TSV Berg steigt in die Landesliga ab - Wangen rettet sich

Bitter: Der TSV Berg muss aus der Verbandsliga absteigen. (Foto: Derek Schuh)

Schwäbische Zeitung - 03.06.2017 - Alexander Tutschner

Entscheidende 2:4-Niederlage am letzten Spieltag zu Hause gegen Neckarrems – Präsident Müller: „Wir stehen wieder auf“

K.o. am letzten Spieltag: Der TSV Berg hat am Samstag mit einer 2:4-Heimpleite gegen den VfB Neckarrems den Relegationsplatz in der Fußball-Verbandsliga noch aus der Hand gegeben und muss direkt in die Fußball-Landesliga absteigen. Der Spielverlauf war dabei symptomatisch für die ganze Saison: Berg machte über weite Strecken das Spiel, vergab reihenweise Chancen und stand am Ende mit leeren Händen da. Gerettet hat sich dagegen der FC Wangen, der mit einem 3:2-Sieg in Laupheim noch den Klassenerhalt schaffte.

„Schade, dass wir unsere Chancen heute wieder nicht genützt haben“, sagte Bergs Präsident Hermann Müller nach dem Spiel, „wenn du dir dann noch so dumme Gegentore einfängst, wird es schwer. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist und wieder aufstehen.“ Vor dem Spiel hatte der TSV noch jede Menge Hoffnung, mit einem Sieg hätte man zumindest die Relegation sicher gehabt. Die Berger begannen daher mit viel Einsatz und äußerst konzentriert. Berg nahm das Heft sofort in die Hand, am VfB-Strafraum war aber regelmäßig Endstation. Hinten stand Berg zunächst sicher, Neckarrems fand keine Lücke.

Broniszewski trifft zum 1:0

In der 15. Minute brachte Bartosz Broniszewski die Rot-Weißen in Führung: Kurz hinter dem Mittelkreis eroberte er den Ball, ging alleine auf Neckarrems Torhüter zu und versenkte den Ball eiskalt flach zum 1:0. Kurz danach brachte Dominik Bentele einen Ball gefährlich von links zur Mitte, Andreas Frick war noch mit der Fußspitze dran, aber VfB-Keeper Luis Rodrigues reagierte stark. Berg hatte weiter die klar besseren Chancen. Battaglia tanzte in der 26. Minute links seinen Gegenspieler aus, den Pass zur Mitte verstolperte Taner Ata rechts am langen Eck, wieder eine Großchance vergeben. Als nächstes war es Ata, der sich rechts durchtankte, seine Flanke setzte Bentele knapp übers Tor. Der zweite Treffer für Berg lag eigentlich in der Luft.

Aber wie so oft in dieser Saison klingelte es plötzlich im Berger Kasten: Nach einer Ecke kommt Daniel Stölzel zum Kopfball, Broniszewski und Ata fälschen den Ball noch ab und er kullert ins Tor zum 1:1 (34.). Berg spielte aber weiter nach vorne, einen Freistoß von Bentele konnte Rodrigues gerade noch über die Latte lenken (37.). Mit dem Halbzeitpfiff gab es dann die nächste kalte Dusche für den TSV: Einen von der Grundlinie zurückgelegten Ball musste Stölzel nur noch über die Linie drücken, 2:1 für die Gäste. Aus zwei Chancen hatte Neckarrems zwei Tore gemacht, das war effektiv.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste die erste Chance: Luigi Ancona setze sich links durch und flankte zur Mitte, Eugenio Del Genio drückte den Ball mit dem Kopf, aber er ging nur ans Außennetz, das war Glück für Berg. Auf der anderen Seite bediente Ata Bentele mit einem Flachpass, aber der vergab. Ata sorgte immer wieder für Unruhe auf der rechten Seite, in der 56. Minute konnte er an der rechten Strafraumkante nur noch per Foul gebremst werden. Schiedsrichter Yannick Eberhardt gab nach kurzer Rücksprache mit seinem Linienrichter nur Freistoß, die Berger hatten das Foul innerhalb gesehen.

Berg war jetzt wieder klar spielbestimmend, vor allem Bentele und Ata machten Druck über außen, aber die Chancen wurden weiter reihenweise versiebt. Battaglia scheiterte in der 65. Minute am guten Gäste-Keeper, zwei Minute später lupfte Frick den Ball im Fünfer über den Kasten, unfassbar. Genauso wie der folgende Auftritt von Dominik Bentele: der eingewechselte Andreas Kalteis legt den Ball im Strafraum quer und Bentele hämmert ihn aus 15 Metern rechts oben in den Winkel zum 2:2 (78.). Berg warf jetzt alles nach vorne, Bentele und Ata setzten zwei weitere gefährliche Schüsse ab.

Und dann wurde es plötzlich still im Rafi-Stadion: Nach einem Gegenangriff zog Lars Ruckh aus der Distanz ab, den Abpraller verwertete Del Genio zum 3:2 für die Gäste (84.). Zwei Minuten später schloss Visar Pllana einen Konter für Neckarrems zum 4:2 für den VfB ab (86.), damit war die Niederlage und der Abstieg besiegelt für Berg. Bitter: Das 2:2, das Berg bis zur 84. Minute hatte, hätte zur Relegation gereicht. Mit einem Sieg hätte der TSV sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. „Wir haben uns Chancen um Chancen erarbeitet und dann vergeben“, sagte Bergs Spielertrainer Tim Rainbow. „Dann kommt es im Fußball immer wie es kommen muss.“ Nach dem Ausgleich zum 2:2 seien der Mannschaft die Kräfte ausgegangen.

TSV Berg – VfB Neckarrems 2:4 (1:2) –Tore: 1:0 (15.) Bartosz Broniszewski, 1:1 (34.) Daniel Stölzel, 1:2 (45+2) Stölzel, 2:2 (78.) Dominik Bentele, 2:3 (84.) Eugenio Del Genio, 2:4 (86.) Visar Pllana – Besondere Vorkommnisse: Rot für Bergs Andreas Frick (88./grobes Foulspiel) – TSV: Willibald - Hepp (62. Schuler), Fäßler, Rainbow, Wenzel (85. Held) – Bentele, Frick, Brielmayer (75. Kalteis), Ata – Broniszewski, Battaglia -Zuschauer: 250.

Stimmen zum Spiel und zum Abstieg

Hermann Müller, Präsident des TSV Berg: „Vielleich hat der Mannschaft die letzte Entschlossenheit gefehlt. Die Bereitschaft, Wege zu zu gehen und zu kämpfen. Wir haben zu oft Räume hergegeben, obwohl das gar nicht nötig war. Das müssen wir in der neuen Runde abstellen. Klar ist, dass uns ein Torjäger fehlt. Wenn du acht klare Chancen hast und nur zwei Tore machst, stimmt das Verhältnis nicht. Aber wir fallen nicht einfach um, wir stehen auf und schauen, dass wir das wieder reparieren. Wir sind für die nächste Saison schon so gut aufgestellt, dass wir auf jeden Fall eine gute Mannschaft haben.“

Markus Koch, Trainer VfB Neckarrems: „Der TSV Berg hatte heute alle Möglichkeiten, aber unser Torhüter Luis Rodrigues hat sehr gut gehalten. Schon die 2:1-Führung zur Halbzeit war glücklich. Der Sieg war mehr als glücklich, aber im Sinne der sportlichen Fairness wollten wir hier noch mal ein ordentliches Spiel abliefern. Ich bin sicher, Berg wird gestärkt aus der Situation zurückkommen.“

Tim Rainbow, Spielertrainer TSV Berg: „Kein Vorwurf an die Spieler, aber der, der mehr Tore schießt, gewinnt am Ende. Jeder weiß: Die Tabelle lügt nicht. Deshalb stehen wir jetzt da unten.“

Moritz Fäßler, Kapitän TSV Berg: Den Abstieg kann man nicht an einem Spiel festmachen. Das Ganze geht los bei der Trainingsbeteiligung und geht weiter zu vielen Kleinigkeiten, die am Ende ausschlaggebend sind. Letztes Jahr hatte man einfach nach der Winterpause das Gefühl, wir reißen das noch rum. In diesem Jahr war in der Mannschaft eine komplett andere Stimmung. Insgesamt haben wir auch über die Saison zu viele Chancen vergeben. Wir haben so viele Punkte liegen lassen, weil wir das Ding nicht über die Linie gedrückt haben. Das rächt sich am Ende, auch heute war das so. Neckarrems als Fünfter der Liga hat natürlich auch die entsprechende Qualität. Vielleicht ist es jetzt auch eine Chance für den Verein mit dem neuen Trainer Oliver Ofentausek neu anzufangen.“

Fünf Spieler gehen

Der Sportliche Leiter des TSV Berg, Michael Wohlfarth, verabschiedete nach der Partie einige Spieler, die den TSV verlassen, wie Bartosz Broniszewski, der zum FV Ravensburg wechselt. Außerdem gehen Tim Rainbow (FV Ravensburg II), Dominik Bentele (TSV Harthausen), Sebastian Willibald und Daniel Abdulahad (beide SC Pfullendorf).

TSG löst Ticket für die Aufstiegsrelegation

Die Backnanger Kreiszeitung schreibt am 29.05.2017 - Von Dieter Gall

Fußball-Verbandsligist aus Backnang sichert sich mit einem schwer erkämpften 3:2-Erfolg beim VfB Neckarrems den zweiten Platz. Die Verbandsligafußballer der TSG Backnang haben ihr erstes Etappenziel erreicht. Mit einem schwer erkämpften 3:2-Sieg beim VfB Neckarrems sicherten sich die Backnanger einen Spieltag vor Rundenende die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in die Oberliga.

Dass der Etzwiesenelf in Neckarrems nichts geschenkt wird, war schon klar. Zwar ging es für den VfB um nichts mehr, aber mit großem Einsatz bewiesen die Gastgeber, dass sie im Kampf um den zweiten Platz zwischen der TSG und Ilshofen Fairness walten lassen wollten. Neckarrems übernahm das Kommando. Schon nach sechs Minuten lagen die Hausherren in Führung. Ein kurioser Treffer von Asilhan Yildiz, der sich im Backnanger Strafraum, mit dem Rücken zum Tor, nicht anders zu helfen wusste, als die Kugel einfach mal hoch in Richtung TSG-Tor zu schießen. Backnangs Keeper Michael Quattlender zeigte sich überrascht und vom linken Innenpfosten prallte der Ball zum 1:0 in den Kasten. „Meine Mannschaft hat diesen Rückstand aber gut verdaut und ist zurückgekommen“, lobte Markus Lang die Moral seiner Elf. Der TSG-Trainer war aber insgesamt mit der Vorstellung seiner Kicker alles andere als zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt. Für ein paar meiner Spieler war der Druck offenbar doch zu groß.“ Zunächst dauerte es einige Minuten, doch Julian Geldner (8.) und Oguzhan Biyik (13.) hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Gäste übernahmen nun die Initiative und wurden dafür belohnt. Nach einer Viertelstunde flankte Stephan Fichter von rechts in den gegnerischen Strafraum. Dort konzentrierte sich die VfB-Abwehr auf die Angreifer der Murrtaler in der Sturmmitte, vergaß dabei aber den auf der linken Außenbahn heranbrausenden Marvin Schmid, der volley zum 1:1 einschoss. Danach brachten die Platzbesitzer die Backnanger Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. So zischten Distanzschüsse von Tahir Banadir (25.) und Lars Ruckh (26.) nur knapp am TSG-Gehäuse vorbei. In der 33. Minute überraschte Schmid dann mit seinem zweiten Streich. Wieder flankte Fichter von rechts, der Linksverteidiger der im schwarzen Trikot angetretenen Roten beförderte die Kugel mit einem sehenswerten Flugkopfball ins linke Tordreieck zur 2:1-Gästeführung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff stockte den Backnanger Fans der Atem. Banadir kam frei vor Quattlender zum Schuss, doch mit einer Glanzreaktion verhinderte der TSG-Schlussmann den Ausgleich.

Unmittelbar nach dem Wechsel drängten die Lang-Schützlinge auf den dritten Treffer. In der 56. Minute wurde Geldner im Strafraum der Hausherren gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fichter souverän zur 3:1-Führung. Für den Großteil der Zuschauer war es die Vorentscheidung. Bei hochsommerlichen Temperaturen schien ein Zwei-Tore-Vorsprung kaum mehr aufzuholen. Sollte man meinen – aber denkste. Neckarrems verkürzte eine Viertelstunde vor Schluss nach einer kurzen Trinkpause mit einem unhaltbaren Schuss von Banadir auf 2:3. Im Lager der Gäste begann das Zittern. Es waren noch einige Minuten zu spielen, Ilshofen führte in Sindelfingen. Die Gastgeber versuchten es mit Standards, die ohne Erfolg blieben. Ein Sonderlob verdiente sich TSG-Kapitän Biyik, der nach seiner Rückkehr zeigte, wie wichtig er für die Stabilität des Teams ist. „Kompliment an meine Mannschaft für eine tolle Saison und jetzt kommt die Kür“, fiel Trainer Lang eine zentnerschwere Last vom Herzen. Am letzten Verbandsliga-Spieltag erwarten die Backnanger den VfL Sindelfingen. Die Konzentration gilt aber schon dem ersten Aufstiegsspiel am 10. Juni in Backnang gegen den Vertreter des Badischen Fußballverbandes.

Freiberg kann Meisterfeier planen

LKZ | 08. Mai 2017 - von Ansgar Gerhardt

Der SGV Freiberg steht nach einem glücklichen 2:1 (1:0)-Derbyerfolg gegen den VfB Neckarrems dicht vor der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga. An der Tabellenspitze behauptete der SGV den 7-Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang.

SGV Freiberg (links Charalambos Parharidis) hat den Titel im Visier, der VfB Neckarrems (mit Micha Colin Läubin) ist abgehängt. Foto: Baumann

„Das war kein Fußballleckerbissen. Es war ein Spiel mit Derbycharakter, das sehr stark von der Spannung gelebt hat. Ich freue mich über die drei Punkte“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann. Sein Team behauptete den Sieben--Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang. Die Remser haben dagegen nur noch geringe Chancen auf den zweiten Rang.

„Das Spiel hat die Erwartungen nicht erfüllt und war sehr von der Taktik geprägt. Nach der Halbzeit haben wir mehr investiert und folgerichtig den Ausgleich erzielt. So hätte es aus meiner Sicht auch bleiben können“, analysierte VfB-Coach Markus Koch.

Gehrmann musste seine Startelf nach den Ausfällen von Kapitän Marco Pischorn (Magen-Darm-Infekt) und Torhüter Thomas Bromma (Zerrung) kurzfristig umstellen. So gaben die U19-Spieler Dominik Samija, Pascal Seil und Eric Bauscher ihr Debut in der Verbandsliga. „Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Gehrmann. In einer ereignisarmen ersten Hälfte spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Erst in der 23. Minute nahm die Partie durch einen Kopfball von Luigi Ancona, den SGV-Schlussmann Samija ohne Mühe parieren konnte, kurzzeitig Fahrt auf. Im direkten Gegenzug wurde Marcel Sökler im letzten Moment beim Torschuss von Patrick Tichy geblockt (23.). Bei der anschließenden Ecke von Thomas Gentner stieg Sebastian Bortel am höchsten und köpfte aus fünf Metern das 1:0 (24.). Eine Minute später bekam Samija einen Schuss von Lars Ruckh erst im Nachfassen unter Kontrolle.

„Wir wollten uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen“, sagte Koch. Seine Truppe legte nach Wiederbeginn eine Schippe drauf und nach einem bereits abgewehrten Eckball verlängerte Daniel Stölzel die Direktabnahme von Tim Scheuerle von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (56.). Die Begegnung plätscherte ohne Höhepunkte dahin. Bei einer Doppelchance blieben zwei Schüsse von Sökler in der Abwehr hängen (75.). Mit einem Befreiungsschlag leitete Samija den Siegtreffer der Freiberger ein. Sein Ball landete bei Gentner und dessen anschließende maßgenaue Flanke köpfte Sökler schulbuchmäßig zum 2:1 ein (84.).

„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte“, erklärte Sökler. Die Remser waren danach sehr bemüht, konnten sich aber keine Möglichkeiten mehr erspielen.

Sökler macht mit Kopfball-Tor die Tür zum Titel weit auf

Bietigheimer Zeitung - Andreas Eberle | 08.05.2017

Armin Rau war nach dem 2:1-Heimsieg des SGV Freiberg gegen den VfB Neckarrems in euphorischer Stimmung. Der Stadionsprecher spielte den Sport-Kultsong „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“, was allerdings nicht so ganz zum eher verhaltenen Jubel der Wasen-Kicker passte. Rau war etwas zu früh dran, denn vier Spieltage vor dem Saisonende ist das Verbandsliga-Titelrennen noch nicht endgültig entschieden. Mit dem Derbytriumph hat Freiberg am Samstag aber einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft und direkten Oberliga-Wiederaufstieg gemacht. Der SGV führt die Tabelle weiter mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Backnang an. Bei entsprechender Schützenhilfe könnte der Wasen-Klub bereits am nächsten Samstag beim Gastspiel in Sindelfingen den Titelgewinn vorzeitig perfekt machen.

Meisterwürdig war der Auftritt der ersatzgeschwächten Gastgeber im Derby noch nicht. Auch das Prädikat „Topspiel“ trug die Partie nur aufgrund der Tabellensituation. Viel Geplänkel im Mittelfeld, wenig Tempo, kaum Torszenen – das von der Taktik geprägte Nachbarschaftsduell zwischen dem Ersten und dem bisherigen Dritten entpuppte sich für die 300 Zuschauer als Langweiler. „Das wirkte eher wie ein Freundschafts- als wie ein Pflichtspiel“, brachte es das Neckarremser Vorstandsmitglied Arne Läubin auf den Punkt.

Zu schaffen macht den Freibergern derzeit die angespannte Personallage, die Coach Ramon Gehrmann immer wieder aufs Neue zum Improvisieren zwingt. Gegen Neckarrems fehlten David Kienast (Nasenbeinbruch) und Alexandru Popescu, (Wadenbeinbruch). Da sich Stammkeeper Thomas Bromma kurzfristig eine Zerrung zugezogen hatte, feierte Nachwuchstorhüter Dominik Samija sein Verbandsliga-Debüt. Der von einer Magen-Darm-Grippe geplagte Kapitän und Abwehrchef Marco Pischorn saß bis zur 87. Minute auf der Bank. Dennis Zagaria spielte derweil durch, obwohl er die vergangenen zwei Tage noch Fieber hatte, und zu allem Überfluss musste in der 20. Minute auch noch Sven Schimmel mit muskulären Problemen vom Feld. Beim Schlusspfiff standen mit Samija sowie den eingewechselten Pascal Seil und Eric Bauscher gleich drei Talente aus der U?19 auf dem Rasen.

Der SGV hatte im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, war aber spätestens am gegnerischen Strafraum mit seinem Latein am Ende. In der 24. Minute profitierten die Freiberger dann von ihrer Extraklasse bei Standards: Sebastian Bortel köpfte eine Ecke von Thomas Gentner mit Wucht zum 1:0 ein. Der Rest war eher zum Vergessen. Auch Markus Koch zeigte sich zur Pause unzufrieden mit der müden Darbietung seiner Elf. „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen wollen“, verriet der VfB-Coach später.

Tatsächlich forcierte seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt ihre Offensivbemühungen, während sich der Spitzenreiter damit begnügte, die knappe Führung zu verteidigen. In der 73. Minute fiel der verdiente Neckarremser Ausgleich. Bortel klärte zunächst den ersten Eckstoß der Gäste im Spiel per Kopf, bei seinem Schuss aus dem Hinterhalt traf Tim Scheuerle den Ball zwar nicht voll, doch Lars Ruckh stand goldrichtig und bugsierte die Kugel unhaltbar zum 1:1 ins Eck.

Gentner glänzt als Vorbereiter

In den verbleibenden 17 Minuten folgte nur noch ein aufregender Moment: Keeper Samija zeigte bei einem Befreiungsschlag sein fußballerisches Können und bediente Gentner. Dessen Maßflanke brachte Marcel Sökler zum 2:1 im Gästetor unter (84.). Damit hatte der starke Gentner auch den zweiten Freiberger Treffer vorbereitet. „Das war eine super Flanke von Tommy. Ich musste ja nur noch den Kopf hinhalten“, sagte Torschütze Sökler.

In der Schlussphase drängte der VfB noch einmal auf den erneuten Ausgleich, aber eine Torchance kam keine mehr zustande. Für Neckarrems hat sich das Thema Aufstiegsrelegation mit der Derbyniederlage angesichts von nun schon neun Zählern Rückstand auf Backnang erledigt. Der SGV steht dagegen kurz vor dem Titelgewinn – und dann darf Stadionsprecher Armin Rau auch mit gutem Gewissen „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ auflegen.

Löchgau kann mit einem Punkt leben

Filigran: Löchgaus Salvatore Langella (links) düpiert seinen Neckarremser Gegenspieler mit einem eleganten Trick. Foto: Helmut Pangerl

Bietigheimer Zeitung - Daniel Haug | 22.04.2017

Der FV Löchgau und der VfB Neckarrems trennten sich in einem überraschend emotionsarmen Kreisderby in der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend torlos 0:0. Dabei konnten der FVL und sein Trainer Thomas Herbst mit dem Punkt deutlich besser leben. „Es bringt nichts, wenn wir für unser Spiel gegen Ilshofen gefeiert werden, aber am Ende 3:4 verlieren. Es kommt auch auf das Torverhältnis an, und wir müssen uns für keinen unserer 28 Punkte entschuldigen.“ Dabei setzten die Gastgeber den Tabellendritten auf dem heimischen Kunstrasen zumindest in der Anfangsphase früh unter Druck. Folgerichtig hatte Löchgau bereits in der dritten Minute die erste Chance. Allerdings verpasste Marco Knittel eine Flanke von Kai Irrgang knapp. Fünf Minuten später leitete Irrgang mit einem Freistoß auch die zweite Chance ein. Der von der Neckarremser Verteidigung abgewehrte Ball landete bei Fabian Kirsten, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und auf dem Tornetz landete. Doch nach einer Viertelstunde ebbten die Löchgauer Offensivbemühungen ab, und der VfB übernahm die Spielkontrolle. „Wir haben etwas Anlaufzeit gebraucht, sind dann aber gut reingekommen. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde es“, erkannte auch VfB-Trainer Markus Koch. In der 14. Minute schoss der Ex-Löchgauer Eugenio del Genio aber deutlich über den Kasten. Drei Zeigerumdrehungen später köpfte Tobias Baus eine Flanke von Tim Scheuerle direkt vor die Füße von Luigi Ancona. Dessen Schuss aus 20 Metern ging knapp rechts am Tor vorbei. Die Herbst-Elf konnte nur noch selten klare Abschlusssituationen kreieren. Nach einer Flanke von Kirsten probierte es Knittel per Fallrückzieher. Der Ball landete so jedoch beim im Abseits stehenden Dominik Wolter.

Nach dem Seitenwechsel riss der Tabellendritte das Spielgeschehen vollständig an sich. Ancona verpasste mit seinem Schussversuch drei Minuten nach Wiederbeginn noch das Gehäuse. 120 Sekunden später lag der Ball dann im Löchgauer Netz. Nach einer Flanke von Scheuerle schob Gabriel Fota ein, doch das Schiedsrichtergespann um Florian Geiger hatte eine Abseitsstellung des Neckarremser Linksverteidigers erkannt. Im Gegenzug kam der FVL über Knittel gefährlich in den Strafraum, aber die VfB-Defensive konnte klären. Ansonsten blieben Angriffe des FVL im zweiten Durchgang aber Mangelware. In der 57. Minute passte Del Genio aus dem Zentrum nach rechts zu Scheuerle, der ans Außennetz schoss. Eine Minute später verpasste Del Genio eine Hereingabe von Lars Ruckh knapp.

Auch die Einwechslung von Niko Grellmann brachte kaum Veränderung ins Löchgauer Offensivspiel. Die bessere Spielanlage zeigte vor allem in der zweiten Hälfte die Koch-Elf, die aber meistens nur über Distanzschüsse gefährlich wurde. Ruckh schoss aus 25 Metern knapp links vorbei. Ancona setzte seinen Versuch zu zentral an, so dass Markus Brasch keine Probleme damit hatte. Zwei Minuten schoss VfB-Torjäger Tahir Bahadir nach einem Fehler im Löchgauer Aufbauspiel an die Latte. Nachdem drei Minuten vor dem Ende Gästekapitän Micha-Colin Läubin einen Kopfball vorbei gesetzt hatte, startete der FVL nochmal eine Schlussoffensive und wäre beinahe noch zum Siegtreffer gekommen. Stürmer Grellmann setzte sich über links durch, doch die VfB-Hintermannschaft konnte gerade noch vor der Torlinie klären. Unzufrieden war Herbst hinterher trotzdem nicht. „Wir wollten uns nicht auf einen Schlagabtausch einlassen und haben gut und diszipliniert verteidigt. Allerdings hätten wir im zweiten Durchgang noch öfters für Befreiung sorgen können. Da waren wir teilweise zu verspielt.“

Nulldiät im emotionslosen Derby

Im Gleichschritt zum leistungsgerechten Remis:Der Remser Marcel Friz (l.) gegen Löchgaus Dominik Wolter.Foto: Baumann

Ludwigsburg | 22. April 2017 - Bernd Seib

Die ganz großen Emotionen blieb das Kreisderby der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend schuldig: Nach 90 Minuten trennten sich der FV Löchgau und der VfB Neckarrems torlos.

Formularende

Nach dem Abpfiff konnte Löchgaus Trainer Thomas Herbst mit dem Remis besser als sein Neckarremser Kollege Markus Koch leben: „Wir wollten uns nicht auf den großen Schlagabtausch mit dem VfB einlassen, sondern diszipliniert spielen und gut verteidigen“, erklärte er seine Marschroute, die letztlich aufging. „Eine leichte Enttäuschung ist schon da, denn je länger das Spiel dauerte, desto besser lief es für uns“, gestand dagegen Koch, dessen Elf mehr vom Spiel hatte.

Die Anfangsphase gehörte jedoch zunächst den Gastgebern. Schon nach 120 Sekunden kam Löchgaus Marco Knittel nach einer Linksflanke von Kai Irrgang frei im Gästestrafraum zum Kopfball, doch er setzte das Leder vorbei. Kurz darauf flog ein Pressschlag aus dem Getümmel auf das Dach des von Luis Rodrigues gehüteten Tores (6.), doch das sollte es für lange Zeit mit den Offensivaktionen des FVL gewesen sein. Neckarrems übernahm zunehmend das Zepter, hatte die bessere Spielanlage, wirkte ballsicherer und kam bis zur Pause zu ersten Halbchancen.

Nach Wiederanpfiff wurde die Überlegenheit der Gäste noch größer. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich aber erst in der Endphase. Nach zu kurz geklärter Rechtsflanke kam Ancona aus 15 Metern zum Schuss, doch FVL-Keeper Markus Brasch konnte parieren (76.). Kurz darauf brachte ein FVL-Ballverlust Tahir Bahadir ins Spiel, doch nach Sololauf scheiterte er an der Latte (79.). Erst kurz vor dem Ende der insgesamt merkwürdig emotionsarmen 90 Minuten sendete Löchgau noch einmal ein offensives Lebenszeichen, doch Niko Grellmanns Hereingabe konnte die VfB-Abwehr in letzter Sekunde klären.

Tabellarisch hilft der Punkt sowohl dem FVL im Abstiegs- als auch dem VfB im Aufstiegskampf nur bedingt weiter. „Das werden wohl erst die anderen Ergebnisse des Spieltags zeigen“, sagte Koch.

Kampfgeist des SV Zimmern reicht nicht aus

Schwarzwälder Bote - Markus Peiker - 09.04.2017

VfB Neckarrems – SV Zimmern 3:2 (1:1). Obwohl Zimmerns Sturm-Duo Pascal Schoch und Tom Schmid auch in Neckarrems zuschlug musste sich der Aufsteiger beim Tabellendritten am Ende knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Der 4:3-Heimsieg eine Woche zuvor gegen Leinfelden-Echterdingen hatte dem SV Zimmern sichtlich Selbstvertrauen eingehaucht. Obwohl die Gastgeber durch Maximilian Graf (2.) und Lars Ruckh (4.) die ersten Torchancen besaß, fand Zimmern danach gut in die Partie. Nach einer Freistoßflanke von Vilart Hasani köpfte Pascal Schoch (15.) den Ball knapp über den gegnerischen Querbalken. Sieben Minuten später war es erneut Schoch, der vor dem gegnerischen Tor auftauchte, aber dann am gegnerischen Torhüter scheiterte. Zimmern machte aber weiter Druck und wurde dann auch belohnt. Nach Zuspiel des starken Vilart Hasani behielt Pascal Schoch die Übersicht, umkurvte Neckarrems Torhüter Loucao und schob das Leder überlegt zum 1:0 (32.) für die Gäste ein.

Bereits drei Minuten später kamen die Gastgeber zum glücklichen Ausgleich. Nach einem Zweikampf zwischen Zimmerns Micha Fuoß und VfB-Spieler Luigi Ancona zeigte Schiedsrichter Martin Traub auf den Elfmeterpunkt. Tahir Bahadir verwandelte anschließend sicher zum 1:1. Zimmern blieb aber die bessere Mannschaft. Tom Schmid setzte sich energisch durch, traf zwei Minuten vor der Pause aber lediglich den Pfosten und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit scheiterte Schoch nach Zuspiel von Denis Gonszcz erneut am gegnerischen Torhüter.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten dann die Platzherren. Einen Freistoß von Lars Ruckh aus über zwanzig Metern konnte Zimmerns Torhüter Matthias Müller nicht festhalten und den Abpraller versenkte Maximilian Graf zum 2:1 (49.) für Neckarrems. Aber dieses Mal antworteten die Gäste umgehend. Erneut war Hasani mit einem zielgenauen Freistoß der Ausgangspunkt und Tom Schmid köpfte das Leder präzise in den gegnerischen Torwinkel zum 2:2-Ausgleich (55.).

Zimmern wurde nun wieder stärker. Erneut war es Tom Schmid, der sich durchsetzte, aber den Ball knapp am Pfosten vorbei schoss. Besser machten es dann wieder die Gastgeber. Nach einer Ecke bekam Zimmerns Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Tahir Bahadir traf zum 3:2 (72.). In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne und so hatten die Platzherren noch drei gute Konterchancen, einmal rettete der Pfosten für den SVZ (75.) und einmal war Torhüter Müller zur Stelle. Somit unterlag Zimmern knapp mit 2:3.

Neckarrems jubelt nach spätem Tor von Lars Ruckh

LKZ - 03. April 2017 – bs

Dank einer Last-Minute-Energieleistung von Lars Ruckh feierte Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems einen hochemotionalen 3:2-Auswärtssieg beim FC Wangen. „Wahnsinn! Das war der pure Wille“, geriet selbst VfB-Trainer Markus Koch ins Schwärmen angesichts dessen, was sein Mittelfeldspieler Ruckh in der letzten Szene der Partie auf den Platz zauberte. Vier Minuten Nachspielzeit hatte der Unparteiische noch beim Stand von 2:1 für die Remser angezeigt. Bereits weit in dieser erhielten die bei Standards stets gefährlichen Gastgeber einen Eckball zugesprochen. Wangens Thomas Maas nahm ihn volley und das Leder fand irgendwie den Weg ins VfB-Tor zum ernüchternden 2:2-Ausgleich. Anstoßen durften die Neckarremser jedoch noch einmal. Der Ball kam über Patrick Tichy zu Ruckh, der sich auf die Reise machte: „Quasi von der Mittellinie aus zog er sein Solo an, bevor er zum 3:2 traf“, berichtete Koch ungläubig. Der Auswärtsdreier, mit dem der VfB auf den dritten Platz rückte und sich an die Aufstiegsrelegation heranschob, war damit unter Dach und Fach. Zu Beginn der Partie hatten Maas (8.) und Ruckh (9.) schon einmal im Minutentakt getroffen, bevor Tahir Bahadir mit einer Einzelleistung für die 2:1-Führung sorgte (31.).

FC Wangen – VfB Neckarrems 2-3 (1-2)

FC Wangen - Uli Coelius – 1.4.2017

 

Wangen vergibt mit Wimpernschlag wertvollen Punkt
FC unterliegt dem Verbandsliga-Aufstiegsaspiranten Neckarrems unglücklich 2:3 – Thomas Maas als zweimaliger Torschütze

Wangen – So schön und doch so ungerecht kann Fußball sein. Da erzielte der FC Wangen wenige Sekunden vor Schluss das vermeintlich verdiente 2:2. Um nur Wimpernschläge später ein 2:3 gegen ein leicht favorisiertes Spitzenteam VfB Neckarrems zu kassieren in einer Verbandsliga-Partie, die am Samstagnachmittag im Allgäustadion hoch attraktive Rasse und Klasse besaß. „Wir waren am Ende leider etwas zu grün“, stöhnte Coach Adrian Philipp, der wie viele andere FC-Anhänger über Tage hinaus den Kopf schütteln dürfte.

Ausnahmsweise einmal das Pferd von hinten aufgezäumt, spielten sich die entscheidenden Szenen zwischen Favorit (Neckarrems) und Außenseiter (Wangen) in der Nachspielzeit des unglücklich leitenden Schiedsrichters Sven Pacher ab, der bereits das erste Saisonspiel der Wangener beim deutlichen 0:6 gegen Klassenprimus Freiberg gepfiffen hatte.

Die 94. Minute: Hernach begleitet vom Jubel der jederzeit präsenten FC-Fans, besorgte der erneut agile Stürmer Thomas Maas mit seinem zweiten Treffer den kaum noch für möglich gehaltenen 2:2-Ausgleich einer mutig kämpfenden Wangener Mannschaft. Was kurz danach passierte – Sven Pacher hätte längst abpfeifen können –, bezeichnete Adrian Philipp eben als „zu naiv“. Während der sympathische Kollege Markus Koch im Zeichen des glücklichen Sieges, vom ebenfalls zweimaligen Torschützen Lars Ruckh unerklärlich im Alleingang festgezurrt, ohne Anflug von Arroganz von einem „wahnsinnigen Spiel“ sprach. „Noch nie zuvor haben wir hier in Wangen gewonnen.“

Bis auf den am Ende unerklärbaren Aussetzer des FC Wangen, im Abwehrverhalten diesmal nicht so präsent wie zuvor, feierten beide Fan-Lager im superben Schulterschluss zwei Verbandsliga-Mannschaften, die sich über fast 95 Minuten so gut wie nichts schenkten. Ein fürwahr tolles Match. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass Neckarrems um seinen alles überragenden Dribbel-Künstler Tahir Bahadir individuell wie taktisch um die sprichwörtliche Nasenspitze voraus durchs Allgäustadion wirbelte.

Adrian Philipp, der sich zu Recht weigerte, seinem Team nur annähernd einen Vorwurf zu machen („wir haben eine der besten Leistungen meiner Mannschaft gesehen“), dachte, obwohl am Boden zerstört wie das berühmte Häuflein Elend, schon wieder voraus: „Die ganz schweren Brocken sind jetzt weg. Nun gilt es allerdings, bis zum Saisonende eine Leistung abzurufen, die uns befähigt, den Kampf um den Klassenerhalt anzunehmen.“

Während für Neckarrems noch die geringe Chance besteht, an der Oberligarelegation zu schnuppern (Markus Koch: „Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“), bleibt für Wangen – zumal nach dem 1:1 von Konkurrent Berg in Löchgau – die explizite Möglichkeit, sich nach dem Wiederaufstieg in Württembergs höchster Amateurliga zu behaupten. Das verschusselte 2:3 gegen Neckarrems hat diesbezüglich zwar wehgetan. Dennoch besteht in keiner Weise ein Grund, sich vor dem Auswärtsspiel in Sindelfingen (Achter) auch nur annähernd aufzugeben. „Das Glück kehrt garantiert zurück“, lebt Adrian Philipp den Optimismus vor. Selbst nach dem aktuellen „Sekunden-Tod“ gibt’s für den FC zu keiner Zeit die Sequenz, die Köpfe zu senken. Im Gegenteil!

 

 

19. Spieltag: VfB Neckarrems - VfL Pfullingen 2:0 (2:0)

Pfullingens Schlussmann Markus Hirlinger war bei beidem Gegentoren machtlos. Bild: Homepage VfL Pfullingen, Timo Schyska.

Homepage VfL Pfullingen / Geschrieben von Timo Schyska / 12. März 2017

Die Kombination Kunstrasenplatz und Auswärtsspiel scheint wenig erfolgversprechend für die Verbandsligakicker des VfL. Zwei Mal traten die Pfullinger auf fremden Plätzen mit synthetischem Untergrund an, beide Male setzte es eine 0:2-Niederlage, die bereits zur Halbzeit feststand. Mit gesundem Selbstbewusstsein gingen die Konietzny-Schützlinge in die Partie beim VfB Neckarrems. Schnell nahm das Spiel an Fahrt auf und 20 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe. Mit der ersten durchdachten Offensivaktion gingen die Hausherren in Führung. Marcel Friz wurde schön freigespielt und ließ sich die Chance nicht entgehen – 1:0 (22.). Nur drei Minuten später tauchte der VfL gefährlich im Strafraum der Remsecker auf, die Abschlüsse wurden jedoch allesamt geblockt. Nach einer guten halben Stunde hatte der Aufsteiger auf der anderen Seite wieder Glück, dass Eugenio Del Genio den Ball im Fünfmeterraum nicht unter Kontrolle brachte und die Chance somit verpuffte. Allerdings war es sein Mannschaftskollege Tahir Bahadir, der nach einem Abspielfehler im Spielaufbau der Pfullinger den Ball im langen Eck zum 2:0 versenkte (37.). Spielleiter Markus Riehle urteilte, dass „alle heute 25% weniger als in der Vorwoche leisten“. Mit dieser Einschätzung kamen die Spieler noch gut weg. Mit einem strammen Schuss, der nur knapp am VfB-Gehäuse vorbeistrich, leitete Heiko Schall die zweite Halbzeit ein. In der Tat waren die Pfullinger nun wesentlich präsenter und hatten in der Folge auch mehr Zugriff auf das Spiel. Chancen der Neckarremser gab es im zweiten Durchgang keine nennenswerten mehr. Allein: auch der VfL ließ in Punkto Abschlussgefährlichkeit viel zu wünschen übrig. Das Team um Kapitän Florian Gekeler leistete sich im Spielaufbau viele Ungenauigkeiten und Abspielfehler, fand eine Flanke mal den Weg in die Gefahrenzone des Gegners, suchte sie dort einen geeigneten Abnehmer zumeist vergebens. So verrann die Zeit, ohne den anwesenden Beobachtern irgendwelche Highlights für ihr Eintrittsgeld zu bieten. „Das heute war das genaue Gegenteil zur vergangenen Woche“, konstatierte ein bedienter Konietzny in der anschließenden Pressekonferenz. „Der Sieg geht zu 100 Prozent in Ordnung.“ Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der Leistungskorridor des VfL Pfullingen ein sehr breiter ist.

Neckarrems trifft gerne vor der Pause

Asilhan Yildiz vom VfB Neckarrems (rechts) gegen Sergio Sassano (VfL Pfullingen).Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung | 13. März 2017 - von bernd seib

Fußball-Verbandsligist feiert zweiten Sieg im zweiten Spiel 2017 – Löchgau verliert nach vielen Fehlern

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel 2017 hat Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems gefeiert. VfB Neckarrems – VfL Pfullingen 2:0. – Die ersten 45 Minuten scheinen den Remsern derzeit besonders zu liegen. Alle fünf Treffer nach der Winterpause gelangen vor dem Pausentee, so auch beim hochverdienten 2:0 gegen Aufsteiger Pfullingen. „Mir ist es egal, wann unsere Tore fallen. Vor der Halbzeit waren wir klar überlegen und haben viel Spielfreude gezeigt“, war VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff hochzufrieden.

Er hatte tatsächlich den vor einer Knie-OP stehenden Sven Franzen in die Startelf rotiert. Marcel Friz rückte deswegen erstmals ins Mittelfeld vor. Der enorm spritzig wirkende Asilhan Yildiz verfehlte die Flanke von Eugenio Del Genio noch, aber kurz darauf kam das Leder über Micha-Colin Läubin und Del Genio zu Friz, der aus halbrechter Position ins kurze Eck die Führung besorgte (22.). Del Genio bediente auch Tahir Bahadir, der den Ball technisch anspruchsvoll verarbeitete und von der Stafraumgrenze zum 2:0 einschob (37.). In der Pause stellte der Gast um und konnte die Partie offen gestalten. Beide Teams neutralisierten sich fortan im Mittelfeld.

Pfullingen findet nicht zu seinem Spiel

Metzinger Volksblatt/Ermstalbote - Wolfgang Gattiker | 13.03.2017

Verbandsligist VfL Pfullingen bleibt auf seinen guten 29 Punkten sitzen, verlor beim ambitionierten VfB Neckarrems mit 0:2 - es war eine verdiente Niederlage. Die Pfullinger Angriffe verpufften, blieben meist hängen. Dünkel, Schall und Grauer versuchten es mit Schüssen, aber der ehemalige SSV-Keeper Luis Rodrigues blieb fast arbeitslos. Neckarrems entschied das Spiel in 15 Minuten, nutzte die Fehler der Gäste eiskalt aus. So verlor Hausmann einen Ball, der VfB spielte direkt zu Marcel Friz, der Hirlinger keine Chance ließ. In der 39. Minute war die VfL-Abwehr nicht im Bilde, das Spiel gegen den Ball war mangelhaft und Tahir Bahadir lochte unhaltbar zum 2:0 ein - die Entscheidung. Denn an diesem Tag konnte der VfL nicht mehr zurückkommen, der Gast wurde zweimal bei eigenen Fehlern bitter bestraft. VfL-Trainer Michael Konietzny baute dann um, man spielte ein 4-1-4-1-System brachte zwei Neue (Scheurer und Lehmann) und der VfL hielt nach der Pause dagegen, ließ wenig zu, hatte selbst aber kaum eine echte Torchance. Biber spielte gestern in der „Zweiten“, sollte Spielpraxis erhalten. Das Spiel plätscherte so dahin, der Gastgeber verwaltete das 2:0, tat nicht mehr als nötig. Konietzny bilanzierte: „Alles was gegen Calcio richtig war, war jetzt falsch, wir trafen nicht die richtigen sondern die falschen Entscheidungen, dann gibt es eben eine verdiente Niederlage. Solche Ballverluste und Fehler werden eben ausgenützt, wir hatten keine Durchschlagskraft, wurden früh gestört. Positiv war nur, dass wir uns nach der Pause nicht abschlachten ließen, sondern gegen hielten - die Moral des Teams ist auf jeden Fall in Ordnung.” Nun kommt am Wochenende der VfL Sindelfingen, das am Wochenende ebenfalls verlor, der nächste harte Brocken.

Spielbericht: Nach 41 Minuten ist alles vorbei

05.03.17 | KRZ-Online / Von Harald Rommel

 

Fehlstart des VfL Sindelfingen beim 1:3 gegen VfB Neckarrems - Immer noch Tabellendritter

Nach der gut dreimonatigen Winterpause blieb der VfL Sindelfingen im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga Württemberg in den Startblöcken hängen. Gegen den VfB Neckarrems setzte es eine 1:3-Heimniederlage.

Die Daimlerstädter machten zwar im ersten Durchgang vieles richtig, aber auch die entscheidenden Fehler, die zu drei vermeidbaren Gegentreffern führten. "Wir wurden unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt", erkannte Trainer Maik Schütt. Doch die Auftaktpleite war für ihn "kein Beinbruch." Er übte sich sogar in Galgenhumor: "Immer wenn wir in neuen Trikots spielen, geht es ordentlich schief", erinnerte er an das 0:8 in Freiberg, gekleidet in ganz frischem Dress. Der sportliche Leiter Thomas Dietsche ("der letzte Tick hat gefehlt, man hat aber gesehen, dass wir mit einem guten Gegner mithalten können") hofft jetzt auf eine ähnliche Reaktion wie nach dem Freiberg-Debakel, als die beiden folgenden Spiele gewonnen werden konnten.

Zunächst gaben die mit ihrem Kapitän Daniel Kniesel nach langer Verletzungspause angetretenen Hausherren sogar die Richtung vor. "Wir sind gut reingekommen, zeigten bis zum letzten Drittel in der gegnerischen Hälfte gute Kombinationen", analysierte Schütt. Was fehlte, waren zwingende Chancen. "Wir wussten, dass Neckarems versuchen würde, uns mit Diagonalbällen auszuhebeln", wurmte es den Coach gewaltig, dass ein solcher langer Pass, bei dem Alexander Wetsch nicht gut aussah, zum 0:1 führte. Der frühere Böblinger Tahir Bahadir leitete weiter zu Luigi Ancona, der mit einem listigen Schlenzer zum 0:1 abschloss (9.). Eduard Schnell, der für den am Finger verletzten David Kocyba zwischen den VfL-Pfosten stand, war machtlos.

Die Sindelfinger Einstellung passte, es mangelte nur an der kreativen Ader. Vergeblich wartete Maik Schütt auf solche Aufreger wie in der Anfangsphase, als Oliver Glotzmann in aussichtsreicher Position nicht ganz freiwillig ins Stolpern geriet (4.), oder aber Armin Zukic einen Freistoß übers Gebälk setzte (6.). Auch beim 0:2 nach nur 21 Minuten leisteten die Hausherren ordentlich Schützenhilfe. "Matthias Bäuerle vertändelt den Ball, Florian Feigl leistet sich ein Foul", ließ Schütt die Entstehung noch einmal Revue passieren. Eugenio Del Genio trat den Freistoß nach innen, Alex Aleman kümmerte sich nur halbherzig um Gabriel Fota, der nahezu ungehindert vollendete.

Kopfballtor von Roberto Klug wird wegen Foulspiels nicht gegeben

Nach einer halben Stunde keimte beim VfL Hoffnung auf. Nach einer Ecke von Lars Jäger kam Roberto Klug zum Kopfball und netzte ein. Wegen angeblichen Foulspiels verweigerte der Unparteiische dem Treffer aber die Anerkennung. Die Jetzt-erst-recht-Reaktion danach blieb aus. "Unser Kombinationsspiel war nicht mehr so gut", klagte Maik Schütt. Auch das aggressive Anlaufen des Gegners, um Ballgewinne zu erzielen, passte nicht. Genau dies praktizierte der VfB mit seiner Art Pressing.

Vier Minuten vor Ablauf der ersten Hälfte die vorzeitige Entscheidung: Aus rund 28 Metern hielt Asilhan Yildiz einfach mal drauf, sein Schuss wurde unglücklich von Frederick Mohr abgefälscht und erwischte Torhüter Eduard Schnell auf dem falschen Fuß - 0:3.

"Spielerisch war es im zweiten Durchgang nicht mehr so flüssig", wurde die Mängelliste von Schütt immer länger. "Schlampig bei Ballbesitz, fehlende Mitspielbereitschaft ohne Ball, keine Passgenauigkeit." Die Gäste kontrollierten das Geschehen, waren einige Male dem vierten Treffer wesentlich näher als der VfL, der viel zu früh resignierte. Auch als sich der VfL-Coach entschloss, für die letzten 20 Minuten die Abwehr zu lockern, blieben Einschussmöglichkeiten die Ausnahme. Einzig der Unparteiische, der mit acht Gelben und zwei Gelb-Roten im zweiten Durchgang für reichlich Farbe sorgte, hatte ein Einsehen mit dem Tabellendritten. Er verlegte kurzerhand den Tatort bei einem Foul von Marcel Friz an Armin Zukic in den Strafraum. Der Gefoulte selbst ließ sich die Chance nicht entgehen, seinen zwölften Saisontreffer zu markieren (86.) - 1:3.

"Eine gewisse Anspannung und Nervosität waren da", stellte Maik Schütt fest, wollte dies jedoch keineswegs als Entschuldigung für den verpatzten Start gelten lassen. Der aber angesichts der übrigen Resultate nichts daran ändert, dass der Tabellendritte Sindelfingen weiterhin mit dem Relegationsplatz flirten darf.

 

 

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Oliver Glotzmann (links) fliegt heran, Frederik Mohr (Nummer 21) hilft. Am Ende ist für den VfL Sindelfingen aber alles vergebens. Bild: Photo 5

Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung/szbz.de vom 06.03.2017

Fußball–Verbandsliga: VfL Sindelfingen – VfB Neckarrems 1:3 (0:3)

 

Der Auftakt nach der Winterpause ist den Verbandsliga-Fußballern des VfL Sindelfingen gründlich misslungen. Im Verfolgerduell gegen den VfB Neckarrems musste sich die Mannschaft von Maik Schütt nach schwacher Leistung mit 1:3 geschlagen geben, behauptete aber dennoch ihren dritten Tabellenplatz.

Aus dem Führungsquintett der Verbandsliga konnte nämlich nur der VfB Neckarrems gewinnen, der durch den 3:1-Erfolg beim VfL Sindelfingen seine eigenen Aufstiegschancen deutlich verbesserte. Entsprechend gut gelaunt war nach dem Schlusspfiff VfB-Trainer Markus Koch, der sich beim Blick auf die Ergebnisse ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte: „Nicht nur das Spiel hier in Sindelfingen ist für uns gut gelaufen, auch auf den anderen Plätzen hat es gepasst.“

Auf dem Kunstrasen hinter dem Glaspalast spielten die Gäste nicht überragend auf. Aber das, was die Neckarremser um den starken Kapitän Micha Colin-Läubin machten, hatte von Beginn an Hand und Fuß. Zwar wirkte Sindelfingen zu Beginn optisch überlegen, das erste Ausrufezeichen setzte aber der VfB. In der neunten Minute nahm Spielmacher Luigi Ancona vom Strafraumeck Maß und ließ Eduard Schnell im Sindelfinger Tor keine Abwehrchance – 0:1. Mit der Führung im Rücken spielten die Gäste noch sicherer auf. Der VfL seinerseits hatte große Mühe überhaupt geordnete Angriffe vorzutragen. Spätestens der fünfte Pass landete wieder beim Gegner. Die Offensive um Armin Zukic, Lars Jäger und Oliver Glotzmann hing völlig in der Luft. Darüber hinaus schmeckte den Sindelfingern das gegnerische Pressing überhaupt nicht. Garniert mit individuellen Fehlern nahm das Unheil schließlich seinen Lauf. Beim 0:1 sah Alexander Wetsch nicht gut aus, beim 0:2 in der 23. Minute ging einem Foulspiel von Florian Feigl ein ebenso unnötiger Ballverlust von Matthias Bäuerle voraus. Nutznießer war Gabriel Fota, der nach Freistoß von Luigi Ancona aus kurzer Distanz den Ball über die Linie bugsierte. Kurz danach zappelte das Spielgerät auch auf der anderen Seite im Kasten, jedoch verweigerte Schiedsrichter Stefan Jenninger (TSV Adelmannsfelden) dem Tor von Roberto Klug die Anerkennung. Im Fünfmeterraum hatte der Sindelfinger Abwehrspieler VfB-Schlussmann Luis Rodrigues Loucao irregulär behindert. „Schade, das hätte uns sicherlich noch einmal Auftrieb gegeben“, sagte Maik Schütt.

Stattdessen aber kam es vor der Pause noch dicker für seine Mannschaft. In einen Distanzschuss von Asilhan Yildiz in der 42. Minute hielt Frederik Mohr seinen Fuß hinein und überwand damit seinen eigenen Torwart – 0:3. „Das war natürlich bitter und letztlich auch entscheidend“, konstatierte Maik Schütt. „Davon haben wir uns auch nach der Pause nicht mehr erholt.“

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte vor sich hin. Neckarrems begnügte sich mit dem klaren Vorsprung, Sindelfingen hatte zumindest an diesem Tag nicht die Mittel, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Unzufrieden waren die Gäste dennoch mit der Schlussphase. Weniger mit dem 1:3 von Armin Zukic in der 86. Minute, der nach Foul an ihm selbst den Strafstoß sicher zum Endstand verwandelte. Viel mehr als dieser Gegentreffer schmerzten Markus Koch die beiden Gelb-Roten Karten gegen Tim Scheuerle und Luigi Ancona. „Das ist hart“, so der Neckarremser Trainer. „Am Ende haben wir den Sieg teuer erkauft.“

VfL-Coach Maik Schütt hakte die Niederlage schnell ab: „Das Ergebnis heute ist kein Beinbruch und wirft uns auch nicht um, aber jetzt sind wir erst einmal auf den Boden der Tatsachen zurück. Damit lässt es sich in der kommenden Trainingswoche gut arbeiten.“

 

 

Ein doppelter Tiefschlag in den Anfangsminuten

 

Homepage 1. FC Normannia Gmünd – 27.11.2016

(CjK) Nicht ganz zwei Minuten waren im Schwerzer beim 1:1 gegen Neckarrems gespielt, da mussten die Normannen einen ganz herben Tiefschlag hinnehmen, auf der rechten Außenbahn verdrehte sich Christian Essig ohne Fremdeinwirkung das rechte Knie und blieb auf dem Rasen liegen. Jeder der 209 Zuschauer merkte sofort, das sieht ganz und gar nicht gut aus.

Während Christian Essig noch behandelt wurde, der nächste Tiefschlag: in Unterzahl kassierten die Normannen gleich auch noch das 0:1. Ein Auftakt wie es sich Trainer Beniamino Molinari mit seinem Team schlimmer hätten nicht vorstellen können. Mit einem Traumtor brachte Marvin Gnaase seine Mannschaft wieder ins Spiel, so dass nach 16 Minuten zumindest das Spiel wieder offen war. Doch der Verlust Christian Essig wirkte nach, wenn auch der für ihn ins Spiel gekommene Marius Nuding sich fortan als Aktivposten im Offensivspiel der Normannen erweisen sollte. Es bleibt zu hoffen, dass die Befürchtungen eines Kreuzbandrisses bei Christian Essig sich nicht bewahrheiten. Ein Déjà-vu zur 2. Minuten erlebten die Normannen in der 47. Minute. Die Zuverlässigkeit in Person im Normannia Dress, Marcel Funk, blieb nach einem Zweikampf in der 2. Minute nach Wiederanpfiff im Strafraum liegen und auch er musste verletzt ausgewechselt werden, doch zum Glück handelte es sich bei Marcel Funk „nur“ um muskuläre Probleme. Nach der zuletzt kritisierten Leistung der Mannschaft in Löchgau setzte Trainer Beniamino Molinari auf Wiedergutmachung seiner Jungs, allerdings musste Visar Mustafa mit einer Schleimbeutelentzündung passen, Efendi Erol nahm auf der Bank Platz, dafür standen Felix Bauer und Giuseppe Catizone wieder in der Startelf. Insgesamt gelang es den Mannen um Kapitän Giusi Catizone sich zu rehabilitieren, trotz der eingangs geschilderten Tiefschläge ergab sich die Mannschaft nicht in Schockstarre wie zuletzt, sondern besann sich auf ihre Stärken und hätte bei besserer Chancenauswertung durchaus zum Jahresausklang drei Punkte einfahren können.
Während die Normannen in der Eröffnungsphase des Spiels gedanklich wohl noch an die Verletzung ihres Spielmachers Christian Essig dachten, spielten die Gäste aus Neckarrems ungestört am Strafraum entlang, auf Zuspiel von Läubin bekam Patrick Tichy in zentraler Position den Ball und donnerte ihn ins Tordreieck. Auf Gmünder Seite kam Marius Nuding ins Spiel und mit ihm nahmen die Normannen sofort Fahrt auf und versuchten die deprimierenden Anfangsminuten abzuschütteln. Den Gleichstand erzielte Marvin Gnaase mit einem Traumtor, der in der 16. Minute halblinks aus gut 20 Metern einfach mal abzog und den Ball unhaltbar ebenfalls ins Tordreieck hämmerte. Jetzt waren die Gastgeber so richtig im Spiel und führten über die Flügel durch Giusi Catizone und Marius Nuding immer wieder gefährliche Szenen im Neckarremser Strafraum herbei. Die größte Torchance hatten die Gmünder in der 30. Minute. Joe Colletti erkämpfte sich den Ball und bereitete für Felix Bauer sehr gut vor, der lief einige Meter und zog aus vollem Lauf ab, doch Rodrigues im Gäste-Tor, reagierte reflexartig großartig. Nur vier Zeigerumdrehungen erstarb den Gmündern Zuschauern der Torschrei auf den Lippen, ein Freistoß von Giusi Catizone wurde zunächst abgeblockt, seine nachfolgende Flanke suchte Felix Bauer, der versuchte einen Flugkopfball und segelte nur Zentimeter am Ball vorbei. Neckarrems suchte seinerseits seine Chancen und die Normannen-Defensive hatte speziell mit Bahadir ihre liebe Not. Nach dem Wechsel der nächste Nackenschlag für die Gmünder und Marcel Funk musste verletzt ausgewechselt werden. Doch wieder ließen die Gastgeber die Köpfe nicht hängen, Atilla Acioglu vertrat Funk denn auch fehlerfrei, sondern versuchten das zweite Tor zu machen. In der 52. Minute war es Gnaase, der fast seinen zweiten Treffer erzielte, doch im Gegenzug vergab Del Genio freistehend die Gästeführung. Da beide Mannschaften die Entscheidung suchten, entwickelte sich ein abwechslungsreiches und schnelles Spiel, das das Prädikat gutes Verbandsligaspiel verdiente. Die Normannen hatten jetzt eine richtige Drangphase und hätten in der 53. Minute durch Catizone die Führung verdient. Erneut war es Gnaase, der in der 58. Minute das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber nur knapp verzog. Wieder brannte es lichterloh im VfB-Strafraum, als nach einem schnellen Antritt von Marius Nuding, Felix Bauer in letzter Sekunde am Torschuss gehindert werden konnte. Weiter rollten die Angriffe auf Gäste-Tor. Patrick Krätschmer (63. Minute) und nach Vorarbeit von Fabian Kolb Marius Nuding (65.) hätten die Normannen-Führung erzielen können. Doch auch die Gäste blieben immer gefährlich, so musste Atilla Acioglu in der 70. Minute vor Del Genio retten und Yannick Ellermann parierte in der 75. Minute einen prächtigen Abschluss von Yildiz, im direkten Gegenzug hatte Felix Bauer eine Riesenchance, die allerdings wieder einmal wirkungslos verpuffte. Auch die Schlussphase bot hohen Unterhaltungswert, zunächst regte sich Verwunderung über den gut leitenden Schiedsrichter Zürn, der, nach dem Efendi Erol im 16er zu Boden ging, weiterspielen ließ, dann musste Yannick Ellermann gegen Franzen in höchster Not retten und zu guter Letzt rettete Rodrigues den Gästen den Punkt, als er mit einer Glanztat einen Kopfball von Gabriel Simion entschärfte.

Stimmen zum Spiel:

Markus Koch (Trainer VfB Neckarrems):
„ Es war ein schweres Spiel für uns, wie immer, wenn wir in Gmünd spielen, Es war heute nicht einfach zu bestehen, beide Mannschaften sind sich ähnlich in der Spielanlage. Wir hatten einen super Start mit dem frühen Führungstor und mussten nur einen Gegentreffer hinnehmen. Wir sind mit dem Punkt mehr als zufrieden.“

Beniamino Molinari:
„ Wir haben die schwere Verletzung von Christian Essig und das 0:1 in Unterzahl sehr gut weggesteckt. Trotzdem wirkt das 1:1 im Moment wie eine gefühlte Niederlage. Wir hatten nach dem super Tor von Marvin Gnaase durch Felix Bauer die Riesenchance zum zweiten Treffer. Dennoch Hut ab vor den Jungs, die heute auf einem schweren tiefen Platz heute alles reingeworfen haben. Wir wollten heute allen rund um das Team und den treuen Gmünder Zuschauern einen schönen Abschluss bescheren. Ich hoffe, alle haben gesehen, dass die Jungs heute alles gegeben haben und wir sagen können, die Heimspiele waren heuer weitgehend gut.“

Teammanager Karl-Heinz Knab:
„Es zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele, wir verwerten einfach nicht unsere Torchancen um Spiele zu gewinnen. Bin heute nur bedingt zufrieden, wegen der schweren Verletzung von Chris Essig, mit dem Spiel selbst bin ich zufrieden. Wir müssen in der Rückrunde an unserer Effektivität arbeiten.“

Calcio: Der Gegner landet auf dem Seziertisch

Filder-Zeitung – 21.11.2016 – Franz Stettmer

 

Calcio Leinfelden-Echterdingen gewinnt deutlich gegen den VfB Neckarrems

Beim 5:2 in Neckarrems trumpft der Aufsteiger Calcio 75 Minuten lang wie ein Spitzenanwärter auf.

Nein, sie haben es auch auf gegnerischen Plätzen nicht verlernt, ihr Erfolgsritual. Den Beweis erbrachten die Verbandsliga-Fußballer von Calcio Leinfelden-Echterdingen am Samstag, als ihr Kontrahent den Rasen bereits fluchtartig verlassen hatte. Die Spieler Volkan Candan und Niko Zalac gaben die Einpeitscher, die Teamkollegen scharten sich im Kreis um sie, und dann ging es in voller Lautstärke los: „Gib mir ein C!“ „Gib mir ein A!“ So buchstabierten sie ihren Namen grölend durch: C-A-L-C-I-O – bis ein blaues Menschenknäuel singend hüpfte, tanzte und feierte.

Ansage mit Taten statt Worten

Die Freude über den ersten Auswärtssieg seit acht Wochen, sie war offensichtlich groß. Doch nicht nur ob des nackten Ergebnisses, des erreichten 5:2 beim VfB Neckarrems. Mit nicht minder tiefer Zufriedenheit erfüllten die Umstände. In einem Spiel, das aufgrund der Konstellation im oberen Tabellendrittel als richtungsweisend galt, hat der Klassenneuling von den Fildern eine eindrucksvolle Ansage gemacht. Die Botschaft lautet: aufgepasst, Konkurrenz, hier kommen wir! Zwar nicht durch Worte, aber sehr wohl mit Taten. Während die Echterdinger Verantwortlichen eine offizielle Anhebung der Saisonziele unverändert scheuen wie der Teufel das Weihwasser, bot die Mannschaft auf dem Spielfeld zumindest 75 Minuten lang die Leistung eines Spitzenplatzanwärters. „Es hat sich gezeigt, was möglich ist, wenn jeder konzentriert seine Aufgaben erledigt“, sagt der Trainer Cataldo Diletto, der mit den Seinen nun den dritten Rang belegt.

Durchgängig konzentriert – eben dies war der Schlüssel zum klaren Resultat. Dass Diletto in seinem Hochkaräter-Kader über das Potenzial verfügt, in der Staffel jedem Gegner zuzusetzen, ließ sich ja eh nicht mehr bezweifeln. Das Problem: in den vergangenen Wochen hatte der Aufsteiger jenes Potenzial zu schwankend ausgeschöpft und sich auch innerhalb einzelner Begegnungen als launische Diva präsentiert. Diesmal jedoch nicht. Auf dem Remsecker Hummelberg kam zur individuellen Klasse eine fokussierte Teamvorstellung hinzu – eine Kombination, die sich für den gastgebenden Tabellennachbarn dann als verhängnisvoll erwies.

Orfanidis und Ricciardi glänzen

Zielstrebigkeit, Chancenverwertung, Umschalttempo: in diesen Bereichen lagen die Echterdinger entscheidend vorn. Insbesondere zwei Akteure erwischten einen Sahnetag. Zum einen Theofilios Jan Orfanidis. Der Youngster nutzte wie schon beim 3:2 vor Wochenfrist gegen Gmünd seine plötzliche Startelfgelegenheit, die sich durch den krankheitsbedingten Ausfall von Sidy Niang ergeben hat. Erst bereitete er das frühe 1:0 von Gentian Lekaj vor, dann erzielte er das 3:0 und das 5:1 mit Abstaubern selbst.

Zweitens Giuseppe Ricciardi. Der Kapitän avancierte zum Dreh- und Angelpunkt im Calcio-Spiel – und er kam schließlich wie sein elf Jahre jüngerer Nebenmann auf drei direkte Torbeteiligungen. Ricciardis Bilanz: ein sehenswerter Distanzschuss zum 2:0 in die linke obere Dreiangel, zudem war er der Initiator zu Shkemb Miftaris 4:1 sowie Orfanidis’ finalem Streich. In den beiden letztgenannten Fällen spielte der Routinier Steilpässe, die wie mit dem Seziermesser durch die aufgerückte gegnerische Abwehr schnitten.

Gegentore nur Schönheitsflecke

Dass der Gegner seinerseits durch den Ex-Zuffenhausener Asilhan Yildiz sowie den eingewechselten Maximilian Graf zweimal verkürzte, war auf Calcio-Seiten somit unter der Rubrik „Schönheitsflecke“ zu vernachlässigen. Als es gleich nach der Pause kurzzeitig tatsächlich noch einmal spannend hätte werden können, verhinderte Mahir Ege dies: Der Innenverteidiger schlug den Ball für seinen bereits geschlagenen Keeper Henning Bortel von der Torlinie. Auch er, Ege, an dessen Stelle der eigentlich als Abwehrchef verpflichtete Nektarios Malamidis auf der Bank schmorte, verrichtete erneut einen guten Job.

Es ist dies eine Sache, die im Echterdinger Fall dann aber zugleich auch schon wieder etwas mulmig stimmen muss: Eben ein Malamidis, ein Niang oder ein Gökhan Gümüssu (Zerrung) waren aktuell ja gar nicht dabei. Wie Diletto damit umgehen wird, wenn alle „Stars“ auf die gemäß ihrem Selbstverständnis ihnen zustehenden Plätze zurückdrängen? Gute Frage. Aber vielleicht ja nicht mehr in diesem Jahr. In jenem folgt nun nur noch die Heimpartie am nächsten Sonntag gegen den VfL Sindelfingen. Ein weiterer Sieg, und Calcio käme schon jetzt auf 33 der als primäres Saisonziel ausgegebenen 40 Punkte.

Für Diletto wäre das „ein herausragendes Zwischenergebnis“. Eines für ein erneutes „C!“ und „A!“ und „L!“.

 

 

Berg kassiert nächste Klatsche - Fußball-Verbandsligist verliert in Neckarrems mit 0:4

Schwäbische Zeitung / Von Thorsten Kern /12.11.2016

Berg / sz - Wieder ein Nachmittag zum Vergessen für den TSV Berg. Nachdem es in den vergangenen zwei Wochen beim Fußball-Verbandsligisten nach vier deftigen Niederlagen immerhin zwei Unentschieden gegeben hatte, unterlag der TSV am Samstag beim VfB Neckarrems mit 0:4 (0:0). Berg rutschte in der Tabelle auf den Abstiegsrang 13 ab.

Lange Zeit sah es am Samstag überhaupt nicht nach einer so hohen Niederlage aus. "Eigentlich war es ein 0:0-Spiel oder ein knappes 1:0 für eine der Mannschaften", sagte Bergs Trainer Adnan Sijaric. Es sollte aber ganz anders kommen. Denn nach dem 1:0 für Neckarrems in der 76. Minute durch Luigi Ancona brach Berg – mal wieder – in sich zusammen. Gabriel Fota erhöhte in der 78. Minute auf 2:0, wiederum nur zwei Minuten später stellte Tim Scheuerle sogar auf 3:0. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte Daniel Stölzel in der 88. Minute. Vier Gegentreffer in zwölf Minuten, da musste auch Sijaric eingestehen: "Das war ein weiterer brutaler Schlag, auch für mich."

Die Berger sind durch die Niederlage in der Tabelle von Rang zwölf auf Platz 13 abgerutscht und stehen damit auf einem Abstiegsplatz. "Es wird immer schwieriger", meint Sijaric. "Die Vorrunde ist desolat verlaufen, da brauchen wir nichts schönzureden." Nur 16 Punkte hat Berg aus 15 Spielen geholt – vor der Winterpause stehen noch die Rückrundenspiele gegen Sindelfingen und Pfullingen auf dem Plan. "Es wäre gut für den Kopf, nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern", so der TSV-Trainer.

So bitter das 0:4 in Neckarrems war, so schlecht war Berg eigentlich nicht. In der ersten Halbzeit hatte Dominik Bentele sogar die Großchance zur Führung. Doch der Stürmer schloss frei vor dem Tor etwas zu früh ab. Auch Silvio Battaglia hatte eine gute Gelegenheit, sein Schuss ging nach einer Flanke von Taner Ata knapp am Tor vorbei. Hinten hatte Berg die Kontrolle, Neckarrems kam kaum gefährlich in die Nähe des Berger Tors.

Nach dem Seitenwechsel blieben Torschüsse weitgehend aus. Doch dann kam die 76. Minute. Ancona zog verdeckt ab, der Schuss landete im langen Eck – keine Chance für Bergs Torwart Tobias Ullrich. "So einen trifft er nicht alle Tage", sagte Sijaric. "Dann ist das passiert, was zu befürchten war." Berg konnte den Schock des Gegentreffers nicht überwinden, danach klingelte es im Zwei-Minuten-Takt. "Wir müssen es einfach schaffen, Rückschläge wegzustecken", so Sijaric. "Nach Toren herrscht bei uns viel Unsicherheit." Eine Topmannschaft wie der Tabellenfünfte Neckarrems hat das dann gnadenlos ausgenutzt.

Neckarrems rutscht auf Platz 5 ab

Ludwigsburger Kreiszeitung – 7.11.2016 – Bernd Seib

Im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga unterlag der VfB Neckarrems beim Nachbarn TSG Backnang mit 2:3 und rutschte vorerst auf den fünften Platz ab. Für den VfB war es nach dem Pokalaus am Dienstag die zweite Niederlage in Folge, zuvor war man in der Liga siebenmal ungeschlagen geblieben.

„Das Spiel hatte eine ganz eigene Dramaturgie. Alle Tore fielen aus Standardsituationen, was auch das Szenario gut beschreibt“, sagte VfB-Trainer Markus Koch, dessen Elf in der ersten Halbzeit nicht überzeugen konnte.

Backnang agierte auf dem schnellen Kunstrasen druckvoller. Per direktem Freistoß besorgte TSG-Kapitän Oguzhan Biyik die Führung (17.) und auch dem 2:0 (39.) ging ein Freistoß voraus. Noch vor der Pause hätte Asilhan Yildiz nach Zuspiel Tahir Bahadirs verkürzen können, doch ausgerechnet der Ex-Remser Marvin Schmid blockte seinen Schuss aus kürzester Distanz.

Auf der Kabine kam die Koch-Elf wie verwandelt. „Wir hatten taktisch umgestellt. Das hat sofort Wirkung gezeigt“, berichtete der Coach. Bahadir mit verwandeltem Elfmeter (46.) und Gabriel Fota, der per Kopfballaufsetzer nach einem Eckball erfolgreich war (50.), egalisierten binnen weniger Minuten. Doch erneut schlugen die Gastgeber nach einem Freistoß zu. Keven Schlotterbeck traf per Kopf zum 3:2 (64.). In der Schlussphase kämpfte der VfB um den Ausgleich, doch den Kopfbällen von Luigi Ancona und Julian Neef fehlte die Wucht und Kapitän Micha-Colin Läubin traf nur die Latte.

Sieg gegen Neckarrems nach klasse Spiel

Backnanger Kreiszeitung – 7.11.2016 - Von Dieter Gall

 

Ein Wellenbad der Gefühle erlebten die Fans beider Lager. Kampf, Einsatzwillen und spielerische Leckerbissen wurden auf beiden Seiten geboten. Langeweile kam in keiner Sekunde auf. Auch TSG-Trainer Markus Lang war die Anspannung anzumerken, die sich erst mit dem Schlusspfiff langsam legte. „Wir haben gegen einen guten Gegner drei wichtige Punkte geholt. Jetzt haben wir den Nachbarn in der Tabelle überholt und wollen auch in den nächsten beiden Auswärtsspielen punkten“, gab sich Backnangs Coach gleich wieder kämpferisch.

Mit den Routiniers Mario Marinic und Stephan Fichter kehrte bei den Hausherren die in Echterdingen zuletzt vermisste Ordnung zurück. Eine ganz starke Vorstellung boten die Innenverteidiger Keven Schlotterbeck und Marius Jurczyk, die fast alle Zweikämpfe gewannen. Nach 17 Minuten wurde auf dem Kunstrasen in den Etzwiesen erstmals gejubelt. TSG-Kapitän Oguzhan Biyik, für seine Standards bekannt, zirkelte den Freistoß aus 18-Metern über die Mauer unhaltbar ins linke Tordreieck – 1:0. In der 39. Minute war erneut ein Freistoß Ausgangspunkt fürs 2:0. Schlotterbeck schlug die Kugel von der Mittellinie in den Strafraum, wo Benito Baez-Ayala mit einer sehenswerten Direktabnahme vollendete. Die Gastgeber hatten Ball und Gegner zwar weiterhin im Griff, konnten aber von Glück sagen, dass der im Fünfmeterraum frei stehende Savino Marotta eine Minute vor der Pause noch am Torschuss gehindert werden konnte.

Ziemlich turbulent begann der zweite Durchgang. Es waren gerade mal zwei Minuten gespielt, schon zeigte der Schiedsrichter im Backnanger Strafraum auf den Elfmeterpunkt. TSG-Schlussmann Michael Quattlender hatte VfB-Stürmer Luigi Ancona klar gefoult, doch zuvor war Jurczyk einfach umgeschubst worden. Tahir Bahadir war’s egal. Er verwandelte den äußerst umstrittenen Strafstoß sicher zum 1:2. Neckarrems witterte Morgenluft und ein paar TSG-Spieler wähnten sich mit ihren Gedanken offenbar noch in der Kabine. Anders lässt sich der nächste Gegentreffer nur drei Minuten danach nicht erklären. Gabriel Fota köpfte unbedrängt zum 2:2 ein.

Die Gäste machten nun Dampf. Aber zur Freude der arg strapazierten Nerven der TSG-Fans fing sich Langs Elf wieder. Sie befreite sich aus der Umklammerung und startete nach etwas mehr als einer Stunde selbst wieder Angriffe. Eine davon führte in der 64. Minute zu einem Freistoß an der linken Eckfahne. Biyik drehte den Ball genau auf den Kopf des nach vorne geeilten Schlotterbeck, der seine gute Leistung mit dem 3:2 krönte.

Fünf Minuten später landete ein abgefälschter Schuss von Sebastian Gleißner an der Latte. Dasselbe Pech hatte auf der anderen Seite VfB-Spielführer Micha-Colin Läubin weitere fünf Minuten später. Das war’s. Auch weil die Gastgeber in der hektischen Schlussphase in der Defensive einen kühlen Kopf bewahrten.

 

 

Nach 4:1 Heimsieg gegen Verbandsligist VFB Neckarrems Sportfreunde Dorfmerkingen im WFV Pokalviertelfinale

 

Homepage Spfr Dormerkingen – 1.11.2016

 

Mit etwas gemischten Gefühlen gingen die Sportfreunde Dorfmerkingen in die Achtelfinalbegegnung im WFV Pokal gegen den Verbandsligisten VFB Neckarrems, zumal mit Stammkeeper Zech eine wichtige Stütze bei der Heimmannschaft fehlte. Für ihn rückte mit Timo Hirschmann der Ersatzkeeper ins Team. Um es vorweg zu nehmen. Hirschmann lieferte eine fehlerlose Partie ab und gab das in ihn gesetzte Vertrauen in vollem Umfang zurück. Dies war Werbung für den Fußball in der Härtsfeldregion, so der einhellige Tenor, der ca. 400 Zuschauer nach 90 Minuten Pokalkampf. Beide Mannschaften lieferten sich einen Pokalfight

vom Feinsten. Vor allem in der ersten Spielhälfte wog die Partie hin und her. So scheiterte Simon Vesel nach 7 Spielminuten mit einem Seitfallschuß, der knapp über das Neckarremser Gehäuse strich und

im Gegenzug tiefes Durchatmen, nachdem der Linienrichter ein Tor wegen abseits aberkannte. Danach war es P. Kurz der in Torhüter Kawama seinen Meister fand und der Nachschuß von Brenner knapp am Gästegehäuse vorbeistrich. Dann der Dorfmerkinger Führungstreffer in der 11. Spielminute. Einen Kracher von P. Schiele konnte Keeper

Kawama nicht festhalten und F. Weiß erzielte den Führungstreffer. Glänzend dann die Reaktion des Dorfmerkinger Keepers, als er mit einem Reflex den Schuß von Yildiz um den Torpfosten lenkte. Vor

der souverän agierenden Dorfmerkinger Viererabwehrkette war es Weissenberger, der die Gästestürmer schier zur Verzweiflung brachte und imSturmspiel waren es Vesel, Weiß und P. Schiele, die sich immer wieder gekonnt durch setzten. Die Gäste versuchten es auf dem tiefen

Untergrund immer wieder mit dem klein , klein Spiel und kamen nach 39 Spielminuten dann zum glücklichen Ausgleichstreffer. Nachdem ein Foulspiel an F. Weiß nicht geahndet wurde, kam ein langer Ball in den Dorfmerkinger Strafraum, doch der freistehende Neckarremser Stürmer schoß am Dorfmerkinger Gehäuse vorbei. Zum Entsetzen der zah

lreichen SFD Fans und Spieler zeigte Schiedsrichter Mettas auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Bahadir nicht nehmen und

erzielte das 1:1. Doch kaum zwei Zeigerumdrehungen später dann die erneute Dorfmerkinger Führung durch T. Brenner, der nach einer Ecke am schnellsten schaltete und zur verdienten Halbzeitführung einschoß.

Begeistert zeigte sich Dorfmerkingens Coach dann zu dem von der 2. Spielhälfte, wie souverän und abgeklärt seine Mannen gegen den Verbandsligisten zu Werke gingen. Immer wieder über die

Außenbahnen erspielte sich die Heimelf gegen die in Unterzahl spielenden Gäste Torchancen. (Stölzel sah in der 39. Minute zuerst nach Foulspiel und dann wegen Reklamierens die gelb rote Karte). Vesel

hatte die große Kopfballchance nach Vorarbeit von P. Schiele zur Vorentscheidung und danach war es Vesel, der P. Schiele freispielte und dieser vollstreckte eiskalt zum 3:1. Der Widerstand des Gastes,

der in der 2. Spielhälfte so gut wie keine nennenswerte Torchance mehr hatte, war gebrochen. Dem kurz zuvor eingewechselten Scherer war es vorbehalten den 4:1 nach Vorarbeit von Gruber und Weiß, zu erzielen. Gästetrainer Markus Koch zeigte sich nach Spielende sichtlich enttäuscht und bescheinigte den Sportfreunden einen verdienten Pokalsieg. Jetzt hofft man auf dem Härtsfeld auf einen lukrativen Viertelfinalgegner. Bereits am kommenden Samstag kommt es dann in

Dorfmerkingen zu einem weiteren Highlight im Aufeinandertreffen gegen die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach.

Neckarrems profitiert von Freibergs Passivität

Leidenschaftliche Zweikämpfe: Pischorn (SGV/links) kontra Marotta.Foto: Baumann

LKZ Ludwigsburg | 17. Oktober 2016 - Bernd Seib

Leistungsgerecht mit 2:2 trennten sich im Derby der Fußball-Verbandsliga der VfB Neckarrems und der SGV Freiberg. Mit dem Punkt können beide leben, Gästecoach Ramon Gehrmann haderte aber mit seiner Elf. „Wir haben das Derby nur eine Halbzeit lang angenommen“, kritisierte Gehrmann nach dem Abpfiff und auch sein Gegenüber Markus Koch wunderte sich, „dass Freiberg nach der Pause so verhalten auftrat“. In seiner Elf stand überraschend Luis Rodrigues trotz eines Bänderrisses im Tor, dagegen musste kurzfristig Abwehrchef Patrick Tichy passen. Der Gast begann schwungvoller, unterband immer wieder den VfB-Spielaufbau und zwang diesen zu langen Bällen, die aber stets eine sichere Beute Marco Pischorns waren. Freibergs Sven Schimmel bot sich die erste Chance: Aus spitzem Winkel scheiterte er aber genauso an Rodrigues (5.), wie kurz darauf Marcel Sökler nach Patzer Gabriel Fotas (14.). Auf der Gegenseite nahm Eugenio Del Genio Maß, doch SGV-Keeper Thomas Bromma blieb zunächst Sieger (7.). Beim nächsten Duell der beiden sollte sich dies ändern: Nach Foul an Asilhan Yildiz, schnappte sich Del Genio das Leder zum fälligen Freistoß und traf unter der hochspringenden Mauer hindurch zum 1:0 (25.). Freiberg schlug aber schnell zurück: Nach abgefälschtem Ball übersah Sven Franzen beim Klärungsversuch Schimmel, der zu Boden ging. Michael Deutsche hämmerte den Elfmeter unter die Latte (31.). Für Koch das erste von „zwei Gurkentoren“, denn es kam noch schlimmer. Als der Abseitspfiff ausblieb, schirmte Fota das in Richtung Rodrigues trudelnde Leder nur ab, so dass es Sebastian Bortel zum nicht unverdienten 2:1 ins Tor stochern konnte (33.).

Nach Wiederanpfiff verschoben sich aber die Gewichte. „Mit der Führung sind wir nicht gut umgegangen“, sagte Gehrmann, denn beim SGV schlichen sich nun Ballverluste ein. Die Remser legten dagegen zu: Tahir Bahadirs Direktabnahme (62.) bleib aber harmlos und Pischorn konnte in letzter Sekunde mit hohem Bein vor Luigi Ancona klären (66.). „Mit dem schönsten Angriff des Spiels“, so Koch, gelang dann aber doch das 2:2. Bahadir bediente den im Sommer beim SGV ausgemusterten Savino Marotta, der aus 12 Metern traf (71.). „Körpersprache“ verlangte Gehrmann kurz darauf lautstark von seiner Elf, denn das Spiel schien nun zu kippen. Keeper Bromma war jedoch schneller als Bahadir (77.) und parierte gegen Ancona (84.). Fast hätte der Favorit auf der anderen Seite noch den Lucky Punch gesetzt, doch der unglücklich agierende Sökler rutschte vor dem leeren Tor aus (89.).

„Ein Rückstand ist gegen Freiberg eigentlich fast schon tödlich, aber unsere Moral war groß“, freute sich VfB-Coach Koch, dessen Elf nun Tabellendritter ist. Der SGV bleibt ungeschlagen Erster.

 

 

Eugenio Del Genio macht es im Stile von Andrea Pirlo

Der Freiberger Marcel Sökler hat VfB-Abwehrspieler Gabriel Fota abgehängt und dringt in den Neckarremser Strafraum ein. Foto: Martin Kalb

Bietigheimer Zeitung - CLAUS PFITZER | 17.10.2016

 

Der Tabellenführer SGV Freiberg ist nach elf Spieltagen weiter unbesiegt. Meisterlich gespielt hat der Topfavorit beim 2:2 in Neckarrems nicht.

Der Weg zurück in die Oberliga wird für den SGV Freiberg keineswegs ein Selbstläufer und ist zuweilen beschwerlich. So wie am Samstag im Auswärtsspiel beim VfB Neckarrems, der sich das 2:2 vor allem durch eine starke zweite Halbzeit in einem Verbandsliga-Spiel auf gutem Niveau verdient hatte. Das Team von Trainer Markus Koch hat mit Leistungen wie gegen den Tabellenführer das Zeug, in dieser Saison ernsthaft um zumindest Platz zwei mitzuspielen. Rang eins scheint an den Topfavoriten aus Freiberg vergeben zu sein, auch wenn der nach dem Seitenwechsel in Neckarrems keine gute Leistung mehr ablieferte. Die individuelle Klasse ist aber vorhanden. Bei den Gastgebern gehörte überraschend Stammkeeper Luis Rodrigues der Startformation an. „Das grenzt an eine Wunderheilung. Daran war Anfang der Woche und noch am Donnerstag nicht zu denken“, erzählte VfB-Trainer Markus Koch nach der guten Partie des am Sprunggelenk lädierten Schlussmannes. Kurzfristig ersetzen musste Koch den Abwehrstrategen Patrick Tichy, der sich unter der Woche im Training verletzt hatte. Die Neckarremser hatten nicht vor, sich nur auf die Defensive zu beschränken, sondern spielten mutig nach vorne. Sie hatten dazu mit ihren spielerisch und technisch starken Offensivkräften auch das entsprechende Personal. So wie Eugenio Del Genio, der im zentralen Mittelfeld eine herausragende Partie ablieferte. In der achten Minute zog er aus 18 Metern ab und zwang SGV-Schlussmann Thomas Bromma zu einer Glanzparade, um den Ball aus dem oberen Torwinkel zu befördern. In der 25. Minute überlistete Del Genio neben dem Freiberger Keeper auch dessen Vorderleute. Alle hatten bei einem Freistoß aus 17 Metern Entfernung wohl mit einem Schuss über die Abwehrmauer gerechnet, doch Del Genio schoss den Ball flach unter den hochspringenden Freibergern hindurch zum 1:0 ins Tor. „Das war eine kurzfristige Entscheidung. Ich habe vor mir die Freiberger Pischorn und Gentner, die alle 1,90 Meter groß sind, gesehen und gedacht, vielleicht springen sie hoch. Das hat geklappt. Andrea Pirlo hat das auch schon so gemacht“, erzählte Del Genio nach dem Spiel die Entstehung und schlitzohrige Ausführung des Freistoßes und erinnerte an die italienische Fußball-Legende. Damit kassierte Bromma in seinem vierten Spiel für den SGV sein erstes Gegentor.

Auch wenn die Freiberger bis zum Rückstand keine Glanzpunkte gesetzt hatten, so waren sie doch besser in die Partie gekommen. Sie hatten mehr Ballbesitz und einige gute Chancen. In der sechsten und zwölften Minute rettete VfB-Keeper Rodrigues zweimal gegen die frei vor ihm auftauchenden Sven Schimmel und Marcel Sökler. An einem tückischen Aufsetzer von Sebastian Bortel aus 18 Metern war Rodrigues auch noch mit den Fingern dran (22.). Mit einem Doppelschlag holte sich der Spitzenreiter die Führung. Als Schimmel im Sprint in den VfB-Strafraum eindrang, zögerte Sven Franzen zunächst mit dem Eingreifen und erwischte dann den Freiberger am Fuß. Den von Schiedsrichter Marco Zauner verhängten Elfmeter verwandelte Michael Deutsche zum 1:1-Ausgleich (31.). Zwei Minuten später führte ein „Gurkentor“, wie es VfB-Trainer Koch nannte, zum 2:1 für den Tabellenführer. Bei den Gastgebern waren sich Fota, Daniel Stölzel und Keeper Rodrigues am Fünfmetereck uneins, Bortel setzte nach und spitzelte die Kugel ins Tor.

In der zweiten Halbzeit spielten die Gäste mit ihrem knappen Vorsprung im Rücken verhalten, verlegten sich auf Ballkontrolle, gewonnene Zweikämpfe am Boden und in der Luft durch den kopfballstarken Marco Pischorn. Nach vorne fehlte jegliche Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft. Zwar versuchte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann dem uninspirierten Tun seines Teams durch Personalwechsel entgegenzuwirken, der Effekt blieb aber aus. Nach rund einer Stunde gingen die Neckarremser energischer zu Werke, erzwangen im Mittelfeld mehr Ballgewinne und kamen verstärkt wieder in Strafraumnähe. Nach einem genialen Zuspiel von Asilhan Yildiz leitete Tahir Bahadir den Ball weiter auf Savino Marotta, der in den Rücken der Freiberger Abwehr gelangt war und frei vor Bromma eiskalt abschloss und für den VfB ausglich (71.). Bahadir und Marotta waren zur laufenden Saison vom SGV zum VfB gekommen. Zweimal waren Zuspiele aus dem Neckarremser Mittelfeld ein bisschen zu lang für den Adressaten geraten und beim aufmerksamen und gut mitspielenden SGV-Schlussmann Bromma gelandet. „Mit ein bisschen Glück in der zweiten Halbzeit gehen wir als Sieger vom Platz. Der Punkt für uns ist hochverdient“, meinte nach dem Schlusspfiff der Freistoß-Torschütze Del Genio. Beinahe wäre der eine Zähler für die Gastgeber noch verloren gegangen. Beim letzten Angriff der Freiberger rutschte Sökler vor dem VfB-Tor aus und vergab so die Chance zum Siegtreffer. Damit endete auch der dritte Vergleich in der Verbandsliga zwischen Teams aus dem Bezirk Enz/Murr unentschieden. Zuvor hatten sich Neckarrems und der FV Löchgau 2:2 getrennt, die Partie Freiberg gegen Löchgau endete 1:1.

 

 

Herbsts Joker stechen

Bietigheimer Zeitung - SIMON DAVID | 04.10.2016

Der FV Löchgau sammelt auswärts weiter Punkt für Punkt bei Favoriten. Nach dem 1:1 beim SGV Freiberg und dem 0:0 beim TSV Ilshofen kam der Neuling beim VfB Neckarrems zu einem 2:2.

Dem VfB Neckarrems reichte gegen den einsatzfreudigen Aufsteiger eine 2:0-Halbzeitführung nicht zu einem Heimsieg. In dem kampfbetonten Bezirksderby konnten die Gastgeber ihre spielerische Überlegenheit zu selten in torgefährliche Aktionen umsetzen.

In der 40. Minute gelang dem Ex-Freiberger Savino Marotta nach einem Eckball aus kurzer Distanz das 1:0. Noch vor der Pause erhöhte der VfB auf 2:0. Nach einem verunglückten Rückpass erlief sich Eugenio Del Genio den Ball und umkurvte FVL-Torhüter Markus Brasch. Löchgaus Kapitän Riccardo Macorig lenkte Del Genios Schuss ins eigene Tor.

Mit zwei Einwechslungen reagierte FVL-Thomas Herbst auf den 0:2-Rückstand. Die Gäste spielten nun deutlich offensiver als agierten die Löchgauer in der zweiten Halbzeit. Die Mannschaft wollte sich nicht kampflos ergeben, hatte sie doch zuvor 40 Minuten gut gestanden. Zunächst brachte Christopher Önverdi die Gäste in der 60. Minute auf 1:2 heran. Dabei erwischte der Torschütze mit seinem Kopfball VfB-Keeper Luis Rodrigues auf dem falschen Fuß. In der 73. Minute sorgte Marco Stender mit einem Schuss aus zehn Metern für den 2:2-Ausgleich.

Damit entführte der Verbandsliga-Aufsteiger immerhin einen Punkt beim besten Heimteam der Liga. „Meine Mannschaft hat Charakter bewiesen. Diesen Punkt hat sie sich eindeutig verdient“, meinte FVL-Coach Herbst. „Es war sehr bitter, kurz vor der Pause so in Rückstand zu geraten, aber wir haben uns wieder herangekämpft“, so der FVL-Coach.

Löchgau gleicht 0:2 bei Remsern aus

Intensives Derby: Der Remser Gabriel Fota (links) im Zweikampf mit dem Löchgauer Philipp Sturm.Foto: Baumann

LKZ | 04. Oktober 2016 – Bernd Seib

Im Derby der Fußball-Verbandsliga trennten sich der VfB Neckarrems und der FV Löchgau mit 2:2. Die eingewechselten Chistopher Önverdi und Marco Stender glichen für den FVL den 0:2-Pausenrückstand aus.

Remseck. Vor allem intensive Zweikämpfe bot das Derby, in dem insgesamt eher der Gast aus Löchgau mit seiner Spielweise das Geschehen prägte. Emotion, Intensität und eine gute Organisation gegen den Ball zeichnen die Löchgauer Aufsteiger aus, und genau dies warfen sie vor 200 Zuschauern erfolgreich in die Waagschale.

„Es geht für uns nur über eine gute Defensive“, sagte hinterher Löchgaus Trainer Thomas Herbst. Torszenen bleiben dagegen bei den Auftritten seiner Elf schon einmal Mangelware. So auch am Samstag: „Löchgau riegelt in erster Linie ab“, urteilte VfB-Trainer Markus Koch und sprach von einem „Abnutzungskampf“.

Nach 40 ausgeglichenen Minuten des hingabevollen Zweikämpfens, Räumezustellens und Verschiebens, „haben wir dann in den fünf Minuten vor der Halbzeit gepennt“, befand Herbst. Nach einer Freistoßflanke Eugenio Del Genios fiel das Leder plötzlich Savino Marotta vor die Füße, der es unter die Latte des wieder von Markus Brasch gehüteten FVL-Tores zum 1:0 nagelte.

Jetzt schwamm Löchgau: Asilhan Yildiz war aber zu umständlich (42.) und Sven Franzen verzog nach einer Ecke (43.). Noch vor der Pause erhöhte dann Del Genio nach einem Abwehrpatzer auf 2:0 (45.).

In der Halbzeit wechselte Herbst doppelt und seine Elf fand ihre Ordnung wieder. Als der VfB einmal in der Rückwärtsbewegung nicht hinterher kam, hatte Giosue Tolomeo auf dem linken Flügel zu viel Raum. Seine Flanke fand Önverdi, der per Kopf verkürzte (60.).

Nur kurz darauf verpasste Neckarrems die Entscheidung: Nach schönem Angriff über Marotta und Micha-Colin Läubin tauchte Marcel Friz frei vor Brasch auf, entschied sich aber zur Hereingabe, die geklärt werden konnte (64.).

Mit dem zweiten Torschuss nach der Pause glich der FVL dann aus. Marco Stender fiel der Ball nach einer Ecke vor die Füße und er traf zum 2:2 (72.). Dabei blieb es, da der VfB auch in der Schlussphase gegen die starke FVL-Defensive keine Lücken fand und kaum einmal ins letzte Drittel kam.

 

 

Warten geht beim SV Zimmern weiter

Der Gegner fällt: Zimmerns Marc Bauer zeigt vollen Einsatz. Rechts sein Teamkollege. Foto:Müller

Schwarzwälder Bote - Von Markus Peiker - 26.09.2016

 

Es bleibt dabei: Aufsteiger SV Zimmern kann in der Verbandsliga einfach nicht gewinnen, wartet auch nach dem achten Spieltag noch auf den ersten Sieg und verharrt weiterhin auf dem vorletzten Platz.

Zudem blieb die Mannschaft von Trainer Patrick Fossé im vierten Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg.

Wie in den Begegnungen zuvor, sah sich der SV Zimmern einem sehr offensiv beginnenden Gegner gegenüber. Allerdings fehlte den Neckarremsern aber die Qualität in der Offensive und so hatte der Aufsteiger in der ersten Viertelstunde kaum Probleme, ohne Gegentor zu bleiben. Einzig Eugenio del Genio hatte in der 16. Minute eine gute Möglichkeit, aber bei dessen Freistoß aus 18 Metern zeigte sich Zimmerns Torhüter Matthias Müller auf dem Posten und wehrte den Ball zur Ecke ab. Zimmern seinerseits fehlte in der Offensive aber wiederum die Durchschlagskraft. So blieb die einzige Torchance in der ersten Halbzeit eine Direktabnahme von Vilart Hasani, aber der Ball strich am gegnerischen Kasten vorbei. Die Führung für die Gäste war symptomatisch aus Sicht des Aufsteigers. Markus Vogel leistete sich im Spielaufbau einen eklatanten Fehlpass, Neckarrems spielte über die linke Angriffsseite schnell nach vorne und die Hereingabe verwertete Savino Marotta aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Gäste in der 27. Minute.

Nach der Pause versuchte Zimmern mehr Druck aufzubauen, es blieb jedoch zumeist bei den Bemühungen, weil einfach die Präzision im Spielaufbau fehlte. Erst, als sich Zimmerns bester Spieler, der ungemein zweikampfstarke Alexander Langhirt, ins Offensivspiel einschaltete, kam etwas Struktur ins Aufbauspiel des Gastgebers, aber die zwingenden Abschlüsse fehlten weiterhin. So hatten die biederen Gäste in der 70. Minute die Chance zur Entscheidung. Nach einem Konter rettete aber zunächst Müller im SVZ-Kasten und beim Nachschuss war Zimmerns Micha Fuoß auf der eigenen Torlinie zur Stelle und verhinderte mit letztem Einsatz den zweiten Gegentreffer. Dann doch noch die Chance für die Platzherren zum Ausgleich. Nach einem, endlich einmal gelungenen Zuspiel in die Spitze, vorausgegangen war ein Pass von Marcel Eisele kam Tom Schmid auf der rechten Außenseite zum Abschluss, aber dessen Flachschuss strich knapp am langen Eck vorbei. In den Schlussminuten schaukelte Neckarrems den knappen Vorsprung über die Zeit.

 

Neckarrems erfüllt Pflichtaufgabe

Torschütze Asilhan Yildiz (Neckarrems, rechts) im Duell mit Simon Gries vom FC Wangen. Foto: Baumann

LKZ Ludwigsburg | 19. September 2016

Mit einem 4:1-Sieg bewältigte der VfB Neckarrems die Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht FC Wangen und festigte seine Position im Verfolgerfeld von Verbandsligaprimus SGV Freiberg.

„Aufgabe erfüllt! Aber es war kein souveräner Auftritt. Dafür hatten wir nach der scheinbar sicheren Führung zu viel Sand im Getriebe“, resümierte VfB-Trainer Markus Koch den letztlich aber ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen den FC Wangen. Das Schlusslicht trat nach vollzogenem Trainerwechsel zwar sehr kämpferisch auf, offenbarte aber im Defensivverhalten Mängel, die der VfB vor allem vor der Pause konsequent aufdeckte. Einen schnellen Gegenstoß gegen zu weit ausgerückte Gäste nutzte Tahir Bahadir nach Vorlage Luigi Anconas zur frühen Führung (10.). Sven Franzen, der auf dem linken Flügel freigespielt worden war, erhöhte dann aus spitzem Winkel, als alle mit einer Flanke gerechnet hatten (33.), bevor erneut Bahadir eine Hereingabe von Asilhan Yildiz zum 3:0-Halbzeitstand verwertete (38.). Nach Wiederanpfiff streuten die Remser dann jedoch immer mehr Ballverluste in ihr Spiel ein und die nie aufsteckenden Gäste kamen zum 1:3-Anschluss (61.) „Uns hat da einfach die ordnende Hand gefehlt“, kritisierte Koch, dessen Team sich lange Zeit ließ, ehe Yildiz nach Angriff über Marcel Friz und Ancona mit dem 4:1 endlich die letzten Zweifel vertrieb (79.). In der Tabelle gehört der VfB nun zu der Horde von Teams, die sich mit 13 Zählern auf der Habenseite hinter Topfavorit Freiberg einsortieren.

Auch unter neuer Trainerregie gibt’s eine Niederlage

Schwäbische Zeitung - 18.09.2016 – von Uli Coelius

 

Der Tabellenletzte FC Wangen wartet nach dem 1:4 in Neckarrems weiter auf einen Sieg in der Verbandsliga

Die Verbandsligafußballer des FC Wangen scheinen das Sieger-Gen in ihrem Inneren unauffindbar verbuddelt zu haben. Auch nach dem Trainerwechsel von Florian Meffert/Seyni Diatta zur Interimslösung Günter Gollinger/Herbert Breher wartet der Aufsteiger nach nunmehr sieben Spieltagen aufs erste Erfolgserlebnis. Die 1:4 (0:3)-Niederlage am Samstag beim keinesfalls übermächtigen VfB Neckarrems fiel vielleicht etwas zu gravierend aus. Dennoch verharrt der FCW unvermindert auf dem letzten Tabellenplatz. „Wunder gibt es immer wieder“, schmachtete als bemerkenswerte Dritte beim Eurovision Songcontest 1970 in Amsterdam einst die unvergleichliche Sängerin und Liedermacherin Katja Ebstein. Nun, 46 Jahre später in Remseck – da, wo die Rems in den Neckar mündet –, hätte dem FC Wangen zweifellos eine Überraschung gemundet, um beim VfB Neckarrems den heiß ersehnten ersten „Dreier“ dieser zentnerschweren Saison zu stemmen. Günter Gollinger, für gewöhnlich Trainer der Wangener „Zweiten“, die in der Kreisliga B I nach Höherem strebt, nahm sein neues Team in Schutz: „Die Mannschaft hat toll gekämpft und sich bis zum wohl entscheidenden 1:4 nie aufgegeben. Dennoch wird es noch einiges an Zeit dauern, bis wir auf passendem Kurs steuern.“ Was sich erneut als erschreckendes Manko erwies, „war die Anhäufung vieler leichter Fehler, dass wir sehr einfache Tore kassieren – und im Abschluss die Konsequenz fehlt“, bemängelt Gollinger.

Fähnrich als zweite Spitze

Nichts Neues letztendlich. Nicht ganz! Gollinger/Breher vollzogen in Abwesenheit des beruflich bedingt verhinderten Spielmachers Okan Housein den Wechsel auf ein 4-4-2-System (vormals oft das bekannt probate 4-2-3-1), beorderten Stürmer Patrick Fähnrich von der Innenverteidigung neben Thomas Maas in die Spitze. Und unter anderem: Robert Magos, vom FC Isny gekommen, bekam von Beginn an die Chance, sich als mit vielen Vorschusslorbeeren bedachter Flügelflitzer über die linke Angriffsseite zu inszenieren. Was gewesen wäre, wenn der starke Maas nicht mit einem fulminanten Lattenkracher am 1:1 gescheitert wäre, oder aber die formidable Möglichkeit zum 2:3 verwertet hätte? Am Ende nur Makulatur. „Neckarrems hat effektiv gespielt und seine Chancen gnadenlos genutzt“, gestand Gollinger, der zudem noch Maas’ Platzverweis in der Nachspielzeit (Gelb-Rot) mit einem schweren Seufzer registrieren musste.

„Ich kann der Mannschaft bis auf ihre aktuellen Schwächen, die es unbedingt zu beheben gilt, in ihrem Engagement trotz allem keinen konkreten Vorwurf machen“, verteidigt Gollinger das wankende und schwankende Wangener Verbandsligateam. „Egal, wer demnächst als der neue Cheftrainer das Vertrauen des Präsidiums genießt, wobei auch ich ganz am Rande und völlig unerheblich gesprächsbereit wäre, müssen wir unter Bündelung aller Kräfte den FC aus dieser Talsohle herausholen. Nur darum geht’s.“

 

 

Spielbericht TSV Essingen – VfB Neckarrems

TSV Essingen – Homepage - 11. September 2016 (tsve)

 

Zahner weckt den TSV auf - Essingen fährt beim 2:1 gegen Neckarrems vierten Sieg in Folge ein

Am sechsten Spieltag der Fußball-Verbandsliga hat der TSV Essingen den VfB Neckarrems im heimischen Schönbrunnenstadion empfangen. Nach turbulenten 90 Minuten hat sich die Mannschaft von Norbert Stippel mit 2:1 (2:1) durchgesetzt und damit den vierten Sieg in Serie gefeiert. „Ich bin so glücklich, dass wir gegen Neckarrems gewonnen haben. Das ist ohnehin eine Rarität. Es ist so schwierig, gegen den VfB zu spielen, das hat das Spiel bestätigt“, sagte ein erleichterter Trainer Norbert Stippel. Nach den Ausfällen von Patrick Faber (privat verhindert) und Tim Ulrich Ruth musste TSV-Trainer Norbert Stippel seine zuletzt so erfolgreiche Mannschaft etwa umbauen. Für Ruth rückte der eher offensiv angesiedelte Daniel Eisenbeiß auf die rechte Außenverteidigerposition, für Faber stand der wiedergenesene Julian Biebl in der Startelf.

Diese Umstellungen merkte man den Essingern zu Beginn an. Konnte Eisenbeiß in der siebten Minute noch einen Fuß vor dem heranstürmenden Tahir Bahadir stellen, so waren die Essinger drei Minuten später etwas zu sorglos. Bahadir probierte es aus der Distanz – und traf prompt (10.). Der Ball hoppelte in die rechte untere Ecke zur 1:0-Gästeführung. Das aber weckte die Gastgeber auf, die bis dato offensiv noch gar nicht stattgefunden hatten. Über rechts gelangte der Ball von Eisenbeiß zu Stani Bergheim. Dessen Hereingabe schloss Fabian Czaker ab, Schlussmann Rodrigues Loucao parierte zunächst, war aber gegen den Abstauber von Nico Zahner machtlos – 1:1 (17.). Der TSV nahm nun Fahrt auf, der Ausgleichstreffer schien zu beflügeln. Bei den Versuchen von Zahner (22.) und Bergheim (25.) musste sich der Neckarremser Schlussmann abermals strecken. Die Essinger übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle, der VfB blieb aber stets gefährlich bei Kontern. Einer dieser hätte fast für die erneute Führung gesorgt. Nach einem Freistoß der Gastgeber schnappten sich die Gäste den Ball und stürmten nach vorne. Die Hereingabe von Savino Marotta nahm Eugenio del Grenio direkt und bugsierte das Leder nur knapp drüber (41.). Doch die Essinger kamen vor dem Pausenpfiff auch noch gefährlich vor das Tor. Eine scharf getretene Ecke von Bergheim wurde verlängert, von VfB-Verteidiger Gabriel Fota prallte der Ball ins Tor zum 2:1 (44.).

Czaker möchte es wissen
Die zweite Halbzeit begann flott. Nach Pass von Eisenbeiß auf Mario Hohn legte dieser quer, Czaker verfehlte das Tor danach nur knapp (47.). Auf der anderen Seite hatte der TSV Glück, dass Asilhan Yildiz mit seinem Volleyversuch nach einem Konter das Tor knapp verfehlte (48.). Doch die Essinger drückten weiter auf das dritte Tor, vor allem Czaker, bislang noch ohne Saisontreffer, wollte es wissen. Nach einer Ecke von Bergheim köpfte er knapp drüber (50.) und nach einer ganz starken Einzelaktion von Zahner hatte er seine größte Chance: Aus der Kurzdistanz wurde sein Versuch jedoch vor der Linie geblockt (52.). Und noch einmal Czaker: Seinen Distanzversuch hielt Rodrigues Loucao mit Problemen (55.). Der dritte Treffer fehlte, so blieb Neckarrems im Spiel. Bei einem Freistoß von del Genio musste sich Essingens Schlussmann Philipp Pless gehörig strecken, um den Ausgleich zu verhindern (62.).
Das Ergebnis hatte bis in die Schlussphase Bestand, so dass die Gäste nochmals ihre Chance auf den Ausgleich witterten. Die TSVler wurden hinten reingedrängt, Chancen ließen sie jedoch nicht mehr zu. Aufopferungsvoll kämpfte die Stippel-Elf, um diesen Sieg über die Zeit zu bringen, was am Ende auch gelingen sollte. „Man muss den Hut vor der Mannschaft ziehen, denn heute stimmte die Form nicht, was natürlich auch an Neckarrems lag. Dennoch hat sie diesen Sieg eingefahren. Chapeau“, resümierte Norbert Stippel. VfB-Trainer Markus Koch blies ins selbe Horn. „Wenn man die Chancen von Czaker zu Beginn der zweiten Halbzeit sieht, dann muss man von einem verdienten Sieg der Essinger sprechen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass wir etwas hätten mitnehmen können, wenn wir eine bessere Leistung abgeliefert hätten.“

 

 

VfB Neckarrems verkauft sich in Essingen teuer

Bietigheimer Zeitung - ANDREAS EBERLE | 12.09.2016

 

Der VfB Neckarrems hat in der Fußball-Verbandsliga beim Aufstiegskandidaten TSV Essingen mit 1:2 verloren. Dennoch zeigte die Elf vom Hummelberg eine über weite Strecken überzeugende Vorstellung.

In der ersten Viertelstunde dominierte der VfB und ging auch verdient in Führung: Nach Vorarbeit von Micha-Colin Läubin traf Tahir Bahadir mit einem trockenen Aufsetzer zum 0:1 (9.). Bis zur Pause wendeten die Essinger das Blatt. Mit dem ersten gefährlichen Angriff erzielte Nicola Zahner im Nachschuss aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich (16.). Nun witterte der TSV Morgenluft. Die Neckarremser Defensive und hier vor allem Schlussmann Luis Rodrigues hatten jetzt ordentlich zu tun. Pech hatte der VfB in der 41. Minute, als Torjäger Eugenio Del Genio nach einer schönen Kombination über Savino Marotta und Bahadir knapp drüberschoss. Im Gegenzug kassierte die Koch-Elf das 1:2: Nach einer Ecke sprang der Ball von Lars Ruckhs Fuß unglücklich ins eigene Tor. Im zweiten Abschnitt hatte sowohl Essingen als auch Neckarrems zunächst noch weitere gute Chancen, doch ein Treffer fiel nicht mehr. In den letzten 25 Minuten verflachte das Duell, was wohl auch an den hohen Temperaturen lag.

 

 

Schlechtes Spiel in Neckarrems

Homepage Spfr.Schwäbisch Hall - 05.09.2016

Wenn man 75 Minuten überhaupt nicht stattfindet braucht man sich über eine verdiente Niederlage nicht beklagen.

Von Beginn an waren die Spf total von der Rolle spielten die schlechteste erste Halbzeit seit langem. Fehlpass über Fehlpass, kein Zugriff auf den Gegner, keine einzige Torchance wurde herausgespielt. Einzig Torhüter Jonas Wieszt und der mangelhaften Chancenverwertung der Gastgeber war es zu verdanken dass es bis Sekunden vor dem Pausenpfiff noch 0:0 stand. Wiestz klärte nach 14 Minuten zwei Mal gegen Eugenio Del Genio und in der 36. Minute wiederum gegen Del Genio. Dazwischen vergaben die Männer von Trainer Markus Koch noch die eine oder andere gute Möglichkeit. Sekunden vor der Halbzeit wähnten sich Thorsten Schifts Mannen bereits in der Kabine. Lars Ruckh ging kurz hinter der Mittelline durch die Spf Spieler spazieren und ließ Wieszt keine Chance, 1:0 dann war sofort Halbzeit.

Wer nach dem Wechsel auf eine Reaktion der Spf gehofft hatte wurde enttäuscht. Gleich nach dem Anpfiff erzielte Savino Marotta das 2:0. Allerdings hätte der schwache Unparteiische vorher auf Foulspiel an Mert Sipahi entscheiden müssen. Aber der Torschütze konnte wie bereits bei Treffer Nummer eins ungestört durchmaschieren. Halls Keeper Jonas Wieszt stand dann in der 54. und 56. Minute wieder im Brennpunkt, beide Male parierte er aber glänzend und verhinderte einen höheren Rückstand. Nach einer Stunde der nächste Schock für die Haller. Siegfried Waldbüßer, zur Pause eingewechselt, musste mit gelb/rot vom Platz. Nach einem Missverständnis zwischen dem Neckarremser Keeper und einem Abwehrspieler spritzte er dazwischen, prallte mit Torhüter Rodrigues Loucao zusammen. Nach Meinung des SR Foulspiel. Nun schien es eine klare Sache für den VfB zu werden. Aber plötzlich kämpften sich die Spf ins Spiel rein und Dominik Schäfer erzielte mit einem abgefäschten Schuss in der 74. Minute den Anschlusstreffer. Nun spielten die Spf auf einmal Fussball und drängten trotz Unterzahl auf den Ausgleich. Die lag durchaus im Bereich des Möglichen. In der 81. Minute entschied der Unparteiische gegen den Neckarremser Kapitäns auf absichtliches Handspiel - eine weitere glatte Fehrentscheidung - und zeigte die gelb/rote Karte. Da das "Vergehen" eindeutig im Strafraum war hätte er auf den berühmten Punkt zeigen müssen. Er legte aber den Freistoß einfach vor die Starfraumgrenze. In der Nachspielzeit gelang dann den Gastgebern das Tor zum 3:1 Endstand.

Grgics Paraden reichen nicht

Filderzeitung - Von Franz Stettmer 14. August 2016

 

Der Aufsteiger Calcio verliert sein Verbandsliga-Premierenspiel gegen den VfB Neckarrems mit 0:1. Dabei debütiert ein kurzfristig verpflichteter weiterer Neuzugang.

Echterdingen - Eine Trinkflasche musste als Blitzableiter herhalten. Cataldo Diletto schleuderte das Behältnis mit einer solchen Vehemenz auf den Boden, dass das Wasser in alle Richtungen spritzte. Dann reckte der Trainer die Arme flehentlich gen Himmel. Mit einem zur Leidensmiene verzogenen Gesicht stieß er eine Reihe wütender Worte aus.

Es lief die 85.?Spielminute, und soeben war sie im Nichts verpufft, die Großchance des Aufsteigers Calcio Leinfelden-Echterdingen, in seinem Verbandsliga-Premierenspiel doch noch zum Ausgleich zu kommen. Nach einem Pass von Shkemb Miftari war der eingewechselte Gentian Lekaj plötzlich unbedrängt auf das gegnerische Tor zugelaufen. Dann jedoch hatte den Angreifer, der tags zuvor wegen eines grippalen Infekts noch Antibiotika hatte schlucken müssen, der Mut verlassen. Statt selbst zu schießen passte er den Ball quer auf seinen schlechter postierten Teamkollegen Denis Berger. Jener scheiterte aus spitzem Winkel am Außennetz.

Halbes Dutzend Stammspieler fehlt

Wenig später war Schluss. Endstand: 0:1. Dilettos Mannschaft hat zum Saisonauftakt erstmals seit September 2015 wieder ein Heimspiel verloren (damals 1:2 gegen den FV 09 Nürtingen). Und sie hat gegen den Vorjahresvierten VfB Neckarrems gleich erkennen müssen, dass die Messlatte in der für sie neuen Staffel um einiges höher liegt als bisher. „Wir haben uns sehr, sehr gut geschlagen“, sagte Diletto. Sein Aufgebot habe einen tollen Teamgeist gezeigt. Aber, fügte der Coach bildlich an: „Wenn man die entsprechenden Werkzeuge nicht hat, kann man kein Auto reparieren.“ Sollte heißen: wem ein halbes Dutzend Stammspieler fehlt, für den wird es auf dieser Ebene schwer. Unter anderen doch noch ohne die urlaubenden Leistungsträger Gökhan Gümüssu, Volkan Candan und Josip Pranjic sowie den gelb-rot-gesperrten Abwehrchef Nektarios Malamidis war bei Calcio das große Improvisieren angesagt. Vor allem seine Defensivreihe wurde für Diletto zur Baustelle. Die Notlösung: der Kapitän Giuseppe Ricciardi, eigentlich als Taktgeber im Mittelfeld vorgesehen, wechselte in die Innenverteidigung. Das Ergebnis war durchwachsen. In einer so noch nie erprobten Formation ergaben sich zwangsläufig Abstimmungsprobleme. Bei weit geschlagenen Bällen des Gegners unterliefen den Echterdingern mehrfach Stellungsfehler.

Abbruzzese kurzfristig verpflichtet

In den Fokus rückten vor rund 300 Zuschauern dann allerdings zwei andere Spieler. Zum einen Fabio Abbruzzese. Den 23-jährigen Mittelfeldmann zauberte der Fiderclub kurzfristig als weiteren Neuzugang aus dem Hut. Am Donnerstag Vertragsunterschrift, am Freitag Passantrag, am Samstag dann schon auf dem Rasen – einsatzberechtigt war der frühere Böblinger sofort, nachdem er zuletzt ein Jahr lang pausiert hatte. Zuvor stand er beim bayerischen Regionalligisten SV Seligenporten unter Vertrag. Ein Akteur mehr also im Calcio-Kader, der mit höherklassiger Erfahrung aufwarten kann. Zum anderen Denis Grgic. Der Torhüter avancierte zur herausragenden Figur seiner Elf. Zumindest in der ersten Hälfte ließ sich das Duell Calcio gegen Neckarrems reduzieren auf Grgic gegen Neckarrems. Die Paraden des Keepers waren es, die den Liganeuling im Rennen hielten. Seine größte Rettungstat gelang ihm schließlich, als er ein Freistoßgeschoss des einstigen Ligatorschützenkönigs Lars Ruckh noch aus dem Torwinkel kratzte, sodass sein Coach Diletto schwärmte: „Grandios. In der Spielklasse gibt es keinen Besseren als ihn.“

Panne beim Gegentor

Erst in der 69.?Spielminute war dann auch der Teufelskerl zwischen den Pfosten machtlos – und vollends im Stich gelassen von seinen Vorderleuten. Nach einem Foul Ricciardis stellten diese kollektiv den Spielbetrieb ein und warteten auf einen Schiedsrichterpfiff – welcher allerdings nicht kam. Der Unparteiische erkannte auf Vorteil, Savino Marotta legte den Ball in den Lauf von Eugenio Del Genio, und der schob locker ein zum 0:1. In der Summe ging der Neckarremser Sieg aufgrund des erwähnten Chancenübergewichts durchaus in Ordnung. Auch wenn sich die Echterdinger, den drückenden Temperaturen zum Trotz, mit Leidenschaft gegen die Niederlage stemmten. Und auch wenn Diletto und die Seinen in zwei Fällen berechtigten Anlass zum Hadern hatten. Siehe Lekajs finale Möglichkeit. Siehe das zuvor von Vinko Cosic vermeintlich erzielte eigene Führungstor (42.). Dieses erkannte das Schiedsrichtergespann wegen einer angeblichen Abseitsstellung umstritten nicht an. Dilettos Kommentar? Erneut ein Gefühlsausbruch? Weitere fliegende Gegenstände? Irrtum. „Menschen machen eben mal Fehler“, seufzte der Trainer nach der Partie, zu diesem Zeitpunkt mit einem wieder abgekühlten Gemüt. Die Trinkflasche hatte er dorthin zurückgeräumt, wo sie hingehört: in die Sprudelkiste.

 

 

Neckarrems - Ilshofen unterliegt in der zweiten Runde des WFV-Pokals

Die Anzeigetafel verrät: Das Spiel ist zugunsten der Gastgeber entschieden. Ilshofen scheidet aus. - Foto: Werner Kurz

Haller Tagblatt - FLORIAN BADER | 09.08.2016

 

Das Kapitel WFV-Pokal ist für den TSV Ilshofen beendet. Nach dem 1:3 in Neckarrems ist keine Mannschaft aus dem Haller Altkreis im Wettbewerb mehr dabei.

Im Vergleich zum Derby in Runde 1 gegen die Haller Sportfreunde veränderten die beiden Ilshofener Trainer Kettemann und Kosturkov ihre Elf auf gleich sieben Positionen. Dass die Mannschaft sich erst finden musste, war in den ersten Minuten zu sehen. Der Gastgeber Neckarrems begann druckvoller, ohne jedoch vor dem Tor von TSV-Keeper Karel Nowak aufzutauchen. So war es etwas überraschend, nicht aber unverdient, dass die Hausherren mit ihrer ersten Chance in Führung gingen (12.). Als wäre der Rückstand ein Weckruf gewesen. Ilshofen fand immer besser ins Spiel und hatte nach dem Seitenwechsel die Partie im Griff. Eingeleitet durch zwei Doppelwechsel auf beiden Seiten, sollten die folgenden zehn Minuten die ereignisreichsten des Spiels werden. Der eingewechselte Luigi Ancona kam im Ilshofener Strafraum zu Fall. Den Elfmeter verwandelte Asilhan Yildiz zum 2:0. Nur zwei Minuten später vergab Yildiz freistehend. Dagegen gelang Volkan Demir der 1:2-Anschluss. Ilshofen drängte auf den Ausgleich, Neckarrems nutzte einen Konter zum entscheidenden 3:1 (87.).

 

 

Marotta schießt VfB Neckarrems in Runde drei

Bietigheimer Zeitung - AE | 08.08.2016

 

Der Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems hat die dritte WFV-Pokal-Runde erreicht. Die Koch-Elf bezwang am Samstag den TSV Ilshofen in einem vorgezogenen Duell mit 3:1.

Die Verbandsliga-Fußballer des VfB Neckarrems stehen bereits in der dritten Runde des WFV-Pokals. In einem vorgezogenen Duell schlug die Mannschaft von Trainer Markus Koch am Samstag den Klassenrivalen TSV Ilshofen mit 3:1 (1:0). Die weiteren Pokalpartien der zweiten Runde werden erst am Mittwoch ausgetragen. Die Begegnung zwischen Neckarrems und Ilshofen war auf Wunsch des TSV verlegt worden. Dabei verzichtete das Team aus dem Kreis Schwäbisch Hall sogar auf sein Heimrecht. Denn da der VfB für den Samstag seine Mannschaftspräsentation nebst Hocketse geplant hatte, kam ein Auswärtstermin für die Neckarremser nicht in Frage. „Es ist nicht alltäglich, dass ein Verein auf sein Heimrecht verzichtet“, lobte Koch die Ilshofener.

Auch seine Schützlinge verdienten sich ein Lob. In den ersten 25 Minuten dominierten sie die Gäste nach Belieben und gingen durch ein Tor von Neuzugang Savino Marotta verdient mit 1:0 in Führung (12.). Asilhan Yildiz erhöhte nach der Pause per Foulelfmeter auf 2:0 (67.). Zuvor war Luigi Ancona im Strafraum gelegt worden. Nach Volkan Demirs Anschlusstreffer (70.) war beim VfB noch einmal das große Zittern angesagt. Mehrmals verhinderte Keeper Luis Miguel Rodrigues Loucao den Ilshofener Ausgleich. Für die Entscheidung sorgte dann der starke Marotta mit seinem zweiten Treffer (87.). „Unter dem Strich war das ein verdienter Sieg“, bilanzierte Koch.

 

 

VfB Neckarrems in starker Frühform

Tahir Bahadir vom VfB Neckarrems hat gegen den Ilshofener Paul Weber (l.) alles unter Kontrolle. Foto: Baumann

LKZ - 08. August 2016 - von bernd seib

 

In einer vorgezogenen Partie der 2. Runde im WFV-Pokal präsentierte sich der VfB Neckarrems in überzeugender Frühform. Eine Woche vor dem Verbandsligastart schlug der VfB den Ligarivalen TSV Ilshofen mit 3:1.

Remseck. „Wir haben ein intensives Spiel auf gutem Niveau abgeliefert. Ich war selbst positiv überrascht“, freute sich VfB-Trainer Markus Koch nach dem 3:1-Pokalerfolg gegen den Verbandsligamitfavoriten aus Ilshofen, der sein Team in die 3. Runde einziehen ließ. In dieser bekommt man es dann im September mit Landesligist TSV Crailsheim zu tun.

Die Koch-Elf begann forsch, presste hoch und dominierte die Anfangsphase. Nach einem Steckpass tauchte Tahir Bahadir frei vor dem Gästekeeper auf, der zwar noch abwehren konnte, doch VfB-Neuzugang Savino Marotta staubte zur Führung ab (12.). Etwa nach einer halben Stunde kam der Gast besser ins Spiel, doch es blieb zur Pause beim 1:0.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Ilshofen den Druck, doch die VfB-Defensive um Keeper Luis Rodrigues hielt stand. Das Tor fiel schließlich auf der anderen Seite: Asilhan Yildiz traf per Elfmeter, nachdem der gerade eingewechselte Luigi Ancona zu Fall gebracht worden war (67.). Kurz darauf vergab Yildiz die mögliche 3:0-Entscheidung und als Ilshofen im direkten Gegenzug den 1:2-Anschluss herstellte, wurde es noch einmal spannend. „Mit Glück und Rodrigues“, so Koch, verteidigte seine Elf jedoch das eigene Gehäuse. Marotta entschied schließlich die gutklassige Begegnung mit seinem zweiten Treffer zu 3:1-Endstand (87.).

 

 

Urgestein setzt auf Bewährtes

LKZ - 28. Juli 2016

 

VfB Neckarrems startet mit bescheidenen finanziellen Mitteln und zehn Neuzugängen in die Saison

In seine sechste Saison in der Fußball-Verbandsliga in Folge geht der VfB Neckarrems. Damit gehört der kleine Dorfverein fast schon zu den Urgesteinen der Spielklasse. Trotz zehn Neuzugängen und fast ebenso vielen Abgängen kann Trainer Markus Koch auf das Fundament aus dem Vorjahr setzen. „An unserer Spielweise wird sich wohl nicht allzu viel verändern.

Vor allem im hinteren Bereich bleibt es weitgehend bei der gleichen Struktur“, erklärt Koch, der auf eine eingespielte Defensive bauen kann.

Zwar verzeichnete der VfB im Sommer neun Abgänge, doch darunter befanden sich sechs Ergänzungsspieler. Lediglich Andreas Schwintjes (Spielertrainer FSV Weiler zum Stein), Samed Akin (Sportfreunde Schwäbisch Hall) und Ali Cetin (Ümmet Stuttgart) gingen von den Stammkräften.

Unter den insgesamt zehn Neuzugängen, die Koch, sein Cotrainer Gert Ranzinger und der dem Verein mit Rat und Tat zur Seite stehende einstige Freiberger Macher Walter Wenninger an Land zogen, sticht vor allem ein Name heraus. Angreifer Lars Ruckh, der schon Verbandsliga-Torschützenkönig war und Profierfahrung beim VfR Aalen sammelte, kam aus Göppingen. „Ich kenne ihn schon sehr lange. Er ist beidfüßig, robust und ein echter Torjäger, kommt aber gerne aus einer hängenden Position heraus“, charakterisiert Koch den 26-Jährigen. In der seit Anfang Juli laufenden Vorbereitung testete er Ruckh auch im Mittelfeld. Durchaus mit Erfolg, wie Koch berichtet: „Mal sehen, wo er sich letztlich in unserem Spiel einfindet“, schmunzelt der Langzeitcoach der Remser.

Trainer Markus Koch gibt einstelligen Tabellenplatz als Ziel aus

Bekannte Namen auf Kreisebene sind ebenfalls der defensiv vielseitig einsetzbare Tim Scheuerle (FSV 08 Bissingen) und Savino Marotta. Der 19-Jährige, der mit viel Tempo die offensive Außenbahn beackert, kehrte nach einem Abstecher zum VfL Bochum im Winter zum SGV Freiberg zurück, konnte sich dort aber im Abstiegsstrudel der Oberliga aber nicht durchsetzen.

Komplettiert wird die Liste der VfB-Novizen von Schauki Djelassi (Abwehr, SC Stammheim), den Mittelfeldspielern Ron Zäch (U19 Sonnenhof Großaspach), Fabio Morello (U19 SGV Freiberg) und Zeljko Babic (SV Fellbach), den Angreifern Maximilian Graf (GSV Hemmingen) und Daniel Spiegelhalter (Verbandsliga Baden) sowie Keeper Hiroaki Kawama. Der 21-jährige Japaner flog den Remsern quasi zu, entpuppt sich als ungemein athletischer Torhüter in der Vorbereitung, jedoch als echte Alternative zum bislang unantastbaren Luis Rodrigues.

Der VfB Neckarrems wirkt somit mehr als passabel aufgestellt für die am 13. August mit dem Gastspiel bei Aufsteiger Calcio Echterdingen beginnende Verbandsligarunde. „Mit den Neuzugängen bin ich im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten sehr zufrieden“, sagt auch Koch, äußert sich aber, was die Ziele angeht, gewohnt vorsichtig: „Wir streben einen einstelligen Tabellenplatz an.

Den vierten Rang aus dem Vorjahr zu wiederholen, ist fast utopisch“, urteilt er und verweist auf die ungleich potentere Konkurrenz. Lokalrivale Freiberg sowie die mächtig aufgerüsteten Teams aus Hall, Ilshofen und Essingen sieht er als Favoriten. „Über allen Dingen schweben sie vielleicht nicht, aber sie werden wohl vornewegmarschieren“, prognostiziert der VfB-Trainer.

 

Konsequenter VfB besiegt unseren TSV

Homepage TSV Ilshofen – 21.5.2016

 

VfB Neckarrems-Fussball vs TSV Ilshofen 4:1

2 Eigentore und ein Sonntagsschuss aus 30 Metern lassen Ilshofen ohne Punkteausbeute nach Hause fahren
Nach dem Befreiungsschlag aus der abstiegsgefährdeten Region mit dem 3:0 gegen den 1. FC Normannia Gmünd bleibt der TSV Ilshofen in Neckarrems glücklos.

Die Zuschauer dieser Partie konnten ein faires Verbandsligaspiel betrachten. Jedoch mussten diese sich zunächst einmal ein wenig gedulden, da die Partie erst um 15:45 Uhr aufgrund einer Autopanne des Schiedsrichters angepfiffen wurde. In der ersten Halbzeit war die Partie halbwegs ausgeglichen. Michele Varallo, der schon beim letzten Heimspiel einen Doppelpack schnüren konnte, traf auch in dieser Partie. Nach Vorarbeit von Volkan Demir, der dieses Mal auf der 10 auflief, bewies Varallo, dass er in einem Formhoch steckt und verwandelte seinen 7. Saisontreffer für den TSV Ilshofen. Alles schien gut zu laufen für den TSV, jedoch häufte sich das Pech zunehmend auf der Gästeseite und beim VfB Neckarrems schien dann sehr vieles zu funktionieren. Schon in der 24. Minute hat sich ein Ilshofener Spieler in die Torjägerliste eingetragen, jedoch in das falsche Tor. Florian Maas war der leidtragende und der Spielstand war wieder ausgeglichen.
In der 34. Minute konnte der VfB Neckarrems dann auch noch den Führungstreffen durch Abdulsamed Akin. „ Das 2:1 vor der Halbzeit war eher eine Einladung nach individuellem Fehler vom TSV“, so Teammanager Jochen Müller zur Entstehung des Tores.

Jochen Müller:„In der zweiten Halbzeit hatten wir alles im Griff, waren klar besser und bis zum Sechzehner zwingend überlegen“. Ähnlich wie in den Wochen zuvor fehlte im Endeffekt die letzte Präzision oder auch das Glück – wie auch immer man will -, um den Ausgleich zu erzielen. Getreu nach der Fußballerweisheit „wer die Dinger vorne nicht macht, bekommt sie hinten“ schlug Neckarrems in der 62. Minute mit einem Sonntagsschuss zu. Ali Cetin nahm sich ein Herz und hämmerte den Ball aus 30 Metern in die Maschen des Ilshofener Tors. Somit stand es 3:1 und quasi die Vorentscheidung. Ilshofen versuchte in der Folge durch Auswechslungen und einer taktischen Änderung auf 3-5-2 nochmals frischen Wind in die Partie zu bekommen. Dies gelang jedoch eher weniger und passend zum Spielverlauf war es dann wiederum ein Ilshofener, der die Führung in der 65. Minute für den VfB Neckarrems erhöhte – Simon Wilske.

Der TSV Ilshofen verlor ein wenig unglücklich beim VfB Neckarrems, ist jedoch vor dem Abstieg gesichert. In den letzten beiden Partien zuhause gegen den VfL Sindelfingen und bei der TSG Balingen II wollen die Männer um Kettemann/Guja noch einmal alles geben und die letzten zu vergebenen Punkte nach Ilshofen bringen.

 

 

VfB Neckarrems greift in die Meisterschaft ein

Bietigheimer Zeitung - CP - 17.05.2016

Mit einem 1:1 beim Aufstiegsaspiranten TSV Essingen hat der VfB Neckarrems in der Fußball-Verbandsliga für noch mehr Spannung gesorgt.

Der VfB Neckarrems hat massiv in den knallharten Aufstiegskampf der Verbandsliga eingegriffen. Nach einer ausgezeichneten Leistung in der zweiten Halbzeit beim TSV Essingen hätten die Gäste aber aufgrund ihrer Vielzahl an Torchancen gewinnen können. Kurz vor Schluss mussten sie den unglücklichen Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand hinnehmen. Damit fielen die Essinger (54 Punkte) von Platz zwei auf Rang drei zurück und mussten die Neckarsulmer Sport-Union (55) wieder vorbeiziehen lassen, die bei der TSG Backnang einen 3:2-Sieg feierte. Tabellenführer 1. Göppinger SV hatte schon am Freitag seine Spitzenposition mit einem 5:0 in Böblingen untermauert. Am 4. Juni kommt es am letzten Spieltag zum möglicherweise entscheidenden Spiel um den Titel zwischen Neckarsulm und Göppingen. Der VfB Neckarrems bleibt auf Tabellenplatz vier. In Essingen bestätigten die Neckarremser ihre derzeit ausgezeichnete Form.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit kaum Torszenen ging der spielstarke VfB in der 56. Minute in Führung. Tahir Bahadir traf nach einer Flanke von Abdulsamed Akin mit einem Volleyschuss in den Torwinkel. In der 85. Minute glich Patrick Faber nach einer Ecke mit einem Kopfball zum 1:1 aus. Zuvor hatten die Neckarremser zahlreiche Chancen ausgelassen. Der VfB erwartet am Samstag den TSV Ilshofen, reist dann zum TSV Berg und hat zum Saisonausklang den VfL Nagold zu Gast.

VfB Neckarrems – 1. FC Heiningen 3:0(2:0)

Erstellt am Samstag, 23. April 2016 20:03 | Geschrieben von Timo Rees

Der 1. FC Heiningen erhielt am Samstag in Neckarrems den nächsten Dämpfer im Abstiegskampf und musste erneut trotz starker Leistung ohne Punkte auskommen.

Beide Teams starteten mit viel Elan in die Partie. Die erste Torchance erarbeiteten sich die Gäste aus Heiningen. Nach acht gespielten Minuten schlug ein Ziesche-Abschluss im Fangzaun ein. Der FCH störte den Gegner früh und eroberte dadurch zahlreiche Bälle im Neckarremser Spielaufbau. Einen dieser eroberten Bälle brachte Marcel Schmidts auf das Tor der Hausherren, doch Keeper Loucao Rodrigues hatte keine Mühe. Mit ihrer ersten Torchance gingen die Hausherren dann in der 16. Spielminute in Führung. Nach einem Angriff über den linken Flügel wurde der Ball in den Rücken der Heininger Abwehr gespielt. Dort stand Tahir Bahadir goldrichtig und schob überlegt zur 1:0-Führung ein. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Heininger zahlreiche Torchancen. Marcel Schmidts scheiterte in der 24. Minute an Rodrigues. Nachdem Schmidts mit Zug in den Strafraum ging parierte der Keeper den Abschluss. Zwei Minuten später war erneut Rodrigues im Mittelpunkt. Nach einem strammen Freistoß von Fatih Özge konnte Rodrigues den Ball nicht festhalten. Der Abpraller landete allerdings beim eigenen Mitspieler, der klären konnte. Nur sechs Zeigerumdrehungen später hatte Maximilian Ziesche den Ausgleich auf dem Fuß. Nach einem langen Ball in die Spitze drehte sich Ziesche geschickt um seinen Gegenspieler und drosch den Ball knapp über die Querlatte. Die Heininger rollten Angriff um Angriff auf das Neckarremser Tor, doch der Ball wollte nicht über die Linie. In der 39. Spielminute nutzten die Hausherren einen Absprachefehler zwischen Max Hölzli und Lukas Renn um die Führung auszubauen. Ein durch die Schnittstelle gespielter Ball landete am Fuß von Luigi Ancona, der genug Zeit hatte Marius Funk im Heininger Tor zu umkurven und ins verwaiste Tor einzuschieben. Die Gäste drängten nun auf den so wichtigen Anschlusstreffer vor der Pause, doch auch ein Schuss von Franco Petruso knallte Sekunden vor dem Abpfiff lediglich ins Außennetz.

Auch im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern dasselbe Bild. Heiningen spielte und Neckarrems suchte sein Glück in Kontern. Nur zwei Minuten nach Wideranpfiff setzte Fatih Özge eine Hereingabe von Max Hölzli per Kopf knapp neben den Pfosten. Auf der Gegenseite scheiterte auch Gabriel Fota mit einem Kopfballversuch. Der Druck der Gäste ließ nicht nach und der Anschlusstreffer wäre längst verdient gewesen. Nach 68 Minuten hatten die Heininger bereits den Torjubel auf den Lippen. Franco Petruso zirkelte einen Freistoß wunderschön über die Mauer, doch Neckarrems Patrick Tichy ahnte Petrusos Vorhaben und eilte bereits vorzeitig auf die Torlinie und klärte in höchster Not mit starkem Einsatz. 15 Minuten vor Schluss versuchte es der eingewechselte Ali Cetin freistehend im Heininger Strafraum mit einem Fallrückzieher. Cetin traf den Ball jedoch nicht voll, sodass der Abschluss keine Herausforderung für Funk darstellte. Auf der Gegenseite waren erneut die Heininger im Angriff. Schmidts scheiterte frei vor Rodrigues, wie auch Petruso mit einer Doppelchance in der 81. Minute. Die Gäste lösten die Verteidigung nun nahezu komplett auf, wodurch der VfB zu mehreren Kontern kam. Einen dieser Konter parierte Funk mit einem hervorragenden Reflex, die restlichen fanden nicht den Weg in Richtung Tor. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machten die Gastgeber den Sack dann doch endgültig zu. Nach einem langen Ball in die Spitze eilte Funk aus seinem Tor. Kurz vor ihm sprang der mit viel Drall gespielte Ball wieder in Richtung Mittellinie, sodass Funk ihn nicht erreichen konnte. Tahir Bahadir schnappte sich das Leder und hob es über Funk hinweg zum 3:0-Endstand in die Maschen. Somit steht der FCH wieder einmal trotz ansprechender Leistung ohne Punkte da und wurde in der anschließenden Pressekonferenz erneut vom gegnerischen Trainer gelobt.

Joker Cetin erzielt den Siegtreffer

Bietigheimer Zeitung - BZ - 18.04.2016

Der VfB Neckarrems feierte in der Fußball-Verbandsliga mit dem 1:0 gegen den 1. FC Normannia Gmünd den zweiten Sieg in Serie und machte mit jetzt 35 Punkten den Klassenerhalt vollends perfekt. Den Siegtreffer erzielte der zum Saisonende scheidende Ali Cetin in der 80. Minute. VfB-Trainer Markus Koch hatte Cetin in der 72. Minute für Tahir Bahadir eingewechselt.

In der kampfbetonten Partie boten beide Mannschaften ansehnlichen Fußball, mit einem Chancenplus für die Gastgeber. Aber Luigi Ancona und Bahadir scheiterten in der ersten Halbzeit an Gmünds Torhüter Konstantin Kühnle. Dessen VfB-Kollege Luis Rodrigues vereitelte in der zweiten Hälfte die beste Chance der Gäste durch Marvin Gnaase. Am Samstag empfängt Neckarrems den 1. FC Heiningen.

Die Luft wird dünner

Schwarzwälder-Bote 10.04.2016 - Thomas Hauschel

Immer dünner wird die Luft für den Fußball-Verbandsligisten FC 07 Albstadt im Kampf um den Ligaverbleib. Nach der 2:4 (2:3)-Niederlage gegen den VfB Neckarrems beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz drei Zähler.

Die Partie im Stadion Lichtenbol begann denkbar schlecht für das Team von FC -Trainer Alexander Eberhart. denn bereits nach vier Minuten führten die Gäste mit 1:0. Asilhan Yildiz hielt nach einer Ecke aus der Distanz drauf – sein Schuss wurde noch etwas abgefälscht und schlug unhaltbar für FC-Goalie Manuel Raisch im Albstädter Gehäuse ein. Ehe sich die Nullsiebener von diesem Schock erholt hatten, rappelte es ein zweites Mal: Wieder war es Yildiz, der in den 07-Strafraum eindrang und dort zu Fall kam. Schiedsrichter Sebastian Laux (Tübingen) entschied auf Elfmeter, den Yildiz selbst zum 0:2 verwandelte.

Der FC 07 brauchte etwa zehn Minuten, um sich von diesen Nackenschlägen zu erholen. Dann war es Francisco Ugarte-Nieto, der nach einer Ecke von Kevin Dicklhuber den 1:2-Anschlusstreffer markierte. Das gab den Hausherren sichtlich Auftrieb, die nun auf den Ausgleich drängten. Und der fiel nach 38 Minuten: Seref Bagli bediente FC-Goalgetter Pietro Fiorenza, der alleine Tor marschierte, VfB-Torhüter Tom Reichert umspielte und zum 2:2 einschob. Die Partie schien nun vollends zu kippen, zumal Fiorenza in der 42. Minute erneut alleine auf Goalie Reichert zulief und diesen umspielte. Doch dann wurde er von diesem gelegt; aber die Pfeife von Schiri Laux blieb stumm. Dafür rappelte es kurz vor dem Pausenpfiff auf der anderen Seite, als ein abgefälschter Schuss von Tahi Bahadir zum 2:3 im Winkel des Albstädter Gehäuses einschlug. Dennoch nahmen sich die Albstädter viel vor für die zweite Halbzeit und wurden eiskalt erwischt. Denn bereits in der 47. Minute gelang Abdusamed Akin mit einem Volleyschuss aus 18 Metern das 2:4.

Damit war der Drops gelutscht. Albstadt versuchte zwar alles, um zum Anschlusstreffer zu kommen; doch Neckarrems ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Yildiz trifft früh: Zwei Tore für VfB Neckarrems

Bietigheimer Zeitung - BZ | 11.04.2016

Zum Abschluss der Dreier-Auswärtsserie holte sich der Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems mit dem 4:2-Sieg beim FC 07 Albstadt drei Punkte.

Der VfB Neckarrems hat seinen Auswärtsdreier in der Fußball-Verbandsliga mit einem 4:2-Sieg beim FC 07 Albstadt beendet und ist dem Klassenerhalt ganz nahe gekommen. Nach der 0:1-Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union und dem 2:2 bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall gelang dem VfB im dritten Auswärtsspiel hintereinander ein 4:2-Erfolg in Albstadt. Am Samstag sind die Neckarremser dann wieder mal daheim im Einsatz und empfangen den 1. FC Normannia Gmünd.

In Albstadt lagen die Gäste schon nach elf Minuten mit 2:0 in Führung. Asilhan Yilmaz mit einem Schuss aus 25 Metern (4.) und mit einem verwandelten Elfmeter nach einem Foul an Tahir Bahadir hatte die Tore erzielt. Die kampfstarken Gastgeber erzwangen aber den Ausgleich. Zuerst gelang Francisco Nieto der Anschlusstreffer (21.), dann entwischte Pietro Fiorenza der VfB-Abwehr und erzielte das 2:2 (38.). Der VfB Neckarrems legte aber zwei weitere Tore nach. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang dem Ex-Freiberger Bahadir das 3:2, keine 100 Sekunden nach Wiederanpfiff stellte Abdulsamed den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Den verteidigten die Gäste fortan cleverer, ließen gegen anrennende Albstädter aber einige Konterchancen aus.

Ein gutes Verbandsliga-Debüt feierte bei Neckarrems Winter-Neuzugang Tom Reichert im Tor. Der ehemalige Ingersheimer vertrat den privat verhinderten Stammkeeper Luis Rodrigues. Einen Ersatzmann für Reichert hatten die Neckarremser allerdings nicht mitgebracht.

Kopfballtore bringen Remis

Homepage Spfr Schwäbisch Hall – 4.4.2016

 

Ein intensives und kurzweiliges Duell im Mittelfeld der Verbandsliga liefern sich die Sportfreunde und der VfB Neckarrems. Hall geht zweimal in Führung, kann sich aber dadurch nicht den Sieg sichern.

Das große Abtasten blieb aus, auch weil der erste Angriff der Gastgeber bereits zum Führungstor führte. Bei einer Freistoßflanke benötigte Alessandro Reinecke zwei Versuche, um das Leder maßgerecht auf Lamar Yarbrough zu servieren. Der hochgewachsene Spieler köpfte aus fünf Metern zur Führung ein. Hall blieb am Drücker, ehe es Mitte der ersten Hälfte den Faden verlor. Auch Neckarrems brauchte nicht allzu lange, um ein Tor zu erzielen. Etwas zu leicht setzte sich ein Gästeakteur am linken Flügel durch und legte den Ball mit viel Übersicht auf Abdulsamed Akin quer. Der hatte kaum Probleme, zum Ausgleich einzuschieben. Die folgenden Minuten gingen an die Gäste aus Neckarrems. Der Führungstreffer des VfB lag mehrmals in der Luft. So war die Heimelf ganz froh, als der Halbzeitpfiff ertönte.

Nach Wiederbeginn hatten die Sportfreunde ihre Ordnung wieder gefunden. Erneut waren es Standards, die für Gefahr sorgten. Ein Kopfball von Matthias Haag setzte auf der Latte auf, ehe die folgende Ecke die erneute Sportfreunde-Führung zur Folge hatte. Nach einer schönen Kopfballstafette über Matthias Haag und Philipp Wolf kam der Ball zu Ali Gökdemir, der aus kurzer Distanz einnickte. Das Momentum war nun wieder auf Seiten der Gastgeber, die aber nichts aus ihren Vorteilen machten. So kam Neckarrems Mitte der zweiten Hälfte wieder ins Spiel zurück. Die oft im oder am Strafraum von "Problemen mit der Schwerkraft" heimgesuchten Gäste bekamen einen Strafstoß zugesprochen. Tahir Bahadir verwandelte sicher zum 2:2.

In der Schlussphase hatten beide Teams noch Möglichkeiten für den Siegtreffer. Zunächst wurde für Sportfreunde-Mittelfeld-Akteur Philipp Wolf der Winkel aus kurzer Distanz zu spitz. Dann scheiterte Gästestürmer Bahadir freistehend an Sportfreunde-Keeper Jonas Wieszt.

Der Haller Coach Thorsten Schift sprach nach der Partie von einem gerechten Unentschieden. Generell war er mit der Spielanlage seines Teams nicht durchgängig zufrieden, was aber auch der angespannten Personalsituation geschuldet war. Wenig Gefallen fand Schift an der Darbietung des Referees. Insbesondere den Elfmeterpfiff würdigte der Trainer kritisch. Allerdings hatte es sein Team versäumt nachzulegen, als es nach den Führungstreffern jeweils am Drücker war.

 

 

Bahadir sichert mit Strafstoß einen Punkt

Bietigheimer Zeitung - BZ | 04.04.2016

 

Der VfB Neckarrems erkämpfte sich in der Fußball-Verbandsliga bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 (1:1). Der Auftritt in Hall war der zweite einer Dreier-Auswärtsserie für den VfB. Am Samstag erfolgt nun noch das Gastspiel beim FC 07 Albstadt.

Die Schwäbisch Haller gingen nach fünf Minuten durch einen Treffer von Lamar Yarbrough in Führung. Der lange Haller köpfte den Ball nach einem Freistoß von Alessandro Reinecke ins VfB-Tor. Bis Mitte der ersten Halbzeit waren die Sportfreunde das spielbestimmende Team, dann übernahmen die Gäste das Kommando und kamen schnell zum Ausgleich. Den erzielte Abdulsamed Akin in der 33. Minute nach toller Vorarbeit von Sven Franzen aus kurzer Distanz. Bis zur Pause hatten die Gäste weitere gute Chancen. In Führung gingen aber erneut die Haller. Nach einer Kopfballstaffette von Matthias Haag und Philipp Wolf nickte Ali Gökdemir den Ball ins Neckarremser Netz (56.). Nach einem Foul im Strafraum an Luigi Ancona verwandelte VfB-Neuzugang Tahir Bahadir den Elfmeter zum 2:2-Endstand (67.). In der Schlussphase scheiterte Bahadir mit einer Großchance an Halls Keeper Jonasz Wiest.

 

 

Später Schock

Bietigheimer Zeitung - BZ - 29.03.2016

Der Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems ging nach der Partie bei der Neckarsulmer Sport-Union trotz einer großen kämpferischer Leistung ohne Punkt vom Feld. In einem guten Spiel unterlag der VfB den Gastgebern aus der Audi-Stadt vor 300 Zuschauern mit 0:1.

Der Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems ging nach der Partie bei der Neckarsulmer Sport-Union trotz einer großen kämpferischer Leistung ohne Punkt vom Feld. In einem guten Spiel unterlag der VfB den Gastgebern aus der Audi-Stadt vor 300 Zuschauern mit 0:1. Steven Neupert erzielte in der Nachspielzeit das Tor des Tages. "Wir sind sehr enttäuscht. Es ist bitter, dass wir trotz des immensen Aufwandes, den wir hier betrieben haben, am Ende mit leeren Händen dastehen", sagte Markus Koch.

Der VfB-Trainer musste kurzfristig auf die Abwehrkräfte Georg Dis und Patrick Tichy verzichten und konnte so nur noch auf drei etatmäßige Defensivspieler zurückgreifen - mit der Folge, dass Offensivmann Samed Akin auf der linken Abwehrseite beginnen musste. Das Gros der Chancen hatte Neckarsulm, und VfB-Keeper Torhüter Luis Rodrigues musste mehrfach retten.

Turbulent ging es in der Endphase zu: Erst vergab der eingewechselte Ali Cetin nach einem Konter die größte Chance der Gäste - sein Kopfball strich am Pfosten vorbei (88.). Dann sah Eugenio Del Genio nach einem Foul an der Mittellinie Rot (90.). Und in der dritten Minute der Nachspielzeit nutzte Neupert eine Vorlage von Bogdan Müller zum Siegtor der Sport-Union. Die Unterländer stehen nun sogar an der Tabellenspitze.

1:0-Last-Minute-Sieg gegen Neckarrems - Dreimal ist Neckarsulmer Recht

Homepage Neckarsulmer Sport-Union - 29.03.2016

90 + 3. Minute: Die Emotionen mussten raus. Soeben hatte Steven Neupert das Last-Minute-Siegtor der Sport-Union gegen tapfere Neckarremser erzielt und im Pichterichstadion brachen alle Dämme. NSU-Sportdirektor Marco Merz sprintete in bester „Kloppo-Manier“ in Richtung der Neckarsulmer Jubeltraube, Keeper Marcel Susser sprintete ebenfalls rund 80 Meter zum Feier-Tatort nach vorne und auch Trainer Thorsten Damm jubelte ausgelassen wie selten am Seitenrand. Last-Minute-Sieg. Schon wieder. Zum dritten Mal. Dreimal ist Neckarsulmer Recht.

Wie ist dieses Phänomen der häufigen späten Siegtreffer zu erklären? „Das ist schon Wahnsinn, wie oft wir dieses Szenario in dieser Saison hatten. Das sind dann natürlich immer unglaublich emotionale Momente“, war Marco Merz noch lange nach Abpfiff vom zuvor Erleben erfasst. Thorsten Damm versuchte analytisch Gründe der späten Tore zu finden: „Zum Einen ist das sicher eine Sache der Kondition aber andererseits auch des Willen. Wenn man Kopf zu früh in Sand steckt, dann wir das nichts mit späten Siegen.“

Die Protagonisten, aber auch die rund 350 Zuschauer hatten in einem ansehnlichen Verbandsligaspiel eine dramatische Schlussphase erlebt. Es begann in der 89. Minute. Nach einem Neckarremser Konter stand plötzlich der eingewechselte Ali Cetin blank am langen Pfosten, platzierte seinen Kopfball jedoch haarscharf am Pfosten vorbei. Ein Neckarremser Sieg hätte allerdings den Spielverlauf auch ziemlich auf den Kopf gestellt. In Minute 90 der nächste Aufreger. Mit gestrecktem Bein und offener Sohle rauschte der Neckarremser Eugenio del Genio auf Höhe der Mittellinie in David Gotovac. Ein Foul der definitiv rüderen Sorte, so dass die rote Karte von Schiedsrichter Simon Hofmann vertretbar war. Dann kam jene schicksalsträchtige 3. Minute der Nachspielzeit. Ein letzter langer Ball flog in Richtung Neckarremser Strafraum. Der Abwehrversuch eines Gästeakteurs wurde unfreiwillig zur Vorlage für Bogdan Müller, dieser legte mit unfassbarer Übersicht und Kaltschnäuzigkeit quer auf den mitgelaufenen Steven Neupert, rumms, drin das Ding. 1:0. Last-Minute-Sieg. Und Steven Neupert entwickelt sich immer mehr zum Schützen für die wichtigen Neckarsulmer Tore. Schon in Gmünd hatte unser „Sechser“ den entscheidenden Siegtreffer erzielt. „Es zeichnet uns aus, dass wir immer an den Sieg glauben, irgendwie drücken wir die Dinger am Schluss noch rein“, freute sich Steven Neupert.

Die Gemütslage beim sympathischen Gästetrainer Markus Koch war natürlich eine andere: „Wir sind sehr enttäuscht. Ich denke wir sind gut ins Spiel reingekommen, auch wenn die Summe der Torchancen schon für Neckarsulm spricht. Sieht man den Zeitpunkt des Gegentreffers ist es dennoch sehr bitter, da wir trotz des immensen Aufwandes den wir hier betrieben haben, am Ende mit leeren Händen dastehen.“

Im Neckarsulmer Lager hingegen wurden am Ende viele Glückshormone ausgeschüttet. Bedingt traf das auch auf Thorsten Damm zu, aber eben nur bedingt. Der Neckarsulmer Coach grantelte ein wenig: „Natürlich freue ich mich prinzipiell über den Sieg, aber so ganz zufrieden bin ich mit unserer Leistung nicht. Wir waren heute nicht bissig genug.“ Hauptkritikpunkt des Übungsleiters: „Wir haben uns mit dem gegnerischen Verzögern des Spielaufbaus natürlich vorher beschäftigt, konnten aber dennoch nie richtig Zugriff darauf bekommen.“

Dennoch hatte seine Mannschaft auch gegen den VfB genug Chancen, um die Begegnung frühzeitig in geregelte Bahnen zu lenken – nutzte sie aber nicht. In der 10. Minute kam Martin Hess in der Mitte nach einer Gotovac-Hereingabe eine Stiefelspitze zu spät, in der 23. Minute scheiterte Ramazan Kandazoglu aus 14 Metern am herausstürzenden Rodrigues und der starke Gäste-Keeper hielt auch kurz vor dem Seitenwechsel aus kurzer Distanz per Reflex gegen Seba Öztürk. Und als der Ball dann endlich einmal im Remser Gehäuse lag, entschied Schiedsrichter-Assistentin Johanna Granzow-Emden auf Abseits von Yannick Titzmann. Eine umstrittene Entscheidung.

Die Sport-Union blieb auch in der zweiten Hälfte die spielbestimmende Mannschaft, wenngleich die aufopferungsvoll kämpfenden Neckarremser es meist schafften, den letzten Neckarsulmer Ball in die Spitze zu verhindern.

Eine Szene über die viel diskutiert wurde ereignete sich in Minute 67. VfB-Keeper Rodrigues schubste Martin Hess im Strafraum deutlich mit beiden Fäusten zu Boden. Die Gäste hätten sich über einen Elfmeterpfiff sicher nicht beschweren dürfen, doch Referee Simon Hoffmann entschied auf Stürmerfoul. Das überraschte dann doch etwas.

Es folgte die Schlussphase die alle in den Bann zog, mit einem kaum mehr für möglich geglaubten Happy End für die NSU. Positiver Nebeneffekt des Sieges: Eine seit dem Neckarsulmer Aufstieg vor drei Jahren andauernde Sieglos-Serie gegen Neckarrems fand ein Ende. Sportdirektor Marco Merz: „Wir müssen uns für den Sieg nicht schämen, sondern haben verdient und folgerichtig gewonnen. Wie oft haben zuvor wir Unentschieden oder Niederlagen gegen Neckarrems betrauern müssen, bei denen wir nicht wussten, warum das so war. Es sei uns daher gestattet in der heutigen Art und Weise gewonnen zu haben.“

Am Ende war dann sogar noch Thorsten Damm zum Scherzen zumute: „Der Plan vor dem Spiel war klar: An Karfreitag gab es Fisch und gegen Neckarrems sollte es von uns Fleisch geben. Aber das heute war weder Fisch noch Fleisch.“ Ganz so schlimm war es aber dann doch nicht.

Kadrija sorgt mit Freistoßtor für die Entscheidung

Bietigheimer Zeitung - BZ - 21.03.2016

 

Kadrija sorgt mit Freistoßtor für die Entscheidung

Der 1. Göppinger SV hat auch das dritte Spiel seit der Winterpause ohne Gegentreffer gewonnen. Beim VfB Neckarrems siegte der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga mit 2:0 und wahrte seinen Vorsprung.

In einer Verbandsliga-Partie ohne große Höhepunkte kam der Tabellenführer 1. Göppinger SV durch einen 2:0-Erfolg beim VfB Neckarrems zu drei weiteren Punkten. In der ersten Halbzeit standen beide Defensivreihen sicher und ließen kaum Torszenen zu. In der 23. Minute bekam SVG-Torwart Kevin Rombach den ersten ernsthaften Schuss aufs Tor, schnappte sich den Ball nach der Aktion von Asilhan Yilmaz ohne Probleme. In der Endphase der ersten Hälfte erhöhten die Gäste das Tempo, zu klaren Torchancen reichte es noch nicht.

Im zweiten Spielabschnitt verlief die Partie wesentlich lebhafter. In der 50. Minute eroberte Göppingens Torjäger Domenico Botta im Mittelfeld den Ball, bediente Chris Loser, der startete durch, lief an VfB-Schlussmann Luis Rodrigues vorbei und brachte den Ball im VfB-Tor unter. Mit der Führung im Rücken gaben die Gäste weiter Gas, waren in vielen Aktionen aber zu hektisch. Für die Entscheidung sorgte in der 85. Minute Nebih Kadrija mit einem tollen Freistoßtor zum 2:0-Endstand. Die Gastgeber hatten vor Kadrijas Treffer die eine oder andere Gelegenheit. Es fehlte aber die Durchschlagskraft.

 

 

Fußballerisch noch viel Luft nach oben Primus SV Göppingen gewinnt glanzlos 2:0

ANGELIKA DOSTER - NWZ - 21.03.2016

 

Der Göppinger Sportverein hat die Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga durch einen 2:0-Sieg beim VfB Neckarrems verteidigt.

 

Chris Loser schoss den Sportverein in Führung.

Am Samstag erarbeitete sich Fußball-Verbandsligist SV Göppingen pflichtgemäß einen Auswärtssieg gegen den VfB Neckarrems. 150 Zuschauer sahen eine Partie mit nur wenigen Höhepunkten, jedoch einer Leistungssteigerung der Rot-Schwarzen gegenüber den vorangegangenen Spielen.

Diesmal ganz in weiß gekleidet, brauchte der Tabellenführer bis zur zehnten Minute, um sich die ersten guten Möglichkeiten herauszuspielen. Für einen Treffer waren die Göppinger Versuche aber zunächst zu harmlos. Ohne nennenswerte Aktionen auf beiden Seiten verstrich der erste Durchgang. Die Gäste-Defensive stand sicher, Neckarremser Ansätze erstickten die Göppinger im Keim. Lediglich in der 23. Minute kam ein Ball aufs Göppinger Tor, den Keeper Kevin Rombach jedoch mühelos parierte. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhten die Göppinger ein wenig den Druck, spielten aber keine zwingenden Gelegenheiten heraus.

In der zweiten Hälfte wurde das Spiel kurzweiliger. Bereits nach fünf Minuten folgte der erste der beiden Höhepunkte des gesamten Spiels. Domenico Botta eroberte sich im Mittelfeld den Ball und spielte ihn präzise in die Schnittstelle der Neckarremser Abwehr. Chris Loser war zur Stelle, umspielte im Alleingang VfB-Schlussmann Rodrigues Loucao und schob in der 50. Minute ungehindert zur Gästeführung ein.

In der Folgezeit legten die Göppinger noch einen Zahn zu, "fanden aber nicht die Ruhe, wie in der ersten Hälfte", bilanzierte Sportvereins-Coach Gianni Coveli nach dem Spiel. Seine Schützlinge verpassten es, den Sack zuzumachen. In der Schlussphase witterten die Neckarremser noch ihre Chance auf den Ausgleich, aber die Göppinger Abwehr um Kapitän Oliver Stierle hatte alles im Griff. In der 85. Minute setzte Nebih Kadrija mit einem herrlichen Freistoß-Treffer den Schlusspunkt unter ein zähes Verbandsliga-Spiel. Gekonnt zirkelte er das Leder zum 0:2 in die Maschen. Somit verteidigte der Tabellenführer, auch mit einem Spiel weniger, seine Position gegen die am Wochenende ebenfalls allesamt erfolgreichen Verfolger.

In der anschließenden Pressekonferenz brachte es Coach Coveli auf den Punkt: "Vom Ergebnis her kann man zufrieden sein." Er stellte jedoch klar, dass von der Leistung noch Luft nach oben sei. "Aber wenn unter dem Strich mit einer etwas schwächeren Leistung drei Punkte rausspringen, sind wir auch nicht unglücklich und nehmen das auch sehr gerne mit."

 

 

Der FV Olympia Laupheim hat sich in der Fußball-Verbandsliga zu Hause 0:0 vom VfB Neckarrems getrennt.

Homepage Olympia Laupheim - gli - 14.03.2016

Damit blieben die Blau-Weißen trotz einer guten Leistung auch im dritten Spiel nach der Winterpause ohne Sieg und verharren in der Tabelle weiter auf Rang zwölf. Die Lage der Laupheimer im Abstiegskampf ist damit unverändert schwierig.

Olympia-Trainer Rolf Baumann äußerte sich nach der Nullnummer gegen den Tabellensechsten zufrieden. „Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht, jeder einzelne. Sie hat die richtige Reaktion gezeigt nach dem Gmünd-Spiel“, sagte der 52-Jährige. „Es haben am Ende leider nur die Tore gefehlt. Wenn wir in den nächsten Spielen so spielen wie heute, dann werden wir auch die Tore machen.“

Einmal zappelte der Ball im VfB-Gehäuse, nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff. Doch Torschütze Simon Dilger hatte im Abseits gestanden – der Treffer zählte nicht. Den 18-jährigen Dilger hatte Baumann diesmal als einzige Spitze aufgeboten. Kapitän Sascha Topolovac, der diese Rolle in den ersten beiden Partien nach der Winterpause ausgefüllt hatte, spielte diesmal im Mittelfeld. Die Laupheimer kombinierten in der Folge im Vorwärtsgang teilweise sehr gefällig und hatten klare optische Vorteile. Marcel Schwarzmanns Schussversuch wurde im letzten Moment von einem VfB-Abwehrspieler geblockt (36.). Fünf Minuten später legte der agile Dilger im Strafraum quer auf Schwarzmann, doch dessen Schuss aus acht Metern fehlte der nötige Druck. VfB-Schlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao parierte problemlos. Kurz vor dem Pausenpfiff zog Simon Hammerschmied aus elf Metern ab, verfehlte das Gästetor jedoch um zwei Meter (45.). Von Neckarrems war im ersten Durchgang offensiv so gut wie nichts zu sehen, was auch an der kompakt stehenden Olympia-Defensive lag. Torchancen des VfB: Fehlanzeige.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Neckarrems im Angriff blass. Ein Schuss von Ali Cetin (59.), der drei Meter am Olympia-Tor vorbei ging, sowie ein Freistoß aus 18 Metern von Sven Franzen den Laupheims Keeper Julius Lense sehr gut parierte (80.): Mehr hatte der VfB offensiv nicht anzubieten. Für deutlich mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgten die Laupheimer. Hammerschmied scheiterte freistehend aus zwölf Metern an VfB-Keeper Rodrigues Loucao, der rechtzeitig aus seinem Tor gekommen war (60.). Steffen Reichl kam nach einem Freistoß von Christian Glaser im Strafraum nur einen Schritt zu spät (63.).

Zwei Minuten später strich Reichls Schuss nach einer Ecke einen Meter über das VfB-Gehäuse. Kurz darauf legte Glaser per Hacke ab auf Hammerschmied, dessen Schuss aus 13Metern am Pfosten landete (74.). Das 1:0 für die Olympia wäre längst verdient gewesen. Dann zog Dilger aus spitzem Winkel ab, doch VfB-Schlussmann Rodrigues Loucao lenkte das Leder noch mit den Fingerspitzen an die Latte (81.). Arne Kittel (83.), Debütant Fabian Ness (86.) und Hammerschmied (88.) hatten im Anschluss weitere gute Torchancen, doch es blieb schlussendlich beim 0:0.

Ein Ergebnis mit dem VfB-Trainer Markus Koch am Ende zufrieden war. „Alles andere wäre vermessen gewesen. Wir hatten nur anderthalb Torchancen“, bilanzierte er und fügte hinzu: „Der Punkt war mehr als glücklich. Wir haben aber auch genug Spiele gehabt in denen wir mehr Torchancen hatten und nichts geholt haben.“

Torhüter rettet VfB

Bietigheimer Zeitung - BZ - 14.03.2016

Mit viel Glück und einem bärenstarken Luis Rodrigues im Tor schrammte der Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems im Spiel beim FV Olympia Laupheim an einer Niederlage vorbei. Am Ende hieß es 0:0.

Beide Teams zeigten zwei völlig unterschiedliche Spielhälften. Die Mannschaft von Trainer Markus Koch erspielte sich in der ersten halben Stunde ein Übergewicht im Mittelfeld, war mit ihrem Latein am gegnerischen Strafraum aber meist am Ende. Erst kurz vor der Halbzeitpause berappelten sich die abstiegsbedrohten Laupheimer und kamen zu zwei Großchancen, als zunächst Luis Rodrigues einen Ball aus kürzester Entfernung parierte und danach ein Laupheimer Kicker das Neckarremser Tor nur knapp verfehlte.

Die Gastgeber kamen wie verwandelt aus der Kabine. Olympia spielte fortan vermehrt nach vorne und kam zu vielen Chancen. Entweder der überragende Rodrigues oder das eigene Unvermögens verhinderten einen Laupheimer Treffer. So auch in der 75. Minute, als ein FV-Spieler das leere Gehäuse verfehlte und nur den hinteren Pfosten traf. Von dort sprang der Ball in die Arme von Luis Rodrigues. In der 78. Minute war dann mal wieder der VfB an der Reihe: Sven Franzen prüfte mit einem seiner gefürchteten Freistöße Olympia-Torhüter Julius Lense. Fast im Gegenzug streifte ein abgefälschter Schuss von Simon Dilger die Latte. Letztlich blieb es beim für Neckarrems glücklichen 0:0.

Bitteres 0:1 beim VfB Neckarrems

Homepage SV Böblingen - 07.03.2016 sauber

Manchmal sind die banalsten Erkenntnisse auch die treffendsten. “Fußball kann so ekelhaft sein”, schüttelte Betreuer Rolf Kowalczyk von Verbandsligist SV Böblingen den Kopf. Die 0:1-Niederlage beim VfB Neckarrems hatte allen im blau-weißen Lager aufs Gemüt geschlagen.
Die Entscheidung fiel eine Viertelstunde vor dem Ende: Erst scheiterte Daniel Knoll
mit einem Foulelfmeter am VfB-Keeper mit dem wohlklingenden Namen Luis Miguel Rodrigues, im Gegenzug zwirbelte Sven Franzen einen 20-Meter-Freistoß in den Winkel – 1:0 für Neckarrems.
“Mir tut’s leid für die Mannschaft”, hatte Trainer Bernd Gluiber an der verpassten
Siegchance mächtig zu knabbern. “Wir waren gut organisiert, haben wenig zugelassen
und wollten immer wieder Nadelstiche setzen. Das ist uns auch gelungen.”

Kein Vergleich also zum letzten Testspiel gegen Normannia Gmünd (0:4), obwohl die Aufstellung etwas gewöhnungsbedürftig war. Weil sich Sascha Raich im Abschlusstraining einen dicken Knöchel zugezogen hatte und Ivan Vargas Müller mit seiner Knieverletzung sowieso noch eine Weile ausfällt, sprach Gluiber von “nicht ganz optimalen Rahmenbedingungen”. Marcel Dann und Nicolai Dittrich übernahmen diese Aufgabe, dahinter Simon Hauth auf der “Zehn”.
Die ganz große Gefahr ging nicht aus von ihnen, dafür leisteten sie ein großes Pensum,
liefen die Neckarremser immer wieder an. Viel gelingen wollte deshalb auf beiden
Seiten nicht. Kaum einer gab sich eine Blöße, viele hart geführte Duelle ließen
eher auf einen regelrechten Abnutzungskampf schließen, in dem sich auch die Gastgeber nur selten durchsetzen konnten.
Mit Ausnahme der 55. Minute. Nach einem der vielen weiten Diagonalbälle
auf Abdulsamed Akin eilte Böblingens Keeper Mike Zaglauer aus seinem Kasten,
zögerte, rutschte aus und hatte Glück, dass der Neckarremser nur das Außennetz traf.
Es war die klarste Möglichkeit, bis dahin hatte Zaglauer die Null problemlos verteidigt.
Dabei ist er eigentlich Torwarttrainer, musste aber deshalb ran, weil
Tom Talmon Gros ausfiel (Fingerbruch) und Ben Brenken nach langer Verletzungspause und Zahn-OP erst wieder ins Training eingestiegen war.

Hatte es den Anschein, als würden die Gastgeber in der Phase mehr Druck entfalten,
war plötzlich Böblingen am Drücker. Marcel Dann wurde nach einem Rückpass von
Christian Mijic, der mit seinen Tempoläufen auf der Außenbahn immer wieder für
Entlastung sorgte, abgeblockt, der Schussversuch von Nicolai Dittrich von der
Strafraumgrenze aus missglückte völlig. Die SVB musste viel investieren, um
in Tornähe oder zum Abschluss zu kommen. Und tat das auch. Wie in der 72. Minute:
Dittrich drehte sich im Sechzehner um seinen Gegenspieler, wurde gelegt – Elfmeter.
Eigentlich ein Fall für Ivan Vargas Müller, doch der fällt zurzeit aus.
Also schnappte sich Daniel Knoll die Kugel, eigentlich auch ein sicherer Schütze,
doch VfB-Keeper Rodrigues, auch bei der Sindelfinger Hallen-Gala als Neunmeterkiller
bekannt, hatte die Ecke gerochen. Als ob es Bernd Gluiber geahnt hatte, denn er
wollte gar nicht hinschauen, hatte sich abgedreht und die Hände gefaltet.
Doch irgendwie hatte der Fußballgott in dem Moment kein Einsehen. Und es
sollte noch schlimmer kommen für die SV Böblingen: 60 Sekunden später hieß
es 0:1 statt des möglichen 1:0, denn beim perfekt getretenen Freistoß von
Sven Franzen flog Zaglauer vergebens. Zwei Gelegenheiten boten sich in der
Schlussphase noch, um die Niederlage abzuwenden. Erst hatte Christian Mijic
nach einem Abpraller freie Bahn, lief der Neckarremser Abwehr davon und auf
Torhüter Rodrigues zu, ließ sich dann aber fallen, anstatt den Ball ins lange
Eck zu schlenzen. Ein untauglicher Versuch, der keinen zweiten Elfmeter,
sondern nur eine Gelbe Karte einbrachte. Und in der 84. Minute scheiterte
auch Tim Kühnel mit einem platzierten Kopfball an Spielverderber Rodrigues.
Hätte sich Simon Hauth kurz vor dem Abpfiff nach einer unüberlegten Aktion
nicht nur die Gelbe, sondern die Rote Karte eingehandelt, wäre der Sonntag
endgültig im Eimer gewesen.

Kontakt nach oben vor dem Derby gegen Sindelfingen abgerissen

Eines ist nach diesem 0:1 und den Böblinger Personalsorgen im Angriff auf
jeden Fall klar: Der Kontakt nach oben ist abgerissen und dürfte so schnell
auch nicht wiederhergestellt werden können.
Der Blick geht also nach unten – erst recht vor dem Spiel am nächsten Sonntag
gegen den wiedererstarkten VfL Sindelfingen. “Wir nehmen trotzdem auch viel
Gutes aus diesem Spiel mit”, so Gluiber schon wieder kämpferisch auf dem
Neckarremser Kunstrasen, “und werden uns entsprechend auf das Derby vorbereiten.

Franzen sorgt mit Freistoßtor für drei Punkte

Bietigheimer Zeitung - BZ - 07.03.2016

Gelungener Start für den VfB Neckarrems in die Restrückrunde der Fußball-Verbandsliga: Durch einen Freistoßtreffer von Sven Franzen in der 75. Minute besiegte die Mannschaft von Trainer Markus Koch die SV Böblingen mit 1:0. Mit diesem Dreier verbesserte sich der VfB auf Tabellenplatz sechs und ist in Schlagdistanz zum Relegationsplatz.

Beim VfB setzte Coach Koch auf die bewährten Kräfte aus der Vorrunde. Von den Winter-Neuzugängen kam Tahir Bahadir nach 57 Minuten zu seinem Pflichtspiel-Debüt im Neckarremser Trikot.

Da beide Mannschaften den spielerischen Stil pflegten, sahen die 111 Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie mit Torchancen auf beiden Seiten. Für den VfB verpassten in der ersten Halbzeit Luigi Ancona und Eugenio Del Genio den Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit nahm die Überlegenheit der Gastgeber zu. Sie konnten sich aber nicht gegen die stabile Böblinger Defensive entscheidend durchsetzen. Erst als Franzen zum Freistoß antrat und den Ball im Netz versenkte, war der Bann gebrochen.

Das elfte Unentschieden im sechzehnten Spiel

BKZ - Dieter Gall - 07.12.2015

Backnangs Verbandsligafußballer zeigen gegen Neckarrems nach 0:2-Rückstand Moral, verpassen vierten Saisonsieg aber erneut

Mit einem Unentschieden – wie könnte es anders auch sein – verabschiedeten sich Backnangs Verbandsligakicker in die Winterpause. Wie schon eine Woche zuvor gegen Gmünd bewies die TSG ge- gen den VfB Neckarrems nach einem Zwei-Tore-Rückstand tolle Moral. Luca Jungbluth und Mario Marinic sorgten mit ihren Treffer noch für das 2:2.

Backnangs Trainer kommentierte die bereits elfte Punkteteilung in dieser Saison mit einem Lächeln: „Was soll ich sagen. Wieder kann ich meiner Mannschaft keine großen Vorwürfe machen. Nach einer schwachen ersten Hälfte haben wir im zweiten Abschnitt endlich Fußball gespielt und erneut einen Rückstand aufgeholt.“ Markus Lang ist aber auch froh, dass Pause ist. „Jetzt haben wir zwei Monate Zeit neue Kräfte zu tanken.“

Wie recht der TSG-Coach damit hat. Manchem Backnanger waren die Strapazen der letzten Wochen deutlich anzumerken. Vor allem im ersten Durchgang war der VfB in Sachen Spielwitz und Durchsetzungsvermögen einiges voraus. Die Etzwiesenelf versuchte es oft mit weiten Bällen. Zwar hatte die TSG durch Kopfbälle von Marinic (10.) und Andreas Grimmer (23.) gute Chancen, doch das Geschehen auf dem Platz spielte sich zu meist in der Hälfte der Hausherren ab.

In der 26. Minute gingen die Gäste in Führung. Asilhan Yildiz, der stets ein Unruheherd auf dem linken Flügel darstellte, passte nach innen, wo der aufgerückte Marvin Schmid zum 1:0 einschoss. Vier Minuten später versuchte es der Torschütze aus 20 Metern und nur um Haaresbreite verfehlte die Kugel ihr Ziel.

Kurz nach Wiederbeginn zappelte der Ball erneut im Backnanger Kasten. Marcel Friz passte von rechts scharf in den Strafraum, wo die Rettungsaktion von Keven Schlotterbeck zum Entsetzen der TSG-Fans im eigenen Tor landete – 0:2.

Nach etwas mehr als einer Stunde reagierte Lang. Mit Athanasios Coutroumpas und Julian Geldner kamen zwei frische Offensivkräfte. Bereits zur Pause hatte der wirkungslos gebliebene Benito Baez-Ayala für Luca Jungbluth weichen müssen. Oguzhan Biyik und Co bliesen zur Aufholjagd und hatten Glück, dass der völlig freistehende Luigi Ancona in der 68. Minute am glänzend reagierenden Marius Cioncan scheiterte. Drei Minuten später versuchte es Jungbluth vom linken Strafraumeck. Der mit viel Effet getretene Ball wurde noch abgefälscht und landete im langen Eck zum 1:2. Nur zwei Zeigerumdrehungen später jubelte Backnang erneut. Grimmer fasste sich am linken Flügel ein Herz und sprintete bis zur Grundlinie. Von dort legte er das Leder gekonnt auf den frei stehenden Marinic, der aus kurzer Distanz das 2:2 erzielte.

Beide Teams hatten danach noch zwei gute Chancen. Für den VfB traf Abdulsamed Akin in der 82. Minute nur den Pfosten. Bei den Hausherren strich ein Schuss von Marinic drei Minuten vor dem Abpfiff knapp am Gästetor vorbei.

VfB Neckarrems gibt 2:0-Führung aus der Hand

Bietigheimer Zeitung - HEM - 07.12.2015

Der VfB Neckarrems hat im letzten Spiel des Jahres bei der TSG Backnang ein 2:2 erreicht. Dennoch überwog beim Fußball-Verbandsligisten die Enttäuschung, denn das Team hatte bereits mit 2:0 geführt.

Mit dem 2:2 bei der TSG Backnang ist dem VfB Neckarrems nicht ganz die Wiedergutmachung für die 0:2-Heimniederlage am ersten Spieltag der Fußball-Verbandsliga gelungen. "Wenn man 2:0 auf fremdem Platz führt, möchte man das Spiel natürlich gewinnen. Aber über 90 Minuten gesehen geht die Punkteteilung in Ordnung", meinte VfB-Trainer Markus Koch.

Marvin Schmid brachte die Gäste nach 27 Minuten in Führung, als er den Ball nach einer schönen Kombination über drei Stationen aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Der VfB Neckarrems zeigte in der ersten Hälfte die bessere Spielanlage und lag zur Pause verdientermaßen in Führung - auch wenn das Team Glück hatte, dass ein Kopfball von Andreas Grimmer nicht zum 1:1 geführt hatte. Als Keven Schlotterbeck kurz nach der Pause beim Versuch, eine Flanke vor zwei VfB-Stürmern zu klären, den Ball ins eigene Tor bugsierte, wähnten sich die Gäste auf der Siegerstraße. Luigi Ancona hatte nach Vorarbeit von Ali Cetin sogar die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. Doch nachdem Gabriel Fota bei einer Abwehraktion nicht energisch genug war, verkürzte Luca Jungbluth in der 71. Minute auf 1:2. Die Gastgeber erhöhten den Druck und kamen zwei Minuten später durch Torjäger Mario Marinic zum 2:2-Ausgleich.

VfL Nagold mit Nullnummer

Zwei Gegenspieler sind gewöhnlich einer zu viel: Julian Sieber und seine Mitstreiter vom VfL Nagold mühten sich gestern Nachmittag im Heimspiel gegen den VfB Neckarrems vergeblich um einen Treffer. Foto: Kraushaar

Schwarzwälder-Bote, 29.11.2015 21:35 Uhr - Von Albert M. Kraushaar

 

VfB Neckarrems – VfL Nagold 0:0. Der letzte Spieltag der Hinrunde der Fußball-Verbandsliga endete für die Nagolder am gestrigen Sonntagnachmittag mit einer Nullnummer. In der Tabelle verbesserten sich die Mannschaft um einen Rang auf Platz 13.

Zwar zeigte sich Interimstrainer Götz Mücke – "Es war ein weiterer Schritt nach vorne" – mit der Leistung seiner Mannschaft über weite Strecken durchaus zufrieden, doch nach gelb/rot für einen Gästespieler schaffte es seine Elf jedoch nicht, in personeller Überzahl den entscheidenden Treffer zu setzen.

Der VfL Nagold begann auf dem Kunstrasenplatz im Reinhold- Fleckenstein-Station mit viel gutem Willen, hatte durch Matthias Rebmann bei einem Lattenschuss (6.) Pech, und verpasste dann bei weiteren Chancen von Luka Kravoscanec und Edmond Cakaj (33.) die mögliche Führung.

Glück hatten die Nagolder, dass im Gegenzug, als sich die Gäste über rechts durchspielten, Torjäger Ali Cetin den Querpass in die Schnittstelle der Nagolder Abwehr nicht verwerten konnte. Es war eine der wenigen Möglichkeiten, die der wieder in der Innenverteidigung spielende Marcel Schuon mit seiner endlich wieder einmal Zu-null spielenden Viererkette mit Fabian Mücke, Valentin Asch und Markus Glemser zuließ.

Der Schwerpunkt des Nagolder Spiels lag eindeutig auf der Sicherung des eigenen Tores, auch wenn Götz Mücke versuchen wollte, über eine frühe Balleroberung den Gegner zu Fehlern zu zwingen.

Diese Spielweise ging eine Stunde lang gut, dann wurde die Partie intensiver, die Zweikämpfe häuften sich, ebenso die kleineren Fouls. Schiedsrichter Hansjörg Rommel griff insgesamt achtmal zu seinen Karten, und unter denen war die achte (67. Minute) gelb/rot für einen Neckarremser Spieler.

"Nachdem der Schiedsrichter angedeutet hat, dass nach der nächsten Aktion auch von uns Spieler gehen würden, habe ich reagiert und die bereits verwarnten Luka Kravoscanec und Yannic Dengler (77.) aus der Partie genommen", so Götz Mücke.

Somit blieben die zwei weiteren gelben Karten für den VfL Nagold ohne Wirkung, dafür brachte das Überzahlspiel einen Bruch in die Partie. "Der VfB Neckarrems hat sich mehr zurückgezogen, defensiv sehr diszipliniert gespielt und uns keine Räume mehr gelassen", begründete Götz Mücke den Umstand, dass trotz eines Spielers mehr auf dem Feld keine einzig richtig gefährliche Situation mehr entstanden ist.

Der VfB Neckarrems wollte die "Null" in Unterzahl nach Hause bringen, der VfL Nagold war nicht in der Lage, Möglichkeiten zu kreieren. Götz Mücke brachte gleich vier Neue auf den Platz, Michael Nebert, Marc Kranjc, Tilo Renz und Marcel Cicak, doch eine echte Torchance erspielten sich die Nagolder nicht mehr.

Götz Mücke, Trainer VfL Nagold: "Das Spiel war auf jeden Fall ein weiterer Schritt nach vorne. Leider hat sich die Mannschaft für ihr Engagement nicht belohnen können. Wir haben es in der Schlussphase nicht verstanden, trotz einem Mann mehr uns echte Chancen herauszuspielen."

 

 

Neckarrems mit 0:0 in Nagold

 

Bietigheimer Zeitung - HEM | 30.11.2015

 

Der VfB Neckarrems ist in der Fußball-Verbandsliga beim VfL Nagold nur zu einem 0:0 gekommen. Nach zwei Minuten hatte der VfB Glück, dass er bei einem Lattentreffer der Gastgeber nicht in Rückstand geriet.

Der VfB Neckarrems ist in der Fußball-Verbandsliga beim VfL Nagold nur zu einem 0:0 gekommen. Nach zwei Minuten hatte der VfB Glück, dass er bei einem Lattentreffer der Gastgeber nicht in Rückstand geriet. Allerdings hätte auch Neckarrems in der ersten Halbzeit in Führung gehen können: Ali Cetin traf bei Schüssen zweimal den Außenpfosten. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste überlegen und hatten durch Andreas Schwintjes zwei Großchancen: In der 46. Minute wurde sein Kopfball auf der Linie geklärt, in der 70. Minute verfehlte sein Kopfball das VfL-Gehäuse nur ganz knapp. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Patrick Tichy (67.) musste Neckarrems die Schlussphase in Unterzahl bestehen.

TSV Berg stoppt Neckarremser Höhenflug

Bietigheimer Zeitung - BZ - 23.11.2015

Die Bäume wachsen auch für den VfB Neckarrems nicht in den Himmel. Nach vier Siegen in Folge verlor der Fußball-Verbandsligist vom Hummelberg sein Heimspiel gegen den TSV Berg am Samstag auf dem Kunstrasen mit 0:3.

Gegen die keinesfalls wie ein Absteiger auftretenden Gäste tat sich Neckarrems vor 150 Unentwegten bei nasskaltem Novemberwetter ohne den gelbrot-gesperrten Andreas Schwintjes und den Langzeitverletzten Micha-Colin Läubin von Anfang an schwer, zu einem geordneten Spielaufbau zu kommen. Mit der einzigen klaren Berger Torchance im ersten Abschnitt gelang Nikolas Deutelmoser nach einem Konter und einer unglücklichen Abwehraktion von Gabriel Fota das glückliche 0:1 (45.+1).

Im zweiten Abschnitt versuchte die Mannschaft von Trainer Markus Koch nochmals die Wende herbeizuführen, doch bereits nach acht Minuten erfolgte die nächste kalte Dusche für den VfB: Andreas Kalteis brachte die Gäste mit einem Abstaubertor mit 2:0 in Führung (53.). Den Schlusspunkt zum 0:3 setzte TSV-Spielführer Andreas Fäßler mit einem 18-Meter-Schuss (85.).

Clevere Gäste holen den Sieg

Homepage TSV Ilshofen – 15.11.2015 - FH

TSV Ilshofen vs VfB Neckarrems 1:2

„Es fehlte uns an Durchschlagskraft“, konstatiert Wolfgang Guja. Dieser Satz des Ilshofener Trainers fasst die Partie gut zusammen. Der TSV Ilshofen hat verdient gegen den VfB Neckarrems verloren.

Wolfgang Guja verfolgt die Partie von der Seitenlinie. Der zweite Teil des Ilshofener Trainer-Duos, Ralf Kettemann, steht wie gewohnt auf dem Kunstrasen. Weil der Naturrasenplatz sehr aufgeweicht ist, wird auf dem künstlichen Untergrund gespielt. Und der ist enger, so dass das Spiel zu jedem Zeitpunkt intensiv ist. Viele Zweikämpfe prägen die Begegnung, kaum einmal hat ein Spieler viel Zeit zu überlegen, wohin er den Ball spielen soll. Beide Torhüter werden deshalb immer wieder ins Aufbauspiel einbezogen.

Anfangs kann sich der Aufsteiger und Tabellenführer TSV Ilshofen durch sein akkurates Passspiel einen Vorteil erspielen. Der VfB Neckarrems hat Probleme. Symptomatisch ist dafür die Entstehung des Ilshofener Führungstreffers: Basri Tiryaki wird im Strafraum reichlich unnötig von den Beinen geholt. Sein Gegenspieler war schlicht einen Schritt zu spät gekommen. Ralf Kettemann verwandelt den Strafstoß sicher.

Hätte Benjamin Kurz den Konter nach etwas mehr als einer halben Stunde zum 2:0 abgeschlossen, wäre die Partie anders verlaufen. So aber kommt Neckarrems langsam, aber sicher auf. Das spürt auch Ralf Kettemann. Lautstark fordert er mehr Konzentration von seiner Mannschaft. „Wir haben zu viele leichte Ballverluste!“ Er ist der einzige Ilshofener, der etwas lauter wird. Es bewahrheitet sich etwas, das Kettemann bereits vor der Saison angesprochen hatte. „Wir sind auf dem Platz zu ruhig“, monierte er damals. Gegen Neckarrems ist zwar allen Spielern der Wille anzumerken, doch das, was man im Fußballjargon „Zeichen setzen“ nennt, kommt – wenn überhaupt – nur von Ex-Profi Kettemann.

Der Ausgleich fällt kurz vor der Pause. Sven Franzen zirkelt einen Freistoß aus 17 Metern ins Tor. Jürgen Groß ist mit den Fingerspitzen am Ball, kann den Einschlag des gut getretenen Balls aber nicht verhindern.

Auch das dritte Tor des Nachmittags fällt durch einen Standard: Bei Asilhan Yildiz Freistoß ist der Ball lange in der Luft, senkt sich hinter Groß ins Tor. Der Torwart ist bedient. Er weiß, dass er nicht gut dabei aussieht. Neckarrems präsentiert sich nicht nur in dieser Szene als clevere Mannschaft, die Fehler auszunutzen weiß.

„Wir müssen besser spielen“, stellt Guja unmissverständlich klar und nimmt seinen Torwart damit in Schutz. „Auch der Schiedsrichter darf keine Entschuldigung sein.“ Das sehen nicht wenige Ilshofener Fans anders. Manuel Hellwig pfeift viele Kleinigkeiten, die viele andere seiner Zunft wohl weiterlaufen lassen. Dabei entscheidet er oft gegen die Heimmannschaft, dementsprechend sauer sind die Zuschauer.

Ralf Kettemann nennt die Erfahrung als weiteren Grund für die Niederlage. „Ali Cetin oder Luigi Ancona spielen schon jahrelang mindestens in dieser Liga. Wer kann das bei uns vorweisen?“ fragt er rhetorisch – wissend, dass es nicht viele Akteure sind.

Die Niederlage gegen Neckarrems tut weh, „aber sie wirft uns nicht um“, sind sich Kettemann und Guja sicher. Da Böblingen gegen den bisherigen Zweiten Neckarsulm 3:0 gewann, bleibt Ilshofen Erster, ist mit den Böblingern punktgleich.

 

Essingen kommt in Neckarrems unter die Räder

Aalener Nachrichten - 08.11.2015 - Marcel Esber

 

Der TSV unterliegt mit 0:4 in der Fußball-Verbandsliga und verliert den Anschluss zur Spitze

In der Fußball-Verbandsliga hat es den TSV Essingen nach zehn Partien ohne Niederlage erwischt - und zwar heftig. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Norbert Stippel beim VfB Neckarrems und hat den Anschluss zur Spitze vorerst abreißen lassen.

Bereits nach zehn Minuten musste TSV-Keeper Philipp Pless das erste Mal hinter sich greifen. Nach einer scharfen Flanke von rechts wollte Simon Fröhlich den Ball klären, traf diesen aber so unglücklich, dass Pless keine Chance zur Abwehr hatte. Drei Minuten später hatte Fröhlich nach einem Eckball die Gelegenheit, seinen Fehler wieder auszumerzen, doch seinen Kopfball aus kurzer Distanz vereitelte der VfB-Goalie Rodrigues.

Essingen wird stärker

Nach etwa einer halben Stunde kam Essingen immer besser ins Spiel und auch zu Torchancen. In der 37. Minute war es ein Schuss von Mittelfeldakteur Patrick Faber, der nur knapp das VfB-Gehäuse verpasste. Eine Minute später verpassten gleich mehrere Essinger den Ball nur knapp. Essingen drängte nun mit aller Macht auf den Ausgleich, der mittlerweile verdient gewesen wäre. Die letzte gute Möglichkeit kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Torjäger Bastian Heidenfelder, seinen Schuss aus der Drehung konnte Rodrigues jedoch parieren. So ging es mit einer glücklichen Halbzeitführung für den VfB Neckarrems in die Pause.

In der zweiten Halbzeit konnten die Essinger nicht annähernd an die letzten guten 25 Minuten des ersten Abschnitts anknüpfen. Essingen spielte fahrig im Aufbauspiel und hatte große Probleme im Rückwärtsgang, wurde infolgedessen immer wieder von den sehr clever agierenden Neckarremsern ausgekontert. Gutes Beispiel hierfür ist auch das 2:0 für die Gastgeber: Nach einem leichtsinnigen Ballverlust im Mittelfeld konterten die VfBler blitzschnell und Ancona erzielte den Treffer.

Dreierkette funktioniert nicht

Eine Viertelstunde vor Schluss stellten die Essinger auf eine Dreier-Abwehrkette um und wurden prompt mit dem 0:3 bestraft. Dieses Mal traf Schmid nach einem langen Pass in die Spitze. Zwei Minuten vor Ende der Partie mussten die Essinger gar noch das 0:4 schlucken. Dieses Mal schloss Schwintjes einen weiteren Konter erfolgreich ab. Nach einem schwarzen Tag für die Kicker des TSV mussten die Stippel-Schützlinge mit einer verdienten 0:4-Niederlage die Heimreise antreten. Die imposante Serie ist gerissen.

 

 

Cetin trifft auch im zweiten Spiel

Bietigheimer Zeitung - BZ - 02.11.2015

 

Kaum ist Ali Cetin nach langer Sperre beim Fußball-Verbandsligisten VfB Neckarrems wieder dabei, trifft er ins gegnerische Tor. Nach seinem Treffer beim 2:0 gegen den VfL Sindelfingen in der Vorwoche war Cetin auch am Sonntag beim 2:0-Sieg des VfB beim Aufsteiger TSG Balingen II erfolgreich.

Kaum ist Ali Cetin nach langer Sperre beim Fußball-Verbandsligisten VfB Neckarrems wieder dabei, trifft er ins gegnerische Tor. Nach seinem Treffer beim 2:0 gegen den VfL Sindelfingen in der Vorwoche war Cetin auch am Sonntag beim 2:0-Sieg des VfB beim Aufsteiger TSG Balingen II erfolgreich. Der Stürmer brachte die mit einer offensiven Ausrichtung sowie einer neu formierten Innenverteidigung angetretenen und mit nur zwölf Feldspielern angereisten Gäste in der 31. Minute in Führung. Das 2:0 für Neckarrems resultierte aus einem Eigentor des Balingers Matthias Schmitz (59.).

 

 

Ali Cetin trifft nach langer Pause sofort

Bietigheimer Zeitung - BZ - 26.10.2015

Ali Cetin vom Fußball-Verbandsligisten VfB Neckarrems war seit August wegen eines Platzverweises im Pokalspiel bei der Spvgg 07 Ludwigsburg gesperrt. Nach Ablauf seiner Sperre beorderte ihn Trainer Markus Koch im Heimspiel gegen den Aufsteiger VfL Sindelfingen sofort in die Anfangsformation. Cetin traf auf Anhieb und erhöhte für die Gastgeber in der 42. Minute zum 2:0-Endstand. Das 1:0 für den VfB hatte Luigi Ancona nach 16 Minuten erzielt.

Die Umstellungen, die Koch vornehmen musste, griffen alle. Die gegenüber der 1:6-Niederlage in der Vorwoche beim 1. FC Heiningen umformierte Neckarremser Vierer-Abwehrkette stand sicher gegen die allerdings im Angriff auch harmlosen Gäste. Cetin tat dem Spiel der Hausherren gut, weil er als zentrale Spitze immer wieder anspielbar war und die Bälle gut verteilte.

Die Neckarremser waren auf dem Kunstrasenplatz in der ersten Halbzeit tonangebend und führten nach 45 Minuten verdient mit 2:0. In der zweiten Halbzeit agierten die Sindelfinger offensiver und erspielten sich auch ein paar Chancen, die VfB-Schlussmann Luis Rodrigues vereitelte. Das Heimteam war weiter überlegen, aber in den Aktionen nicht mehr so zwingend.

1.FC Heiningen – VfB Neckarrems 6:1(3:0)

Homepage 1. FC Heiningen

Erstellt am Montag, 19. Oktober 2015 08:58 | Geschrieben von MARKUS MUNZ | NWZ

Fußball-Verbandsligist FC Heiningen schoss sich beim 6:1 (3:0)-Kantersieg gegen den VfB Neckarrems den Frust der vergangenen Wochen von der Seele.

Die Macher des Heininger Stadionhefts hatten in ihrer gestrigen Ausgabe zum Verbandsliga-Heimspiel gegen den VfB Neckarrems den richtigen Riecher. Von der Titelseite grüßte Stürmer Tarik Serour, der prompt mit einem Dreierpack maßgeblich zum in dieser Deutlichkeit überraschenden 6:1-Heimsieg des FC Heiningen beitrug.
Serour erzielte in der 10. Minute mit einem wuchtigen 25-Meter-Freistoß ins Tordreieck die 1:0-Führung. Die Mannschaft von Trainer Tobias Flitsch, der ohne neun angeschlagene oder gesperrte Spieler auskommen musste, überließ in der Folge den Gästen das Spiel, stand massiert in der eigenen Hälfte und beschränkte sich auf gelegentliche Vorstöße. Einen davon schloss Tiago Santos Araujo in der 23. Minute nach Pass von Armin Ohran ab, doch Rodrigues Loucao im Neckarremser Tor lenkte den Ball zur Ecke. Bei der anschließenden Hereingabe war Michael Neumann per Kopf zur Stelle und markierte das 2:0. Der Abwehrspieler gehört eigentlich derzeit gar nicht zum Kader und war nur wegen der Heininger Personalnot extra für das Spiel aus Dresden angereist, wo er derzeit ein Praxissemester absolviert. „Wir haben nicht viel zugelassen und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, erklärte Neumann, „mit dem kleinen Polster im Rücken spielte es sich natürlich dann leichter.“
In der 39. Minute entblößte Moritz Gutmann mit einem öffnenden Pass auf Serour die Abwehr des VfB Neckarrems, der allein auf das Tor zusteuerte und per Lupfer über den herausstürzenden Torhüter das 3:0 erzielte. Fünf Minuten nach Wiederbeginn waren auch die allerletzten Zweifel am ersten Heimsieg in der Verbandsliga beseitigt. Gutmann bediente den aufgerückten Marcel Schmidts, dessen Schuss der Torhüter noch abwehren konnte. Den Abpraller schnappte sich Serour und schob zu seinem dritten Treffer ein.
Gegen nun zunehmend resignierende Gäste konnte sich der FC Heiningen den Frust der vergangenen sieglosen Wochen von der Seele schießen. Santos Araujo köpfte erst eine Flanke von Max Hölzli freistehend neben das Tor, zirkelte aber dafür später den Ball quasi aus dem Stand zum 5:0 über den Torhüter in den Winkel (71.). Nach dem zwischenzeitlichen 5:1 durch Adullah Sener setzte Schmidts eine Minute vor dem Ende mit dem 6:1 den Schlusspunkt.
Die Erleichterung über den insgesamt erst zweiten Dreier der Saison war beim FC Heiningen mit Händen zu greifen. Dadurch ist der Anschluss im Tabellenkeller wieder hergestellt. Angesichts der letzten Ergebnisse und der Personalmisere hatte Trainer Flitsch seiner Notelf eine defensivere Marschroute verordnet: „Wir wollten insgesamt einfacher spielen. Das ist uns schon in Backnang gut gelungen, heute sind auch noch die Tore rechtzeitig gefallen.“ Er hofft nun nach und nach auf die Rückkehr wichtiger Spieler, lobte aber auch die Elf, die gestern die Punkte einfuhr: „Wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Die Jungs haben gezeigt, dass der Konkurrenzkampf eröffnet ist.“

FCN erarbeitet sich ersten Heimdreier

Homepage 1. FC Normannia Gmünd – 10.10.2015

 

(sch) Da war er endlich, der ersehnte erste Heimdreier der Saison: Mit einer tollen Moral drehte der 1.FC Normannia die Verbandsliga-Partie gegen den VfB Neckarrems und konnte so einen völlig verdienten 2:1 (0:1) – Erfolg einfahren. Sehr zufrieden zeigte sich auch Beniamino Molinari: "Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Sieg, den sich die Jungs erarbeitet, erspielt und erlaufen haben". Auch beim Blick auf die Tabelle dürfte der FCN-Trainer nun deutlich zufriedener aussehen: Zumindest vorerst rückte seine Elf um drei Plätze nach vorne auf Rang acht.

320 Stadionbesucher erlebten eine abwechslungsreiche, aufregende und vor allem spannende Begegnung zwischen zweien Teams, die sich nach einem eher durchwachsenen Saisonstart vom Tabellenkeller distanzieren wollen. Von zwei Elfmetern, einem Platzverweis und zahlreichen Torchancen bis hin zu einer schmerzhaften Verletzung auf Gmünder Seite war im Gmünder Schwerzer alles geboten.

Doch der Reihe nach: Nach dem Kantersieg der Vorwoche in Heiningen ging den Gastgebern die Euphorie relativ schnell wieder aus, um genau zu sein nach gerade einmal dreieinhalb Spielminuten. Innenverteidiger Gabriel Simion spielte am Rande des eigenen Strafraums einen fatalen Fehlpass in die Beine des Gegenspielers, daraufhin konnte sich Benjamin Barth gegen den früheren Normannen Abdulsamed Akin nur mit einem Foulspiel zu behaupten und den folgenden Strafstoß verwandelte Eugenio Del Genio sicher zur VfB-Führung. Nur schwer fanden die Gmünder ins Spiel, wobei sie die Neckarremser Offensivreihen zumeist souverän unter Kontrolle halten konnten – auch nachdem Abwehrchef Musa Ayaz nach knapp einer halben Stunde Spielzeit verletzt am Boden liegen blieb, für ihn kam das 19-jährige Talent Jannis Widmann zu seinem ersten Saisoneinsatz. Nach erster Diagnose zog sich Ayaz eine Kapselverletzung am linken Bein zu, eine Kernspinuntersuchung soll in der kommenden Woche weitere Ergebnisse erbringen. Auch Molinari bangt um seine Stammkraft: "Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist, wie es zuerst aussah".

Nachdem Manuel Seitz und Marvin Gnaase erste kleinere Offensivaktionen zu verbuchen hatten, folgte nach 22 Minuten eine richtige Schrecksekunde für die Normannia. VfB-Keeper Rodrigues Loucao schaltete nach einem sicher heruntergepflückten Eckstoß am allerschnellsten, bediente mit einem weiten Abschlag Stürmer Luigi Ancona, doch konnte sein Gegenüber Konstantin Kühnle im direkten Duell gerade noch die Oberhand behalten und seine Vordermannschaft vor einem höheren Rückstand bewahren. In der Folgezeit fand das Spielgeschehen zumeist in der Neckarremser Spielhälfte statt, doch die noch nennenswertesten Abschlüsse von Felix Bauer und wiederum Gnaase stellten für Rodrigues keine allzu große Herausforderung dar. "Wir sind nach dem frühen Gegentor nicht eingebrochen und haben nicht viele Chancen zugelassen. Man hat gespürt, dass wir mehr wollten", fasste Seitz die ersten 45 Minuten aus seiner Sicht zusammen. Mit lauten "Schieber, Schieber"-Rufen der Gmünder Fans wurden die Hauptakteure zum Pausentee verabschiedet, nachdem der im Blickpunkt stehende Unparteiische Manuel Bergmann dem FCN nach einem Zweikampf zwischen Angreifer Bauer und Verteidiger Georg Dis einen möglichen Elfmeter verwehrte.

Molinari sollte nach Spielende von einer "hohen Eigenmotivation der Mannschaft in der Halbzeit" sprechen, seine Elf hatte sich viel vorgenommen – und auch prompt in die Tat umgesetzt. Nach einer weiteren Catizone-Ecke stand Seitz am langen Pfosten genau richtig und hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Entfernung zum mehr als verdienten Ausgleich einzunicken (49.). Die Partie lief zumeist in eine Richtung und zwar auf das Gehäuse von Gäste-Schlussmann Rodrigues: Ein Heber des vorherigen Torschützen Seitz setzte lediglich auf der Torlatte auf, einen platzierten 15 Meter-Schuss von Gnaase konnte der Keeper bravourös entschärfen, ein wuchtiger Simion-Kopfball wurde noch auf der Torlinie abgeblockt. Auf der Gegenseite ärgerte sich der VfB-Cheftrainer zwischendurch über einen - aus seiner Sicht regulären, jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannten – Treffer von Del Genio, der "dem Spiel eine andere Richtung hätte geben können", so Markus Koch.

71 Minuten waren dann schließlich absolviert, als die Erlösung für die Hausherren anstand: Nach einem mehr als unfairem Einsteigen von Dis gegen Bauer blieb dem Referee keine andere Möglichkeit, als nun zum zweiten Mal auf den ominösen Punkt zu zeigen und den Übeltäter zugleich mit der Ampelkarte vom Feld zu stellen. Im Duell mit Rodrigues behielt dann der 38 Jahre junge Normannia-Kapitän Giuseppe Catizone die Nerven, mit der Führung im Rücken und noch dazu in Überzahl war der erste Sieg vor heimischer Kulisse bereits zum Greifen nah. Die Stauferstädter, welche ihrem Status als Hausherren nun vollends gerecht wurden, verpassten es noch mit einem weiteren Treffer endgültig die Entscheidung herzustellen, doch schafften es die zu harmlosen Gäste auch in der dreiminütigen Spielzeit nicht mehr, die solide Gmünder Defensive noch einmal ins Schwitzen zu bringen.

Daran, dass der knappe 2:1-Erfolg vollkommen in Ordnung ging, zweifelte im Anschluss niemand, auch nicht Gästecoach Koch: "Mit viel Energie hat die Normannia das Spiel gedreht. Wenn man sich das Chancenverhältnis anschaut, gibt es da auch nichts zu deuteln. Der Ausgleich hat uns den Schwung genommen und wir haben den Faden verloren, der Foulelfmeter war dann der K.O. für uns". Trainerkollege Molinari schloss sich dem mit seinem Faziz weitestgehend an. "Die Jungs haben daran geglaubt, das Spiel noch zu drehen", denn auch wenn man es dem Gegner zunächst viel zu einfach gemacht habe, zum Torerfolg zu kommen, sei man ruhig geblieben. "Wir müssen die Spiele gerade irgendwie erwürgen, haben uns bislang jeden einzelnen Punkt hart erarbeitet. Wir tun daher ganz gut daran, nur von Spiel zu Spiel zu denken", sagte der Gmünder Chefanweiser bereits im Hinblick auf das Gastspiel beim Liganeuling VfL Sindelfingen am kommenden Wochenende.

 

 

 

Elfmeter führt zu Niederlage für VfB Neckarrems

Bietigheimer Zeitung - BZ - 12.10.2015

Ein verwandelter Elfmeter von Giuseppe Catizone in der 71. Minute zum 2:1-Endstand für den 1. FC Normannia Gmünd besiegelte in der Fußball-Verbandsliga die Niederlage des VfB Neckarrems.

Beim VfB Neckarrems hatte Trainer Markus Koch für das Verbandsliga-Spiel beim 1. FC Normannia Gmünd personelle Umstellungen vorgenommen. Die Gäste gingen schon nach vier Minuten durch einen Strafstoß von Eugenio Del Genio in Führung gingen. Zuvor hatte Benjamin Barth nach einem Fehlpass seines Mitspielers Gabriel Simion den Neckarremser Abdulsamed Akin im Strafraum unfair gestoppt. In der 23. Minute hatte Luigi Ancona nach einem weiten Abschlag von Schlussmann Luis Rodrigues die Chance zum 2:0, er scheitere aber an Gmünds Schlussmann Konstantin Kühnle. Dessen Kollege Rodrigues war in der 29. Minute gefordert, um gegen Felix Bauer den Ausgleich zu verhindern.

Gegen die mit viel Einsatz agierenden Gastgeber hielten die spielerisch stärkeren Neckarremser bis zur Pause den knappen Vorsprung. Der war in der 49. Minute dahin, als Manuel Seitz nach einem Eckball von Giuseppe Catizone frei zum Kopfball kam und den 1:1-Ausgleich markierte. Der Neckarremser Georg Dis klärte zudem einen Kopfball von Simion auf der eigenen Torlinie (66.).

Fünf Minuten später gab es dann Elfmeter für die Gastgeber, weil Dis Bauer zu Fall gebracht hatte, Catizone ließ beim Strafstoß Rodrigues keine Chance. Dis sah zudem Gelb-Rot für das Foulspiel. Für die Schwäbisch Gmünder war das knappe 2:1 gegen Neckarrems der erste Heimsieg in der laufenden Saison.

Spielbericht: VfB Neckarrems - FC 07 Albstadt 1:0 (0:0)

Homepage FC 07 Albstadt - 04.10.2015

 

Keine Punkte haben die Verbandsliga-Fußballer des FC 07 Albstadt am vergangenen Samstag eingefahren. Beim VfB Neckarrems mussten sich die Blau-Weißen mit 0:1 geschlagen geben.

Es war nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen, den die beiden Mannschaften ihren Zuschauern lieferten. Die ersatzgeschwächten Albstädter standen sehr tief, konzentrierten sich hauptsächlich auf die Konter. Und trotzdem waren es die Gäste, die bereits nach zwei Minuten um ein Haar die Führung erzielt hätten. Ein Pass aus dem Mittelfeld fand den Weg zu Kevin Dicklhuber, der Ex-Stuttgarter schoss aus spitzem Winkel jedoch knapp am Neckarremser Tor vorbei. Fortan übernahm der VfB dann das Ruder. Hochkarätige Torchancen erwiesen sich anschließend aber als Mangelware. Die Begegnung war zeitweise ausschließlich von langen Bällen gezeichnet, die meist erst im Aus wieder auftropften. Zahlreiche Ballverluste hatten beide Teams zu beklagen. Neckarrems verbuchte insgesamt zwar die klare Feldhoheit, zu aussichtsreichen Möglichkeiten gelangten die Hausherren jedoch nicht. Es ging stets hin- und her, die Torabschlüsse ließen sowohl die VfB-Kicker als auch die Albstädter vermissen, so dass die Begegnung zunehmend den Anschein eines typischen 0:0-Spiels machte. Erst kurz vor der Pause sorgten die Neckarremser dafür, dass es im Strafraum der Blau-Weißen lichterloh brannte. Bei einer Flanke von der rechten Seite schraubte sich Yannik Fuchs in die Luft und köpfte das Leder aus sieben Metern völlig freistehend über das leere Tor.

Der Auftakt in der zweiten Halbzeit versprühte bei den Fans der Nullsiebener einen Hauch der Hoffnung, der sich jedoch als unbegründet erwies. Nur kurz nach dem Wiederanpfiff hielt Dicklhuber aus 18 Metern einfach mal drauf und verlangte VfB-Torwart Luis Miguel Rodrigues Loucao eine Glanzparade ab. In Sachen Chancen sollte es für die Albstädter jedoch dabei bleiben. Neckarrems machte nämlich zunehmend mehr Dampf und setzte die Mannschaft von Trainer Özkan Acar, die nur noch dagegen hielt, mächtig unter Druck. So kam es, dass die VfB-Elf in der 70. Minute den verdienten Führungstreffer erzielte. Nach einem Albstädter Ballverlust auf Höhe der Mittellinie landete ein Diagonalpass bei Luigi Ancona. Dieser setzte sich auf der halbrechten Seite stark gegen den gesundheitlich angeschlagenen FC-Innenverteidiger Abdussamed Akbaba durch und knallte das Leder oben links in den Winkel. Gut fünf Minuten später bewahrte Marc Heckendorf die Blau-Weißen vor einem weiteren Gegentreffer. Andreas Schwintjes` Handelfmeter parierte der FC 07-Keeper nämlich bravourös. Der vergebene Strafstoß der Hausherren verlieh den Nullsiebenern nochmals ein wenig Auftrieb. Albstadt probierte in der Schlussphase alles, blieb jedoch schlichtweg zu harmlos. Auch die Tatsache, dass Acar mit Felix Loch, Marcel Kosic und Ilija Nebrigic noch drei Offensivkräfte einwechselte, änderte an der knappen Niederlage nichts mehr. Für Neckarrems war es am Ende ein verdienter Dreier.

 

 

 

VfB knackt spät den Riegel

Torschütze Luigi Ancona (vorne) wird hart bedrängt. Foto: Baumann

LKZ - 05. Oktober 2015 - Bernd Seib

Wichtiger 1:0-Arbeitssieg für Verbandsligist Neckarrems – Del Genio und Ancona finden im Duett die entscheidende Lücke

Einen wichtigen 1:0 (0:0)-Arbeitssieg verbuchte der VfB Neckarrems in der Fußball-Verbandsliga gegen den FC 07 Albstadt. Luigi Ancona traf zum Tor des Tages.

Auch wenn beim VfB spielerisch vieles Stückwerk blieb, war Trainer Markus Koch hinterher zufrieden. „Wichtig war heute, dass bei uns die Null stand. Albstadt hat von Beginn an hinten abgeriegelt. Daher mussten wir einige Male auf den Zufall hoffen“, meinte er, als nach dem Abpfiff der verdiente Dreier in trockenen Tüchern war.

Die Partie begann gleich mit einer Schrecksekunde für seine Elf. Marcel Friz ließ sich von Albstadts bulligem Angreifer Kevin Dicklhuber übertölpeln, doch dessen Schuss aus spitzem Winkel strich knapp am VfB-Tor vorbei (2.).

Albstadt verteidigt kompakt

In der Folge erarbeiteten sich die Remser dann aber ein Übergewicht, ohne jedoch zu glänzen oder gegen die mit Fünferkette verteidigenden Gäste zu vielen Chancen zu kommen. Eugenio Del Genio, der zu hoch zielte (19.), und der für Asilhan Yildiz ins Team gerückte Yannick Fuchs, der eine Del Genio-Flanke übers Tor köpfte (43.), vergaben die besten.

Die zweite Hälfte begann mit viel Dampf. Dicklhuber für den Gast (47., 50.) und Del Genio (48., 49.) hätten jeweils die Führung markieren können, bevor das Spiel etwas verflachte. Der an fast allen gefährlichen Szenen beteiligte Del Genio leitete dann mit seinem Zuspiel in die Spitze das Tor des Tages ein. Luigi Ancona nahm den Ball elegant mit der Hacke mit und vollendete mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 14 Metern zum 1:0 (70.).

Kurz darauf hatte Andreas Schwintjes die Entscheidung auf dem Fuß, doch der Gästekeeper parierte seinen Handelfmeter (75.). Dennoch brachte der VfB den Dreier relativ souverän nach Hause und hat in der Tabelle mit nun zehn Punkten den Anschluss ans vordere Mittelefeld hergestellt.

Remser Frühschoppen ohne Tore

Andreas Schwintjes (Mitte) und Luigi Ancona stoppen den Neckarsulmer Marcel Gerstle. Foto: Baumann

LKZ - 21. September 2015 - Bernd Seib

Torlos trennten sich am Sonntagvormittag in der Fußball-Verbandsliga der VfB Neckarrems und die Neckarsulmer Sport-Union. „Am Ende war es für uns ein glücklicher Punkt“, räumte VfB-Trainer Markus Koch unumwunden ein.

Koch hatte der Erfolgself aus Göppingen erneut das Vertrauen geschenkt. Da beide Teams sehr kontrolliert agierten und sich mühten, ihre Abwehrkette hoch zu postieren, spielte sich das Geschehen zunächst meist in einem 30 Meter breiten Korridor im Mittelfeld ab. Torszenen blieben Mangelware.

Der VfB wurde erstmals in der 17. Minute gefährlich. Marcel Friz und Luigi Ancona spielten auf der rechten Seite Eugenio Del Genio frei, dessen präzise Flanke wiederum den mitgelaufenen Friz fand, der jedoch per Kopfball aus acht Metern am starken Gästekeeper Marcel Susser scheiterte.

Auf der Gegenseite verzeichnete Neckarsulm in der Folge einige Halbchancen, ehe Del Genios Freistoß kurz vor der Pause erneut zu Sussers Beute wurde (43.). Mit dem Pausenpfiff dann die beste Gästechance, doch Daniel Gotovac verpasste die scharfe Hereingabe.

 

Nach dem Wechsel erarbeitete sich Neckarsulm allmählich ein Übergewicht. Torjäger Martin Hess verzog jedoch (59.). Kurz darauf wackelte das VfB-Gehäuse, denn der eingewechselte Yannick Titzmann setzte das Leder mit seiner ersten Ballberührung an die Latte (65.). Der VfB verteidigte zwar weiter gut, brachte offensiv aber kaum noch etwas zu Wege. Lediglich eine verunglückte Friz-Flanke, die erneut Susser entschärfte, war noch zu notieren (82.).

In der Schlussminute retteten dann Luis Rodrigues und Georg Dis zweimal binnen weniger Sekunden in allerhöchster Not und stellten den Punkt sicher. „Mit dem Remis müssen wir zufrieden sein, denn einige Spieler haben heute nicht auf Topniveau gespielt. Am Ende haben wir uns mit allem dagegengestemmt“, fasste Koch die Partie zusammen.

 

Bietigheimer Zeitung – 21.9.2015 – Claus Pfitzer

Nullnummer in einem intensiven und guten Spiel

0:0 trennten sich nach einem guten und intensiv geführten Spiel der Fußball-Verbandsliga der VfB Neckarrems und die Neckarsulmer Sport-Union. Die Gäste hatten in der Schlussphase zwei dicke Torchancen.

In der Schlussphase hatte der VfB Neckarrems bei zwei Großchancen der Neckarsulmer SU ebenso ein bisschen Glück wie zuvor bei einem Pfostentreffer. Unverdient war der eine Punkt aber nicht. Die Neckarsulmer Sport-Union bastelt auch in dieser Verbandsliga-Saison scheinbar an einer Unentschieden-Serie, denn das 0:0 war schon das dritte Remis im fünften Spiel. Hart getroffen hat es den Neckarsulmer Angreifer Ouadie Barini, der sich schwer verletzte. Die erste Diagnose lautete Kreuzbandriss.

In der ersten Halbzeit waren die ohne ihre gesperrten Angreifer Ramazan Kandazoglu und Steffen Elseg angetretenen Gäste das bessere Team. Neckarrems hielt in der von Taktik geprägten Partie dagegen und hatte auch die besseren Chancen. Einmal, als Marcel Fritz nach einem Eckball das gegnerische Gehäuse mit einem Kopfball verfehlte (20.), und als Gästeschlussmann Leander Wallmann die Kugel nach einem Freistoß von Eugenio Del Genio aus dem oberen Torwinkel holte (42.). Die Gäste hatten kurz vor der Pause die Führungschance, aber David Gotovac verfehlte eine Flanke des agilen Philipp Seybold um eine Stiefelspitze vor dem VfB-Tor.

In der zweiten Hälfte hielten beide Teams weiter das Tempo hoch und voll dagegen. In der 69. Minute traf der Sekunden zuvor eingewechselte Neckarsulmer Yannick Titzmann nur die Querlatte des VfB-Tores. In der 90. Minute parierte zuerst VfB-Schlussmann Luis Rodrigues einen Kopfball von Martin Hess, dann schlug Georg Dis die Kugel nach einem weiteren Hess-Kopfball von der Torlinie.

 

Homepage Neckarsulmer Sport-Union – 20.9.2015

0:0 in Neckarrems - Ouadie Barini verletzt sich schwer

Fußball-Verbandsligist Neckarsulmer Sport-Union wird das heutige Gastspiel beim VfB Neckarrems nicht in besonders guter Erinnerung behalten. Beim 0:0 auf dem Hummelberg verpasste das Team von Trainer Thorsten Damm nämlich einen dem Spielverlauf nach durchaus verdienten Sieg und verlor zudem verletzungsbedingt Offensivakteur Ouadie Barini mit Verdacht auf Kreuzbandriss.

„Wir haben heute 0:0 gewonnen“, ein Neckarremser Fan mit Kuhglocke brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt. Noch nie in den letzten Jahren war die Sport-Union derart nah an einem Dreier beim heimischen VfB dran gewesen wie am gestrigen Sonntag. In einer hochemotionalen und sehr interessanten Begegnung war die NSU über 90 Minuten die bessere Mannschaft mit der Mehrzahl an Torchancen, musste sich am Ende aber bereits zum dritten Mal in dieser Saison mit einem Unentschieden begnügen. „Ich kann meiner Mannschaft heute eine gute Leistung attestieren“, so Sport-Union-Coach Thorsten Damm. „Aufgrund unserer hochkarätigen Chancen vor allem im zweiten Durchgang ist der Punkt heute gefühlt aber zu wenig.“

Der erste Offensiv-Nadelstich gelang dann auch der Sport-Union, Martin Hess setzte einen Schuss aus 17 Metern nach Vorarbeit von Marcel Gerstle allerdings zu hoch an. Es entwickelte sich in der Folge zunächst eine Partie auf Augenhöhe, in der die Neckarsulmer das Team mit der reiferen Spielanlage stellte. Die beste Chance der ersten Hälfte hatten dennoch die Neckarremser, in der 22. Minute stand Marcel Fritz nach einer Flanke urplötzlich völlig frei vor Marcel Susser, doch der Pichterich-Goalie bestätigte seine derzeit tolle Form und wehrte den platzierten Kopfball zur Ecke ab.

Dann war wieder die NSU dran. In der 27. Minute legte der durchgebrochene Martin Hess zurück auf Marcel Gerstle, dessen Schuss im letzten Moment abgeblockt wurde. Zehn Minuten später wäre beinahe Ouadie Barini Nutznießer eines missglückten Befreiungsschlages von VfB-Keeper Luis Rodrigues geworden, doch er scheiterte ebenso wie Martin Hess, der das Leder in der 39. Minute aus spitzem Winkel nicht im Netz unterbringen konnte.

In der Schlussphase der ersten Hälfte zogen beide Teams nochmals das Tempo an. So musste Marcel Susser erneut sein ganzes Können aufbieten, als er einen sehenswerten Freistoß von Eugenio del Genio aus dem rechten Winkel fischte. In der Nachspielzeit die bis dato beste Neckarsulmer Chance. Philipp Seybold passte die Kugel scharf nach innen, doch David Gotovac rutschte das Spielgerät in aussichtsreicher Position über den Spann. „In dieser Phase haben wir gemerkt, wie stark die Sport-Union nach vorne spielen kann, das hat dann auch im zweiten Durchgang bei uns Wirkung gezeigt“, analysierte der Neckarremser Trainer Markus Koch.

In der Tat fand der VfB Neckarrems in Halbzeit zwei offensiv nur noch selten statt. Anders die NSU, deren Willen, die Begegnung für sich zu entscheiden, nun geradezu spürbar war. Doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. In der 64. Minute ereignete sich die schicksalsträchtige Szene, die bei der Pichterich-Elf für einen Schock-Moment sorgte. Nach einem Zweikampf an der Torauslinie blieb Ouadie Barini scheinbar mit seinem Stollen im Rasen hängen und verdrehte sich dabei das Knie. Erster Verdacht: Kreuzbandriss.

Für Barini kam Yannick Titzmann in die Begegnung, der mit seiner ersten Ballberührung beinahe für die Neckarsulmer Führung gesorgt hätte. Nach einer sehenswerten Kombination über Martin Hess und Marcel Gerstle hämmerte die Neckarsulmer Nummer 9 das Leder jedoch an die Latte. Die Begegnung wurde nun immer giftiger, mehrmals kochten die Emotionen hoch. Die Sport-Union drängte mit Macht auf den Siegtreffer – und wäre in der 83. Minute beinahe bitter bestraft worden. Doch wieder hielt Marcel Susser seinen Kasten sauber, als er eine abgefälschte Flanke von Patrick Tichy glänzend entschärfte. Es war der Auftakt zu einer aufregenden Schlussphase. In der 87. Minute flankte Yannick Titzmann auf Martin Hess, dessen Kopfball allerdings sichere Beute von Rodrigues wurde. In der Schlussminute segelte eine Hereingabe von David Gotovac in den Neckarremser Strafraum, zunächst parierte Rodrigues den Kopfball von Marcel Gerstle sehenswert, danach irrte das Leder kurz vor der Torlinie umher, ehe irgendwie ein Neckarremser Abwehrbein klären konnte. Haareraufen bei den zahlreich mitgereisten Neckarsulmer Fans.

So blieb es letztendlich beim 0:0-Remis, nach dem Spielverlauf insgesamt zu wenig für die Sport-Union, die es wie schon letzte Woche gegen Normannia Gmünd versäumt hat, sich für eine sehr ansehnliche Leistung mit drei Punkten zu belohnen.

VfB Neckarrems wendet Fehlstart endgültig ab

LKZ – 14.9.2015

In der Fußball-Verbandsliga überraschte der VfB Neckarrems mit einem 1:0-Auswärtssieg beim Ligafavoriten 1. Göppinger SV. Asilhan Yildiz markierte per Elfmeter das Tor des Tages.

„Wir waren von Beginn gut im Spiel. Der erste Heimsieg in der Vorwoche hat doch viel Rückenwind gegeben. Teilweise war ich selbst überrascht, wie dominant wir aufgetreten sind“, freute sich VfB-Coach Markus Koch nach dem unerwarteten Dreier, mit dem man den Göppingern die erste Saisonniederlage zufügte.

Luigi Ancona bot sich bereits nach 60 Sekunden die Führungschance, denn er hatte den gegnerischen Keeper bereits umkurvt, zögerte dann aber zu lange. Die von Gianni Covelli trainierten Gastgeber fanden dann zwar vor allem über Standards etwas besser in die Partie, doch bis zur Pause behielt der VfB spielerisch die Oberhand.

Nach dem Wiederanpfiff folgte dann schon bald die für Koch „spielentscheidende Szene“. Patrick Tichy bediente per Schnittstellenpass Ancona, der dem Göppinger Tor entgegenstrebte und von Tobias Clauß nur noch per Notbremse gestoppt werden konnte. Den neben der Roten Karte fälligen Elfmeter verwandelte Yildiz sicher (51.).

Remser mit viel Geschick

Trotz Unterzahl stemmten sich die Gastgeber in der Folge aber mit Macht gegen die Heimniederlage. „Da brauchte es schon Glück und Geschick auf unserer Seite, zumal wir es verpasst haben, bei unseren Kontern die Entscheidung herbeizuführen“, gab Koch hinterher zu, betonte aber gleichzeitig: „Unterm Strich gibt es an unserem Sieg nichts zu deuteln“. Mit dem zweiten Dreier hintereinander hat sein Team den noch vor 14 Tagen drohenden Fehlstart endgültig abgewendet und steht nun vor drei Heimspielen in Folge.

 

Göppinger Kreisnachrichten – 14.9.2015 - MARKUS MUNZ

Göppinger hadern nach Niederlage mit Schiedsrichter

Die Fußballer des Göppinger Sportvereins unterlagen im Verbandsliga-Heimspiel dem VfB Neckarrems mit 0:1 (0:0) und ärgerten sich dabei über den Schiedsrichter und die eigene Leistung.

Nach dem Abpfiff hatten Tobias Clauß und Andreas Heintel noch Gesprächsbedarf mit Schiedsrichter Manuel Hellwig. Gegenstand der Unterhaltung des Göppinger Rechtsverteidigers und des Sportlichen Leiters war die Entscheidung des Unparteiischen fünf Minuten nach der Halbzeit. Clauß war im Laufduell zusammen mit dem Neckarremser Angreifer Luigi Ancona im Strafraum zu Boden gegangen. Schiedsrichter Hellwig zeigte auf den Elfmeterpunkt und dem Göppinger die Rote Karte.

Den Strafstoß ließ sich SV-Trainer Gianni Coveli noch gefallen, nicht aber das persönliche Strafmaß für seinen Spieler. "Der Stürmer kreuzt den Laufweg, es kommt zum Kontakt", beurteilte Coveli die Szene, "aber eine Notbremse oder die Vereitelung einer klaren Torchance habe ich hier nicht gesehen." Überhaupt ging der Trainer im zweiten Verbandsliga-Heimspiel der Saison "bei vielen Entscheidungen nicht konform mit dem Schiedsrichter". Zwei Mal lag der Ball bei der Göppinger Aufholjagd im zweiten Durchgang im Neckarremser Tor, beide Male fanden die Treffer keine Anerkennung. Äußerst umstritten war insbesondere der Pfiff in der 88. Minute, als Gästekeeper Rodrigues Loucao beim Herauslaufen über zwei Mitspieler stolperte und Philipp Kühnert den Ball ins leere Tor hob. Der Schiedsrichter erkannte aber auf Foul am Torwart.

In der 70. Minute hatte der Schiedsrichter-Assistent den eingewechselten Yannick Kögler beim Zuspiel von Domenic Brück im Abseits gesehen. Brück hätte in dieser Situation wohl besser selbst aufs Tor geschossen. Es war nicht die einzige falsche Entscheidung, die Covelis Schützlinge an diesem Tag trafen. Den Trainer ärgerte aber vor allem, "dass wir in der ersten Halbzeit zu passiv agiert haben. Neckarrems hat besser kombiniert und ist ein paar Mal gefährlich nach vorne gekommen. Trotzdem hatten wir bei Standardsituationen und einmal durch Lars Ruckh die besseren Chancen". In der 19. Minute war dem Sportverein einer der wenigen guten Spielzüge gelungen. Über Domenico Botta und Chris Loser kam der Ball in den Strafraum zu Ruckh, dessen Lupfer knapp über die Latte ging. Ansonsten lief bei den Rot-Schwarzen nicht viel zusammen.

Nach der Roten Karte zeigte der Sportverein immerhin kämpferisch ein anderes Gesicht und übte mehr Druck aus als zu elft. Weil die Gäste mehrere Konterchancen liegen ließen, blieb der offene Schlagabtausch bis zum Ende spannend. Letztlich fuhr Neckarrems den nicht unverdienten Sieg ein. "Wir haben zu zehnt gut dagegengehalten und die Schlagzahl erhöht. Hätten wir das von Anfang an gezeigt, wäre mehr drin gewesen, so aber haben wir heute immer ein Stück vermissen lassen", bedauerte Coveli.

Olympia: Einfache Fehler entscheiden Spiel

Erneute Enttäuschung: Olympia Laupheim (hier Patrick Mrochen, im Zweikampf rechts) leistete sich gegen Neckarrems zu viele gravierende Fehler. Julia Rahn/Presse Baumann

Schwäbisch.de - Michael Mader - 07.09.2015

Der FV Olympia Laupheim ist vom Auswärtsspiel in Neckarrems mit einer Niederlage zurückgekehrt. Der Fußball-Verbandsligist unterlag dem Gastgeber mit 1:3 (0:2). Den einzigen Treffer für die Laupheimer erzielte Arne Kittel.

Schon nach einer Viertelstunde in der schmucken Layher-Arena in Remseck waren die Hoffnungen der Laupheimer auf einen Punktgewinn weitgehend abgehakt. Luigi Ancona (4.) und Patrick Tichy (16.) hatten den VfB Neckarrems mit 2:0 in Führung gebracht. Die gesamte Taktik des Olympia-Trainerteams war durch einfache Fehler über den Haufen geworfen worden. „Wir haben genau da weitergemacht, wo wir in der ersten Halbzeit gegen Normannia Gmünd aufgehört hatten“, musste ein erneut enttäuschter Olympia-Trainer Thomas Lemke feststellen.

Seine Mannschaft war zu Beginn der Partie nicht auf dem Platz und lud den Gegner zu den Toren ein. Ancona staubte nach vier Minuten freistehend ab, nachdem Laupheims Keeper Julius Lense einen Weitschuss an den Pfosten abgewehrt hatte. Zur großen Aufregung bei Lemke führte dann der zweite Treffer des VfB, als ein weiter Abschlag des einheimischen Torwarts Rodrigues Loucao das 2:0 einleitete. Tichy profitierte dabei von der Unentschlossenheit der gesamten Laupheimer Hintermannschaft. „Solche Tore dürfen nicht fallen, da gibt es keine Entschuldigung.“

Kaum Chancen für Laupheim

Nach diesem Treffer schaltete der Gastgeber einen Gang zurück und Laupheim kam etwas besser ins Spiel. Man stand kompakter in der Defensive und ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. Dennoch blieben Laupheimer Torchancen Mangelware. Die einzige nennenswerte in Durchgang eins vergab Christian Glaser nach 36 Minuten, als der Ball an den Außenpfosten sprang. „Wir haben dann endlich die Sachen umgesetzt, die wir vorher besprochen hatten – wie Ballkontrolle, enger im Abwehrverbund zu stehen und auch mal den langen Ball einzusetzen“, benannte Lemke die wenigen positiven Erkenntnisse aus diesem Spiel.

Das 3:0 für den VfB Neckarrems war nicht zu verhindern, denn Eugenio del Genio setzte einen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar für Lense in den Winkel (55.). Die Partie war nun endgültig entschieden. Das Spiel plätscherte so dahin, unterbrochen von Fouls, die Schiedsrichter Yannick Eberhardt aus Giengen mit insgesamt zehn Gelben Karten ahndete. Der Laupheimer Matthias Wesolowski kassierte in der Nachspielzeit seine zweite, musste mit Gelb-Rot vom Platz und darf sich nun die Partie gegen den VfL Sindelfingen am kommenden Samstag von der Tribüne des Laupheimer Olympiastadions anschauen.

Elf Minuten zuvor hatte Arne Kittel aus Laupheimer Sicht für Ergebniskosmetik gesorgt und mit einem sehenswerten Schrägschuss von der Strafraumkante das 1:3 erzielt. Simon Hammerschmied hatte ihn mustergültig von der Grundlinie bedient. „Insgesamt haben wir verdient verloren, weil wir zu viele Fehler gemacht haben“, fiel das Fazit von Thomas Lemke sehr nüchtern aus.

VfB Neckarrems kann daheim doch noch gewinnen

Bietigheimer Zeitung - BZ - 07.09.2015

 

Am dritten Spieltag der Saison 2015/2016 der Fußball-Verbandsliga feierte der VfB Neckarrems mit dem 3:1 gegen den FV Olympia Laupheim seinen ersten Sieg. Ende September 2014 hatte der VfB Neckarrems letztmals auf dem heimischen Hummelberg gewonnen. Damals gab es ein 4:0 gegen den FV Rot-Weiß Weiler.

Nach zwei passablen Auftritten bei den Niederlagen gegen die TSG Backnang (0:2) und bei der SV Böblingen (1:2) kamen in der Partie gegen Laupheim zur guten Leistung auch drei Punkte hinzu. Vor 150 Zuschauern erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß, denn schon in der vierten Minute erzielte Luigi Ancona per Abstauber das 1:0. Zwölf Minuten später erhöhte Patrick Tichy, der von der Defensive auf die rechte offensive Außenbahn versetzte wurde, mit einem strammen 18-Meter-Schuss auf 2:0.

Mit diesem klaren Vorsprung im Rücken ließ es sich für den VfB gut spielen. Aus einer kompakten Defensive heraus gelangen einige schöne Kombinationen, nur im letzten Drittel vor dem Laupheimer Tor klemmte es etwas. Die Gäste wagten sich nach dem frühen Rückstand zunächst nicht aus der Deckung, um nicht Gefahr zu laufen, ausgekontert zu werden. Kurz vor der Pause hatten sie mit einem Lattentreffer Pech.

In der 55. Minute schlenzte Eugenio Del Genio den Ball per Freistoß vom Strafraumeck zum 3:0 ins Laupheimer Netz. Auf dieses Gegentor reagierten die Gäste mit einem Dreifachwechsel. Die Bemühungen führten in der 80. Minute zum Anschlusstor durch Arne Kittel.

VfB Neckarrems wartet weiter auf die ersten Punkte

LKZ - Bernd Seib - 31.08.2015

Böblingen. In der Fußball-Verbandsliga stehen für den VfB Neckarrems auch nach dem zweiten Spieltag noch null Punkte zu Buche. Beim SV Böblingen gab es eine „unnötige 1:2-Niederlage“, so Trainer Markus Koch.

„Mindestens ein Punkt wäre gerechtfertigt gewesen, aber letztlich haben wir es uns selbst zuzuschreiben“, urteilte der VfB-Coach nach dem Abpfiff. Er hatte seine Defensive umgebaut und Neuzugang Georg Dis ins Abwehrzentrum beordert. Zudem kam Abdulsamed Akin auf der rechten Außenbahn zu seinem ersten Startelfeinsatz. Gabriel Fota vergab zunächst per Kopf die erste VfB-Chance (14.). Besser machte es Böblingen im direkten Gegenzug. Christian Mijic verwertete eine scharfe Hereingabe zum 1:0.

Die Remser übernahmen in der Folge die Spielkontrolle. Alleine Zählbares wollte sich nicht einstellen. Kurz nach Wiederanpfiff war es dann aber soweit. Del Genios Steckpass fand den durchbrechenden Ancona, der von der Beinen geholt wurde. Per Elfmeter traf Asilhan Yildiz zum 1:1-Ausgleich (49.).

Lange freuen konnte sich der VfB jedoch nicht, denn nur drei Minuten später folgte die kalte Dusche. Nach einem Ballverlust Akins in der Umschaltbewegung griff Böblingen zügig über die rechte VfB-Seite an und kam durch Sascha Raich zur erneuten Führung.

Neckarrems hadert mit dem Schiri

LKZ - Bernd Seib - 22.08.2015

 

Zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga unterlag der VfB Neckarrems trotz ansprechender Leistung dem sehr effektiven Nachbarn TSG Backnang mit 0:2 (0:1).

Die Remser besaßen gestern Abend im Prestigeduell vor allem vor der Pause Vorteile, überzeugten mit schnellem Vertikalspiel und flüssigen Kombinationen, versäumten es aber, dies in Zählbares umzumünzen.

Marcel Friz, einer von zwei Neuzugängen in der Startelf der Gastgeber, gab den ersten Torschuss ab (11.), doch Carl Zimmermann, der Ex-VfBler im Backnanger Tor, konnte parieren. Rechtsverteidiger Friz hatte auch wenig später die Füße bei der besten Gelegenheit vor der Pause im Spiel. Nach schnellem Abwurf von Luis Rodrigues bediente er Asilhan Yildiz, doch er scheiterte an Zimmermann (16.).

Das Tor fiel schließlich auf der Gegenseite und es fiel aus dem Nichts. TSG-Kapitän Oguzhan Biyik schlug einen Freistoß scharf nach innen, der gleich doppelt abgefälscht wurde. Marcel Zimmermann durfte sich als Torschütze feiern lassen (34.). Nur 120 Sekunden später lag der Ausgleich in der Luft, doch das Freistoßgeschoss von Yannick Fuchs, dem zweiten Neuen im VfB-Trikot, flog an die Latte.

„Die Pausenführung war sicherlich glücklich“, räumte Gästetrainer Markus Lang ein und fügte an: „Die Gelb-Rote Karte hat uns dann in die Karten gespielt.“ Gezeigt bekam diese Friz für ein Handspiel im Mittelfeld (53.). Als „völlig überzogen und auf Zuruf gepfiffen“ bewertete nicht nur VfB-Trainer Markus Koch diese knüppelharte Entscheidung des nun manches zu Ungunsten des VfB auslegenden Schiedsrichters. Dennoch betonte Koch: „Die Hinausstellung war noch nicht die Vorentscheidung. Selbst mit zehn Mann haben wir weiter das Spiel bestimmt.“

Viele Chancen konnten sich die Hausherren gegen robuste Gäste, die jederzeit die Kopfballhoheit besaßen, aber nicht mehr erarbeiten. Gabriel Fota vergab nach einer Ecke Eugenio Del Genios per Kopf die hochkarätigste (69.), bevor Backnang nach einem Konter in der Schlussphase durch Benito Baez Ayala das 2:0 gelang.

 

 

 

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