VfB Neckarrems

Unwiderstehlich: Timo Barwan kann von seinen Neckarremser Gegenspielern oft nur unsanft gebremst werden. Links beobachtet Hannes Pöschl die Aktion seines Teamkollegen.Foto: Pressefoto Baumann

Südwest Presse - 04.09.2017 - Roland Flad

 

Der SSV Ehingen-Süd hat seinen ersten Auswärtssieg in der Verbandsliga unter Dach und Fach gebracht. Die Kirchbierlinger gewannen am Samstag mit Fan-Unterstützung verdient mit 2:0 (0:0) beim VfB Neckarrems. Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler steht nach dem 3. Spieltag auf Platz fünf. Getrübt wird der Erfolg durch die schwere Verletzung von Daniel Haas; Bochtler befürchtet einen Muskelfaserriss.

Nach der 1:4-Niederlage beim TSV Essingen, bei der Ehingen-Süd unter Wert geschlagen wurde, hat der Verbandsliga-Neuling seine Sache im zweiten Auswärtsspiel weitaus besser gemacht und offenbar aus den Essinger Fehlern gelernt. Beim VfB Neckarrems zeigten die Kirchbierlinger erneut, dass sie in der Liga mithalten können. Mit einem kompakten, kompromisslosen Einsatz und schnellem Umschalt-Spiel nach vorne beeindruckte die Bochtler-Elf vor 150 Zuschauern, darunter etwa 35 im Mannschaftsbus mitgereiste SSV-Anhänger.

„Der Sieg für Ehingen-Süd ist gerechtfertigt“, sagte VfB-Trainer Markus Koch, „wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ So beispielsweise bei den Gegentoren, als die Gäste früh störten, den Ball in der VfB-Hälfte eroberten und zielstrebig nach vorne spielten.

Beim 1:0 durch Filip Sapina unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vertändelte Gabriel Fota den Ball. Haas bediente Sapina, der aus 12, 13 Metern einschoss (46.). „Das war ganz wichtig, so aus der Pause rauszukommen“, betonte Bochtler.

Denn noch bevor es in die Kabinen ging, vergab Ehingen-Süd die 1:0-Führung bei einem Foulelfmeter. Nach einem Foul an Philipp Schleker, das nach Ansicht von Markus Koch kein Foul war, scheiterte SSV-Kapitän Michael Turkalj mit seinem Schuss an VfB-Torhüter Luis Loucao Rodrigues (31.). Eine ähnliche Entwicklung nahm das 2:0: Balleroberung in der VfB-Hälfte und blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Haas legte für Samuel Kollmann auf (72.), der kurz zuvor schon das 2:0 auf dem Fuß gehabt hatte.

Die Gäste aus der Pfarrei hatten wie in den ersten 45 Minuten durch Hannes Pöschl und Timo Barwan auch in der zweiten Halbzeit weitere Tormöglichkeiten durch Schleker, der aus 20 Metern die Latte traf (52.), oder bei einer 1:1-Situation durch Gaetano Gaudio, der für Schleker eingewechselt wurde (78.).

Gleichwohl besaßen auch die Hausherren Torchancen. „Wir hatten den Torschrei schon auf den Lippen“, sagte VfB-Coach Koch. Das war nach etwa einer Stunde, als Sven Franzen den Ball aus etwa drei Metern übers Tor schoss oder als der Ball vom Innenpfosten ins Feld sprang und Timo Barwan, der sonst als ständiger Unruheherd die Neckarrems Abwehr beschäftigte, die Situation vollends bereinigte. „Da haben wir großes Glück gehabt“, räumte Bochtler ein.

Er stellte auch fest, dass seine Mannschaft bei Drangperioden des Gegners noch cooler bleiben und auf Sicherheit spielen muss. „Bei den wütenden Gegenangriffen müssen wir noch mehr Ruhe bewahren und geordneter stehen“, sagte Bochtler.

Während Ehingen-Süd am kommenden Samstag Mitaufsteiger TSG Tübingen in der Pfarrei erwartet, spielt Neckarrems in Albstadt, das am Sonntag mit einem 1:0-Erfolg in Leinfelden seinen ersten Dreier holte.

 

Ehingen-Süd schlägt Neckarrems

Timo Barwan (SSV Ehingen-Süd, links) im Duell mit Eugenio Del Genio vom VfB Neckarrems.Foto: Alexander Keppler

Schwäbische Zeitung - 03.09.2017 - Tobias Götz

Fußball, Verbandsliga: Der SSV gewinnt sein Auswärtsspiel 2:0

 

Der SSV Ehingen-Süd hat mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg am Samstag beim VfB Neckarrems seinen zweiten Sieg im dritten Spiel der Fußball-Verbandsliga eingefahren. Dabei boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, immer aber mit Vorteilen für den Aufsteiger aus der Pfarrei.

„Die erste Halbzeit war kontrolliert, die zweite Hälfte war wild“, beschreibt Süds Trainer Michael Bochtler die Partie in Neckarrems, bei der Süd in den ersten zehn Minuten Probleme hatte. „Da hat der VfB immer in unsere Schnittstelle gespielt und uns zwei Mal in Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Bochtler. In der Folge sortierte sich Süd aber besser und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Hannes Pöschl scheiterte per Kopf, einen Schuss von Timo Barwan konnte VfB-Keeper Luis Miguel Rodrigues Loucao mit dem Fuß abwehren. Auch die Gastgeber kamen in dieser Phase zu Chancen, scheiterten aber an Süds Schlussmann Benjamin Gralla. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Neckarrems zwar Feldvorteile, konnte diese aber nicht in Tore ummünzen. In der 45. Minute wurde Süds Philipp Schleker im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter von Michael Turkalj hielt VfB-Schlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao. Im direkten Gegenzug hatte Neckarrems eine gute Chance, wiederum im Gegenzug Süd.

Direkt nach dem Wiederanpfiff stellten die Kirchbierlinger die Weichen auf Sieg, als Filip Sapina aus 13 Metern abzog und das 1:0 für die Gäste markierte. „Neckarrems wurde wütend und hat nach dem Gegentor viel investiert“, betont Bochtler. In der 52. Minute setzte Philipp Schleker einen Distanzschuss an die Latte, in der 64. Minute vergab Samuel Kollmann eine 100-prozentige Chance zum 2:0, um es dann in der 72. Minute besser zu machen. Nach einem Konter setzte sich Kollmann in einer 1:1-Situation im gegnerischen Strafraum durch und machte das 2:0 für Süd.

In der Folge gab es auf beiden Seiten weitere gute Chancen. „Es war ein tolles Spiel. Es hat uns gezeigt, dass wir weiterhin in der Verbandsliga mithalten können“, so Bochtler. Einziger Wermutstropfen für Süd: Daniel Haas musste in der 82. Minute mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden und wird Wochen fehlen.

 

 

Nach Neckarremser Patzer ist Weg für Ehingen frei

Ehingens Timo Barwan (links) im Zweikampf mit Tim Scheuerle (VfB Neckarrems).Foto: Baumann

LKZ - 04. September 2017 – Bernd Seib

Seine zweite Heimniederlage musste Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 0:2 gegen den starken Aufsteiger SSV Ehingen-Süd hinnehmen. Damit sortiert sich der VfB erst einmal in der unteren Tabellenhälfte ein.

 

„Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Beide Gegentore fielen jeweils nach Ballverlusten im Spielaufbau“, resümierte VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff. Vor allem das 0:1 direkt nach Wiederanpfiff hatte den Gästen in die Hände gespielt. Ausgerechnet die VfB-Routiniers Gabriel Fota und Sven Franzen hatten zuvor gepatzt, und Ehingen den Konter ermöglicht.

Bis dahin war die gutklassige Partie absolut ausgeglichen verlaufen. Beide Teams verteidigten aufmerksam, mühten sich um kontrollierten Spielaufbau und erspielten sich vor der Pause je eine Handvoll passabler Torchancen. Gästekapitän Michael Turkalj vergab die beste, als er mit jedoch äußerst zweifelhaftem Elfmeter an VfB-Torwart Luis Rodrigues scheiterte (44.). Mit der Führung nach Wiederanpfiff verschoben sich jedoch die Gewichte zugunsten der Gäste, die kurz nach dem 1:0 einen Lattenschuss verzeichneten. „Wir hatten dann zu viel Unordnung in unserem Spiel“, bemängelte Koch hinterher. Der mit aufgerückte Franzen hätte zwar ausgleichen können (61.), traf aber nur den Innenpfosten.

Gefährlicher blieb jedoch Ehingen, das vor allem über Timo Barwan immer wieder schnell umschaltete. Das 2:0 (72.) nach Ballverlust von Andreas Schwintjes war nur die logische Konsequenz. Spätestens als dann Viktor Ribeiro mit der letzten Chance der Remser aus kurzer Entfernung den Kopf des Gästekeepers anschoss (84.), war klar, dass man an diesem Tag leer ausgehen würde.

 

 

Viel zu harmlos vor dem Tor

Calcio-Kapitän Gökhan Gümüssu (links) köpft Foto: Yavuz Dural

Filder-Zeitung - Susanne Degel - 28. August 2017

Der Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen verliert sein erstes Saison-Heimspiel gegen den VfB Neckarrems durch einen Treffer in der Schlussminute mit 2:3.

Bastian Joas hat einen Tick zu früh abgeschaltet. Eine Sekunde, in der der eingewechselte Daniele Cardinale im Strafraum den entscheidenden Schritt schneller war, um den von Yannick Bartmann in die Tiefe gespielten Ball mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck zu zirkeln. Es war der viel umjubelte 3:2-Siegtreffer für die Verbandsliga-Fußballer des VfB Neckarrems und der bittere K.-o.-Schlag für Calcio Leinfelden-Echterdingen. Bitter deshalb, weil die abermals in Pink gekleideten Gastgeber nach der Pause die Begegnung in den Goldäckern dominiert hatten und sich das Spielgeschehen fast ausnahmslos in der Hälfte der Gäste abgespielt hatte. Indes: was die Elf von Trainer Francesco Di Frisco vor dem gegnerischen Gehäuse zeigte, war an Harmlosigkeit kaum mehr zu überbieten. „Ich bin richtig enttäuscht – nicht von unserer Spielweise, aber davon, was die Jungs vor dem Tor abgeliefert haben“, sagte Di Frisco.

Calcio lässt die Durchschlagskraft vermissen

Dabei hätten die Echterdinger nach dem Wiederanpfiff beim Stande von 2:2 genügend Chancen gehabt, die Begegnung für sich zu entscheiden. Doch nach einem Freistoß von Volkan Candan köpfte Kapitän Gökhan Gümüssu über das Tor, Joas hatte, über rechts kommend, freie Schussbahn, zögerte aber zu lange, was auch Volkan Candan vorzuwerfen ist. Und auch der eingewechselte Armin Zukic ließ eine Großchance ungenutzt, weil er die Durchschlagskraft vermissen ließ. „Wir dürfen nicht nur schön spielen wollen, sondern auch erfolgreich“, sagte Di Frisco, der seine Startelf gegenüber dem Auftaktmatch in Sindelfingen gleich auf mehreren Positionen verändert hatte – mitunter nicht ganz freiwillig. So galt es neben Torjäger Shkemb Miftari (rotgesperrt) kurzfristig auch Sascha Häcker zu ersetzen. Der Stürmer war im Abschlusstraining am Freitag umgeknickt. Eine ärztliche Diagnose steht zwar zurzeit noch aus, Di Frisco vermutet aber, dass er sich einen Bänderriss zugezogen hat.

Shaban Ismaili mit Höhen und Tiefen

Im diesmal vom Coach bevorzugten 4:3:2:1-System durfte deshalb Gentjan Lekaj als einzige Spitze ran. In der Abwehrviererkette agierte Josip Pranjic diesmal von Beginn an neben Marco Armbruster als Innenverteidiger, dafür ersetzte Thomas Scheuring den aus familiären Gründen verhinderten Dimitrios Vidic auf der rechten Abwehrposition. „Wir wollten vor allem über Außen viel Druck machen, das ist uns mit Candan und Scheuring auch gut gelungen“, sagte Di Frisco. Shaban Ismaili zog derweil von Beginn an hinter den Spitzen die Fäden – mit Höhen und Tiefen – und Tahir Bahadir stand für den zuletzt enttäuschenden Zukic gegen seinen Ex-Klub von der ersten Minute an auf dem Rasen.

Calcio-Verteidiger schenken Gegner zu viel Raum

So harmlos wie die Gastgeber vor dem Tor des Gegners waren, so harmlos agierten sie mitunter aber auch in der Defensive: höchst selten in der Vorwärtsbewegung, fast immer nur im Rückwärtsgang. „Unglaublich, wie viel Meter wir dem Gegner dadurch schenken“, sagte Di Frisco. Auch beim Führungstreffer der Gäste standen die Echterdinger eher als Zuschauer Spalier. Nach einem Ballverlust von Gümüssu an der Mittellinie eilte der überragende Viktor Ribeiro auf der rechten Seite auf und davon. Seine Hereingabe verwandelte Daniel Spiegelhalter zum 1:0 für die Gäste (9.). In der 40. Minute verlängert Joas dann eine Hereingabe von Ismaili mit den Haarspitzen – 1:1. Die Freude über den Ausgleich währte indes nicht lange. Schon im Gegenzug war Spiegelhalter erneut zu Stelle, wieder hatte Ribeiro zig Gegenspieler zu Statisten degradiert – 1:2 (41.) aus Sicht von Calcio. Für Spiegelhalter ging damit die Erfolgsgeschichte in die nächste Runde. Nachdem er in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur einmal spielen konnte, dabei aber einmal traf, sind ihm in dieser Saison in zwei Spielen bereits drei Tore gelungen. „Für ihn freut es mich natürlich besonders“, sagte VfB-Trainer Markus Koch.

Dass den Gastgebern noch vor dem Pausenpfiff das 2:2 gelang, war derweil einem Fehlgriff des VfB-Keepers Luis Rodrigues Luicao zu verdanken. Der hatte sich nach einer Ecke verschätzt, sodass Gümüssu am weit entfernten Pfosten stehend, die Kugel über die Linie drücken konnte (45.).

Cardinale lässt Neckarrems gegen Calcio jubeln

LKZ - 28. August 2017 - Bernd Seib

Dank eines Last-Minute-Treffers des eingewechselten Daniele Cardinale feierte Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 3:2 bei Calcio Echterdingen seinen ersten Saisonsieg.

„Es war aufregend und anstrengend, hatte aber ein wunderbares Ende“, fasste VfB-Trainer Markus Koch hinterher die 90 Minuten zusammen. Seine Elf begann gut und kam durch Daniel Spiegelhalter zum frühen 1:0 (10.). Nach Zusammenspiel zwischen Tim Scheuerle und dem in die Startelf gerückten Viktor Ribeiro musste der neue Knipser der Remser nur eindrücken. In der Folge entspann sich eine offene Partie, in der der VfB seine Möglichkeiten aber nicht optimal ausschöpfte. Als „läppisch“ empfand Koch dagegen das 1:1, als seine Defensive nach harmlos wirkender Halbfeldflanke nicht auf der Höhe war (31.). Spiegelhalter stellte zwar nach einer Ribeiro-Hereingabe wieder die Führung her (37.), doch mit dem Pausenpfiff glich Calcio erneut aus. „Nach der Halbzeit fanden wir uns dann in ungewohnter Rolle wieder, denn wir mussten viel hinterherlaufen“, berichtete Koch. Calcio kontrollierte jetzt Ball und Gegner, ohne dabei jedoch allzu oft zwingend zu werden. Auch die Auswechslungen (Scheuerle, Lars Ruckh, Luigi Ancona) taten dem VfB-Spiel nicht gut.

Als sich schließlich alle schon auf ein Remis eingerichtet hatten, folgte jedoch Cardinales großer Auftritt. Yannick Bartmann hatte ihn mit seinem Vorstoß in Szene gesetzt und der junge Angreifer schlenzte den Ball gekonnt aus 12 Metern zum etwas glücklichen 3:2-Endstand in den Winkel.

1:4 – VfB Neckarrems unter Wert geschlagen

Trifft für Neckarrems: Daniel Spiegelhalter. Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung – 21.8.2017 - Bernd Seib

Niederlage gegen TSV Essingen zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga aufgrund individueller Patzer

Unter Wert wurde der VfB Neckarrems zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga geschlagen. Aufgrund individueller Patzer unterlag man dem TSV Essingen letztlich mit 1:4. „Der Gegentreffer zum 1:2 war der Genickschlag, denn er fiel genau dann, als wir am Drücker waren“, ärgerte sich VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff.

Essingens Torjäger Stani Bergheim markierte dieses 1:2 (70.) mit sehenswertem Seitfallzieher nach schnellem Umschaltspiel. Zuvor hatte Andreas Schwintjes den Ball im Mittelfeld verloren. Der Rückkehrer, dem noch die gewohnte Sicherheit fehlte, wurde fünf Minuten später endgültig zur tragischen Figur: Erneut ließ er sich – diesmal in letzter Linie – den Ball stibitzen und ermöglichte Bergheim auch das 1:3. „Solche Spiele gibt es eben“, hielt sich Koch nicht mit Einzelkritik auf. Seine neu formierte Elf hatte sich zuvor nach wackligem Beginn ins Spiel gearbeitet und nach der Halbzeit auch offensive Akzente gesetzt.

Rechtsverteidiger Yannick Bartmann, der sich später steigerte, ermöglichte dem Gast mit zu kurzem Rückpass die erste Großchance, doch Luis Rodrigues war auf dem Posten (7.). Bartmann (20.) und Gabriel Fota (25.) kamen zu den ersten VfB-Abschlüssen, ehe Dennis Werner auf der Gegenseite das 0:1 gelang. Pero Mamic, der als Innenverteidiger noch Probleme im Stellungsspiel offenbarte, verlor den Zweikampf, Rodrigues konnte den Ball nicht festhalten, so dass Werner abstaubte (36.). Mit der Einwechslung Viktor Ribeiros zur Pause wurden die Remser jedoch „mutiger und nicht mehr so hektisch“, wie Koch befand. Zunächst legte Ribeiro Eugenio Del Genio auf (51.), später verzog er nach Schwintjes-Pass aus spitzem Winkel knapp (64.). Dazwischen lag das 1:1 durch Daniel Spiegelhalters Direktabnahme nach Del Genio-Flanke (56.).

Die Partie schien jetzt zugunsten des VfB zu kippen, doch Bergheims Traumtor wendete erneut das Blatt.

TSV Essingen: Hillebrand feiert gelungenen Einstand

Schwäbische Zeitung - 20.08.2017 - tsve

TSV Essingen setzt sich mit 4:1 (1:0) beim VfB Neckarrems durch

Der TSV Essingen ist zum ersten Punktspiel der neuen Saison zum VfB Neckarrems gereist. Gespannt war man, ob es Neu-Trainer Dennis Hillebrand innerhalb weniger Tage gelungen war, die Mannschaft richtig auf die Partie einstellen zu können.

Essingen kam gut in die Partie und versuchte von Anfang an, mit frühem Pressing den VfBlern das Leben schwer zu machen, was durchaus gelang. Bereits in den ersten zehn Minuten hatten die Essinger zwei Großchancen durch Michael Wende, die dieser nicht nutzte. In der 32. Minute belohnten sich die Essinger schließlich für ihr aufopferndes Spiel und gingen durch Denis Werner nach einem Querpass im Strafraum von Wende mit 1:0 in Führung. Essingen war weiter klar spielbestimmend, der VfB Neckarrems war nur durch Konter gefährlich, ohne allerdings nennenswerte Torchancen erspielen zu können. Die Abwehr um Jens Malitzke und Simon Fröhlich stand sicher und ließ nichts zu. Der TSV Essingen führte verdient, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus seiner Überlegenheit gemacht zu haben. Essingen schien auch im zweiten Abschnitt die Partie im Griff zu haben, dann aber reichte eine Unaufmerksamkeit der TSV-Hintermannschaft und der VfB erzielte das 1:1 durch Spiegelhalter (56.).

In den darauffolgenden zehn Minuten schienen die Essinger geschockt, die Hausherren witterten noch einmal Morgenluft und kamen zu einer weiteren Großchance in der 58. durch Fota, der aber aus kurzer Distanz am Essinger Torhüter Philipp Pless scheiterte. In der 66. Minute wechselte Hillebrand den nach einer Verletzung wieder genesenen Stani Bergheim ein - ein Glücksgriff.

Kaum vier Minuten auf dem Platz, passte Bergheim auf die Außenbahn auf den flinken Werner. Dieser lief die Linie entlang, flankte hoch in den Strafraum, wo wiederum Bergheim bereitstand und mit einem sehenswerten Seitfallzieher das 1:2 erzielte. Allein dieser Treffer war das Eintrittsgeld wert. Nach einem zu kurz geratenen Pass eines VfB-Verteidigers auf dessen Torhüter nutzte Bergheim die Gelegenheit aus, schnappte sich den Ball und ließ sich die Chance nicht nehmen, allein auf das Tor zulaufend das 3:1 für den TSV zu markieren. Eine Minute später schnürte auch TSV-Neuzugang Dennis Werner seinen Doppelpack zum Einstand mit einem schönen Lupfer über den Torhüter des VfB Neckarrems. Ein gelungener Auftakt für die Mannen aus dem Schönbrunnenstadion.

TSV Berg steigt in die Landesliga ab - Wangen rettet sich

Bitter: Der TSV Berg muss aus der Verbandsliga absteigen. (Foto: Derek Schuh)

Schwäbische Zeitung - 03.06.2017 - Alexander Tutschner

Entscheidende 2:4-Niederlage am letzten Spieltag zu Hause gegen Neckarrems – Präsident Müller: „Wir stehen wieder auf“

K.o. am letzten Spieltag: Der TSV Berg hat am Samstag mit einer 2:4-Heimpleite gegen den VfB Neckarrems den Relegationsplatz in der Fußball-Verbandsliga noch aus der Hand gegeben und muss direkt in die Fußball-Landesliga absteigen. Der Spielverlauf war dabei symptomatisch für die ganze Saison: Berg machte über weite Strecken das Spiel, vergab reihenweise Chancen und stand am Ende mit leeren Händen da. Gerettet hat sich dagegen der FC Wangen, der mit einem 3:2-Sieg in Laupheim noch den Klassenerhalt schaffte.

„Schade, dass wir unsere Chancen heute wieder nicht genützt haben“, sagte Bergs Präsident Hermann Müller nach dem Spiel, „wenn du dir dann noch so dumme Gegentore einfängst, wird es schwer. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist und wieder aufstehen.“ Vor dem Spiel hatte der TSV noch jede Menge Hoffnung, mit einem Sieg hätte man zumindest die Relegation sicher gehabt. Die Berger begannen daher mit viel Einsatz und äußerst konzentriert. Berg nahm das Heft sofort in die Hand, am VfB-Strafraum war aber regelmäßig Endstation. Hinten stand Berg zunächst sicher, Neckarrems fand keine Lücke.

Broniszewski trifft zum 1:0

In der 15. Minute brachte Bartosz Broniszewski die Rot-Weißen in Führung: Kurz hinter dem Mittelkreis eroberte er den Ball, ging alleine auf Neckarrems Torhüter zu und versenkte den Ball eiskalt flach zum 1:0. Kurz danach brachte Dominik Bentele einen Ball gefährlich von links zur Mitte, Andreas Frick war noch mit der Fußspitze dran, aber VfB-Keeper Luis Rodrigues reagierte stark. Berg hatte weiter die klar besseren Chancen. Battaglia tanzte in der 26. Minute links seinen Gegenspieler aus, den Pass zur Mitte verstolperte Taner Ata rechts am langen Eck, wieder eine Großchance vergeben. Als nächstes war es Ata, der sich rechts durchtankte, seine Flanke setzte Bentele knapp übers Tor. Der zweite Treffer für Berg lag eigentlich in der Luft.

Aber wie so oft in dieser Saison klingelte es plötzlich im Berger Kasten: Nach einer Ecke kommt Daniel Stölzel zum Kopfball, Broniszewski und Ata fälschen den Ball noch ab und er kullert ins Tor zum 1:1 (34.). Berg spielte aber weiter nach vorne, einen Freistoß von Bentele konnte Rodrigues gerade noch über die Latte lenken (37.). Mit dem Halbzeitpfiff gab es dann die nächste kalte Dusche für den TSV: Einen von der Grundlinie zurückgelegten Ball musste Stölzel nur noch über die Linie drücken, 2:1 für die Gäste. Aus zwei Chancen hatte Neckarrems zwei Tore gemacht, das war effektiv.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste die erste Chance: Luigi Ancona setze sich links durch und flankte zur Mitte, Eugenio Del Genio drückte den Ball mit dem Kopf, aber er ging nur ans Außennetz, das war Glück für Berg. Auf der anderen Seite bediente Ata Bentele mit einem Flachpass, aber der vergab. Ata sorgte immer wieder für Unruhe auf der rechten Seite, in der 56. Minute konnte er an der rechten Strafraumkante nur noch per Foul gebremst werden. Schiedsrichter Yannick Eberhardt gab nach kurzer Rücksprache mit seinem Linienrichter nur Freistoß, die Berger hatten das Foul innerhalb gesehen.

Berg war jetzt wieder klar spielbestimmend, vor allem Bentele und Ata machten Druck über außen, aber die Chancen wurden weiter reihenweise versiebt. Battaglia scheiterte in der 65. Minute am guten Gäste-Keeper, zwei Minute später lupfte Frick den Ball im Fünfer über den Kasten, unfassbar. Genauso wie der folgende Auftritt von Dominik Bentele: der eingewechselte Andreas Kalteis legt den Ball im Strafraum quer und Bentele hämmert ihn aus 15 Metern rechts oben in den Winkel zum 2:2 (78.). Berg warf jetzt alles nach vorne, Bentele und Ata setzten zwei weitere gefährliche Schüsse ab.

Und dann wurde es plötzlich still im Rafi-Stadion: Nach einem Gegenangriff zog Lars Ruckh aus der Distanz ab, den Abpraller verwertete Del Genio zum 3:2 für die Gäste (84.). Zwei Minuten später schloss Visar Pllana einen Konter für Neckarrems zum 4:2 für den VfB ab (86.), damit war die Niederlage und der Abstieg besiegelt für Berg. Bitter: Das 2:2, das Berg bis zur 84. Minute hatte, hätte zur Relegation gereicht. Mit einem Sieg hätte der TSV sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. „Wir haben uns Chancen um Chancen erarbeitet und dann vergeben“, sagte Bergs Spielertrainer Tim Rainbow. „Dann kommt es im Fußball immer wie es kommen muss.“ Nach dem Ausgleich zum 2:2 seien der Mannschaft die Kräfte ausgegangen.

TSV Berg – VfB Neckarrems 2:4 (1:2) –Tore: 1:0 (15.) Bartosz Broniszewski, 1:1 (34.) Daniel Stölzel, 1:2 (45+2) Stölzel, 2:2 (78.) Dominik Bentele, 2:3 (84.) Eugenio Del Genio, 2:4 (86.) Visar Pllana – Besondere Vorkommnisse: Rot für Bergs Andreas Frick (88./grobes Foulspiel) – TSV: Willibald - Hepp (62. Schuler), Fäßler, Rainbow, Wenzel (85. Held) – Bentele, Frick, Brielmayer (75. Kalteis), Ata – Broniszewski, Battaglia -Zuschauer: 250.

Stimmen zum Spiel und zum Abstieg

Hermann Müller, Präsident des TSV Berg: „Vielleich hat der Mannschaft die letzte Entschlossenheit gefehlt. Die Bereitschaft, Wege zu zu gehen und zu kämpfen. Wir haben zu oft Räume hergegeben, obwohl das gar nicht nötig war. Das müssen wir in der neuen Runde abstellen. Klar ist, dass uns ein Torjäger fehlt. Wenn du acht klare Chancen hast und nur zwei Tore machst, stimmt das Verhältnis nicht. Aber wir fallen nicht einfach um, wir stehen auf und schauen, dass wir das wieder reparieren. Wir sind für die nächste Saison schon so gut aufgestellt, dass wir auf jeden Fall eine gute Mannschaft haben.“

Markus Koch, Trainer VfB Neckarrems: „Der TSV Berg hatte heute alle Möglichkeiten, aber unser Torhüter Luis Rodrigues hat sehr gut gehalten. Schon die 2:1-Führung zur Halbzeit war glücklich. Der Sieg war mehr als glücklich, aber im Sinne der sportlichen Fairness wollten wir hier noch mal ein ordentliches Spiel abliefern. Ich bin sicher, Berg wird gestärkt aus der Situation zurückkommen.“

Tim Rainbow, Spielertrainer TSV Berg: „Kein Vorwurf an die Spieler, aber der, der mehr Tore schießt, gewinnt am Ende. Jeder weiß: Die Tabelle lügt nicht. Deshalb stehen wir jetzt da unten.“

Moritz Fäßler, Kapitän TSV Berg: Den Abstieg kann man nicht an einem Spiel festmachen. Das Ganze geht los bei der Trainingsbeteiligung und geht weiter zu vielen Kleinigkeiten, die am Ende ausschlaggebend sind. Letztes Jahr hatte man einfach nach der Winterpause das Gefühl, wir reißen das noch rum. In diesem Jahr war in der Mannschaft eine komplett andere Stimmung. Insgesamt haben wir auch über die Saison zu viele Chancen vergeben. Wir haben so viele Punkte liegen lassen, weil wir das Ding nicht über die Linie gedrückt haben. Das rächt sich am Ende, auch heute war das so. Neckarrems als Fünfter der Liga hat natürlich auch die entsprechende Qualität. Vielleicht ist es jetzt auch eine Chance für den Verein mit dem neuen Trainer Oliver Ofentausek neu anzufangen.“

Fünf Spieler gehen

Der Sportliche Leiter des TSV Berg, Michael Wohlfarth, verabschiedete nach der Partie einige Spieler, die den TSV verlassen, wie Bartosz Broniszewski, der zum FV Ravensburg wechselt. Außerdem gehen Tim Rainbow (FV Ravensburg II), Dominik Bentele (TSV Harthausen), Sebastian Willibald und Daniel Abdulahad (beide SC Pfullendorf).

TSG löst Ticket für die Aufstiegsrelegation

Die Backnanger Kreiszeitung schreibt am 29.05.2017 - Von Dieter Gall

Fußball-Verbandsligist aus Backnang sichert sich mit einem schwer erkämpften 3:2-Erfolg beim VfB Neckarrems den zweiten Platz. Die Verbandsligafußballer der TSG Backnang haben ihr erstes Etappenziel erreicht. Mit einem schwer erkämpften 3:2-Sieg beim VfB Neckarrems sicherten sich die Backnanger einen Spieltag vor Rundenende die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in die Oberliga.

Dass der Etzwiesenelf in Neckarrems nichts geschenkt wird, war schon klar. Zwar ging es für den VfB um nichts mehr, aber mit großem Einsatz bewiesen die Gastgeber, dass sie im Kampf um den zweiten Platz zwischen der TSG und Ilshofen Fairness walten lassen wollten. Neckarrems übernahm das Kommando. Schon nach sechs Minuten lagen die Hausherren in Führung. Ein kurioser Treffer von Asilhan Yildiz, der sich im Backnanger Strafraum, mit dem Rücken zum Tor, nicht anders zu helfen wusste, als die Kugel einfach mal hoch in Richtung TSG-Tor zu schießen. Backnangs Keeper Michael Quattlender zeigte sich überrascht und vom linken Innenpfosten prallte der Ball zum 1:0 in den Kasten. „Meine Mannschaft hat diesen Rückstand aber gut verdaut und ist zurückgekommen“, lobte Markus Lang die Moral seiner Elf. Der TSG-Trainer war aber insgesamt mit der Vorstellung seiner Kicker alles andere als zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt. Für ein paar meiner Spieler war der Druck offenbar doch zu groß.“ Zunächst dauerte es einige Minuten, doch Julian Geldner (8.) und Oguzhan Biyik (13.) hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Gäste übernahmen nun die Initiative und wurden dafür belohnt. Nach einer Viertelstunde flankte Stephan Fichter von rechts in den gegnerischen Strafraum. Dort konzentrierte sich die VfB-Abwehr auf die Angreifer der Murrtaler in der Sturmmitte, vergaß dabei aber den auf der linken Außenbahn heranbrausenden Marvin Schmid, der volley zum 1:1 einschoss. Danach brachten die Platzbesitzer die Backnanger Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. So zischten Distanzschüsse von Tahir Banadir (25.) und Lars Ruckh (26.) nur knapp am TSG-Gehäuse vorbei. In der 33. Minute überraschte Schmid dann mit seinem zweiten Streich. Wieder flankte Fichter von rechts, der Linksverteidiger der im schwarzen Trikot angetretenen Roten beförderte die Kugel mit einem sehenswerten Flugkopfball ins linke Tordreieck zur 2:1-Gästeführung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff stockte den Backnanger Fans der Atem. Banadir kam frei vor Quattlender zum Schuss, doch mit einer Glanzreaktion verhinderte der TSG-Schlussmann den Ausgleich.

Unmittelbar nach dem Wechsel drängten die Lang-Schützlinge auf den dritten Treffer. In der 56. Minute wurde Geldner im Strafraum der Hausherren gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fichter souverän zur 3:1-Führung. Für den Großteil der Zuschauer war es die Vorentscheidung. Bei hochsommerlichen Temperaturen schien ein Zwei-Tore-Vorsprung kaum mehr aufzuholen. Sollte man meinen – aber denkste. Neckarrems verkürzte eine Viertelstunde vor Schluss nach einer kurzen Trinkpause mit einem unhaltbaren Schuss von Banadir auf 2:3. Im Lager der Gäste begann das Zittern. Es waren noch einige Minuten zu spielen, Ilshofen führte in Sindelfingen. Die Gastgeber versuchten es mit Standards, die ohne Erfolg blieben. Ein Sonderlob verdiente sich TSG-Kapitän Biyik, der nach seiner Rückkehr zeigte, wie wichtig er für die Stabilität des Teams ist. „Kompliment an meine Mannschaft für eine tolle Saison und jetzt kommt die Kür“, fiel Trainer Lang eine zentnerschwere Last vom Herzen. Am letzten Verbandsliga-Spieltag erwarten die Backnanger den VfL Sindelfingen. Die Konzentration gilt aber schon dem ersten Aufstiegsspiel am 10. Juni in Backnang gegen den Vertreter des Badischen Fußballverbandes.

Freiberg kann Meisterfeier planen

LKZ | 08. Mai 2017 - von Ansgar Gerhardt

Der SGV Freiberg steht nach einem glücklichen 2:1 (1:0)-Derbyerfolg gegen den VfB Neckarrems dicht vor der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga. An der Tabellenspitze behauptete der SGV den 7-Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang.

SGV Freiberg (links Charalambos Parharidis) hat den Titel im Visier, der VfB Neckarrems (mit Micha Colin Läubin) ist abgehängt. Foto: Baumann

„Das war kein Fußballleckerbissen. Es war ein Spiel mit Derbycharakter, das sehr stark von der Spannung gelebt hat. Ich freue mich über die drei Punkte“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann. Sein Team behauptete den Sieben--Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang. Die Remser haben dagegen nur noch geringe Chancen auf den zweiten Rang.

„Das Spiel hat die Erwartungen nicht erfüllt und war sehr von der Taktik geprägt. Nach der Halbzeit haben wir mehr investiert und folgerichtig den Ausgleich erzielt. So hätte es aus meiner Sicht auch bleiben können“, analysierte VfB-Coach Markus Koch.

Gehrmann musste seine Startelf nach den Ausfällen von Kapitän Marco Pischorn (Magen-Darm-Infekt) und Torhüter Thomas Bromma (Zerrung) kurzfristig umstellen. So gaben die U19-Spieler Dominik Samija, Pascal Seil und Eric Bauscher ihr Debut in der Verbandsliga. „Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Gehrmann. In einer ereignisarmen ersten Hälfte spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Erst in der 23. Minute nahm die Partie durch einen Kopfball von Luigi Ancona, den SGV-Schlussmann Samija ohne Mühe parieren konnte, kurzzeitig Fahrt auf. Im direkten Gegenzug wurde Marcel Sökler im letzten Moment beim Torschuss von Patrick Tichy geblockt (23.). Bei der anschließenden Ecke von Thomas Gentner stieg Sebastian Bortel am höchsten und köpfte aus fünf Metern das 1:0 (24.). Eine Minute später bekam Samija einen Schuss von Lars Ruckh erst im Nachfassen unter Kontrolle.

„Wir wollten uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen“, sagte Koch. Seine Truppe legte nach Wiederbeginn eine Schippe drauf und nach einem bereits abgewehrten Eckball verlängerte Daniel Stölzel die Direktabnahme von Tim Scheuerle von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (56.). Die Begegnung plätscherte ohne Höhepunkte dahin. Bei einer Doppelchance blieben zwei Schüsse von Sökler in der Abwehr hängen (75.). Mit einem Befreiungsschlag leitete Samija den Siegtreffer der Freiberger ein. Sein Ball landete bei Gentner und dessen anschließende maßgenaue Flanke köpfte Sökler schulbuchmäßig zum 2:1 ein (84.).

„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte“, erklärte Sökler. Die Remser waren danach sehr bemüht, konnten sich aber keine Möglichkeiten mehr erspielen.

Sökler macht mit Kopfball-Tor die Tür zum Titel weit auf

Bietigheimer Zeitung - Andreas Eberle | 08.05.2017

Armin Rau war nach dem 2:1-Heimsieg des SGV Freiberg gegen den VfB Neckarrems in euphorischer Stimmung. Der Stadionsprecher spielte den Sport-Kultsong „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“, was allerdings nicht so ganz zum eher verhaltenen Jubel der Wasen-Kicker passte. Rau war etwas zu früh dran, denn vier Spieltage vor dem Saisonende ist das Verbandsliga-Titelrennen noch nicht endgültig entschieden. Mit dem Derbytriumph hat Freiberg am Samstag aber einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft und direkten Oberliga-Wiederaufstieg gemacht. Der SGV führt die Tabelle weiter mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Backnang an. Bei entsprechender Schützenhilfe könnte der Wasen-Klub bereits am nächsten Samstag beim Gastspiel in Sindelfingen den Titelgewinn vorzeitig perfekt machen.

Meisterwürdig war der Auftritt der ersatzgeschwächten Gastgeber im Derby noch nicht. Auch das Prädikat „Topspiel“ trug die Partie nur aufgrund der Tabellensituation. Viel Geplänkel im Mittelfeld, wenig Tempo, kaum Torszenen – das von der Taktik geprägte Nachbarschaftsduell zwischen dem Ersten und dem bisherigen Dritten entpuppte sich für die 300 Zuschauer als Langweiler. „Das wirkte eher wie ein Freundschafts- als wie ein Pflichtspiel“, brachte es das Neckarremser Vorstandsmitglied Arne Läubin auf den Punkt.

Zu schaffen macht den Freibergern derzeit die angespannte Personallage, die Coach Ramon Gehrmann immer wieder aufs Neue zum Improvisieren zwingt. Gegen Neckarrems fehlten David Kienast (Nasenbeinbruch) und Alexandru Popescu, (Wadenbeinbruch). Da sich Stammkeeper Thomas Bromma kurzfristig eine Zerrung zugezogen hatte, feierte Nachwuchstorhüter Dominik Samija sein Verbandsliga-Debüt. Der von einer Magen-Darm-Grippe geplagte Kapitän und Abwehrchef Marco Pischorn saß bis zur 87. Minute auf der Bank. Dennis Zagaria spielte derweil durch, obwohl er die vergangenen zwei Tage noch Fieber hatte, und zu allem Überfluss musste in der 20. Minute auch noch Sven Schimmel mit muskulären Problemen vom Feld. Beim Schlusspfiff standen mit Samija sowie den eingewechselten Pascal Seil und Eric Bauscher gleich drei Talente aus der U?19 auf dem Rasen.

Der SGV hatte im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, war aber spätestens am gegnerischen Strafraum mit seinem Latein am Ende. In der 24. Minute profitierten die Freiberger dann von ihrer Extraklasse bei Standards: Sebastian Bortel köpfte eine Ecke von Thomas Gentner mit Wucht zum 1:0 ein. Der Rest war eher zum Vergessen. Auch Markus Koch zeigte sich zur Pause unzufrieden mit der müden Darbietung seiner Elf. „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen wollen“, verriet der VfB-Coach später.

Tatsächlich forcierte seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt ihre Offensivbemühungen, während sich der Spitzenreiter damit begnügte, die knappe Führung zu verteidigen. In der 73. Minute fiel der verdiente Neckarremser Ausgleich. Bortel klärte zunächst den ersten Eckstoß der Gäste im Spiel per Kopf, bei seinem Schuss aus dem Hinterhalt traf Tim Scheuerle den Ball zwar nicht voll, doch Lars Ruckh stand goldrichtig und bugsierte die Kugel unhaltbar zum 1:1 ins Eck.

Gentner glänzt als Vorbereiter

In den verbleibenden 17 Minuten folgte nur noch ein aufregender Moment: Keeper Samija zeigte bei einem Befreiungsschlag sein fußballerisches Können und bediente Gentner. Dessen Maßflanke brachte Marcel Sökler zum 2:1 im Gästetor unter (84.). Damit hatte der starke Gentner auch den zweiten Freiberger Treffer vorbereitet. „Das war eine super Flanke von Tommy. Ich musste ja nur noch den Kopf hinhalten“, sagte Torschütze Sökler.

In der Schlussphase drängte der VfB noch einmal auf den erneuten Ausgleich, aber eine Torchance kam keine mehr zustande. Für Neckarrems hat sich das Thema Aufstiegsrelegation mit der Derbyniederlage angesichts von nun schon neun Zählern Rückstand auf Backnang erledigt. Der SGV steht dagegen kurz vor dem Titelgewinn – und dann darf Stadionsprecher Armin Rau auch mit gutem Gewissen „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ auflegen.

Löchgau kann mit einem Punkt leben

Filigran: Löchgaus Salvatore Langella (links) düpiert seinen Neckarremser Gegenspieler mit einem eleganten Trick. Foto: Helmut Pangerl

Bietigheimer Zeitung - Daniel Haug | 22.04.2017

Der FV Löchgau und der VfB Neckarrems trennten sich in einem überraschend emotionsarmen Kreisderby in der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend torlos 0:0. Dabei konnten der FVL und sein Trainer Thomas Herbst mit dem Punkt deutlich besser leben. „Es bringt nichts, wenn wir für unser Spiel gegen Ilshofen gefeiert werden, aber am Ende 3:4 verlieren. Es kommt auch auf das Torverhältnis an, und wir müssen uns für keinen unserer 28 Punkte entschuldigen.“ Dabei setzten die Gastgeber den Tabellendritten auf dem heimischen Kunstrasen zumindest in der Anfangsphase früh unter Druck. Folgerichtig hatte Löchgau bereits in der dritten Minute die erste Chance. Allerdings verpasste Marco Knittel eine Flanke von Kai Irrgang knapp. Fünf Minuten später leitete Irrgang mit einem Freistoß auch die zweite Chance ein. Der von der Neckarremser Verteidigung abgewehrte Ball landete bei Fabian Kirsten, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und auf dem Tornetz landete. Doch nach einer Viertelstunde ebbten die Löchgauer Offensivbemühungen ab, und der VfB übernahm die Spielkontrolle. „Wir haben etwas Anlaufzeit gebraucht, sind dann aber gut reingekommen. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde es“, erkannte auch VfB-Trainer Markus Koch. In der 14. Minute schoss der Ex-Löchgauer Eugenio del Genio aber deutlich über den Kasten. Drei Zeigerumdrehungen später köpfte Tobias Baus eine Flanke von Tim Scheuerle direkt vor die Füße von Luigi Ancona. Dessen Schuss aus 20 Metern ging knapp rechts am Tor vorbei. Die Herbst-Elf konnte nur noch selten klare Abschlusssituationen kreieren. Nach einer Flanke von Kirsten probierte es Knittel per Fallrückzieher. Der Ball landete so jedoch beim im Abseits stehenden Dominik Wolter.

Nach dem Seitenwechsel riss der Tabellendritte das Spielgeschehen vollständig an sich. Ancona verpasste mit seinem Schussversuch drei Minuten nach Wiederbeginn noch das Gehäuse. 120 Sekunden später lag der Ball dann im Löchgauer Netz. Nach einer Flanke von Scheuerle schob Gabriel Fota ein, doch das Schiedsrichtergespann um Florian Geiger hatte eine Abseitsstellung des Neckarremser Linksverteidigers erkannt. Im Gegenzug kam der FVL über Knittel gefährlich in den Strafraum, aber die VfB-Defensive konnte klären. Ansonsten blieben Angriffe des FVL im zweiten Durchgang aber Mangelware. In der 57. Minute passte Del Genio aus dem Zentrum nach rechts zu Scheuerle, der ans Außennetz schoss. Eine Minute später verpasste Del Genio eine Hereingabe von Lars Ruckh knapp.

Auch die Einwechslung von Niko Grellmann brachte kaum Veränderung ins Löchgauer Offensivspiel. Die bessere Spielanlage zeigte vor allem in der zweiten Hälfte die Koch-Elf, die aber meistens nur über Distanzschüsse gefährlich wurde. Ruckh schoss aus 25 Metern knapp links vorbei. Ancona setzte seinen Versuch zu zentral an, so dass Markus Brasch keine Probleme damit hatte. Zwei Minuten schoss VfB-Torjäger Tahir Bahadir nach einem Fehler im Löchgauer Aufbauspiel an die Latte. Nachdem drei Minuten vor dem Ende Gästekapitän Micha-Colin Läubin einen Kopfball vorbei gesetzt hatte, startete der FVL nochmal eine Schlussoffensive und wäre beinahe noch zum Siegtreffer gekommen. Stürmer Grellmann setzte sich über links durch, doch die VfB-Hintermannschaft konnte gerade noch vor der Torlinie klären. Unzufrieden war Herbst hinterher trotzdem nicht. „Wir wollten uns nicht auf einen Schlagabtausch einlassen und haben gut und diszipliniert verteidigt. Allerdings hätten wir im zweiten Durchgang noch öfters für Befreiung sorgen können. Da waren wir teilweise zu verspielt.“

Nulldiät im emotionslosen Derby

Im Gleichschritt zum leistungsgerechten Remis:Der Remser Marcel Friz (l.) gegen Löchgaus Dominik Wolter.Foto: Baumann

Ludwigsburg | 22. April 2017 - Bernd Seib

Die ganz großen Emotionen blieb das Kreisderby der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend schuldig: Nach 90 Minuten trennten sich der FV Löchgau und der VfB Neckarrems torlos.

Formularende

Nach dem Abpfiff konnte Löchgaus Trainer Thomas Herbst mit dem Remis besser als sein Neckarremser Kollege Markus Koch leben: „Wir wollten uns nicht auf den großen Schlagabtausch mit dem VfB einlassen, sondern diszipliniert spielen und gut verteidigen“, erklärte er seine Marschroute, die letztlich aufging. „Eine leichte Enttäuschung ist schon da, denn je länger das Spiel dauerte, desto besser lief es für uns“, gestand dagegen Koch, dessen Elf mehr vom Spiel hatte.

Die Anfangsphase gehörte jedoch zunächst den Gastgebern. Schon nach 120 Sekunden kam Löchgaus Marco Knittel nach einer Linksflanke von Kai Irrgang frei im Gästestrafraum zum Kopfball, doch er setzte das Leder vorbei. Kurz darauf flog ein Pressschlag aus dem Getümmel auf das Dach des von Luis Rodrigues gehüteten Tores (6.), doch das sollte es für lange Zeit mit den Offensivaktionen des FVL gewesen sein. Neckarrems übernahm zunehmend das Zepter, hatte die bessere Spielanlage, wirkte ballsicherer und kam bis zur Pause zu ersten Halbchancen.

Nach Wiederanpfiff wurde die Überlegenheit der Gäste noch größer. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich aber erst in der Endphase. Nach zu kurz geklärter Rechtsflanke kam Ancona aus 15 Metern zum Schuss, doch FVL-Keeper Markus Brasch konnte parieren (76.). Kurz darauf brachte ein FVL-Ballverlust Tahir Bahadir ins Spiel, doch nach Sololauf scheiterte er an der Latte (79.). Erst kurz vor dem Ende der insgesamt merkwürdig emotionsarmen 90 Minuten sendete Löchgau noch einmal ein offensives Lebenszeichen, doch Niko Grellmanns Hereingabe konnte die VfB-Abwehr in letzter Sekunde klären.

Tabellarisch hilft der Punkt sowohl dem FVL im Abstiegs- als auch dem VfB im Aufstiegskampf nur bedingt weiter. „Das werden wohl erst die anderen Ergebnisse des Spieltags zeigen“, sagte Koch.

 

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