VfL Nagold unterliegt gegen VfB Neckarrems

Die Nagolder um Kujtim Berisha (links) bissen sich an Neckarrems um den starken Keeper Luis Rodrigues die Zähne aus. Foto: Kraushaar

Schwarzwälder Bote - Albert M. Kraushaar - 14.10.2018

 

VfL Nagold – VfB Neckarrems 1:2 (0:1). Nun ist es passiert: Der VfL Nagold hat gegen den VfB Neckarrems die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Nach dem 1:2 mussten die Aufsteiger das zweite Mal in der Verbandsliga-Saison den Platz als Verlierer verlassen.

"Rotation, nur wenn es Sinn macht" hatte VfL-Trainer Armin Redzepagic vor dem Spiel angekündigt. Matthias Müller, Fabian Mücke, Ali Karsli und Heinrich Vegelin kamen neu in die Startformation. "Wir hatten gut trainiert und uns viel vorgenommen. Das frühe 0:1 hat einen Bruch in unser Spiel gebracht", sagte der Nagolder Coach.                                            Bei Nagold passte die Zuordnung nicht. So fiel bereits nach sechs Minuten der erste Gegentreffer. Im Mittelfeld fühlte sich niemand für Lars Ruckh zuständig, der zog aus gut 25 Metern einfach mal ab. Der Ball flog über Matthias Müller hinweg ins Netz. Der Nagolder Schlussmann hatte in dieser frühen Phase der Partie zu weit vor seinem Kasten gestanden, zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass es ihm die Sonne bei diesem Gegentor nicht einfach gemacht hat.                                                                                                                 Der VfL Nagold brauchte seine Zeit, um den Schock zu überwinden. Nesreddine Kenniche entwischte Nicolai Brugger, der brachte jedoch nur ein Schüsschen zustande (9.). In der 12. Minute lag der Ball zum zweiten Mal im Netz, aber der Schiedsrichter-Assistent an der Seitenlinie hatte die Fahne gehoben, was allerdings nicht alle unter den rund 200 Zuschauern nachvollziehen konnten. Kurz danach hatte Lars Ruckh seinen zweiten Treffer auf dem Schlappen, zog das Spielgerät jedoch knapp am Tor vorbei. Die erste Nagolder Chance resultierte aus einem Fehler der Gäste-Abwehr, als Alexandru Popescu eine missglückte Karsli-Flanke Luka Kravoscanec vor die Füße stoppte, der VfL-Stürmer konnte das Geschenk jedoch nicht verwerten. Kurz danach hatte Armin Redzepagic zwar die größte Chance seiner Mannschaft gesehen, aber der starke Luis Rodrigues im Neckarremser Tor war gegen Chris Wolfer auf der Hut (33.).                                                                                                         Das war’s bis zur Pause. Wer im zweiten Spielabschnitt ein Aufbäumen der Nagolder erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit Matthias Rebmann (muskuläre Probleme) musste nach 49 Minuten einer der Besten runter. Für ihn kam Pascal Seil, kurz danach Dominik Pedro für Heinrich Vegelin und Kujtim Berisha für Ali Karsli. Die Torchancen hatten weiterhin die Gäste. Zuerst flog ein Kopfball knapp vorbei (55.), dann erwischte Matthias Müller im Rückwärtslaufen einen Ball von Micha-Colin Läubin (57.). In der 63. Minute erzielte Nesreddine Kenniche, den die Nagolder Hintermannschaft einfach nicht in den Griff bekam, nach scharfer Kopfballhereingabe das 2:0 für die Gäste. Aufreger im Neckarremser Strafraum: Fehlanzeige – abgesehen von einer Aktion, in der Gabriel Fota (69.) Chris Wolfer noch ablaufen konnte. In der Folge vergrößerten sich die Sorgenfalten des VfL-Trainers. "Das war kein Gegner mit der ganz großen Qualität", stellte Redzepagic nach der Partie enttäuscht fest. Doch seine Mannschaft war eben nicht besser. "Wir hätten hinten raus für eine klare Entscheidung sorgen müssen", blickte dagegen Gäste-Coach Markus Koch auf drei hundertprozentige Tormöglichkeiten von Andreas Schwintjes, Kenniche (aus fünf Meter frei vor dem leeren Tor) und dem eingewechselten Viktor Ribeiro.                                            Kurz vor Schluss hat das Spiel dann doch noch Pfeffer bekommen. Redzepagic hatte Nicolai Brugger in die Spitze beordert, Gästetorhüter Rodrigues ließ einen Freistoß von Luka Kravoscanec fallen. Brugger scheiterte im Nachsetzen am Außenpfosten. Dann fiel er doch noch der Nagolder Treffer – und wie. Rodrigues stand zu weit vor seinem Kasten, als der Ball Elias Bürkle im Mittelfeld vor die Füße viel. Der 19-Jährige zog aus 35 Metern gefühlvoll ab und beförderte die Kugel über Rodrigues hinweg ins Tor (88.). Ein Traumtor, das unter dem Strich jedoch nichts einbrachte.

 

Homepage VfL Nagold - Dominik Veitinger - 14. Okt. 2018

Befreiungsschlag verpasst: Heimniederlage gegen Neckarrems

VfL Nagold - VfB Neckarrems 1:2 (0:1) Tore: 0:1 Lars Ruckh (6.) 0:2 Nesreddine Kenniche (64.) 1:2 Elias Bürkle (88.)

Das war nix! Die Verbandsliga-Fußballer des VfL Nagold haben ihr Heimspiel gegen den VfB Neckarrems mit 1:2 verloren und warten damit weiter auf den ersten Heimsieg. Gegen einen nicht unbedingt stärkeren aber sehr cleveren Gegner gelang es dem Aufsteiger kaum, sich Torchancen zu erspielen. Durch die Niederlage sind die Nagolder vorrübergehend auf den Relegationsplatz abgerutscht, Neckarrems machte durch den Sieg einen Sprung auf Platz sechs.

"Das Ziel sind vier Punkte aus den beiden Heimspielen!", so Nagolds Coach Armin Redzepagic vor zwei Wochen. Um dieses Ziel, mit einem Heimsieg, zu erreichen veränderte er seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen Ehingen auf fünf Positionen: Matthias Müller stand für Bubacarr Sanyang im Tor. Zudem kamen Fabian Mücke, Heinrich Vegelin, Chris Wolfer, Marco Quiskamp und Ali Karsli in die Startelf. Mücke und Vegelin agierten als Außenverteidiger, Karsli spielte auf der linken Außenbahn und Chris Wolfer sollte im Angriff für neuen Schung sorgen.                                                                                                       „Wir hatten gut trainiert und uns viel vorgenommen, das frühe 0:1 hat einen Bruch in unser Spiel gebracht“ sagte der Nagolder Coach. In der Tat ging die bis dahin schon mangelhafte Zuordnung vollends verloren. Nach wenigen Minuten fühlte sich im Mittelfeld niemand für Lars Ruckh zuständig, der zog aus gut 25 Metern einfach ab, das Leder flog über Müller hinweg ins VfL Netz. Natürlich hatte der Nagolder Keeper in diese frühen Phase der Partie zu weit vor seinem Kasten gestanden, dazu hat es ihm die Sonne nicht einfach gemacht.

Der VfL brauchte seine Zeit um den Schock zu überwinden. Nesreddine Kenniche entwischte Nicolai Brugger (9.) der brachte jedoch nur ein Schüßchen zustande. In der 12. Minute das 0:2 aber der Linienrichter hatte zum Glück die Fahne gehoben, was nicht alle unter den rund 200 Fans nachvollziehen konnten. Kurz danach hatte Ruckh seinen zweiten Treffer auf dem Schlappen, zog das Leder jedoch knapp vorbei. Die erste VfL Chance resultierte aus einem Fehler der Gäste Abwehr als Alexandru Popescu eine missglückte Karsli Flanke Luka Kravoscanec vor die Füße stoppte, der VfL Stürmer mit dem Geschenk jedoch nichts an zufangen wusste. Kurz danach hatte Redzepagic zwar die größte Chance gesehen zu haben, aber Loucao Rodriques war gegen Chris Wolfer auf der Hut (33.). Das war’s bis zur Pause.

Wer im 2. Abschnitt ein aufbäumen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit Matthias Rebmann (muskuläre Probleme) musste nach 49. Minuten einer der Besten runter, für ihn kam Pascal Seil, kurz danach Dominik Pedro(für Heinrich Vegelin) und Kujtim Berisha fürden wirkungslosen Ali Karsli. Die Torchancen hatten jedoch die Gäste. Zuerst flog ein Kopfball knapp vorbei (55.) dann erwischte Müller im Rückwärtslaufen einen Ball von Micha Colin Läubin (57.) in der 63. Minute das längst überfällige 0:2 durch Nesreddine Kenniche nach scharfer Kopfballhereingabe. Aufregung im Neckarremser Strafraum :Fehlanzeige. Bis auf eine Aktion, in der Gabriel Fota (69.) Chris Wolfer noch ablaufen konnte. In Folge vergrößerten sich die Sorgenfalten beim VfL Coach. „Das war nun nicht der Gegner mit der großen Qualität“ stellte Redzepagic enttäuscht fest. „Wir hätten hinten raus für eine klare Entscheidung sorgen müssen“ blickte Gästecoach Markus Koch auf drei Hundertprozentige von Andreas Schwintjes, Kenniche (aus fünf Meter frei vor dem leeren Tor) und dem eingewechselten Viktor Ribeiro“. Kurz vor Schluss hatte das Spiel nochmals „Pfeffer“ bekommen. Redzepagic hatte Nicolai Brugger in die Spitze beordert, Gästetorhüter Rodriques
wohl schon im „Drei-Punkte-Rausch“ ließ einen harmlosen Freistoß von Kravoscanec fallen, Brugger scheiterte bei seinem energischen Nachsetzen am Außenpfosten. Rodriques weiter leichtsinnig, turnte weit vor seinem Strafraum herum als sein Mittelfeld den Ball verlor und Elias Bürkle aus gut 35m zum 1:2 Anschlusstreffer Maß nahm (88.)

Gurths traumhaftes Premierentor

Bietigheimer Zeitung / Neckarrems / bz 08.10.2018 

Bis zum achten Spieltag in der Fußball-Verbandsliga hat es gedauert, ehe der FV Löchgau sein erstes Auswärtstor erzielt hat. Im Spiel gegen den Bezirkskonkurrenten VfB Neckarrems war der Treffer von Fabian Gurth gleichzeitig der einzige des Tages und brachte den Gästen einen 1:0-Auswärtssieg. Der erste Dreier in der Fremde für die Elf von Thomas Herbst war auch auf dessen taktische Umstellung zurückzuführen. Im Vergleich zu den bisherigen sieben Partien zog sich der Aufsteiger deutlich weiter in die eigene Hälfte zurück, attackierte dort aber umso aggressiver. Für den VfB war es die dritte Niederlage in Serie – jedes Mal blieb die Mannschaft vom Hummelberg dabei ohne eigenen Torerfolg. Nach gutem Saisonstart rutscht das Team von Coach Markus Koch auf Tabellenplatz acht ab.

„Löchgau ist der verdiente Sieger. Es hätte uns gut getan, wenn wir mehr Derby-Stimmung angenommen hätten“, sagte Koch zum Auftritt seiner Schützlinge. Torgefahr entwickelten die Gastgeber wenn überhaupt nach Standardsituationen, was der lautstark kommunizierenden FVL-Defensive geschuldet war. Auch die Körpersprache war eine andere als noch bei den Heimauftritten gegen Ehingen und Nagold. „Das war unsere beste Saisonleistung. Wir haben unter der Woche viel aufgearbeitet und die Gangart verändert: Wir wollten passiver sein“, erklärte dagegen Löchgaus Coach Herbst.

Vom Anpfiff weg setzten die Gäste die abwartende Marschroute um. Nach Ballgewinn suchte der Aufsteiger dann den direkten Weg nach vorne, auch mit langen Bällen auf die schnellen Außenspieler Gurth und Terry Asare. Im Zentrum störten Peter Wiens und Pascal Wolter mit hohem läuferischem Aufwand das Aufbauspiel der Platzherren. Gelangte Neckarrems, wie in der 17. Spielminute, doch einmal tief in die Löchgauer Hälfte, war ein zweiter Spieler in Ballnähe um zu blocken – in diesem Fall Michael Mariolas, der gegen sein ehemaliges Team eine engagierte Leistung zeigte. Auch Riccardo Macorig überzeugte, nachdem er gegen Nagold zunächst nur auf der Bank gesessen hatte, mit guten Bällen nach vorne und sauberen Zweikämpfen.

Rodrigues auf dem Posten

In der 23. Minute legte Wiens auf Gurth ab, dessen abgefälschten Rechtsschuss von der Strafraumkante VfB-Keeper Luis Rodrigues aber entschärfte. Dennoch war die Szene ein Beispiel für Herbsts Plan, zweite Bälle zu sichern. Nach einer halben Stunde folgte der bis dato beste Angriff der Gäste: Asare setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und legte auf Mariolas ab. Dessen Schuss wurde zur Ecke geblockt. Nach 40 Spielminuten ließ erneut Asare gleich drei Neckarremser stehen und zog selbst aus spitzem Winkel ab – Rodrigues parierte.

Kurz darauf die Szene des Tages: Eine Kopfballabwehr des Koch-Teams landete bei Gurth, der sich das Spielgerät noch einmal vorlegte und mit rechts aus mehr als 20 Metern abzog. Unhaltbar schlug es im linken Torwinkel ein, ein klasse Schuss des 21-jährigen Flügelspielers.

Nach Wiederanpfiff wirkte die Mannschaft vom Hummelberg nur kurzzeitig motivierter. Viel mehr als ein Distanzschuss von Lars Ruckh (46.) und einen Versuch mit der Pike (69.) brachten die Gastgeber nicht zustande. Löchgau verpasste es dagegen, trotz guter Gelegenheiten (52./62./75.) frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Am Ende reichte es dank Gurth dennoch zum verdienten ersten Auswärtserfolg der Saison.

VfB im Derby ohne Leidenschaft

Voller Einsatz: Löchgaus Tom Kühnle (weiß, vorne) kämpft mit Micha-Colin Läubin (links) und Daniel Spiegelhalter um den Ball.Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung / Remseck / 08. Oktober 2018 - Bernd Seib

Im Kreisderby der Fußball-Verbandsliga überraschte ein disziplinierter und bissiger FV Löchgau mit einem 1:0-Auswärtssieg beim favorisierten VfB Neckarems. Damit schob sich der FVL bis auf einen Punkt an die Remser heran.

Betretene Gesichter bei den des VfB Neckarrems, während 20 Meter weiter die Freudentänze des FV Löchgaus und seiner Entourage tobten – denkbar gegensätzlich waren die Emotionen nach dem Abpfiff des Kreisderbys der Fußball-Verbandsliga verteilt. „Das war über 90 Minuten unsere beste Saisonleistung“, strahlte FVL-Trainer Thomas Herbst, während sein VfB-Kollege Markus Koch finster resümierte: „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt, waren zu lahm und zu langsam.“ Für seine Mannschaft war es die dritte Niederlage ohne eigenes Tor in Folge: „Wir wurden überschätzt und haben uns überschätzt. Jetzt sind wir auf dem Boden angekommen“, stellte Koch nüchtern fest und räumte ein: „Löchgau hat sich den Sieg verdient, denn sie haben das Spiel als Derby angenommen.“

Gäste wirken spritziger

Mit veränderter Spielausrichtung war der durchgehend bissiger und spritziger wirkende Gast die Partie angegangen. „Wir hatten viel geredet und wollten diesmal passiver sein“, erklärte Herbst. Erst ab der Mittellinie attackierte sein Team den VfB, der zwar viel Ballbesitz hatte, doch meist nur in ungefährlichen Zonen. Torchancen ließen daher lange auf sich warten. Dem Remser Emanuel Popescu bot sich die erste, doch nach Flanke Daniel Spiegelhalters köpfte er vorbei (27.). Auf der Gegenseite verzog Tom Kühnle nach einer Ecke am kurzen Pfosten (30.) und fand der durchgebrochene Terry Asare in VfB-Keeper Luis Rodrigues seinen Meister (38.). Nur wenig später fasste sich dann aber Löchgaus Fabian Gurth nach zu kurzer Abwehraktion ein Herz und jagte den Ball aus 25 Metern sehenswert zum Tor des Tages in den Winkel des VfB-Gehäuses (41.).

Lars Ruckh versuchte es direkt nach Wiederanpfiff aus nahezu identischer Position, doch FVL-Torwart Markus Brasch war zu Stelle. Auf der anderen Seite schlenzte Pascal Wolter das Leder nur knapp am Tor vorbei (52.), ansonsten blieben ganz klare Gelegenheiten rar gesät. Pero Mamic (58.) und Micha-Colin Läubin (68.) jeweils nach Standards für den VfB sowie zwei Flankenläufe des agilen Gurths (61., 75.) brachten noch die meiste Gefahr. Erst in der Endphase ließ sich der FVL zurückdrängen, überstand aber die sechsminütige Nachspielzeit schadlos. Nach Spielende sah Bahir Tahadir noch wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Bietigheimer Zeitung / Neckarrems / bz 08.10.2018

Fußball-Verbandsliga Heiningen unter Wert geschlagen

Gianluca D’Onofrio und Co. verloren deutlich. © Foto: Cornelius Nickisch

SWP / Heiningen / Edmund Funk 17.09.2018

Die Partie zwischen dem Tabellenvierten FC Heiningen und dem Zweiten der Fußball-Verbandsliga, dem VfB Neckarrems, konnte den Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Nach anfänglichem Abtasten mit leichten Vorteilen für den Gastgeber kam die kalte Dusche für die Heininger bereits in der zehnten Minute. Ein langer Abstoß der Platzherren landete beim Gegner, der einen Pass über die aufgerückte und schlecht postierte Heininger Abwehr spielte, der bei Torjäger Nes Kenniche landete, der mutterseelenalleine auf das Heininger Tor zulaufen und eiskalt zum 0:1 verwandeln konnte. Wie Fehler in der Verbandsliga bestraft werden, bekam der Gastgeber in der 39. Minute zu spüren. Der FCH ließ VfB-Abwehrspieler Yannick Bartmann über 50 Meter allein auf das Tor zulaufen. Mit einem überragenden Abschluss in den Torwinkel ohne jegliche Chance für Torhüter Marius Funk traf er zum 0:2. In der 44. Minute kam zum Unvermögen auch noch Pech dazu. Ein Abpraller nach Freistoß von Neckarrems landete direkt vor den Füße von Viktor Ribeiro, der keine Mühe hatte, zum Halbzeitstand von 0:3 zu erhöhen.                                                                                                  Trotz dieses deutlichen Ergebnisses war Heiningen keineswegs gewillt, diese Partie herzuschenken und war um eine Ergebniskorrektur bemüht. Nicht hilfreich war jedoch die gelb-rote Karte für Dominik Mader in der 62. Minute nach seinem zweiten  Foul in diesem Spiel. Dass an diesem Tag auch das Glück nicht auf Seiten der Heininger stand, wurde deutlich, als in der 62. Minute nach einer Flanke von Benjamin Kern der Kopfball von Gianluca D’Onofrio am Pfosten landete und nicht im Tor. Weitere Chancen in der 68. Minute durch Lennart Zaglauer oder in der 72. Minute durch Robin Reichert konnten nicht genutzt werden.

Trotz allen weiteren Bemühungen der Heininger wollte ein Anschlusstreffer jedoch nicht mehr gelingen – ganz im Gegenteil: Die Gastgeber mussten in der 85. Minute durch den Neckarremser Torjäger Kenniche nach einem Konter einen weiteren Gegen­treffer zum Endstand von 0:4 hinnehmen.                                                                                                 Insgesamt fiel die deutliche Niederlage für den Aufsteiger zu hoch aus. Für den FC Heiningen gilt es nun, diese Schlappe in Ruhe zu analysieren, die Fehler anzusprechen und zu versuchen, sie beim nächsten Spiel abzustellen. Edmund Funk

FC 07 weiter sieglos

Homepage FC 07 Albstadt - DF/JE

FC 07 Albstadt weiter sieglos in der Verbandsliga-Saison!

VfB Neckarrems – FC 07 Albstadt 1:0 (0:0). Der FC 07 Albstadt bleibt nach dem 4. Spieltag der laufenden Verbandsliga-Runde durch nur einen einzig erzielten Punkt im Tabellenkeller stecken. Das intensiv umkämpfte Spiel in Remseck-Neckarrems gewann der Gastgeber durch ein Tor von Victor Ribeiro in der 64. Spielminute knapp 1:0.
Zur Austragung dieser Auswärtspartie reiste der FC 07 Albstadt personell geschwächt. Torjäger Pietro Forenza, Fabian Letsch und Rico Vettermann waren verletztungsbedingt nicht im Kader. Auch Marco Sumser und Matthias Endriß mussten leicht angeschlagen zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der Gastgeber versuchte in den ersten 30 Minuten ein frühes Tor zu erzielen, war spielbestimmend, aber die aufmerksam agierende FC 07-Abwehr stand gut und ließ nicht viel zu. Die erste nennenswerte Torchance hatte der VFB Neckarrems daher erst in der 25. Minute. Einen Leichtsinnsfehler in der FC 07-Verteidigung konnte VfB-Torjäger Nesreddine Kenniche jedoch nicht nutzen, sein Schuß aus 18 Metern strich knapp über das Tor. Ein schnell vorgetragener Konter des FCA hätte in der 29. Minute fast die 1:0-Führung für die Blauweißen aus Albstadt bedeutet. Philipp Rumpel spielte auf Hakan Aktepe – sein Schuß aus halblinker Position flog knapp links am Pfosten vorbei. Eine weitere gute Treffer-Möglichkeit ließ der FC 07 Albstadt in der 38. Minute ungenutzt. Zuspiel von Marc Bitzer in die Schnittstelle auf Nicolas Gil Rodriguez – er legte sich den Ball aber zu weit vor. 0:0 lautete folglich der Pause-Zwischenstand.

FC 07-Trainer Alexander Eberhart: „Wir konnten in der ersten Halbzeit einigermaßen Paroli bieten, hatten aber ein oder zwei brenzlige Situationen zu überstehen. Unser Team war jedoch auch immer wieder durch Konter gefährlich. Aber die letzte Konsequenz und der entscheidend ankommende Pass vor dem gegnerischen Tor hat leider wiederholt gefehlt.

Im zweiten Abschnitt wurde der VfB deutlich gefährlicher. Vor allem der eingewechselte Victor Ribeiro machte auf der rechten Außenbahn mächtig Dampf. FC 07-Coach Alexander Eberhart;“ In der zweiten Halbzeit hat uns der VfB Neckarrems immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt. Warum das so ist, wissen wir. Die Probleme sind unsererseits hausgemacht – einige Spieler haben nach ihrer Urlaubszeit noch längst nicht den Zenit ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Wir müssen jetzt schauen, dass wir durch intensives Training nötige Fitness für die nächsten Spiele bewirken. Nach vier Punktspielen nur einen Punkt vorweisen zu können, ist für uns eine prekäre Situation“.

Kurz nach der Pause wäre fast doch das 1:0 für den FC 07 gefallen. Den guten Konter-Vorstoß über die linke Seite nutzte Philipp Rumpel nicht, sein Drehschuss aus 16 Metern überflog knapp die Querlatte (50.). Ein FC 07-Eckball entwickelte sich zum „Bumerang“ – der VfB eroberte sich den Ball und startete einen folgenschweren Konter über die rechte Seite Victor Ribeiro´s eiskalter Flachschuss aus 16 Metern Entfernung landete nach Innenpfosten-Abpraller hinter der Torlinie – 1:0 (64.).

FC 07-Trainer Alexander Eberhart; „Symptomatisch war das 1:0. Ein Eckball für uns – wir haben es aber dann verpasst beim Konter des VfB ein taktisches Foul zu begehen. Victor Rebeiro, der uns schon vor einem Jahr Schwierigkeiten gemacht hat. zieht nach innen und macht das 1:0. Mario Aller war zwar noch dran, aber der Ball traf den Innenpfosten und prallte ins Tor ab. Unglückliche Treffer wie diesen kassieren wir momentan“.

In den letzten 20 Minuten setzte FCA-Coach Alexander Eberhart alles auf eine Karte. Er brachte mit Matthias Endriss und Marco Sumser zwei Offensivkräfte in Spiel, aber eine klar herausgespielte Torchance sprang nicht mehr für den FC 07 Albstadt heraus. Jedoch: In der 70. Minute ereignete sich eine elfmeterreife Situation. Den effektiv gut vorgetragenen FC 07-Konter konnte Micha-Colin Läubin nur mit einem Strafraum-Foul an Marco Sumser stoppen. Schiedsrichter Christian Cretnik entschied jedoch nicht auf Elfmeter für den FCA. FC 07 Trainer Alexander Eberhart: „Für Marco Sumser hätte es eigentlich einen Elfmeter geben können. Ich weiß nicht ganz genau ob es einer war, aber wir hatten diesmal kein Glück, dass so ein Strafstoß für uns gepfiffen wird.“

Es blieb schließlich beim 1:0 für den VfB Neckarems – Jubel im Lager des Gastgebers – Ernüchterung hingegen bei den Gästen, welche mit „leeren Händen“ die Heimreise antreten mußten.

FC 07 Coach Alexander Eberhart: „Die letzten 20 Minuten haben wir alles probiert um noch zum Torerfolg zu kommen, aber uns hat dann die spielerische Linie gefehlt. Den Einsatz und der Wille kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen. Es mangelte einfach heute an Esprit und Technik um mehr Torchancen herauszuspielen. Der Sieg von Neckarrems ist verdient“

VfB-Trainer Markus Koch: „Ich bin heute absolut zufrieden mit der Teamleistung und dem Ergebnis. Aufgrund dessen, dass Albstadt erst mal abwartend agierte, tief gestanden ist, hatten wir natürlich sehr viel Ballbesitz und dann die Chance von Kenniche in der ersten Halbzeit. die aber leider ungenutzt blieb. Unterm Strich haben wir die Aufgaben im Spiel alle gut gelöst. Als Trainer braucht man dann auch ein bisschen Glück, wenn der Siegtorschütze einwechselt wird.

VfB-Neuzugang Kenniche trifft dreimal

LKZ - 03. September 2018 - Bernd Seib


Neckarrems feiert in der Verbandsliga 4:0-Erfolg in Breuningsweiler – FV Löchgau geht spät k.o.

Mit einem klaren 4:0 beim SV Breuningsweiler hat Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Neuzugang Nesreddine Kenniche traf dreimal. „Ich bin schon mehr als erfreut“, suchte VfB-Trainer Markus Koch nach dem in der Höhe nicht erwarteten 4:0-Auswärtssieg beim SV Breuningsweiler erst einmal nach den richtigen Worten. Hellwach von Beginn an präsentierte sich sein Team auf dem kleinen Platz in Winnenden. Nesreddine Kenniche verwertete schon nach 180 Sekunden einen Querschläger Eugenio Del Genios zur frühen Führung. Nach einer Viertelstunde erhöhte der aus Marbach gekommene letztjährige Toptorjäger der Bezirksliga nach Flanke Yanick Bartmanns dann auch auf 2:0. „Das Spiel lief mit den frühen Toren von der Entwicklung optimal für uns. Manche Angriffe wirkten schon wie aus einem Guss, aber es gab auch Schwächphasen“, urteilte Koch hinterher. Spätestens mit Christian Knechts 3:0 noch vor der Halbzeit, als er am kurzen Pfosten eine Hereingabe Bartmanns versenkte (39.), war eine Vorentscheidung gefallen. Der Aufsteiger aus Breuningsweiler mühte sich zwar nach Wiederanpfiff, wurde aber kaum einmal zwingend. Anders der VfB, der jedoch in der zweiten Hälfte „wahnsinnig viele Chancen vergab“ (Koch). Erst kurz vor dem Abpfiff gelang erneut Kenniche nach Del Genio-Ecke der 4:0-Endstand, der den noch ungeschlagenen Remsern den ersten Saisonsieg und in der Tabelle einen Riesensatz auf den vierten Platz nach vorne bescherte. „Damit war heute Morgen noch überhaupt nicht zu rechnen“, wunderte sich der VfB-Coach.

Neckarrems wartet noch auf Erfolgserlebnis

LKZ - 27. August 2018 -Bernd Seib

In der Fußball-Verbandsliga hat Aufsteiger FV Löchgau mit einem 1:0 gegen den FC 07 Albstadt seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Noch warten auf diesen muss dagegen der VfB Neckarrems, der sich 2:2 vom VfL Sindelfingen trennte.

Kampf um den Ball: Sindelfingens Frederik Mohr (links) gegen die Remser Pero Mamic und Christian Knecht. Foto: Baumann

„Gute und weniger gute Phasen“, hatte der VfB-Trainer Markus Koch beim letztlich leistungsgerechten 2:2 gegen den VfL Sindelfingen gesehen. Die ersten 45 Minuten gehörten eher zu den weniger guten, denn der VfB setzte zwar gleich ein Ausrufezeichen, als Christian Knecht nach schöner Vorarbeit Tahir Bahadirs das Leder an die Unterkante der Latte donnerte (4.). Doch ansonsten gehörte die erste Halbzeit den Gästen. Mit dem torlosen Remis war der VfB, für den nur Eugenio Del Genio noch einmal gefährlich wurde (42.), zur Pause gut bedient. Verbessert kamen die Remser aus der Kabine, doch es folgte die kalte Dusche. Einen zweifelhaften Elfmeter verwandelte Florian Feigl zur Gästeführung (55.). Der VfB schlug aber sofort zurück: Knecht bediente den zwischen den Linien lauernden Nesreddine Kenniche und der Neuzugang aus Marbach markierte sein erstes Verbandsligator (59.). Nur 120 Sekunden später führte Neckarrems sogar: Pero Mamic traf per Kopf nach Del Genio-Ecke. Viktor Ribeiro verpasste dann das 3:1, als er frei vor dem Keeper verzog (68.). „Da konnten wir das Spiel entscheiden“, haderte Koch hinterher. Stattdessen reichte dem Gast eine kurze Drangphase, um wieder auszugleichen. Flog zunächst Raphael Molitors Kopfball übers Tor (77.) und rettete VfB-Keeper Luis Rodrigues zweimal bravourös (79.), traf Molitor schließlich unbehelligt nach einer Linksflanke (80.) zum 2:2, bei dem es in der hektischen Schlussphase blieb.

 

Fußball: Mit einem Punkt kann der SKV-Trainer leben

Noah Lulic, (links), Neuzugang aus Sindelfingen, bringt frischen Wind ins Rutesheimer Spiel, wie hier bei seinem Fallrückzieher. Foto: Baumann

Leonberger Kreiszeitung - Von Nathalie Mainka - 18.08.2018 - 19:54 Uhr

 

Ein Punkt zum Saisonauftakt der Fußball-Verbandsliga. Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den VfB Neckarrems kann Rolf Kramer, der Trainer der SKV Rutesheim, gut leben. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, darauf kann man aufbauen“, sagte er nach der Partie. Zumal die Gäste mit ihrem schnellen Umschaltspiel immer wieder gefährliche Konter liefen. „Wir mussten da höllisch aufpassen und haben es ganz gut hinbekommen“, sagte Rolf Kramer.

Sein Kollege Markus Koch wusste hingegen nicht so richtig, wie er die Partie bewerten sollte. „Ich bin zwar nicht unzufrieden, wir können aber besser Fußball spielen, müssen dafür aber noch stabiler und ruhiger werden, auch die Chancenverwertung ist ein Thema.“ In den ersten 15 Minuten der Partie am Samstagnachmittag im Rutesheimer Bühlstadion gaben zunächst die Gastgeber den Ton an, tauchten immer wieder im gegnerischen Strafraum auf. Patric Vaihinger auf der linken Seite und der Sindelfinger Neuzugang Noah Lulic ergänzten sich in ihrem schnellen Spiel nach vorne, zunächst ohne zwingende Chance. In der 14. Minute dann eine große Möglichkeit, als Kapitän Steffen Hertenstein auf Lulic passte, der dann ganz knapp am Pfosten vorbei zielte. Nur eine Minute später verzog Hertenstein vor dem Tor. Nach diesen Szenen erhöhte Neckarrems so langsam das Tempo und spielte druckvoller nach vorne. Der Rutesheimer Torwart Julian Bär musste sich einige Male ins Toreck strecken und verhinderte damit die Führung der Gäste. Erneut setzte sich dann Noah Lulic mit einem sehenswerten Fallrückzieher in Szene, der Ball flog am Pfosten vorbei. Im Gegenzug passierte es: Die Neckarremser liefen einen schnellen Konter. Eine Flanke von rechts – und der frei stehende Tahir Bahadir schob den Ball zur 1:0-Führung der Gäste ein (21.). Hatten die Rutesheimer in der ersten Viertelstunde noch einen klaren Spielaufbau, ließen sie diesen in den Minuten bis zur Halbzeitpause missen. Drangen sie in den gegnerischen Strafraum ein, verloren sie durch die druckvolle Verteidigung der Neckarremser schnell den Ball. Eine hundert prozentige Chance hatte Patric Vaihinger in der 40. Minute, als er frei stehend viel zu hektisch den Ball über die Latte drosch. Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel bot sich Neckarrems. Nach einer Flanke von rechts hatten die Rutesheimer Glück, dass in einer Stafette gleich drei Gegenspieler knapp am Ball vorbei rutschten.

Joshua Schneider sorgte in der 69. Minute für den 1:1-Ausgleich. Einen langen und hohen Pass von Joshua Trefz nahm er direkt an und zirkelte den Ball sehenswert – aus fast unspielbarem spitzem Winkel – ins Tor. In der 80. Minute nahm Kramer die Offensivkräfte Lulic und Hertenstein raus, dafür kamen Gianluca Crepaldi und Dimitriy Lubenskiy. Am Ende hielten beide Mannschaften das Remis.

Schütt-Team feiert ersten Punktgewinn

BB Heute: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung - Edip Zvizdiç · 27.08.2018

Fußball?–?Verbandsliga: VfB Neckarrems – VfL Sindelfingen 2:2 (0:0) / Florian Feigl und Raphael Molitor erzielen die beiden VfL-Tore

Zum Haareraufen: Timo Krauß und der VfL Sindelfingen vergaben in Neckarrems einen möglichen Sieg. Bild: automotorart

Der VfL Sindelfingen hat seinen ersten Zähler in der noch jungen Verbandsligasaison verbucht. Eine Woche nach der 2:3-Auftaktniederlage gegen den VfL Nagold erspielte sich das Team von Maik Schütt beim VfB Neckarrems ein verdientes 2:2-Unentschieden.

Als der gut leitende Schiedsrichter Maurice Kern (SV Sillenbuch) die unterhaltsame Partie im GWV-Sportpark nach 90 Minuten samt Nachspielzeit beendete, wussten die Verantwortlichen und Spieler des VfL Sindelfingen nicht so richtig, ob sie sich nun über das 2:2-Remis beim VfB Neckarrems freuen, oder doch dem durchaus möglichen Dreier nachtrauern sollten. „Alles in allem ist das ein gutes Ergebnis“, sagte Thomas Dietsche, der sportliche Leiter der Sindelfinger. Nicht aber ohne gleichzeitig hervorzuheben „dass wir den Sieg insgesamt verdient hatten“.

Vor allem in der ersten Halbzeit war der VfL auf des Gegners Platz klar tonangebend – abgesehen von der vierten Minute. Nach Ballverlust im Mittelfeld von Florian Feigl schalteten die Hausherren schnell um. Im Strafraum gelangte der Ball zu Eugenio Del Genio, der geistesgegenwärtig von der Torauslinie auf Mitspieler Christian Knecht zurückpasste. Der Schuss des Neckarremsers aus neun Metern klatschte an die Unterkante der Latte, aber sichtbar vor der Linie wieder ins Feld. „In dieser Szene hatten wir großes Glück“, bekräftigte Thomas Dietsche.  Lars Jäger scheitert frei stehend                                                                        Danach aber war der VfL klar am Drücker – und hatte auch mehrmals die Chance, selbst in Führung zu gehen. Die allerbeste vergab in der 30. Minute Lars Jäger. Nach Ballgewinn von Noah Sautter schickte Neuzugang Ivo Colic Mitspieler Lars Jäger auf die Reise. Der Sindelfinger Torjäger schoss aber frei vor VfB-Torwart Luis Loucao am Tor vorbei. Knapp ging es auch in der 37. und 38. Minute zu. Zuerst zirkelte Armin Zukic einen Freistoß aus 24 Metern haarscharf am Torwinkel vorbei. Kurz darauf nahm Lars Jäger eine Flanke von Zukic volley, verpasste das anvisierte Ziel aber ebenfalls knapp. „Der Führungstreffer war überfällig“, trauerte Thomas Dietsche den guten Möglichkeiten hinterher. „Das war teilweise zum Haareraufen.“

Das Toreschießen holten die Gäste dann nach der Pause nach. Viktor Ribeiro ging in der 55. Minute im eigenen Strafraum gegen Armin Zukic zu ungestüm vor, sodass der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Diesen verwandelte Florian Feigl sicher zur verdienten Sindelfinger Führung. Die tat den Gästen aber gar nicht gut. Nesreddine Kenniche, kurz zuvor eingewechselt, spazierte in der 59. Minute an vier VfL-Spielern vorbei und erzielte das 1:1. Alexander Bachmann im VfL-Tor hatte keine Abwehrchance. Es kam aber noch schlimmer für die Sindelfinger. Nur zwei Minuten später lagen die Gäste sogar mit 1:2 im Hintertreffen. Bei einem Eckball der Neckarremser hatte Frederick Mohr im Kopfballduell mit Pero Mamic das Nachsehen. „Wir haben völlig den Faden verloren, hatten gar keinen Zugriff mehr“, monierte Thomas Dietsche, der die Felle seiner Mannschaft davonschwimmen sah.  Wieder mit mehr Initiative So negativ sich beim VfL die eigene Führung ausgewirkt hatte, so positiv reagierte die Mannschaft von Maik Schütt aber auf den Rückstand. Wieder mit deutlich mehr Initiative am Werk drängten die Sindelfinger auf den Ausgleich, hatten bei einigen Kontern der Hausherren aber auch Glück, dass diese nicht den dritten Treffer nachlegen konnten. In der 79. Minute vergab Ivo Colic noch frei stehend aus sechs Metern. Eine Minute später war der gute Raphael Molitor aber zur Stelle und erzielte den 2:2-Ausgleich. Eine Flanke von Alexander Wetsch drückte der defensive Mittelfeldspieler aus sieben Metern zum 2:2 ein. Dabei blieb es letztlich auch, da sich beide Mannschaften keine Blöße mehr gaben und mit dem Remis zufrieden waren.                                                                  Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Nagold zum Saisonauftakt hat Sindelfingen damit den ersten kleinen Erfolg in der noch jungen Saison geschafft – und dabei einmal mehr seine schon in den Vorjahren berüchtigten Nehmerqualitäten unter Beweis gestellt. „Wie in der Vorwoche gegen Nagold haben wir wieder einen Rückstand wettgemacht, dieses Mal am Ende aber auch Zählbares mitgenommen“, zog Thomas Dietsche zufrieden Bilanz. „Mit ein wenig mehr Konsequenz in der ersten Halbzeit gehen wir hier sogar als Sieger vom Platz.“

WFV-Pokal Hall belohnt sich fürs Engagement

Halls Flügelflitzer Selcuk Vural nimmt es gleich mit drei Neckarremsern auf. Die Sportfreunde gewinnen im WFV-Pokal mit 4:1. © Foto: Ufuk Arslan

SWP.de - Schwäbisch Hall / Viktor Taschner 06.08.2018

Die Haller Sportfreunde werfen in der ersten Runde den klassenhöheren VfB Neckarrems aus dem WFV-Pokal. Beim 4:1 überzeugt das neu formierte Team insbesondere mit seinem Einsatzwillen.

Nach dreiundzwanigeinhalb Minuten unterbricht Schiedsrichter Andreas Wieczorek aus Stuttgart das Spiel. Wegen der schwül-warmen Temperaturen bekommen die Akteure eine Trinkpause verordnet. Die Haller Spieler versammeln sich um die Trainerbank. „Gut so, klasse“, lobt Sportfreunde-Trainer Petar Kosturkov seine Mannschaft. 0:0 steht es da noch gegen den klassenhöheren VfB Neckarrems. 

Was dem Trainer und den 200 Zuschauern besonders an diesem Samstagnachmittag im Optima-Sportpark gefällt, ist der Einsatzwille der jungen, neuformierten Sportfreunde-Elf. Zwar ist der Verbandsligist aus Neckarrems vor allem körperlich und etwas weniger spielerisch überlegen, aber die Haller zeigen den nötigen Biss, der eine Pokalüberraschung erst möglich macht. Das 3-4-3-System, welches beim gegnerischen Ballbesitz zu einem 5-2-3 wird, verleiht den Sportfreunden an diesem Tag die defensive Stabilität. Mit Christian Baumann, Steffen Engelhardt und Ali Gökdemir stellt Kosturkov drei seiner erfahrensten Spieler in die Innenverteidigung. Im Mittelfeld ist Rückkehrer Nico Sasso der Chef, der lautstark seine Mitspieler dirigiert. Und nach vorne lauern die drei schnellen Angreifer Selcuk Vural, Boris Nzuzi und Jason Orzol auf die Steilpässe hinter die Abwehr des Gegners.

Elfmeter zum 1:0

Die Tore fallen allesamt in der zweiten Hälfte. Die Sportfreunde gehen in der 51. Minute in Führung. Tobias Hornung erhält auf der rechten Seite einen Diagonalpass von Ali Gökdemir. Hornung dringt in den Sechzechner ein und wird von VfB-Verteidiger Pero Mamic mit der Hüfte gefoult. Den fälligen Elfer verwandelt Neuzugang Boris Nzuzi sicher (1:0).

Zum zweiten Mal jubeln die Haller fünf Minuten später. Die Sportfreunde setzen sich im gegnerischen Strafraum fest. Selcuk Vural kommt an den Ball und schlenzt ihn mit links sehenswert in den linken Torwinkel (2:0). Ebenfalls sehenswert ist der Anschlusstreffer der Gäste. Mamic zieht 30 Meter vor dem Tor einfach mal ab. Der Ball fliegt unhaltbar in den rechten Winkel (2:1, 59. Minute). Der klassenhöhere VfB Neckarrems hat im Anschluss Feldvorteile. Die Einstellung und den Willen kann man den Gästen an diesem Tag wirklich nicht absprechen, was die Leistung der Sportfreunde nochmal unterstreicht. Das beruhigende 3:1 geht dann auf das Konto von Nico Sasso. Im Mittelfeld erkämpft er sich den Ball und zieht los. Als alle mit einem Steilpass auf die Stürmer rechnen, macht er eine Finte nach links und ist durch. Überlegt mit dem Außenrist platziert er dann den Ball im Tor. Den letzten Treffer des Tages markiert Yannik Winker mit dem Schlusspfiff (4:1).

Viele junge Spieler im Team

„Ich bin begeistert“, freut sich Kosturkov nach dem Spiel. „Wir hatten heute drei 18-Jährige und sogar einen 17-Jährigen in der Startelf. Sie haben es gegen gestandene Verbandsliga-Spieler sehr gut gemacht.“ Der bulgarische Coach hat schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl gehabt. „Die Jungen ziehen gut mit im Training, so wie ich mir das vorstelle.“

Anerkennende Worte findet auch Markus Koch, der Trainer des VfB Neckarrems. „Ich will keinen Zweifel aufkommen lassen, dass der Haller Sieg verdient war. Nach dem Rückstand waren wir vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug.“ Koch sei durchaus überrascht, wie gut die neuen Sportfreunde schon sind. „Sie haben jetzt nach vorne Tempo und sind nicht mehr so behäbig wie letztes Jahr in der Verbandsliga.“

In der zweiten Runde trifft Hall wohl am Samstag auf den Verbandsliga-Aufsteiger Breuningsweiler. Weil die Footballer der Unicorns an diesem Tag ein Heimspiel haben, werden die Sportfreunde wahrscheinlich ins Breiteich-Stadion der SSV Hall ausweichen.

„Das Unmögliche noch möglich machen“

Schwäbische Zeitung – 27. Mai 2018

Groß war die Anspannung beim Fußball-Verbandsligisten Sportfreunde Dorfmerkingen vor Spielbeginn. Nachdem der Verfolger, FSV Hollenbach, tags zuvor beim TSV Essingen einen glücklichen 1:0-Sieg eingefahren hat. Somit zählte bei den Mannen um Trainer Helmut Dietterle im Kampf um den Relegationsplatz nur ein Heimsieg. Doch am Ende stand am Samstag eine bittere 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten VfB Neckarrems - damit büßten die Sportfreunde den Relegationsplatz ein. „Wir haben aus unserer optischen Überlegenheit zu wenig gemacht und gegen einen clever spielenden Gast verloren. Trotz der Niederlage geben wir nicht auf und werden in den noch ausstehenden zwei Partien alles geben, um das Unmögliche noch möglich zu machen“, erklärte Dietterle. Während die Sportfreunde optisch überlegen wirkten, in der ersten Spielhälfte ein Eckenverhältnis von 7:1 hatten, waren es die Gäste, die das effizientere Spiel an den Tag legten. Zu durchsichtig war der Spielaufbau bei den Sportfreunden und es fehlten die Überraschungsmomente, um den Gast in Verlegenheit zu bringen. Anders dagegen die Gäste, die den ersten Warnschuss nach 29 Minuten abgegeben haben. Der quirlige Neckarremser Popescu war es, der Felix Gruber austanzte, doch dessen Hereingabe Spiegelhalter über das Dorfmerkinger Gehäuse drosch. Wer nun dachte, dass dies eine Signalwirkung für die Sportfreunde war, sah sich getäuscht. Drei Zeigerumdrehungen später dieselbe Situation. Blitzschnell überbrückten die Gäste über drei Stationen das Mittelfeld, Popescu bediente seinen Sturmpartner Spiegelhalter und es hieß 0:1.

Rückstand zeigt Wirkung Dieser Rückstand zeigte nun etwas Wirkung bei den Sportfreunden und nach 40 Minuten folgte der zu diesem Zeitpunkt dann verdiente Ausgleichstreffer. Nietzer drang über die linke Seite in den Strafraum ein, bediente Benjamin Schiele und dessen Flachschuss schlug unhaltbar im Neckarremser Gehäuse ein. Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Sportfreunde dann noch in Führung gehen können, doch Nietzer scheiterte knapp. In der zweiten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe: Die Partie wog nun hin und her, ohne dass sich beide Teams klare Torchancen erspielten. Kein Vorbeikommen gab es für die Dorfmerkinger Stürmer am überragenden Abwehrspieler der Gäste, Pero Mamic. Auf der Gegenseite war es Ribeiro der die Dorfmerkinger ein ums andere mal vor Probleme stellte. So kam es dann in der 89. Minute wie es kommen musste. Ein schneller Konter, das Leder kam zu dem eingewechselten Scimenes und dieser drosch den Ball aus halblinker Position unhaltbar in die Dorfmerkinger Torwinkel. Groß war der Jubel des Gastes über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Hängende Köpfe dagegen bei den Sportfreunden über eine nicht einkalkulierte Niederlage. Zu allem Überfluss holte sich noch Kapitän Niklas Weißenberger in der Schlussminute noch die gelb-rote Karte. Durch diese Niederlage und den gleichzeitigen Siegen der Verfolger Hollenbach und Ilshofen (noch ein Nachholspiel am Mittwoch Calcio Leinfelden-Echterdingen), können die Sportfreunde den Relegationsplatz aus eigener Kraft nicht mehr erreichen.

27. Spieltag: VfB Neckarrems – VfL Pfullingen 2:1 (0:0)

Homepage VfL Pfullingen - Timo Schyska – 24. Mai 2018

Nein, das Glück ist dem VfL nicht hold in dieser Spielzeit. Nur fünf Minuten durfte sich das Team im Kellerduell einer Führung erfreuen, dann folgte die Ernüchterung und am Ende die eiskalte Dusche. Durch das 1:2 (0:0) beim VfB Neckarrems sind die Chancen auf den Klassenverbleib für die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny auf ein absolutes Minimum gesunken. Der Übungsleiter lobte trotz der Niederlage sein Team für ihren Kampfeswillen. „Sie haben sich einen Punkt verdient. Leider fehlt und schon die gesamte Spielzeit das nötige Quäntchen Glück.“

Mit drei Startelf-Debutanten, Alwin Reuer, Tobias Steiner und Patrick Weiland, versuchte der VfL, an den Hausherren in der Tabelle vorbeizuziehen. Doch die Last des möglichen Abstiegs lastete schwer auf beiden Teams und lähmte das Offensivspiel hüben wie drüben. Dementsprechend wenig Mühe hatten die Defensivreihen, für Ordnung um und im eigenen Strafraum zu sorgen.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang unterhaltsamer. Eine Stunde war gespielt, als Dominik Früh nach einem schnellen Gegenstoß mustergültig Patrick Weiland bediente, der den Ball zu seinem ersten Verbandsligatreffer unter die Latte setzte. Der Jubel war groß auf Pfullinger Seite und die Euphorie wie eingangs erwähnt nur kurz. Nach einem Freistoß köpfte Micha-Colin Läubin den Ball zum Ausgleich ins Netz (65.). Der VfB bekam nun Oberwasser und Pfullingens Hintermannschaft hielt dem Druck bis fast zum Schluss stand. Fast. In der Schlussphase versuchte der eingewechselte Viktor Ribeiro, den Ball in die Mitte zu schlagen. Aus der vorgesehenen Flanke wurde ein Torschuss, der an Freund und Feind vorbei den Weg ins lange Eck fand.

„Wir haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben“, befand Konietzny nach dem Schlusspfiff. „Aber irgendwie soll es einfach nicht sein.“

Ribeiros spätes Tor erlöst Neckarrems

LKZ - 19. Mai 2018 - Bernd Seib

Dank eines Last-Minute-Tores von Geburtstagskind Viktor Ribeiro rang der VfB Neckarrems im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga den VfL Pfullingen gestern Abend mit 2:1 nieder. „Das haben wir in dieser Woche trainiert“, war VfB-Trainer Markus Koch kurz nach dem Schlusspfiff der nervenaufreibenden Partie sogar wieder zu Scherzen aufgelegt. Dafür, dass er lachen konnte, hatte zuvor Viktor Ribeiro gesorgt. Es lief bereits die 90. Spielminute, als der wieselflinke Angreifer mit seinem schwächeren linken Fuß eine scharfe Flanke schlug. Der Ball schien immer mehr an Tempo zu gewinnen und schlug schließlich vorbei am verdutzten Pfullinger Keeper im langen Eck des Gästetores ein. Ein denkbar kurioses Tor, das irgendwie vom Himmel gefallen war. Doch das interessierte in der Neckarremser Jubeltraube niemanden, denn man hatte damit das möglicherweise vorentscheidende Duell, um sich zumindest in die Relegation zu retten, noch umgebogen. Fünf Punkte beträgt nun der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz. Da mit den Rutesheimern ein weiterer Rivale zeitgleich verlor, rückte der VfB sogar auf einen Nichtabstiegsrang vor. „Wir müssen aber selbst für den Relegationsplatz noch etwas holen“, betonte Koch. Seine Elf hatte die Anfangsphase beherrscht, aber einige Chancen ausgelassen – die beste durch Emanuel Popescu (8.). Mitte der ersten Hälfte wurde der Gast mutiger. Bei den VfB-Akteuren war nun zu spüren, wie sie damit zu kämpfen hatten, dass ihnen das Spiel entglitt. Nach dem Seitenwechsel fanden die Remser zwar zu ihrer Linie zurück, kassierten aber nach einem Konter die eiskalte Dusche des 0:1 (60.) VfB-Kapitän Micha-Colin Läubin glich jedoch bald darauf per Kopf nach Freistoßflanke von Lars Ruckh wieder aus (65.). „In der Folge hatten wir mehr zuzusetzen und waren für mich auch insgesamt das aktivere Team“, urteilte Koch, dessen Elf dann doch noch durch Ribeiros ungewollten Geniestreich erlöst werden sollte.

FC Wangen kann weiter für die Verbandsliga planen

Okan Housein (rechts) (Foto: Josef Kopf)

Schwäbische Zeitung - 11. Mai 2018 - Markus Prinz

Der FC Wangen hat in der Fußball-Verbandsliga Württemberg auch sein viertes Heimspiel in Folge gewonnen und bleibt in diesem Jahr zu Hause ungeschlagen. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den VfB Neckarrems kann der FCW fast sicher mit dem Klassenerhalt und einem weiteren Jahr in der Verbandsliga rechnen. „Auch wenn das Spiel nicht schön war, sind wir natürlich glücklich über den Sieg, der uns wohl den Klassenerhalt beschert hat“, sagte ein zufriedener Wangener Co-Trainer Günter Gollinger. Den beiden Mannschaften war anzumerken, dass es um einiges ging. Vor allem in der ersten Spielhälfte waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, das Gehäuse von Wangens Torhüter Julian Hinkel dabei nur selten in Gefahr. Die einzigen Neckarremser Abschlüsse von Lars Ruckh und Kapitän Micha-Colin Läubin kamen zu zentral auf das Wangener Tor und waren sichere Beute für Hinkel. Aber auch der FC Wangen tat sich in der Offensive recht schwer und kam kaum zu klaren Tormöglichkeiten. Nach gut einer halben Stunde war es der erste wirklich gelungene Angriff, der zum Wangener Torerfolg führte. Der emsige Mario Duarte Vila Boa setzte sich über die rechte Seite klasse durch, ließ drei Gegenspieler aussteigen und schob den Ball ins kurze Eck. Gollinger war begeistert von diesem Treffer: „Es war eine echte Energieleistung von Mario, die uns auf die Siegerstraße gebracht hat.“

Der FC Wangen war nach dem Führungstreffer deutlich besser im Spiel. Von Neckarrems kam weiterhin wenig, obwohl deren Situation im Abstiegskampf sehr bedrohlich ist. Die beiden Mannschaften zeigten wahrlich keinen Zauberfußball, was aber im Abstiegskampf auch nicht zu erwarten war. „Es war wirklich kein sehenswertes Spiel, man hat unserer Mannschaft angemerkt, dass die letzten Wochen viel Kraft gekostet haben“, sagte Gollinger.

Wenige Chancen zugelassen Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurden die Zuschauer im Wangener Allgäustadion nicht gerade verwöhnt. Der FC Wangen stand in der Defensive trotzdem sehr sicher und ließ den Gästen keine nennenswerte Torchancen zu. Nach knapp einer Stunde musste Wangens Kapitän Simon Wetzel, der sich schon die vergangenen Wochen mit Blessuren durchbeißt, verletzt vom Platz. In einem „Kampfspiel“ (Gollinger), hielt der FC den Gegner weiterhin vom Tor fern. Neckarrems versuchte es immer wieder mit Weitschüssen, diese blieben aber meist ungefährlich. In der Schlussphase der Partie wurde es auf dem Spielfeld zunehmend ruppiger und der Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun. Die Gäste aus Neckarrems packten in den letzten Minuten die Brechstange aus und schlugen jeden Ball hoch und weit in den Wangener Strafraum. Die FC-Defensive behielt jedoch den Überblick. Kurz vor Schluss scheiterte Okan Housein in aussichtsreicher Position am Gästetorhüter, aber das war spätestens nach dem Schlusspfiff vergessen. Denn danach war der Klassenerhalt nahezu besiegelt und den Wangenern Akteuren fiel eine große Last von den Schultern.

Homepage FSV Hollenbach – 7.5.2018

Traum geplatzt (?)

Hollenbach verliert auch in Neckarrems - Personalsituation kritisch

Der FSV Hollenbach hat es auch beim VfB Neckarrems nicht geschafft, seinen negativen Lauf zu durchbrechen. Zum dritten Mal in Folge blieb der Verbandsligist bei der 2:3-Niederlag ohne Sieg. Der Traum vom Aufstieg scheint geplatzt zu sein. Der 1. FC Normannia Gmünd hat den Abstand an der Tabellenspitze ausgebaut, die Tendenz der letzten Wochen spricht für den TSV Ilshofen als Relegationsteilnehmer, der im Spitzenspiel die Sportfreunde Dorfmerkingen mit 2:1 schlug.
Das Problem der Hollenbacher ist die Personalsituation. Zu den schon länger verletzten Dennis Hutter, Timo Brenner, Fabian Czaker, Philipp Hörner und Nico Nierichlo kamen Marc Zeller und Samuel Schmitt hinzu. Außerdem war der Einsatz von Christoph Rohmer und Hannes Volk lange fraglich, sie bissen sich aber durch. Und das ist das nächste Problem, das Trainer Marcus Wenninger erkannt hat. „Zu den Ausfällen kommt hinzu, dass vier, fünf Spieler spielen müssen, die angeschlagen oder nicht fit sind.“
So tat sich der FSV auch gegen die nächste Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel schwer. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Keine Seite hatte große Vorteile. Neckarrems hatte die etwas besseren Chancen. Zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Hollenbach fiel dann die Führung der Gastgeber. In der 42. Minute traf Emanuel Popescu zum 1:0.
Die Hollenbacher Antwort folgte kurz nach der Halbzeit. Michael Kleinschrodt erzielte in der 47. Minute den Ausgleich. Hollenbach bestimmte danach die Partie, drückte auf den Führungstreffer. Die klaren Möglichkeiten blieben aber erstmal aus. Dann schoss in der 72. Minute Sebastian Hack und Lorenz Minder fälschte zum 2:1 ab. Nun sprach wieder alles für die Hollenbacher.
Doch die Gäste zogen sich sofort zurück. Neckarrems warf dagegen alles nach vorne. Andreas Schwintjes (74.) verpasste am langen Pfosten lauernd frei per Kopf die Ausgleichschance. Drei Minuten später schafften es die Hollenbacher nicht zu klären, der Ball fiel Schwintjes vor die Füße. Er zog direkt ab und sein platzierter Schuss landete unter der Latte. Micha-Colin Läubin (78.) verpasste mit einem Fernschuss und Viktor Ribeiro (80.) schoss aus 20 Metern über das Tor.
In der 89. Minute dann ein folgenschwerer Ballverlust der Hollenbacher und Popescu vollendet zum 3:2 der Neckarremser.
Manager Karl-Heinz Sprügel ärgerte sich über die Abwehrarbeit seiner Mannschaft. „Da hat die Aggressivität gefehlt. Was mich ärgert ist die Leistung von uns in einem Spiel, in dem es noch um den ersten Platz geht“, sagte Sprügel. „Klar hatten wir sieben verletzte potenzielle Stammspieler aber es standen trotzdem elf gute Leute auf dem Platz.“
Wenninger relativierte die Kritik etwas, wies auf die angeschlagenen Spieler hin, die sich durchbissen. „Wir müssen akzeptieren, dass wir momentan am Limit sind. Es ist die Frage, wie viel man von der Mannschaft im momentanen Zustand verlangen kann. Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir keine Punkte haben, bin aber nicht enttäuscht von der Leistung der Mannschaft. Wir können den entscheidenden Unterschied derzeit nicht ausmachen. Das tut mir auch für die Mannschaft leid. Es ist schade, dass es so gekommen ist.“

Homepage TSG Öhringen - 24. Spieltag

TSG - VfB Neckarrems Fußball 2:0

Die große Euphorie wollte nicht aufkommen. Auch wenn die TSG Öhringen nach einer Durststrecke am Samstag gegen den VfB Neckarrems einen Heimsieg feierte. 2:0 gewann der Verbandsliga-Aufsteiger, bleibt aber Vorletzter in der Tabelle und zog den VfB nun mit rein in den Abstiegskampf. Die anderen Teams wie Pfullingen, Ehingen-Süd oder Rutesheim feierten ebenfalls Siege. Fünf Punkte haben die Öhringer damit Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. „Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch wie sie zustande gekommen sind, stimmen mich zuversichtlich“, sagte Trainer Wolfgang Guja. „Ein Kompliment an die Jungs. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

In der Vorwoche hieß es gegen den TSV Ilshofen 0:0, nun 2:0. „Die Basis ist eine stabile Defensive“, sagt Guja. „Im Gegensatz zum Spiel gegen Ilshofen konnten wir auch in der Offensive einen Tick mehr machen.“ Schon die erste Möglichkeit führte zum 1:0. Nach einem Chipball von Marin Kartela schloss Volkan Demir (9.) ab. „Das Tor hat uns zusätzliche Sicherheit gegeben. Wir standen bombenfest“, meinte Öhringens Mert Sipahi. „Bälle erobern und auf Konter setzen war unsere Marschroute.“ Dieses Konzept ging schon in der 9. Minute auf und wurde danach noch leichter.

Auch weil VfB-Trainer Markus Koch meinte: „Die Öhringer Mannschaft hat mit viel Leidenschaft und Kampfgeist gespielt. Das hat uns alles gefehlt. Das muss jetzt alles besser werden. Für uns steht die Liga auf dem Spiel.“ Seine Mannschaft ist nun Drittletzter.

Die TSG blieb diszipliniert, ließ nur ganz wenig zu. Kurz vor der Pause fiel dann das 2:0. Kevin Müller eroberte den Ball, setzte Nico Bäuerle ein und der A-Jugendspieler der Hohenloher schloss zum 2:0 ab. „Unser Youngster hat erneut ein gutes Spiel gemacht“, sagte Guja. „Yannick Jankowski ebenfalls.“

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie noch etwas ruppiger, weil nun auch Neckarrems mehr Kampfgeist an den Tag legte. Unfair wurde es aber nicht. „Für beide geht es um den Klassenerhalt. Da ist das normal“, sagte Wolfgang Guja. Seine Mannschaft verpasste es, aus guten Konterchancen noch das eine oder andere Tor draufzulegen, aber: „Es war wichtig, gegen einen direkten Konkurrenten zu gewinnen“, sagte Demir. „Es war schwierig, aber verdient, weil Neckarrems körperlich robust ist.“

Der Abstieg rückt immer näher

Haller Tagblatt - Hartmut Ruffer - 09.04.2018

Die Sportfreunde Schwäbisch Hall befinden sich auf der Autobahn und drücken aufs Gas. Sie steuern mit erhöhter Geschwindigkeit auf die nächste Ausfahrt zu – und diese heißt Landesliga. Das Schlusslicht verlor gestern Nachmittag völlig zu Recht gegen den VfB Neckarrems mit 0:3. Zwar stehen noch zehn Saisonspiele aus, doch angesichts dieser Leistung dürften nur noch die kühnsten Optimisten von einer Rettung ausgehen.

Gästetrainer Markus Koch gilt als ein besonnener Vertreter seiner Zunft. Er sprach davon, dass der Spielverlauf „günstig“ für sein Team gewesen sei. Er meinte damit die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte, die dem VfB die Führung einbrachte. Zunächst hatte Hall zwei Möglichkeiten: Serhat Ayvaz scheiterte mit einem Heber, Daniel Martin schoss nach der besten Kombination des Haller Teams übers Tor. Dann war wieder Hall im Angriff, doch die Gäste eroberten den Ball und konterten. Eine Flanke wird abgefälscht und senkt sich hinter Torwart Lukas Dambach an den Pfosten. Am schnellsten reagierte Eugenio del Genio, der den Ball aus rund sieben Metern ins Tor wuchtete.

Einbruch nach der Pause

Bis dahin spielten die Haller zumindest ordentlich, auch wenn offensiv wenig zusammenlief. Äußerst unangenehm war den Hallern das frühe Anlaufen der Gäste. Häufig gerieten die Sportfreunde unter Druck, konnten nicht in Ruhe ihr Spiel aufbauen. Als Gabriel Simion nahe der eigenen Torauslinie sich per Doppelpass befreien wollte, platzte Kapitän Ali Gökdemir der Kragen: „Wir sind nicht Barcelona! Schlag das Ding weg!“

Nach dem Wechsel stellte sich bei fast allen Hallern Lethargie ein. Die Körpersprache stimmte bei vielen nicht. Die Zuschauer fingen an laut und vernehmlich zu grummeln. Trainer Petar Kosturkov wurde nach dem Spiel deutlich. „Ich bin enttäuscht von der Laufbereitschaft meiner Mannschaft. Mit Verbandsliganiveau hatte das nichts zu tun. Man kann so etwas nicht nur mit spielerischen Mitteln lösen. Man braucht auch Kampf, aber das war nicht der Fall“, stellte der Bulgare indirekt die Charakterfrage.

Die Gäste konnten so ohne Probleme das Spiel kontrollieren „trotz des holprigen Platzes“, wie Trainer Markus Koch anmerkte. Nach 76 Minuten sorgte der eingewechselte Micha-Colin Läubin dafür, dass sich viele der rund 350 Zuschauer vorzeitig auf den Heimweg machten. Alexandru Popescu brachte sie zunächst zum Raunen, als dieser zwischen zwei Hallern durchmarschierte und so den Treffer vorbereitete. Lars Ruckh traf in der 81. Minute mit einem strammen Schuss, hatte dabei etwas Glück, doch das hatten sich die Gäste bis dahin auch verdient.

Ehingen Süd nur mit Nullnummer

Die Gäste waren den Ehingern (Jonas Guggenmoser rutscht auf dem regennassen Kunstrasen) technisch überlegen. © Foto: Herbert Geiger

Ehinger Tagblatt - Von Roland Flad 12.03.2018

Verbandsligist SSV Ehingen-Süd kommt gegen den VfB Neckarrems nicht über torloses Remis hinaus. Die Kirchbierlinger stehen nun auf Platz 15.

Der SSV Ehingen-Süd konnte in der Verbandsliga Württemberg nicht mit einem Erfolgserlebnis ins Spieljahr 2018 starten. Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler kam gegen den spielstarken VfB Neckarrems nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt somit im Tabellenkeller stecken. Die Kirchbierlinger tauschten die Plätze mit der TSG Öhringen, die mit einem 3:2-Sieg beim VfL Pfullingen überraschte.

Ehingen-Süd konnte im ersten Verbandsliga-Spiel des Jahres nicht an die gute Form der durchaus überzeugenden Vorbereitungsphase anknüpfen. Gegen den Tabellenneunten VfB Neckarrems mussten sich die Kirchbierlinger auf dem Ehinger Kunstrasenplatz am Wenzelstein mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Zu wenig, um sich mit einem ersten positiven Schritt anzuschicken, weiter aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

In der Begegnung vor etwa 150 Zuschauern ergriffen die Gäste erstaunlich ballsicher und spielgewandt die Initiative und hatten deutlich mehr vom Spiel. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen”, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler. Neckarrems lief den Gastgeber früh an und machte Tempo. „Wir konnten von hinten raus nicht viele Impulse setzen”, sagte Bochtler. Der VfB war dem SSV technisch und spielerisch überlegen; den Kirchbierlingern gelang es nicht, Druck auf die technisch versierten Neckarremser auszuüben, geschweige denn, klare Torchancen herauszuarbeiten.

Sapina mit bester Chance

Die beste Möglichkeit für den Gastgeber hatte noch Filip Sapina, der nach gut einer Stunde für Daniel Maier eingewechselt wurde. „Das hätte das 1:0 sein können”, sagte Bochtler. Andererseits konnte er sich bei seinem Torhüter Benjamin Gralla bedanken, der zwei gute Chancen der Gäste zunichtemachte und den Punkt für Ehingen-Süd festhielt. Gralla war noch bester Mann auf dem Platz. Die Viererkette ist zwar auch ordentlich gestanden, aber im Spiel nach vorne tat sich beim SSV einfach zu wenig.

Am Schluss wollte Bochtler kein zu hohes Risiko eingehen, nach dem Motto, ein Punkt ist besser als gar nichts: „Wir sind defensiv geblieben und können mit dem 0:0 leben.” Jetzt dürfe der SSV nicht die Nerven verlieren und den Abstand nach oben nicht zu groß werden lassen. Das gilt schon am nächsten Samstag, wenn Ehingen-Süd zur TSG
Tübingen muss. Der Tabellenfünfte und Mitaufsteiger gewann in Essingen 1:0.

FCN ist bestes Auswärtsteam

Homepage 1. FC Normannia Gmünd - 19/11/2017 - cjk

Mit einem 4:0 Auswärtserfolg beim VfB Neckarrems katapultierten sich die Normannen am Samstag auf Platz 1 der Auswärtsstabelle der Verbandsliga.

16 Punkte haben die Traub-Schützlinge in der Vorrunde auf fremden Platzen geholt und sich damit auch vor dem letzten Vorrundenspieltag in der Gesamttabelle auf Platz vier verbessert (23 Punkte). Normannia Chefanweiser Holger Traub musste vor dem Spiel in Neckarrems krankheits- oder verletzungsbedingt auf Konstantin Kühnle, Simon Knecht, Efendi Erol, Marius Nuding, Janis Widmann und auf den noch rotgesperrten Nermin Ibrahimovic verzichten. Aber schlussendlich konnte die Startformation vom erfolgreichen Pfullinger-Spiel auch zum Anpfiff in Neckarrems auflaufen.

Und die elf Gmünder begannen genau da, wo sie gegen Pfullingen aufgehört hatten. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss und präsentierte sich den fast 50 mitgereisten Gmünder Fans in einer überragenden Spiellaune. „Wir hatten uns viel vorgenommen. Wollten ans letzte Spiel anknüpfen. Direkt vor dem Spiel merkte man an der Körpersprache der Jungs die Spannung an, hier etwas zu reißen wollen. Ich bin sehr zufrieden, wir haben über 90 Minuten immer spielerische Lösungen gefunden.“ So Normannia Cheftrainer Holger Traub in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Die Normannen übernahmen von der ersten Minute das Kommando und diktierten Spielgeschehen und den Takt des Spiels. Bis zu einer der spielentscheidenden Szene in der 28. Minute hätten die Gmünder schon deutlich klarer als 1:0 führen können, ja müssen. Die gelb/rote Karte für den Neckarremser Lars Ruckh führte zu einer Veränderung des Spiels, aber auch zu einer Verärgerung der Gastgeber, Nach einem nicht gepfiffenen Foulspiel eines Gmünder Spielers im Mittelfeld beschwerte sich Ruckh heftigst verbal, erhielt gelb, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter gegen den Schiedsrichter zu meckern, was dieser mit der gelb/roten Karte bestrafte. „Wir waren zunächst wie gelähmt“, so der VfB-Trainer Markus Koch. „Doch wir haben mit 10 Mann ins Spiel zurückgefunden und uns besser positioniert.“ Doch insgesamt zu den 90 Minuten meinte Markus Koch: „Das 0:4 fühlt sich brutal an, aber wir müssen neidlos anerkennen, dass die Normannen ein astreines Spiel abgeliefert haben und uns vor viele Probleme gestellt haben. Der Gmünder Sieg ist absolut verdient.“ Auch Gmünds Trainer Holger Traub, lobte die tolle Reaktion der Gastgeber auf die Dezimierung, war dennoch angetan, wie seine Mannen den Ball und Gegner laufen ließen und einen Fußball zelebrierten, wie er ihn sehen will. Bereits schon nach zwei Minuten hätte 0:1 stehen können. Stephan Fichter flankte von rechts und Marvin Gnaase zog direkt ab, doch Rodrigues musste erstmals alles geben, um das erste Tor der Gäste zu verhindern. In der neunten Minute eroberte sich Fabian Kolb den Ball an der Mittellinie, bediente Marvin Gnaase, der den Ball für Bobo Mayer auflegte, der trocken aus 20 Metern abzog und das 0:1 markierte.

Die Normannen ließen die Gastgeber nicht ins Spiel kommen, immer wieder wurden die gefährlichen Gmünder Angriffe durch Bobo Mayer eingeleitet, so in der 15. Minute, als er Felix Bauer bediente, doch dessen Abschluss strich knapp am langen Eck vorbei. Oder in der 20. Minute, als er Marvin Gnaase mustergültig bediente, doch dessen Abschluss blieb in der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber hängen. In der 21. Minute erster Arbeitsnachweis für Yanick Ellermann als Ruckh urplötzlich frei vor ihm auftauchte, aber Ellermann bereinigte die Situation souverän. Nach dem Platzverweis für Ruckh konnten die Normannen noch einige gute Tormöglichkeiten herausspielen, während Neckarrems nur noch einmal gefährlich vor Yannick Ellermann auftauchte, der aber den Kopfball von Mamic herunterpflücken konnte.

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber nochmals anzurennen, doch mehr als ein gefährlicher Schuss und ein Fallrückzieher von Del Genio sollte nicht herauskommen. Die Normannen standen in der Defensive sicher, das Mittelfeld kontrollierte das Spiel und vorne spielten die Gmünder geduldig, um dann auch schlussendlich ihre Chancen zu verwerten. Dem 2:0 in der 61. Minute ging ein blitzsauberer Spielzug voraus. Der Ball lief wie am Schnürchen über Marvin Gnaase und Stephan Fichter, der Dominik Pfeifer perfekt im Strafraum anspielte, was dieser mit dem Tor zum 0:2 belohnte. Nur vier Minuten später das 0:3 und wieder waren die gleichen Protagonisten am Tor beteiligt nur die Reihenfolge hatte sich verändert, diesmal lautete sie: Stephan Fichter, Dominik Pfeifer und Marvin Gnaase vollendete. Noch einmal prüften die Gastgeber den Gmünder Schlussmann, doch auch Scheuerle fand seinen Meister in Yannick Ellermann. In der 70. Minute hätte es endlich beinahe für den Gmünder Sturmführer Felix Bauer mit einem Tor geklappt, doch sein Schuss aus der Drehung konnte Rodrigues mit einem unglaublichen Reflex gerade noch zur Ecke abwehren. In der 82. Minute dann ein Tor der Marke “Tor des Monats“ . Ansatzlos nahm Bobo Mayer den Ball an der Strafraumgrenze und hämmerte ihn zum 0:4 in die Neckarremser Maschen. Doch noch war die Torlust der Normannen nicht gestillt, weiter versuchten sie auch noch den fünften Treffer zu erzielen, doch mehr als ein Lattenknaller von Dominik Pfeifer sprang aber nicht heraus.

12. Spieltag: VfL Pfullingen – VfB Neckarrems 1:2 (0:1)

Foto: Homepage VfL Pfullingen

Homepage VfL Pfullingen – 6. November 2017 - Geschrieben von Timo Schyska

Dominik Früh saß wenige Minuten nach dem Schlusspfiff hinter dem Tor da wie ein Häufchen Elend. Selber konnte es der Vollblutstürmer am wenigsten fassen, dass er wenige Minuten zuvor den Ball nicht zum 2:2 über die Linie befördern konnte. Der VfL warf in der Nachspielzeit alles nach vorn, sogar Towart Markus Hirlinger war in den gegnerischen Strafraum geeilt. Ein letzter Ball in die Spitze, Jochen Fey legte das Spielgerät in die Mitte genau auf Früh. Doch sein Schuss war viel zu schwach, um den durchaus verdienten Punkt gegen den VfB Neckarrems einzubringen, Gästeschlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao hatte wenig Mühe, den Sieg seiner Mannschaft festzuhalten. Diese Szene war symptomatisch für die Situation der Schützlinge von Michael Konietzny im Herbst 2017. Die Leistung stimmt im Großen und Ganzen, nur die letzte Konsequenz, das Quäntchen Glück fehlen zum Erfolg. Eine Mischung, die allmählich die Alarmglocken am Jahnhaus zum Läuten bringen müsste.

Die Partie des Vorjahresvierten gegen den Vorjahresfünften, die beide wahrlich keinen guten Start in die Spielzeit 2017/2018 vorweisen können, nahm nach einer knappen Viertelstunde an Fahrt auf. Matthias Dünkel und vor allem Heiko Schall hatten für den VfL das 1:0 auf dem Fuß, auf der Gegenseite streifte ein Kopfball von Lars Ruckh nur um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei. Wieder war es ein Standard, bei dem die Pfullinger Defensive nicht gut aussah und den Gästen die Führung bescherte. Der baumlange Pero Mamic setzte sich gegen seinen Bewacher Fatih Özge durch und köpfte zum 0:1 ein (32.). Damit ging es auch in die Pause.

Unterhaltsam und ein wenig hitziger wurde es auch in Durchgang zwei. Christopher Leuze machte per Kopf auf sich aufmerksam, der eingewechselte Lukas Früh trifft den Ball nicht richtig, nachdem ein Schuss seines Bruders geblockt wurde. Leuze verhinderte im eigenen Fünfmeterraum das 0:2, als er den Ball von der Linie kratzte. Die Schlussviertelstunde hatte weitere Aufreger zu bieten. Dominik Früh wird im Strafraum zu Boden gerungen, den fälligen Elfmeter verwandelte Yasin Yilmaz souverän (77.). Glück für die Neckarremser, dass die Schiedsrichterin Melissa Joos auf eine rote Karte für den Verteidiger verzichtete. Doch es kam noch schlimmer für den VfL. Lars Ruck brachte seine Farben mit einem sehenswerten Treffer erneut in Front (85.). Die Schlussoffensive der Hausherren wurde nicht belohnt. Ein weiteres klares Foul an Dominik Früh übersah die Schiedsrichterin und ließ weiterlaufen. Ein Fehler, wie sie nach dem Spiel und der Besprechung mit dem Beobachter einräumte. Auch das passt zur aktuellen Pfullinger Situation. Doch liegt hier nicht der Hauptgrund der Niederlage. Die Spieler müssen wieder an ihre Stärken glauben und zur Stelle sein, wenn es gilt. Dann kommen auch die richtigen Ergebnisse wieder.

Pfullingen - Neckarrems 1:2 - Team scheitert wieder mal an sich selbst. Angreifer Frey verlässt den VfL zur Winterpause

Reutlinger General Anzeiger - Montag, 06. November 2017 - VON FRANK WILD

 

Die letzte Konsequenz fehlt

Der VfL Pfullingen steckt als Tabellen-13. mitten im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga. Und das rettende Ufer ist nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den VfB Neckarrems nun bereits drei Punkte entfernt. Trainer Michael Konietzny will »nicht draufhauen«, aber es gäbe auch »nichts schönzureden«. Deshalb sprach er das Manko seiner Fußballer im bisherigen Saisonverlauf nach der mittlerweile schon sechsten Niederlage im zwölften Spiel klar und deutlich an: »Die letzte Konsequenz fehlt.«
Spielleiter Frank König hatte vor der Partie noch eine deutliche Ansage gemacht: »Ein Unentschieden bringt uns nicht weiter. Die stehen nur einen Punkt vor uns.« Beim Pausenrückstand wäre er dann mit einem Zähler zufrieden gewesen. Nach dem 1:1-Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Yasin Yilmaz (77.) hatte er sich gewünscht: »Jetzt dranbleiben.« Vergeblich. Beim VfL muss sich etwas ändern, damit die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur kommt. Das war einhellige Meinung unter den 320 Zuschauern rund um den Kunstrasenplatz im Volksbank-Stadion.

. Tipp 1: Standards vermeiden

Den Großteil ihrer 20 Gegentreffer hat die Mannschaft um Kapitän Florian Gekeler in dieser Runde bislang infolge von Standard-Situationen kassiert. So auch das 0:1 durch einen Kopfball des baumlangen Neckarremser Innenverteidigers Pero Mamic (31.). Dabei war das ungeschickte Foul von Christopher Leuze am linken Strafraumeck im Vorfeld des daraus resultierenden Freistoßes so unnütz wie ein Kropf. Wer weiß, dass er bei Standards anfällig ist, sollte solche Aktionen tunlichst vermeiden.

. Tipp 2: Der unbedingte Wille

Wann ist eine Torchance eine echte Torchance? Doch eigentlich nur dann, wenn das Runde tatsächlich auch aufs Eckige kommt. Am Samstag war das beim VfL in der ersten Halbzeit kein einziges Mal der Fall. Nach dem Seitenwechsel war ein 19-Meter-Freistoß von Kevin Haußmann (51.) die erste Aktion dieser Kategorie. Leuze stand bei seinem »Tor«-Kopfball im Abseits (54.). Und Torjäger Dominik Früh beförderte seine 1000-prozentige Gelegenheit in die Arme von VfB-Torhüter Luis Rodrigues, anstatt an diesem vorbei zum 2:2 in die Maschen (90.+4). Da fehlt einfach der unbedingte Wille.

. Tipp 3: Änderungen vornehmen

In Hollenbach (0:2) und nun gegen Neckarrems kehrte Coach Konietzny zu der im ersten Verbandsliga-Jahr so erfolgreichen 4-4-2-Formation zurück. Durch einen zweiten Stürmer an der Seite von Dominik Früh ergeben sich mehr Räume für den bislang fünffachen Torschützen und das Offensivspiel ist schwerer ausrechenbar. Trotzdem läuft seit Wochen die nahezu identische Startformation auf - mit bescheidenem Erfolg, wie fünf Punkte aus den vergangenen sechs Begegnungen beweisen. Das sorgt für Unmut bei den Bankdrückern, die durch die Rückkehr einiger verletzter Spieler nun zahlenmäßig größer geworden sind und noch größer werden. Irgendetwas muss anders werden, um den Konkurrenzkampf wieder zu forcieren. Routinier Jochen Frey hat bereits seine Konsequenzen gezogen. Der Angreifer verlässt den Verbandsligisten zur Winterpause - in Richtung Zainingen oder Engstingen wird gemunkelt.

. Tipp 4: Die letzte Konsequenz

Der VfL spielt zwar regelmäßig gut mit und bekommt dafür auch Lob vom Gegner, wenn es aber ums Toreschießen geht, sieht's mau aus. Erst 20 Treffer hat die Mannschaft erzielt, obwohl sie sich ähnlich viele Torchancen herausspielt wie in der vergangenen Runde. Gegentore sind es mit 24 aber bereits sieben mehr als vor einem Jahr. Auch das 1:2 des Neckarremsers Lars Ruckh (84.) war vermeidbar. Für die Defensive und damit das Spiel gegen den Ball, das bekanntlich im modernen Fußball bei den Angreifern beginnt, gilt: Die letzte Konsequenz fehlt.

. Tipp 5: Mentale Unterstützung

Das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das ist landläufig leicht dahergesagt. Allerdings steckt viel Wahrheit in dieser Floskel. Nach Platz vier im Vorjahr hatte sich eine gewisse Zufriedenheit eingestellt - und nun kommen die Spieler offenbar nicht mehr so einfach aus diesem Relax-Modus heraus. Dass die Pfullinger schon zahlreiche 50:50-Spiele in dieser Runde nicht wie im Vorjahr für sich entschieden oder wie zuletzt in Hollenbach und nun gegen Neckarrems zumindest einen Punkt holen, wird zur Kopfsache. Neben dem zum Rundenbeginn neu installierten Athletikcoach Tobias Fluck von den VfL-Leichtathleten sollten sich die Fußballer vielleicht mal überlegen, ob sie den Mentaltrainer der Pfullinger Handballer zurate ziehen. (GEA)

Wangen vergibt Sieg in letzter Sekunde

Schwäbische Zeitung - 29.10.17 - Markus Prinz

FC muss sich in der Fußball-Verbandsliga in Neckarrems mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben

Kurz vor einem Auswärtssieg stand der FC Wangen am Samstag in der Fußball-Verbandsliga Württemberg beim VfB Neckarrems, jedoch kassierte die Elf von Trainer Adrian Philipp mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer zum 2:2. Wangens Okan Housein drehte die Partie mit seinem Doppelpack zwischenzeitlich zu Gunsten des FC.

Die Partie in Neckarrems begann für den FC Wangen mit einigen Minuten Verspätung, da der FC-Tross bei der Anreise im Stau feststeckte. Aber auch, als das Spiel dann angepfiffen wurde, schienen die Wangener Spieler noch nicht so richtig auf dem Platz zu sein. "Wir sind gar nicht gut ins Spiel gekommen, ob es an der verspäteten Ankunft lag, will ich aber so nicht behaupten", sagt Adrian Philipp.

Folgerichtig ging die Heimelf Mitte der ersten Spielhälfte durch einen Foulelfmeter in Führung. Wangens Verteidiger Luis Metzen rutschte unglücklich aus und brachte seinen Gegner zu Fall, den "berechtigten Strafstoß" (Philipp) verwandelte Eugenio Del Genio souverän. Nach gut einer halben Stunde kamen die Gäste allmählich besser in die Partie und hatten zwei Halbchancen zu verzeichnen. Die Heimmannschaft musste bereits vor der Halbzeit zweimal wechseln, unter anderem den wichtigen Mittelfeldakteur Andreas Schwintjes, was dem FC Wangen ein wenig in die Karten spielte. "Bei Neckarrems war nach den Wechseln in Hälfte eins schon ein Bruch im Spiel zu bemerken", sagte Philipp. Nach der Halbzeitpause machte es der FC dann deutlich besser. Kurz nach der Pause hatte Jan Gleinser die große Chance zum Ausgleich, den Torhüter hatte er bereits umkurvt, brachte den Ball dennoch nicht im Tor der Gastgeber unter.

Im Anschluss einer Standardsituation hatte Neckarrems die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, aber auch die Heimelf vergab. In der Folgezeit spielte nur noch Wangen, was in der 69. Spielminute mit dem Ausgleich belohnt wurde. Innenverteidiger Fabian Eninger spielte einen langen Pass auf Okan Housein, der dem Neckarremser Torhüter keine Chance ließ und zum 1:1 traf. Zehn Minuten später war es erneut Housein, der den FC Wangen mit einem herrlichen Volleyschuss aus 20 Metern jubeln ließ. Da geriet auch sein Trainer Adrian Philipp ins Schwärmen, "Okan machte ein richtig gutes Spiel und seine Leistung krönte er mit einem überragenden Tor zum 2:1". Zuvor hatte Torjäger Thomas Maas nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert. "In den 30 Minuten, die Thomas auf dem Platz stand, hat man schon gesehen, dass er uns gut tut. Vor allem wie er die Bälle vorne festmacht", lobte Philipp seinen Stürmer. Aber auch in der Defensive machte Wangen vieles richtig, so dass die Heimelf zu keinen zwingenden Torchancen mehr kam. Nur in der letzten Spielminute war Wangens Verteidigung einmal nicht aufmerksam genug, ein langer Ball vom Neckarremser Torhüter senkte sich direkt zwischen Biedenkapp und Eninger im Strafraum, Del Genio nahm den Ball mit und versenkte ihn zum Frust aller Wangener im Tor von Julian Hinkel. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel erst gar nicht mehr an. Während die Heimmannschaft den Punktgewinn auf dem Platz feierte, sanken die Wangener Spieler enttäuscht zu Boden. Trainer Adrian Philipp war lediglich enttäuscht über den bitteren Ausgleich in letzter Sekunde und fand lobende Worte für den Auftritt seiner Mannschaft: Die Jungs haben bis auf die ersten 30 Minuten ein richtig tolles Spiel gemacht, worauf wir wirklich aufbauen können, aber natürlich ist so ein Gegentreffer mit dem Schlusspfiff immer sehr bitter".

SKV Rutesheim belohnt sich mit einem Punkt

Zwei Torschützen in Schräglage: Daniel Spiegelhalter (Neckarrems/2. von links) gegen den Rutesheimer Daniel Elfadli. Foto: Baumann

Leonberger Kreiszeitung - Von Andreas Klingbeil - 09.10.2017

Es hat schon Begegnungen in dieser Saison gegeben, in denen die SKV Rutesheim nicht als Verlierer vom Platz hätte gehen brauchen, wenn nicht sogar dürfen. Das war beispielsweise beim 2:3 in Öhringen so, oder auch zuhause beim 0:1 gegen den VfL Sindelfingen. Es geht aber auch anders. Das 2:2 gegen den VfB Neckarrems hat es gezeigt. In der 89. Minute belohnte sich die Mannschaft für ihre Moral. Alexander Wellert fand mit seinem Diagonalball Axel Weeber. Der leitete weiter auf Daniel Elfadli – 2:2. Der Aufsteiger feierte damit einen am Ende natürlich auch glücklichen, aber nicht unverdienten Punktgewinn. Die erste Hälfte ging klar an die Gäste, im zweiten Durchgang hatte die SKV Vorteile – wenn auch nicht so deutlich wie zuvor der VfB Neckarrems.

Schlimme Befürchtungen an das letzte Heimspiel gegen den FC Albstadt (3:6 nach 0:6-Rückstand) kamen auf, als Neckarrems schon nach sieben Minuten in Führung ging. Yoshua Schneider und Alexander Wellert konnten den schnellen Viktor Ribeiro nicht bremsen, dessen Flanke nickte Daniel Spiegelhalter ein – 0:1.

Neckarrems hat Zeit, sich zu formieren

Die Rutesheimer Spieler blieben über weite Strecken der ersten Hälfte viel zu passiv und wirkten behäbig. Und im Spiel nach vorne fehlte das Tempo. Die Gäste formierten sich mit ihren beiden Viererketten vor dem eigenen Strafraum und hatten keine Mühe, den Gegner von der gefährlichen Zone fern zu halten. In aller Seelenruhe holten sich Kapitän Micha-Colin Läubin und Andreas Schwintjes die Bälle von hinten ab und bauten das Spiel auf. Sie wurden dabei ja auch nicht wirklich gestört. Als Eugenio Del Genio dann auch noch einen Freistoß aus 27 Meter zentraler Position direkt verwandelte (34.), schien die Messe bereits gelesen. SKV-Schlussmann Marijo Milcic machte bei diesem Treffer nicht die beste Figur, bewahrte seine Mannschaft fünf Minuten später mit einer tollen Reaktion gegen Del Genio vor einem höheren Rückstand.

SKV ist nach der Pause mutiger

„Das war Alibi-Fußball“, ärgerte sich SKV-Übungsleiter Rolf Kramer über den Auftritt seiner Elf in den ersten 45 Minuten. „Ich war schon deutlich in der Kabine und auch lauter als sonst.“ War es die Ansprache oder die taktische Änderung – die Gastgeber schoben ihr Spiel 10 bis 15 Meter nach vorne – oder beides zusammen: die SKV kam aggressiver, wesentlich präsenter und mutiger aus der Pause. Und sie kann sich auf ihren Torjäger verlassen. Nach Ecke von Wellert gelang Gianluca Crepaldi per Kopf mit seinem zwölften Saisontreffer der Anschluss (51.). Die Rutesheimer Galligkeit schmeckte den Gästen nicht. Sie standen nicht mehr so kompakt und hatten mit Ausnahme des alleine durchgelaufenen Daniele Cardinale auch keine klaren Möglichkeiten mehr. Die hatte auf der Gegenseite allerdings auch das Rutesheimer Team nicht. Am aussichtsreichsten war der Versuch von Daniel Elfadli aus halbrechter Position. Der Ball prallte am langen Eck an den Außenpfosten (60.). Gut für den Aufsteiger, dass es der Mittelfeldmann kurz vor Schluss noch besser machte.

Starker Auftritt des TSV

Dort wird der Spielstand noch per Hand verändert: Die Anzeigetafel des VfB Neckarrems. Foto: Werner Kurz

Haller Tagblatt - Florian Bader | 02.10.2017

Bei der Wahl seiner Startformation hatte Ralf Kettemann am Samstag ein gutes Näschen. Er vertraute bei einer der beiden Positionen im Sturm etwas überraschend Michele Varallo. Der 29-jährige Italiener, der bislang in der Saison noch nicht so häufig zum Zuge kam, wusste dieses Vertrauen zu schätzen und zahlte es mit einer starken Vorstellung und zwei Toren zurück. Dass die Gäste, bei denen der etatmäßige Kapitän Karel Nowak wieder im Tor stand, auf Wiedergutmachung aus waren, wurde direkt vom Anpfiff an deutlich. Die ersten Minuten gehörten eindeutig ihnen. Bereits nach drei Spielminuten hatten die mitgereisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Varallo für seinen freistehenden Sturmpartner Benjamin Kurz auflegte. Mit etwas zu viel Rücklage jagte dieser den Ball aber übers Tor. In der Folge kamen die Gäste weitere Male gefährlich vor das Neckarremser Tor. Wie schon in den Vorwochen als Manko ausgemacht, war es auch an diesem Tag zunächst so, dass Ilshofen diese Chancen liegen ließ. In einer Phase, als das Spiel sehr fahrig und geprägt war durch Fehlpässe und Ungenauigkeiten, erzielte Michele Varallo durch einen platzierten Schuss aus gut 20 Metern die Führung.

Beste Phase vor der Pause

Dieses Tor tat der Mannschaft gut, die anschließend wieder in ihren Rhythmus fand. Das Heimteam aus Neckarrems, dem vor allem offensiv wenig bis gar nichts gelang, musste sich wieder damit begnügen, Gegenspielern und Ball hinterherzulaufen. Das war die beste Phase der Hohenloher. In der 35. Minute war es wieder Varallo nach einer Wilske-Flanke, der einem erneuten Torerfolg per Fallrückzieher sehr nahe kam. Besser machte er es sechs Minuten später, als er cool zum 0:2 einnetzte. Andrey Nagumanov spielte ihm davor den Ball schön in den Lauf.

Nach der Halbzeitpause, in der Neckarrems zweimal wechselte, übernahm zunächst das Heimteam das Spielgeschehen. Trainer Markus Koch konnte seine Mannschaft in der Kabine offensichtlich wachrütteln. Zielstrebig versuchten sie den schnellen Anschlusstreffer herzustellen. Richtig brenzlig wurde es für TSV-Schlussmann Karel Nowak allerdings nicht.

Mit zunehmender Spieldauer gelang es der Kettemann-Elf, das Spiel wieder mehr in ihre Reihen zu verlagern. Mit dem Gefühl des sicheren Vorsprungs beherrschten sie nun wieder Ball und Gegner. Mitte der zweiten Halbzeit schien das Spiel dann endgültig entschieden, als der an diesem Tag glänzend aufgelegte Varallo seinen dritten Treffer markierte. Es war die schönste Passstafette der Ilshofener im ganzen Spiel. Allerdings, so sagte das Schiedsrichtergespann, war dieser Treffer nicht regelkonform erzielt worden. Varallo stand bei der Ballabgabe von Kurz wohl hauchdünn im Abseits.

Trainer Ralf Kettemann zeigte sich nach dem Spiel „absolut zufrieden“. Vor allem weil man sich bisher gegen Neckarrems immer schwergetan habe. Seine Mannschaft „ist gut ins Spiel reingekommen“ und habe es über die komplette Spieldauer dominiert.

FC 07 Albstadt – VfB Neckarrems 1:3 (1:1)

Schwarzwälder Bote - Von Sandro Vitale - 10.09.2017

Nach dem ersten Saisonsieg mussten die Verbandsliga-Kicker des FC 07 Albstadt mit der 1:3-Heimniederlage gegen Neckarrems einen erneuten Rückschlag hinnehmen.

Die Nullsiebener gelangten zwar bereits in der zweiten Minute, als Pietro Fiorenza knapp über den Querbalken schoss, zu ihrer ersten Chance, insgesamt tat sich während der Anfangsphase allerdings nur wenig.

Neckarrems wies die bessere Spielanlage auf, in der Offensive brachten die VfB-Kicker jedoch überhaupt nichts zu Stande. Während der Anfangsviertelstunde kamen die Gäste das eine oder andere Mal in die Gefahrenzone, bei den finalen Pässen ertönte aber meist der Abseitspfiff. In der 24. Minute hatte auf der anderen Seite Fiorenza den Führungstreffer auf dem Schlappen: FC-Mittelfeldakteur Marc Bitzer hatte den Goalgetter mit einem traumhaften Diagonalball aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt, Fiorenza scheiterte jedoch aus acht Metern an VfB-Torwart Loucao Rodriguez.

Drei Minuten später kam Fiorenza durch Einwirkung des Gegners im Strafraum zu Fall und bekam den Strafstoß. Vom Punkt aus trat FC-Keeper Mario Aller an, der sein Gegenüber eiskalt verlud und die Kugel flach im linken Eck unterbrachte. Da einer der seiner Mitspieler jedoch zu früh in den Strafraum gestürmt war, ließ Schiedsrichter Christoph Zürn den Elfmeter wiederholen. Der Sicherheit des Schützen tat dies aber nichts ab, verwandelte Aller den Ball doch in gleicher Manier zum 1:0 für die Gastgeber.

Anschließend plätscherte die Begegnung so vor sich hin. Bis zur 43. Minute, als der Unparteiische bei FC-Innenverteidiger Abdussamed Akbaba im Strafraum ein Handspiel erkannte. Den darauffolgenden Elfmeter von Lars Ruckh fischte Aller noch aus der linken Ecke, dem Nachschuss des VfB-Stürmers hatte der FC-Keeper dann aber nichts mehr entgegenzusetzen. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machten die Fußballer aus Remseck am Neckar in der Offensive richtig Dampf. Vor allem Viktor Ribeiro, der mit den Nullsiebenern auf der rechten Außenbahn zum Teil Katz und Maus spielte, sorgte immer wieder dafür, dass es im Strafraum der Hausherren lichterloh brannte. So auch in der 62. Minute, als Ribeiro seinen Teamkollegen Ruckh in Szene setzte. Dieser scheiterte im direkten Duell erneut am starken Albstädter Keeper Aller. Im direkten Anschluss kam jedoch VfB-Kapitän Eugenio Del Genio an die Kugel, der leichtes Spiel hatte und mit einem abgefälschten Heber für das 2:1 der Gäste sorgte.

Doch die Blau-Weißen rafften sich nochmals auf und lieferten sich mit Neckarrems fortan einen offenen Schlagabtausch, auch wenn die ganz klaren Chancen zuerst einmal Mangelware blieben. Andreas Schwintjes war es dann, der den Hausherren in der 82. Minute nach einem Eckball mit seinem Treffer zum 1:3-Endstand vollends den Zahn zog.

Fußball-Verbandsliga: Ehingen-Süd mit 2:0-Erfolg beim VfB Neckarrems

Unwiderstehlich: Timo Barwan kann von seinen Neckarremser Gegenspielern oft nur unsanft gebremst werden. Links beobachtet Hannes Pöschl die Aktion seines Teamkollegen.Foto: Pressefoto Baumann

Südwest Presse - 04.09.2017 - Roland Flad

 

Der SSV Ehingen-Süd hat seinen ersten Auswärtssieg in der Verbandsliga unter Dach und Fach gebracht. Die Kirchbierlinger gewannen am Samstag mit Fan-Unterstützung verdient mit 2:0 (0:0) beim VfB Neckarrems. Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler steht nach dem 3. Spieltag auf Platz fünf. Getrübt wird der Erfolg durch die schwere Verletzung von Daniel Haas; Bochtler befürchtet einen Muskelfaserriss.

Nach der 1:4-Niederlage beim TSV Essingen, bei der Ehingen-Süd unter Wert geschlagen wurde, hat der Verbandsliga-Neuling seine Sache im zweiten Auswärtsspiel weitaus besser gemacht und offenbar aus den Essinger Fehlern gelernt. Beim VfB Neckarrems zeigten die Kirchbierlinger erneut, dass sie in der Liga mithalten können. Mit einem kompakten, kompromisslosen Einsatz und schnellem Umschalt-Spiel nach vorne beeindruckte die Bochtler-Elf vor 150 Zuschauern, darunter etwa 35 im Mannschaftsbus mitgereiste SSV-Anhänger.

„Der Sieg für Ehingen-Süd ist gerechtfertigt“, sagte VfB-Trainer Markus Koch, „wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ So beispielsweise bei den Gegentoren, als die Gäste früh störten, den Ball in der VfB-Hälfte eroberten und zielstrebig nach vorne spielten.

Beim 1:0 durch Filip Sapina unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vertändelte Gabriel Fota den Ball. Haas bediente Sapina, der aus 12, 13 Metern einschoss (46.). „Das war ganz wichtig, so aus der Pause rauszukommen“, betonte Bochtler.

Denn noch bevor es in die Kabinen ging, vergab Ehingen-Süd die 1:0-Führung bei einem Foulelfmeter. Nach einem Foul an Philipp Schleker, das nach Ansicht von Markus Koch kein Foul war, scheiterte SSV-Kapitän Michael Turkalj mit seinem Schuss an VfB-Torhüter Luis Loucao Rodrigues (31.). Eine ähnliche Entwicklung nahm das 2:0: Balleroberung in der VfB-Hälfte und blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Haas legte für Samuel Kollmann auf (72.), der kurz zuvor schon das 2:0 auf dem Fuß gehabt hatte.

Die Gäste aus der Pfarrei hatten wie in den ersten 45 Minuten durch Hannes Pöschl und Timo Barwan auch in der zweiten Halbzeit weitere Tormöglichkeiten durch Schleker, der aus 20 Metern die Latte traf (52.), oder bei einer 1:1-Situation durch Gaetano Gaudio, der für Schleker eingewechselt wurde (78.).

Gleichwohl besaßen auch die Hausherren Torchancen. „Wir hatten den Torschrei schon auf den Lippen“, sagte VfB-Coach Koch. Das war nach etwa einer Stunde, als Sven Franzen den Ball aus etwa drei Metern übers Tor schoss oder als der Ball vom Innenpfosten ins Feld sprang und Timo Barwan, der sonst als ständiger Unruheherd die Neckarrems Abwehr beschäftigte, die Situation vollends bereinigte. „Da haben wir großes Glück gehabt“, räumte Bochtler ein.

Er stellte auch fest, dass seine Mannschaft bei Drangperioden des Gegners noch cooler bleiben und auf Sicherheit spielen muss. „Bei den wütenden Gegenangriffen müssen wir noch mehr Ruhe bewahren und geordneter stehen“, sagte Bochtler.

Während Ehingen-Süd am kommenden Samstag Mitaufsteiger TSG Tübingen in der Pfarrei erwartet, spielt Neckarrems in Albstadt, das am Sonntag mit einem 1:0-Erfolg in Leinfelden seinen ersten Dreier holte.

 

Ehingen-Süd schlägt Neckarrems

Timo Barwan (SSV Ehingen-Süd, links) im Duell mit Eugenio Del Genio vom VfB Neckarrems.Foto: Alexander Keppler

Schwäbische Zeitung - 03.09.2017 - Tobias Götz

Fußball, Verbandsliga: Der SSV gewinnt sein Auswärtsspiel 2:0

 

Der SSV Ehingen-Süd hat mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg am Samstag beim VfB Neckarrems seinen zweiten Sieg im dritten Spiel der Fußball-Verbandsliga eingefahren. Dabei boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, immer aber mit Vorteilen für den Aufsteiger aus der Pfarrei.

„Die erste Halbzeit war kontrolliert, die zweite Hälfte war wild“, beschreibt Süds Trainer Michael Bochtler die Partie in Neckarrems, bei der Süd in den ersten zehn Minuten Probleme hatte. „Da hat der VfB immer in unsere Schnittstelle gespielt und uns zwei Mal in Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Bochtler. In der Folge sortierte sich Süd aber besser und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Hannes Pöschl scheiterte per Kopf, einen Schuss von Timo Barwan konnte VfB-Keeper Luis Miguel Rodrigues Loucao mit dem Fuß abwehren. Auch die Gastgeber kamen in dieser Phase zu Chancen, scheiterten aber an Süds Schlussmann Benjamin Gralla. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Neckarrems zwar Feldvorteile, konnte diese aber nicht in Tore ummünzen. In der 45. Minute wurde Süds Philipp Schleker im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter von Michael Turkalj hielt VfB-Schlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao. Im direkten Gegenzug hatte Neckarrems eine gute Chance, wiederum im Gegenzug Süd.

Direkt nach dem Wiederanpfiff stellten die Kirchbierlinger die Weichen auf Sieg, als Filip Sapina aus 13 Metern abzog und das 1:0 für die Gäste markierte. „Neckarrems wurde wütend und hat nach dem Gegentor viel investiert“, betont Bochtler. In der 52. Minute setzte Philipp Schleker einen Distanzschuss an die Latte, in der 64. Minute vergab Samuel Kollmann eine 100-prozentige Chance zum 2:0, um es dann in der 72. Minute besser zu machen. Nach einem Konter setzte sich Kollmann in einer 1:1-Situation im gegnerischen Strafraum durch und machte das 2:0 für Süd.

In der Folge gab es auf beiden Seiten weitere gute Chancen. „Es war ein tolles Spiel. Es hat uns gezeigt, dass wir weiterhin in der Verbandsliga mithalten können“, so Bochtler. Einziger Wermutstropfen für Süd: Daniel Haas musste in der 82. Minute mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden und wird Wochen fehlen.

 

 

Nach Neckarremser Patzer ist Weg für Ehingen frei

Ehingens Timo Barwan (links) im Zweikampf mit Tim Scheuerle (VfB Neckarrems).Foto: Baumann

LKZ - 04. September 2017 – Bernd Seib

Seine zweite Heimniederlage musste Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 0:2 gegen den starken Aufsteiger SSV Ehingen-Süd hinnehmen. Damit sortiert sich der VfB erst einmal in der unteren Tabellenhälfte ein.

 

„Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Beide Gegentore fielen jeweils nach Ballverlusten im Spielaufbau“, resümierte VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff. Vor allem das 0:1 direkt nach Wiederanpfiff hatte den Gästen in die Hände gespielt. Ausgerechnet die VfB-Routiniers Gabriel Fota und Sven Franzen hatten zuvor gepatzt, und Ehingen den Konter ermöglicht.

Bis dahin war die gutklassige Partie absolut ausgeglichen verlaufen. Beide Teams verteidigten aufmerksam, mühten sich um kontrollierten Spielaufbau und erspielten sich vor der Pause je eine Handvoll passabler Torchancen. Gästekapitän Michael Turkalj vergab die beste, als er mit jedoch äußerst zweifelhaftem Elfmeter an VfB-Torwart Luis Rodrigues scheiterte (44.). Mit der Führung nach Wiederanpfiff verschoben sich jedoch die Gewichte zugunsten der Gäste, die kurz nach dem 1:0 einen Lattenschuss verzeichneten. „Wir hatten dann zu viel Unordnung in unserem Spiel“, bemängelte Koch hinterher. Der mit aufgerückte Franzen hätte zwar ausgleichen können (61.), traf aber nur den Innenpfosten.

Gefährlicher blieb jedoch Ehingen, das vor allem über Timo Barwan immer wieder schnell umschaltete. Das 2:0 (72.) nach Ballverlust von Andreas Schwintjes war nur die logische Konsequenz. Spätestens als dann Viktor Ribeiro mit der letzten Chance der Remser aus kurzer Entfernung den Kopf des Gästekeepers anschoss (84.), war klar, dass man an diesem Tag leer ausgehen würde.

 

 

Viel zu harmlos vor dem Tor

Calcio-Kapitän Gökhan Gümüssu (links) köpft Foto: Yavuz Dural

Filder-Zeitung - Susanne Degel - 28. August 2017

Der Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen verliert sein erstes Saison-Heimspiel gegen den VfB Neckarrems durch einen Treffer in der Schlussminute mit 2:3.

Bastian Joas hat einen Tick zu früh abgeschaltet. Eine Sekunde, in der der eingewechselte Daniele Cardinale im Strafraum den entscheidenden Schritt schneller war, um den von Yannick Bartmann in die Tiefe gespielten Ball mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck zu zirkeln. Es war der viel umjubelte 3:2-Siegtreffer für die Verbandsliga-Fußballer des VfB Neckarrems und der bittere K.-o.-Schlag für Calcio Leinfelden-Echterdingen. Bitter deshalb, weil die abermals in Pink gekleideten Gastgeber nach der Pause die Begegnung in den Goldäckern dominiert hatten und sich das Spielgeschehen fast ausnahmslos in der Hälfte der Gäste abgespielt hatte. Indes: was die Elf von Trainer Francesco Di Frisco vor dem gegnerischen Gehäuse zeigte, war an Harmlosigkeit kaum mehr zu überbieten. „Ich bin richtig enttäuscht – nicht von unserer Spielweise, aber davon, was die Jungs vor dem Tor abgeliefert haben“, sagte Di Frisco.

Calcio lässt die Durchschlagskraft vermissen

Dabei hätten die Echterdinger nach dem Wiederanpfiff beim Stande von 2:2 genügend Chancen gehabt, die Begegnung für sich zu entscheiden. Doch nach einem Freistoß von Volkan Candan köpfte Kapitän Gökhan Gümüssu über das Tor, Joas hatte, über rechts kommend, freie Schussbahn, zögerte aber zu lange, was auch Volkan Candan vorzuwerfen ist. Und auch der eingewechselte Armin Zukic ließ eine Großchance ungenutzt, weil er die Durchschlagskraft vermissen ließ. „Wir dürfen nicht nur schön spielen wollen, sondern auch erfolgreich“, sagte Di Frisco, der seine Startelf gegenüber dem Auftaktmatch in Sindelfingen gleich auf mehreren Positionen verändert hatte – mitunter nicht ganz freiwillig. So galt es neben Torjäger Shkemb Miftari (rotgesperrt) kurzfristig auch Sascha Häcker zu ersetzen. Der Stürmer war im Abschlusstraining am Freitag umgeknickt. Eine ärztliche Diagnose steht zwar zurzeit noch aus, Di Frisco vermutet aber, dass er sich einen Bänderriss zugezogen hat.

Shaban Ismaili mit Höhen und Tiefen

Im diesmal vom Coach bevorzugten 4:3:2:1-System durfte deshalb Gentjan Lekaj als einzige Spitze ran. In der Abwehrviererkette agierte Josip Pranjic diesmal von Beginn an neben Marco Armbruster als Innenverteidiger, dafür ersetzte Thomas Scheuring den aus familiären Gründen verhinderten Dimitrios Vidic auf der rechten Abwehrposition. „Wir wollten vor allem über Außen viel Druck machen, das ist uns mit Candan und Scheuring auch gut gelungen“, sagte Di Frisco. Shaban Ismaili zog derweil von Beginn an hinter den Spitzen die Fäden – mit Höhen und Tiefen – und Tahir Bahadir stand für den zuletzt enttäuschenden Zukic gegen seinen Ex-Klub von der ersten Minute an auf dem Rasen.

Calcio-Verteidiger schenken Gegner zu viel Raum

So harmlos wie die Gastgeber vor dem Tor des Gegners waren, so harmlos agierten sie mitunter aber auch in der Defensive: höchst selten in der Vorwärtsbewegung, fast immer nur im Rückwärtsgang. „Unglaublich, wie viel Meter wir dem Gegner dadurch schenken“, sagte Di Frisco. Auch beim Führungstreffer der Gäste standen die Echterdinger eher als Zuschauer Spalier. Nach einem Ballverlust von Gümüssu an der Mittellinie eilte der überragende Viktor Ribeiro auf der rechten Seite auf und davon. Seine Hereingabe verwandelte Daniel Spiegelhalter zum 1:0 für die Gäste (9.). In der 40. Minute verlängert Joas dann eine Hereingabe von Ismaili mit den Haarspitzen – 1:1. Die Freude über den Ausgleich währte indes nicht lange. Schon im Gegenzug war Spiegelhalter erneut zu Stelle, wieder hatte Ribeiro zig Gegenspieler zu Statisten degradiert – 1:2 (41.) aus Sicht von Calcio. Für Spiegelhalter ging damit die Erfolgsgeschichte in die nächste Runde. Nachdem er in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur einmal spielen konnte, dabei aber einmal traf, sind ihm in dieser Saison in zwei Spielen bereits drei Tore gelungen. „Für ihn freut es mich natürlich besonders“, sagte VfB-Trainer Markus Koch.

Dass den Gastgebern noch vor dem Pausenpfiff das 2:2 gelang, war derweil einem Fehlgriff des VfB-Keepers Luis Rodrigues Luicao zu verdanken. Der hatte sich nach einer Ecke verschätzt, sodass Gümüssu am weit entfernten Pfosten stehend, die Kugel über die Linie drücken konnte (45.).

Cardinale lässt Neckarrems gegen Calcio jubeln

LKZ - 28. August 2017 - Bernd Seib

Dank eines Last-Minute-Treffers des eingewechselten Daniele Cardinale feierte Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 3:2 bei Calcio Echterdingen seinen ersten Saisonsieg.

„Es war aufregend und anstrengend, hatte aber ein wunderbares Ende“, fasste VfB-Trainer Markus Koch hinterher die 90 Minuten zusammen. Seine Elf begann gut und kam durch Daniel Spiegelhalter zum frühen 1:0 (10.). Nach Zusammenspiel zwischen Tim Scheuerle und dem in die Startelf gerückten Viktor Ribeiro musste der neue Knipser der Remser nur eindrücken. In der Folge entspann sich eine offene Partie, in der der VfB seine Möglichkeiten aber nicht optimal ausschöpfte. Als „läppisch“ empfand Koch dagegen das 1:1, als seine Defensive nach harmlos wirkender Halbfeldflanke nicht auf der Höhe war (31.). Spiegelhalter stellte zwar nach einer Ribeiro-Hereingabe wieder die Führung her (37.), doch mit dem Pausenpfiff glich Calcio erneut aus. „Nach der Halbzeit fanden wir uns dann in ungewohnter Rolle wieder, denn wir mussten viel hinterherlaufen“, berichtete Koch. Calcio kontrollierte jetzt Ball und Gegner, ohne dabei jedoch allzu oft zwingend zu werden. Auch die Auswechslungen (Scheuerle, Lars Ruckh, Luigi Ancona) taten dem VfB-Spiel nicht gut.

Als sich schließlich alle schon auf ein Remis eingerichtet hatten, folgte jedoch Cardinales großer Auftritt. Yannick Bartmann hatte ihn mit seinem Vorstoß in Szene gesetzt und der junge Angreifer schlenzte den Ball gekonnt aus 12 Metern zum etwas glücklichen 3:2-Endstand in den Winkel.

1:4 – VfB Neckarrems unter Wert geschlagen

Trifft für Neckarrems: Daniel Spiegelhalter. Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung – 21.8.2017 - Bernd Seib

Niederlage gegen TSV Essingen zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga aufgrund individueller Patzer

Unter Wert wurde der VfB Neckarrems zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga geschlagen. Aufgrund individueller Patzer unterlag man dem TSV Essingen letztlich mit 1:4. „Der Gegentreffer zum 1:2 war der Genickschlag, denn er fiel genau dann, als wir am Drücker waren“, ärgerte sich VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff.

Essingens Torjäger Stani Bergheim markierte dieses 1:2 (70.) mit sehenswertem Seitfallzieher nach schnellem Umschaltspiel. Zuvor hatte Andreas Schwintjes den Ball im Mittelfeld verloren. Der Rückkehrer, dem noch die gewohnte Sicherheit fehlte, wurde fünf Minuten später endgültig zur tragischen Figur: Erneut ließ er sich – diesmal in letzter Linie – den Ball stibitzen und ermöglichte Bergheim auch das 1:3. „Solche Spiele gibt es eben“, hielt sich Koch nicht mit Einzelkritik auf. Seine neu formierte Elf hatte sich zuvor nach wackligem Beginn ins Spiel gearbeitet und nach der Halbzeit auch offensive Akzente gesetzt.

Rechtsverteidiger Yannick Bartmann, der sich später steigerte, ermöglichte dem Gast mit zu kurzem Rückpass die erste Großchance, doch Luis Rodrigues war auf dem Posten (7.). Bartmann (20.) und Gabriel Fota (25.) kamen zu den ersten VfB-Abschlüssen, ehe Dennis Werner auf der Gegenseite das 0:1 gelang. Pero Mamic, der als Innenverteidiger noch Probleme im Stellungsspiel offenbarte, verlor den Zweikampf, Rodrigues konnte den Ball nicht festhalten, so dass Werner abstaubte (36.). Mit der Einwechslung Viktor Ribeiros zur Pause wurden die Remser jedoch „mutiger und nicht mehr so hektisch“, wie Koch befand. Zunächst legte Ribeiro Eugenio Del Genio auf (51.), später verzog er nach Schwintjes-Pass aus spitzem Winkel knapp (64.). Dazwischen lag das 1:1 durch Daniel Spiegelhalters Direktabnahme nach Del Genio-Flanke (56.).

Die Partie schien jetzt zugunsten des VfB zu kippen, doch Bergheims Traumtor wendete erneut das Blatt.

TSV Essingen: Hillebrand feiert gelungenen Einstand

Schwäbische Zeitung - 20.08.2017 - tsve

TSV Essingen setzt sich mit 4:1 (1:0) beim VfB Neckarrems durch

Der TSV Essingen ist zum ersten Punktspiel der neuen Saison zum VfB Neckarrems gereist. Gespannt war man, ob es Neu-Trainer Dennis Hillebrand innerhalb weniger Tage gelungen war, die Mannschaft richtig auf die Partie einstellen zu können.

Essingen kam gut in die Partie und versuchte von Anfang an, mit frühem Pressing den VfBlern das Leben schwer zu machen, was durchaus gelang. Bereits in den ersten zehn Minuten hatten die Essinger zwei Großchancen durch Michael Wende, die dieser nicht nutzte. In der 32. Minute belohnten sich die Essinger schließlich für ihr aufopferndes Spiel und gingen durch Denis Werner nach einem Querpass im Strafraum von Wende mit 1:0 in Führung. Essingen war weiter klar spielbestimmend, der VfB Neckarrems war nur durch Konter gefährlich, ohne allerdings nennenswerte Torchancen erspielen zu können. Die Abwehr um Jens Malitzke und Simon Fröhlich stand sicher und ließ nichts zu. Der TSV Essingen führte verdient, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus seiner Überlegenheit gemacht zu haben. Essingen schien auch im zweiten Abschnitt die Partie im Griff zu haben, dann aber reichte eine Unaufmerksamkeit der TSV-Hintermannschaft und der VfB erzielte das 1:1 durch Spiegelhalter (56.).

In den darauffolgenden zehn Minuten schienen die Essinger geschockt, die Hausherren witterten noch einmal Morgenluft und kamen zu einer weiteren Großchance in der 58. durch Fota, der aber aus kurzer Distanz am Essinger Torhüter Philipp Pless scheiterte. In der 66. Minute wechselte Hillebrand den nach einer Verletzung wieder genesenen Stani Bergheim ein - ein Glücksgriff.

Kaum vier Minuten auf dem Platz, passte Bergheim auf die Außenbahn auf den flinken Werner. Dieser lief die Linie entlang, flankte hoch in den Strafraum, wo wiederum Bergheim bereitstand und mit einem sehenswerten Seitfallzieher das 1:2 erzielte. Allein dieser Treffer war das Eintrittsgeld wert. Nach einem zu kurz geratenen Pass eines VfB-Verteidigers auf dessen Torhüter nutzte Bergheim die Gelegenheit aus, schnappte sich den Ball und ließ sich die Chance nicht nehmen, allein auf das Tor zulaufend das 3:1 für den TSV zu markieren. Eine Minute später schnürte auch TSV-Neuzugang Dennis Werner seinen Doppelpack zum Einstand mit einem schönen Lupfer über den Torhüter des VfB Neckarrems. Ein gelungener Auftakt für die Mannen aus dem Schönbrunnenstadion.

TSV Berg steigt in die Landesliga ab - Wangen rettet sich

Bitter: Der TSV Berg muss aus der Verbandsliga absteigen. (Foto: Derek Schuh)

Schwäbische Zeitung - 03.06.2017 - Alexander Tutschner

Entscheidende 2:4-Niederlage am letzten Spieltag zu Hause gegen Neckarrems – Präsident Müller: „Wir stehen wieder auf“

K.o. am letzten Spieltag: Der TSV Berg hat am Samstag mit einer 2:4-Heimpleite gegen den VfB Neckarrems den Relegationsplatz in der Fußball-Verbandsliga noch aus der Hand gegeben und muss direkt in die Fußball-Landesliga absteigen. Der Spielverlauf war dabei symptomatisch für die ganze Saison: Berg machte über weite Strecken das Spiel, vergab reihenweise Chancen und stand am Ende mit leeren Händen da. Gerettet hat sich dagegen der FC Wangen, der mit einem 3:2-Sieg in Laupheim noch den Klassenerhalt schaffte.

„Schade, dass wir unsere Chancen heute wieder nicht genützt haben“, sagte Bergs Präsident Hermann Müller nach dem Spiel, „wenn du dir dann noch so dumme Gegentore einfängst, wird es schwer. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist und wieder aufstehen.“ Vor dem Spiel hatte der TSV noch jede Menge Hoffnung, mit einem Sieg hätte man zumindest die Relegation sicher gehabt. Die Berger begannen daher mit viel Einsatz und äußerst konzentriert. Berg nahm das Heft sofort in die Hand, am VfB-Strafraum war aber regelmäßig Endstation. Hinten stand Berg zunächst sicher, Neckarrems fand keine Lücke.

Broniszewski trifft zum 1:0

In der 15. Minute brachte Bartosz Broniszewski die Rot-Weißen in Führung: Kurz hinter dem Mittelkreis eroberte er den Ball, ging alleine auf Neckarrems Torhüter zu und versenkte den Ball eiskalt flach zum 1:0. Kurz danach brachte Dominik Bentele einen Ball gefährlich von links zur Mitte, Andreas Frick war noch mit der Fußspitze dran, aber VfB-Keeper Luis Rodrigues reagierte stark. Berg hatte weiter die klar besseren Chancen. Battaglia tanzte in der 26. Minute links seinen Gegenspieler aus, den Pass zur Mitte verstolperte Taner Ata rechts am langen Eck, wieder eine Großchance vergeben. Als nächstes war es Ata, der sich rechts durchtankte, seine Flanke setzte Bentele knapp übers Tor. Der zweite Treffer für Berg lag eigentlich in der Luft.

Aber wie so oft in dieser Saison klingelte es plötzlich im Berger Kasten: Nach einer Ecke kommt Daniel Stölzel zum Kopfball, Broniszewski und Ata fälschen den Ball noch ab und er kullert ins Tor zum 1:1 (34.). Berg spielte aber weiter nach vorne, einen Freistoß von Bentele konnte Rodrigues gerade noch über die Latte lenken (37.). Mit dem Halbzeitpfiff gab es dann die nächste kalte Dusche für den TSV: Einen von der Grundlinie zurückgelegten Ball musste Stölzel nur noch über die Linie drücken, 2:1 für die Gäste. Aus zwei Chancen hatte Neckarrems zwei Tore gemacht, das war effektiv.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste die erste Chance: Luigi Ancona setze sich links durch und flankte zur Mitte, Eugenio Del Genio drückte den Ball mit dem Kopf, aber er ging nur ans Außennetz, das war Glück für Berg. Auf der anderen Seite bediente Ata Bentele mit einem Flachpass, aber der vergab. Ata sorgte immer wieder für Unruhe auf der rechten Seite, in der 56. Minute konnte er an der rechten Strafraumkante nur noch per Foul gebremst werden. Schiedsrichter Yannick Eberhardt gab nach kurzer Rücksprache mit seinem Linienrichter nur Freistoß, die Berger hatten das Foul innerhalb gesehen.

Berg war jetzt wieder klar spielbestimmend, vor allem Bentele und Ata machten Druck über außen, aber die Chancen wurden weiter reihenweise versiebt. Battaglia scheiterte in der 65. Minute am guten Gäste-Keeper, zwei Minute später lupfte Frick den Ball im Fünfer über den Kasten, unfassbar. Genauso wie der folgende Auftritt von Dominik Bentele: der eingewechselte Andreas Kalteis legt den Ball im Strafraum quer und Bentele hämmert ihn aus 15 Metern rechts oben in den Winkel zum 2:2 (78.). Berg warf jetzt alles nach vorne, Bentele und Ata setzten zwei weitere gefährliche Schüsse ab.

Und dann wurde es plötzlich still im Rafi-Stadion: Nach einem Gegenangriff zog Lars Ruckh aus der Distanz ab, den Abpraller verwertete Del Genio zum 3:2 für die Gäste (84.). Zwei Minuten später schloss Visar Pllana einen Konter für Neckarrems zum 4:2 für den VfB ab (86.), damit war die Niederlage und der Abstieg besiegelt für Berg. Bitter: Das 2:2, das Berg bis zur 84. Minute hatte, hätte zur Relegation gereicht. Mit einem Sieg hätte der TSV sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. „Wir haben uns Chancen um Chancen erarbeitet und dann vergeben“, sagte Bergs Spielertrainer Tim Rainbow. „Dann kommt es im Fußball immer wie es kommen muss.“ Nach dem Ausgleich zum 2:2 seien der Mannschaft die Kräfte ausgegangen.

TSV Berg – VfB Neckarrems 2:4 (1:2) –Tore: 1:0 (15.) Bartosz Broniszewski, 1:1 (34.) Daniel Stölzel, 1:2 (45+2) Stölzel, 2:2 (78.) Dominik Bentele, 2:3 (84.) Eugenio Del Genio, 2:4 (86.) Visar Pllana – Besondere Vorkommnisse: Rot für Bergs Andreas Frick (88./grobes Foulspiel) – TSV: Willibald - Hepp (62. Schuler), Fäßler, Rainbow, Wenzel (85. Held) – Bentele, Frick, Brielmayer (75. Kalteis), Ata – Broniszewski, Battaglia -Zuschauer: 250.

Stimmen zum Spiel und zum Abstieg

Hermann Müller, Präsident des TSV Berg: „Vielleich hat der Mannschaft die letzte Entschlossenheit gefehlt. Die Bereitschaft, Wege zu zu gehen und zu kämpfen. Wir haben zu oft Räume hergegeben, obwohl das gar nicht nötig war. Das müssen wir in der neuen Runde abstellen. Klar ist, dass uns ein Torjäger fehlt. Wenn du acht klare Chancen hast und nur zwei Tore machst, stimmt das Verhältnis nicht. Aber wir fallen nicht einfach um, wir stehen auf und schauen, dass wir das wieder reparieren. Wir sind für die nächste Saison schon so gut aufgestellt, dass wir auf jeden Fall eine gute Mannschaft haben.“

Markus Koch, Trainer VfB Neckarrems: „Der TSV Berg hatte heute alle Möglichkeiten, aber unser Torhüter Luis Rodrigues hat sehr gut gehalten. Schon die 2:1-Führung zur Halbzeit war glücklich. Der Sieg war mehr als glücklich, aber im Sinne der sportlichen Fairness wollten wir hier noch mal ein ordentliches Spiel abliefern. Ich bin sicher, Berg wird gestärkt aus der Situation zurückkommen.“

Tim Rainbow, Spielertrainer TSV Berg: „Kein Vorwurf an die Spieler, aber der, der mehr Tore schießt, gewinnt am Ende. Jeder weiß: Die Tabelle lügt nicht. Deshalb stehen wir jetzt da unten.“

Moritz Fäßler, Kapitän TSV Berg: Den Abstieg kann man nicht an einem Spiel festmachen. Das Ganze geht los bei der Trainingsbeteiligung und geht weiter zu vielen Kleinigkeiten, die am Ende ausschlaggebend sind. Letztes Jahr hatte man einfach nach der Winterpause das Gefühl, wir reißen das noch rum. In diesem Jahr war in der Mannschaft eine komplett andere Stimmung. Insgesamt haben wir auch über die Saison zu viele Chancen vergeben. Wir haben so viele Punkte liegen lassen, weil wir das Ding nicht über die Linie gedrückt haben. Das rächt sich am Ende, auch heute war das so. Neckarrems als Fünfter der Liga hat natürlich auch die entsprechende Qualität. Vielleicht ist es jetzt auch eine Chance für den Verein mit dem neuen Trainer Oliver Ofentausek neu anzufangen.“

Fünf Spieler gehen

Der Sportliche Leiter des TSV Berg, Michael Wohlfarth, verabschiedete nach der Partie einige Spieler, die den TSV verlassen, wie Bartosz Broniszewski, der zum FV Ravensburg wechselt. Außerdem gehen Tim Rainbow (FV Ravensburg II), Dominik Bentele (TSV Harthausen), Sebastian Willibald und Daniel Abdulahad (beide SC Pfullendorf).

TSG löst Ticket für die Aufstiegsrelegation

Die Backnanger Kreiszeitung schreibt am 29.05.2017 - Von Dieter Gall

Fußball-Verbandsligist aus Backnang sichert sich mit einem schwer erkämpften 3:2-Erfolg beim VfB Neckarrems den zweiten Platz. Die Verbandsligafußballer der TSG Backnang haben ihr erstes Etappenziel erreicht. Mit einem schwer erkämpften 3:2-Sieg beim VfB Neckarrems sicherten sich die Backnanger einen Spieltag vor Rundenende die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in die Oberliga.

Dass der Etzwiesenelf in Neckarrems nichts geschenkt wird, war schon klar. Zwar ging es für den VfB um nichts mehr, aber mit großem Einsatz bewiesen die Gastgeber, dass sie im Kampf um den zweiten Platz zwischen der TSG und Ilshofen Fairness walten lassen wollten. Neckarrems übernahm das Kommando. Schon nach sechs Minuten lagen die Hausherren in Führung. Ein kurioser Treffer von Asilhan Yildiz, der sich im Backnanger Strafraum, mit dem Rücken zum Tor, nicht anders zu helfen wusste, als die Kugel einfach mal hoch in Richtung TSG-Tor zu schießen. Backnangs Keeper Michael Quattlender zeigte sich überrascht und vom linken Innenpfosten prallte der Ball zum 1:0 in den Kasten. „Meine Mannschaft hat diesen Rückstand aber gut verdaut und ist zurückgekommen“, lobte Markus Lang die Moral seiner Elf. Der TSG-Trainer war aber insgesamt mit der Vorstellung seiner Kicker alles andere als zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt. Für ein paar meiner Spieler war der Druck offenbar doch zu groß.“ Zunächst dauerte es einige Minuten, doch Julian Geldner (8.) und Oguzhan Biyik (13.) hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Gäste übernahmen nun die Initiative und wurden dafür belohnt. Nach einer Viertelstunde flankte Stephan Fichter von rechts in den gegnerischen Strafraum. Dort konzentrierte sich die VfB-Abwehr auf die Angreifer der Murrtaler in der Sturmmitte, vergaß dabei aber den auf der linken Außenbahn heranbrausenden Marvin Schmid, der volley zum 1:1 einschoss. Danach brachten die Platzbesitzer die Backnanger Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. So zischten Distanzschüsse von Tahir Banadir (25.) und Lars Ruckh (26.) nur knapp am TSG-Gehäuse vorbei. In der 33. Minute überraschte Schmid dann mit seinem zweiten Streich. Wieder flankte Fichter von rechts, der Linksverteidiger der im schwarzen Trikot angetretenen Roten beförderte die Kugel mit einem sehenswerten Flugkopfball ins linke Tordreieck zur 2:1-Gästeführung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff stockte den Backnanger Fans der Atem. Banadir kam frei vor Quattlender zum Schuss, doch mit einer Glanzreaktion verhinderte der TSG-Schlussmann den Ausgleich.

Unmittelbar nach dem Wechsel drängten die Lang-Schützlinge auf den dritten Treffer. In der 56. Minute wurde Geldner im Strafraum der Hausherren gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fichter souverän zur 3:1-Führung. Für den Großteil der Zuschauer war es die Vorentscheidung. Bei hochsommerlichen Temperaturen schien ein Zwei-Tore-Vorsprung kaum mehr aufzuholen. Sollte man meinen – aber denkste. Neckarrems verkürzte eine Viertelstunde vor Schluss nach einer kurzen Trinkpause mit einem unhaltbaren Schuss von Banadir auf 2:3. Im Lager der Gäste begann das Zittern. Es waren noch einige Minuten zu spielen, Ilshofen führte in Sindelfingen. Die Gastgeber versuchten es mit Standards, die ohne Erfolg blieben. Ein Sonderlob verdiente sich TSG-Kapitän Biyik, der nach seiner Rückkehr zeigte, wie wichtig er für die Stabilität des Teams ist. „Kompliment an meine Mannschaft für eine tolle Saison und jetzt kommt die Kür“, fiel Trainer Lang eine zentnerschwere Last vom Herzen. Am letzten Verbandsliga-Spieltag erwarten die Backnanger den VfL Sindelfingen. Die Konzentration gilt aber schon dem ersten Aufstiegsspiel am 10. Juni in Backnang gegen den Vertreter des Badischen Fußballverbandes.

Freiberg kann Meisterfeier planen

LKZ | 08. Mai 2017 - von Ansgar Gerhardt

Der SGV Freiberg steht nach einem glücklichen 2:1 (1:0)-Derbyerfolg gegen den VfB Neckarrems dicht vor der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga. An der Tabellenspitze behauptete der SGV den 7-Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang.

SGV Freiberg (links Charalambos Parharidis) hat den Titel im Visier, der VfB Neckarrems (mit Micha Colin Läubin) ist abgehängt. Foto: Baumann

„Das war kein Fußballleckerbissen. Es war ein Spiel mit Derbycharakter, das sehr stark von der Spannung gelebt hat. Ich freue mich über die drei Punkte“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann. Sein Team behauptete den Sieben--Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang. Die Remser haben dagegen nur noch geringe Chancen auf den zweiten Rang.

„Das Spiel hat die Erwartungen nicht erfüllt und war sehr von der Taktik geprägt. Nach der Halbzeit haben wir mehr investiert und folgerichtig den Ausgleich erzielt. So hätte es aus meiner Sicht auch bleiben können“, analysierte VfB-Coach Markus Koch.

Gehrmann musste seine Startelf nach den Ausfällen von Kapitän Marco Pischorn (Magen-Darm-Infekt) und Torhüter Thomas Bromma (Zerrung) kurzfristig umstellen. So gaben die U19-Spieler Dominik Samija, Pascal Seil und Eric Bauscher ihr Debut in der Verbandsliga. „Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Gehrmann. In einer ereignisarmen ersten Hälfte spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Erst in der 23. Minute nahm die Partie durch einen Kopfball von Luigi Ancona, den SGV-Schlussmann Samija ohne Mühe parieren konnte, kurzzeitig Fahrt auf. Im direkten Gegenzug wurde Marcel Sökler im letzten Moment beim Torschuss von Patrick Tichy geblockt (23.). Bei der anschließenden Ecke von Thomas Gentner stieg Sebastian Bortel am höchsten und köpfte aus fünf Metern das 1:0 (24.). Eine Minute später bekam Samija einen Schuss von Lars Ruckh erst im Nachfassen unter Kontrolle.

„Wir wollten uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen“, sagte Koch. Seine Truppe legte nach Wiederbeginn eine Schippe drauf und nach einem bereits abgewehrten Eckball verlängerte Daniel Stölzel die Direktabnahme von Tim Scheuerle von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (56.). Die Begegnung plätscherte ohne Höhepunkte dahin. Bei einer Doppelchance blieben zwei Schüsse von Sökler in der Abwehr hängen (75.). Mit einem Befreiungsschlag leitete Samija den Siegtreffer der Freiberger ein. Sein Ball landete bei Gentner und dessen anschließende maßgenaue Flanke köpfte Sökler schulbuchmäßig zum 2:1 ein (84.).

„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte“, erklärte Sökler. Die Remser waren danach sehr bemüht, konnten sich aber keine Möglichkeiten mehr erspielen.

Sökler macht mit Kopfball-Tor die Tür zum Titel weit auf

Bietigheimer Zeitung - Andreas Eberle | 08.05.2017

Armin Rau war nach dem 2:1-Heimsieg des SGV Freiberg gegen den VfB Neckarrems in euphorischer Stimmung. Der Stadionsprecher spielte den Sport-Kultsong „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“, was allerdings nicht so ganz zum eher verhaltenen Jubel der Wasen-Kicker passte. Rau war etwas zu früh dran, denn vier Spieltage vor dem Saisonende ist das Verbandsliga-Titelrennen noch nicht endgültig entschieden. Mit dem Derbytriumph hat Freiberg am Samstag aber einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft und direkten Oberliga-Wiederaufstieg gemacht. Der SGV führt die Tabelle weiter mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Backnang an. Bei entsprechender Schützenhilfe könnte der Wasen-Klub bereits am nächsten Samstag beim Gastspiel in Sindelfingen den Titelgewinn vorzeitig perfekt machen.

Meisterwürdig war der Auftritt der ersatzgeschwächten Gastgeber im Derby noch nicht. Auch das Prädikat „Topspiel“ trug die Partie nur aufgrund der Tabellensituation. Viel Geplänkel im Mittelfeld, wenig Tempo, kaum Torszenen – das von der Taktik geprägte Nachbarschaftsduell zwischen dem Ersten und dem bisherigen Dritten entpuppte sich für die 300 Zuschauer als Langweiler. „Das wirkte eher wie ein Freundschafts- als wie ein Pflichtspiel“, brachte es das Neckarremser Vorstandsmitglied Arne Läubin auf den Punkt.

Zu schaffen macht den Freibergern derzeit die angespannte Personallage, die Coach Ramon Gehrmann immer wieder aufs Neue zum Improvisieren zwingt. Gegen Neckarrems fehlten David Kienast (Nasenbeinbruch) und Alexandru Popescu, (Wadenbeinbruch). Da sich Stammkeeper Thomas Bromma kurzfristig eine Zerrung zugezogen hatte, feierte Nachwuchstorhüter Dominik Samija sein Verbandsliga-Debüt. Der von einer Magen-Darm-Grippe geplagte Kapitän und Abwehrchef Marco Pischorn saß bis zur 87. Minute auf der Bank. Dennis Zagaria spielte derweil durch, obwohl er die vergangenen zwei Tage noch Fieber hatte, und zu allem Überfluss musste in der 20. Minute auch noch Sven Schimmel mit muskulären Problemen vom Feld. Beim Schlusspfiff standen mit Samija sowie den eingewechselten Pascal Seil und Eric Bauscher gleich drei Talente aus der U?19 auf dem Rasen.

Der SGV hatte im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, war aber spätestens am gegnerischen Strafraum mit seinem Latein am Ende. In der 24. Minute profitierten die Freiberger dann von ihrer Extraklasse bei Standards: Sebastian Bortel köpfte eine Ecke von Thomas Gentner mit Wucht zum 1:0 ein. Der Rest war eher zum Vergessen. Auch Markus Koch zeigte sich zur Pause unzufrieden mit der müden Darbietung seiner Elf. „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen wollen“, verriet der VfB-Coach später.

Tatsächlich forcierte seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt ihre Offensivbemühungen, während sich der Spitzenreiter damit begnügte, die knappe Führung zu verteidigen. In der 73. Minute fiel der verdiente Neckarremser Ausgleich. Bortel klärte zunächst den ersten Eckstoß der Gäste im Spiel per Kopf, bei seinem Schuss aus dem Hinterhalt traf Tim Scheuerle den Ball zwar nicht voll, doch Lars Ruckh stand goldrichtig und bugsierte die Kugel unhaltbar zum 1:1 ins Eck.

Gentner glänzt als Vorbereiter

In den verbleibenden 17 Minuten folgte nur noch ein aufregender Moment: Keeper Samija zeigte bei einem Befreiungsschlag sein fußballerisches Können und bediente Gentner. Dessen Maßflanke brachte Marcel Sökler zum 2:1 im Gästetor unter (84.). Damit hatte der starke Gentner auch den zweiten Freiberger Treffer vorbereitet. „Das war eine super Flanke von Tommy. Ich musste ja nur noch den Kopf hinhalten“, sagte Torschütze Sökler.

In der Schlussphase drängte der VfB noch einmal auf den erneuten Ausgleich, aber eine Torchance kam keine mehr zustande. Für Neckarrems hat sich das Thema Aufstiegsrelegation mit der Derbyniederlage angesichts von nun schon neun Zählern Rückstand auf Backnang erledigt. Der SGV steht dagegen kurz vor dem Titelgewinn – und dann darf Stadionsprecher Armin Rau auch mit gutem Gewissen „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ auflegen.

Löchgau kann mit einem Punkt leben

Filigran: Löchgaus Salvatore Langella (links) düpiert seinen Neckarremser Gegenspieler mit einem eleganten Trick. Foto: Helmut Pangerl

Bietigheimer Zeitung - Daniel Haug | 22.04.2017

Der FV Löchgau und der VfB Neckarrems trennten sich in einem überraschend emotionsarmen Kreisderby in der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend torlos 0:0. Dabei konnten der FVL und sein Trainer Thomas Herbst mit dem Punkt deutlich besser leben. „Es bringt nichts, wenn wir für unser Spiel gegen Ilshofen gefeiert werden, aber am Ende 3:4 verlieren. Es kommt auch auf das Torverhältnis an, und wir müssen uns für keinen unserer 28 Punkte entschuldigen.“ Dabei setzten die Gastgeber den Tabellendritten auf dem heimischen Kunstrasen zumindest in der Anfangsphase früh unter Druck. Folgerichtig hatte Löchgau bereits in der dritten Minute die erste Chance. Allerdings verpasste Marco Knittel eine Flanke von Kai Irrgang knapp. Fünf Minuten später leitete Irrgang mit einem Freistoß auch die zweite Chance ein. Der von der Neckarremser Verteidigung abgewehrte Ball landete bei Fabian Kirsten, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und auf dem Tornetz landete. Doch nach einer Viertelstunde ebbten die Löchgauer Offensivbemühungen ab, und der VfB übernahm die Spielkontrolle. „Wir haben etwas Anlaufzeit gebraucht, sind dann aber gut reingekommen. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde es“, erkannte auch VfB-Trainer Markus Koch. In der 14. Minute schoss der Ex-Löchgauer Eugenio del Genio aber deutlich über den Kasten. Drei Zeigerumdrehungen später köpfte Tobias Baus eine Flanke von Tim Scheuerle direkt vor die Füße von Luigi Ancona. Dessen Schuss aus 20 Metern ging knapp rechts am Tor vorbei. Die Herbst-Elf konnte nur noch selten klare Abschlusssituationen kreieren. Nach einer Flanke von Kirsten probierte es Knittel per Fallrückzieher. Der Ball landete so jedoch beim im Abseits stehenden Dominik Wolter.

Nach dem Seitenwechsel riss der Tabellendritte das Spielgeschehen vollständig an sich. Ancona verpasste mit seinem Schussversuch drei Minuten nach Wiederbeginn noch das Gehäuse. 120 Sekunden später lag der Ball dann im Löchgauer Netz. Nach einer Flanke von Scheuerle schob Gabriel Fota ein, doch das Schiedsrichtergespann um Florian Geiger hatte eine Abseitsstellung des Neckarremser Linksverteidigers erkannt. Im Gegenzug kam der FVL über Knittel gefährlich in den Strafraum, aber die VfB-Defensive konnte klären. Ansonsten blieben Angriffe des FVL im zweiten Durchgang aber Mangelware. In der 57. Minute passte Del Genio aus dem Zentrum nach rechts zu Scheuerle, der ans Außennetz schoss. Eine Minute später verpasste Del Genio eine Hereingabe von Lars Ruckh knapp.

Auch die Einwechslung von Niko Grellmann brachte kaum Veränderung ins Löchgauer Offensivspiel. Die bessere Spielanlage zeigte vor allem in der zweiten Hälfte die Koch-Elf, die aber meistens nur über Distanzschüsse gefährlich wurde. Ruckh schoss aus 25 Metern knapp links vorbei. Ancona setzte seinen Versuch zu zentral an, so dass Markus Brasch keine Probleme damit hatte. Zwei Minuten schoss VfB-Torjäger Tahir Bahadir nach einem Fehler im Löchgauer Aufbauspiel an die Latte. Nachdem drei Minuten vor dem Ende Gästekapitän Micha-Colin Läubin einen Kopfball vorbei gesetzt hatte, startete der FVL nochmal eine Schlussoffensive und wäre beinahe noch zum Siegtreffer gekommen. Stürmer Grellmann setzte sich über links durch, doch die VfB-Hintermannschaft konnte gerade noch vor der Torlinie klären. Unzufrieden war Herbst hinterher trotzdem nicht. „Wir wollten uns nicht auf einen Schlagabtausch einlassen und haben gut und diszipliniert verteidigt. Allerdings hätten wir im zweiten Durchgang noch öfters für Befreiung sorgen können. Da waren wir teilweise zu verspielt.“

Nulldiät im emotionslosen Derby

Im Gleichschritt zum leistungsgerechten Remis:Der Remser Marcel Friz (l.) gegen Löchgaus Dominik Wolter.Foto: Baumann

Ludwigsburg | 22. April 2017 - Bernd Seib

Die ganz großen Emotionen blieb das Kreisderby der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend schuldig: Nach 90 Minuten trennten sich der FV Löchgau und der VfB Neckarrems torlos.

Formularende

Nach dem Abpfiff konnte Löchgaus Trainer Thomas Herbst mit dem Remis besser als sein Neckarremser Kollege Markus Koch leben: „Wir wollten uns nicht auf den großen Schlagabtausch mit dem VfB einlassen, sondern diszipliniert spielen und gut verteidigen“, erklärte er seine Marschroute, die letztlich aufging. „Eine leichte Enttäuschung ist schon da, denn je länger das Spiel dauerte, desto besser lief es für uns“, gestand dagegen Koch, dessen Elf mehr vom Spiel hatte.

Die Anfangsphase gehörte jedoch zunächst den Gastgebern. Schon nach 120 Sekunden kam Löchgaus Marco Knittel nach einer Linksflanke von Kai Irrgang frei im Gästestrafraum zum Kopfball, doch er setzte das Leder vorbei. Kurz darauf flog ein Pressschlag aus dem Getümmel auf das Dach des von Luis Rodrigues gehüteten Tores (6.), doch das sollte es für lange Zeit mit den Offensivaktionen des FVL gewesen sein. Neckarrems übernahm zunehmend das Zepter, hatte die bessere Spielanlage, wirkte ballsicherer und kam bis zur Pause zu ersten Halbchancen.

Nach Wiederanpfiff wurde die Überlegenheit der Gäste noch größer. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich aber erst in der Endphase. Nach zu kurz geklärter Rechtsflanke kam Ancona aus 15 Metern zum Schuss, doch FVL-Keeper Markus Brasch konnte parieren (76.). Kurz darauf brachte ein FVL-Ballverlust Tahir Bahadir ins Spiel, doch nach Sololauf scheiterte er an der Latte (79.). Erst kurz vor dem Ende der insgesamt merkwürdig emotionsarmen 90 Minuten sendete Löchgau noch einmal ein offensives Lebenszeichen, doch Niko Grellmanns Hereingabe konnte die VfB-Abwehr in letzter Sekunde klären.

Tabellarisch hilft der Punkt sowohl dem FVL im Abstiegs- als auch dem VfB im Aufstiegskampf nur bedingt weiter. „Das werden wohl erst die anderen Ergebnisse des Spieltags zeigen“, sagte Koch.

 

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