FC 07 Albstadt – VfB Neckarrems 1:3 (1:1)

Schwarzwälder Bote - Von Sandro Vitale - 10.09.2017

Nach dem ersten Saisonsieg mussten die Verbandsliga-Kicker des FC 07 Albstadt mit der 1:3-Heimniederlage gegen Neckarrems einen erneuten Rückschlag hinnehmen.

Die Nullsiebener gelangten zwar bereits in der zweiten Minute, als Pietro Fiorenza knapp über den Querbalken schoss, zu ihrer ersten Chance, insgesamt tat sich während der Anfangsphase allerdings nur wenig.

Neckarrems wies die bessere Spielanlage auf, in der Offensive brachten die VfB-Kicker jedoch überhaupt nichts zu Stande. Während der Anfangsviertelstunde kamen die Gäste das eine oder andere Mal in die Gefahrenzone, bei den finalen Pässen ertönte aber meist der Abseitspfiff. In der 24. Minute hatte auf der anderen Seite Fiorenza den Führungstreffer auf dem Schlappen: FC-Mittelfeldakteur Marc Bitzer hatte den Goalgetter mit einem traumhaften Diagonalball aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt, Fiorenza scheiterte jedoch aus acht Metern an VfB-Torwart Loucao Rodriguez.

Drei Minuten später kam Fiorenza durch Einwirkung des Gegners im Strafraum zu Fall und bekam den Strafstoß. Vom Punkt aus trat FC-Keeper Mario Aller an, der sein Gegenüber eiskalt verlud und die Kugel flach im linken Eck unterbrachte. Da einer der seiner Mitspieler jedoch zu früh in den Strafraum gestürmt war, ließ Schiedsrichter Christoph Zürn den Elfmeter wiederholen. Der Sicherheit des Schützen tat dies aber nichts ab, verwandelte Aller den Ball doch in gleicher Manier zum 1:0 für die Gastgeber.

Anschließend plätscherte die Begegnung so vor sich hin. Bis zur 43. Minute, als der Unparteiische bei FC-Innenverteidiger Abdussamed Akbaba im Strafraum ein Handspiel erkannte. Den darauffolgenden Elfmeter von Lars Ruckh fischte Aller noch aus der linken Ecke, dem Nachschuss des VfB-Stürmers hatte der FC-Keeper dann aber nichts mehr entgegenzusetzen. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machten die Fußballer aus Remseck am Neckar in der Offensive richtig Dampf. Vor allem Viktor Ribeiro, der mit den Nullsiebenern auf der rechten Außenbahn zum Teil Katz und Maus spielte, sorgte immer wieder dafür, dass es im Strafraum der Hausherren lichterloh brannte. So auch in der 62. Minute, als Ribeiro seinen Teamkollegen Ruckh in Szene setzte. Dieser scheiterte im direkten Duell erneut am starken Albstädter Keeper Aller. Im direkten Anschluss kam jedoch VfB-Kapitän Eugenio Del Genio an die Kugel, der leichtes Spiel hatte und mit einem abgefälschten Heber für das 2:1 der Gäste sorgte.

Doch die Blau-Weißen rafften sich nochmals auf und lieferten sich mit Neckarrems fortan einen offenen Schlagabtausch, auch wenn die ganz klaren Chancen zuerst einmal Mangelware blieben. Andreas Schwintjes war es dann, der den Hausherren in der 82. Minute nach einem Eckball mit seinem Treffer zum 1:3-Endstand vollends den Zahn zog.

Fußball-Verbandsliga: Ehingen-Süd mit 2:0-Erfolg beim VfB Neckarrems

Unwiderstehlich: Timo Barwan kann von seinen Neckarremser Gegenspielern oft nur unsanft gebremst werden. Links beobachtet Hannes Pöschl die Aktion seines Teamkollegen.Foto: Pressefoto Baumann

Südwest Presse - 04.09.2017 - Roland Flad

 

Der SSV Ehingen-Süd hat seinen ersten Auswärtssieg in der Verbandsliga unter Dach und Fach gebracht. Die Kirchbierlinger gewannen am Samstag mit Fan-Unterstützung verdient mit 2:0 (0:0) beim VfB Neckarrems. Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler steht nach dem 3. Spieltag auf Platz fünf. Getrübt wird der Erfolg durch die schwere Verletzung von Daniel Haas; Bochtler befürchtet einen Muskelfaserriss.

Nach der 1:4-Niederlage beim TSV Essingen, bei der Ehingen-Süd unter Wert geschlagen wurde, hat der Verbandsliga-Neuling seine Sache im zweiten Auswärtsspiel weitaus besser gemacht und offenbar aus den Essinger Fehlern gelernt. Beim VfB Neckarrems zeigten die Kirchbierlinger erneut, dass sie in der Liga mithalten können. Mit einem kompakten, kompromisslosen Einsatz und schnellem Umschalt-Spiel nach vorne beeindruckte die Bochtler-Elf vor 150 Zuschauern, darunter etwa 35 im Mannschaftsbus mitgereiste SSV-Anhänger.

„Der Sieg für Ehingen-Süd ist gerechtfertigt“, sagte VfB-Trainer Markus Koch, „wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ So beispielsweise bei den Gegentoren, als die Gäste früh störten, den Ball in der VfB-Hälfte eroberten und zielstrebig nach vorne spielten.

Beim 1:0 durch Filip Sapina unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vertändelte Gabriel Fota den Ball. Haas bediente Sapina, der aus 12, 13 Metern einschoss (46.). „Das war ganz wichtig, so aus der Pause rauszukommen“, betonte Bochtler.

Denn noch bevor es in die Kabinen ging, vergab Ehingen-Süd die 1:0-Führung bei einem Foulelfmeter. Nach einem Foul an Philipp Schleker, das nach Ansicht von Markus Koch kein Foul war, scheiterte SSV-Kapitän Michael Turkalj mit seinem Schuss an VfB-Torhüter Luis Loucao Rodrigues (31.). Eine ähnliche Entwicklung nahm das 2:0: Balleroberung in der VfB-Hälfte und blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Haas legte für Samuel Kollmann auf (72.), der kurz zuvor schon das 2:0 auf dem Fuß gehabt hatte.

Die Gäste aus der Pfarrei hatten wie in den ersten 45 Minuten durch Hannes Pöschl und Timo Barwan auch in der zweiten Halbzeit weitere Tormöglichkeiten durch Schleker, der aus 20 Metern die Latte traf (52.), oder bei einer 1:1-Situation durch Gaetano Gaudio, der für Schleker eingewechselt wurde (78.).

Gleichwohl besaßen auch die Hausherren Torchancen. „Wir hatten den Torschrei schon auf den Lippen“, sagte VfB-Coach Koch. Das war nach etwa einer Stunde, als Sven Franzen den Ball aus etwa drei Metern übers Tor schoss oder als der Ball vom Innenpfosten ins Feld sprang und Timo Barwan, der sonst als ständiger Unruheherd die Neckarrems Abwehr beschäftigte, die Situation vollends bereinigte. „Da haben wir großes Glück gehabt“, räumte Bochtler ein.

Er stellte auch fest, dass seine Mannschaft bei Drangperioden des Gegners noch cooler bleiben und auf Sicherheit spielen muss. „Bei den wütenden Gegenangriffen müssen wir noch mehr Ruhe bewahren und geordneter stehen“, sagte Bochtler.

Während Ehingen-Süd am kommenden Samstag Mitaufsteiger TSG Tübingen in der Pfarrei erwartet, spielt Neckarrems in Albstadt, das am Sonntag mit einem 1:0-Erfolg in Leinfelden seinen ersten Dreier holte.

 

Ehingen-Süd schlägt Neckarrems

Timo Barwan (SSV Ehingen-Süd, links) im Duell mit Eugenio Del Genio vom VfB Neckarrems.Foto: Alexander Keppler

Schwäbische Zeitung - 03.09.2017 - Tobias Götz

Fußball, Verbandsliga: Der SSV gewinnt sein Auswärtsspiel 2:0

 

Der SSV Ehingen-Süd hat mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg am Samstag beim VfB Neckarrems seinen zweiten Sieg im dritten Spiel der Fußball-Verbandsliga eingefahren. Dabei boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, immer aber mit Vorteilen für den Aufsteiger aus der Pfarrei.

„Die erste Halbzeit war kontrolliert, die zweite Hälfte war wild“, beschreibt Süds Trainer Michael Bochtler die Partie in Neckarrems, bei der Süd in den ersten zehn Minuten Probleme hatte. „Da hat der VfB immer in unsere Schnittstelle gespielt und uns zwei Mal in Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Bochtler. In der Folge sortierte sich Süd aber besser und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Hannes Pöschl scheiterte per Kopf, einen Schuss von Timo Barwan konnte VfB-Keeper Luis Miguel Rodrigues Loucao mit dem Fuß abwehren. Auch die Gastgeber kamen in dieser Phase zu Chancen, scheiterten aber an Süds Schlussmann Benjamin Gralla. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Neckarrems zwar Feldvorteile, konnte diese aber nicht in Tore ummünzen. In der 45. Minute wurde Süds Philipp Schleker im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter von Michael Turkalj hielt VfB-Schlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao. Im direkten Gegenzug hatte Neckarrems eine gute Chance, wiederum im Gegenzug Süd.

Direkt nach dem Wiederanpfiff stellten die Kirchbierlinger die Weichen auf Sieg, als Filip Sapina aus 13 Metern abzog und das 1:0 für die Gäste markierte. „Neckarrems wurde wütend und hat nach dem Gegentor viel investiert“, betont Bochtler. In der 52. Minute setzte Philipp Schleker einen Distanzschuss an die Latte, in der 64. Minute vergab Samuel Kollmann eine 100-prozentige Chance zum 2:0, um es dann in der 72. Minute besser zu machen. Nach einem Konter setzte sich Kollmann in einer 1:1-Situation im gegnerischen Strafraum durch und machte das 2:0 für Süd.

In der Folge gab es auf beiden Seiten weitere gute Chancen. „Es war ein tolles Spiel. Es hat uns gezeigt, dass wir weiterhin in der Verbandsliga mithalten können“, so Bochtler. Einziger Wermutstropfen für Süd: Daniel Haas musste in der 82. Minute mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden und wird Wochen fehlen.

 

 

Nach Neckarremser Patzer ist Weg für Ehingen frei

Ehingens Timo Barwan (links) im Zweikampf mit Tim Scheuerle (VfB Neckarrems).Foto: Baumann

LKZ - 04. September 2017 – Bernd Seib

Seine zweite Heimniederlage musste Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 0:2 gegen den starken Aufsteiger SSV Ehingen-Süd hinnehmen. Damit sortiert sich der VfB erst einmal in der unteren Tabellenhälfte ein.

 

„Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Beide Gegentore fielen jeweils nach Ballverlusten im Spielaufbau“, resümierte VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff. Vor allem das 0:1 direkt nach Wiederanpfiff hatte den Gästen in die Hände gespielt. Ausgerechnet die VfB-Routiniers Gabriel Fota und Sven Franzen hatten zuvor gepatzt, und Ehingen den Konter ermöglicht.

Bis dahin war die gutklassige Partie absolut ausgeglichen verlaufen. Beide Teams verteidigten aufmerksam, mühten sich um kontrollierten Spielaufbau und erspielten sich vor der Pause je eine Handvoll passabler Torchancen. Gästekapitän Michael Turkalj vergab die beste, als er mit jedoch äußerst zweifelhaftem Elfmeter an VfB-Torwart Luis Rodrigues scheiterte (44.). Mit der Führung nach Wiederanpfiff verschoben sich jedoch die Gewichte zugunsten der Gäste, die kurz nach dem 1:0 einen Lattenschuss verzeichneten. „Wir hatten dann zu viel Unordnung in unserem Spiel“, bemängelte Koch hinterher. Der mit aufgerückte Franzen hätte zwar ausgleichen können (61.), traf aber nur den Innenpfosten.

Gefährlicher blieb jedoch Ehingen, das vor allem über Timo Barwan immer wieder schnell umschaltete. Das 2:0 (72.) nach Ballverlust von Andreas Schwintjes war nur die logische Konsequenz. Spätestens als dann Viktor Ribeiro mit der letzten Chance der Remser aus kurzer Entfernung den Kopf des Gästekeepers anschoss (84.), war klar, dass man an diesem Tag leer ausgehen würde.

 

 

Viel zu harmlos vor dem Tor

Calcio-Kapitän Gökhan Gümüssu (links) köpft Foto: Yavuz Dural

Filder-Zeitung - Susanne Degel - 28. August 2017

Der Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen verliert sein erstes Saison-Heimspiel gegen den VfB Neckarrems durch einen Treffer in der Schlussminute mit 2:3.

Bastian Joas hat einen Tick zu früh abgeschaltet. Eine Sekunde, in der der eingewechselte Daniele Cardinale im Strafraum den entscheidenden Schritt schneller war, um den von Yannick Bartmann in die Tiefe gespielten Ball mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck zu zirkeln. Es war der viel umjubelte 3:2-Siegtreffer für die Verbandsliga-Fußballer des VfB Neckarrems und der bittere K.-o.-Schlag für Calcio Leinfelden-Echterdingen. Bitter deshalb, weil die abermals in Pink gekleideten Gastgeber nach der Pause die Begegnung in den Goldäckern dominiert hatten und sich das Spielgeschehen fast ausnahmslos in der Hälfte der Gäste abgespielt hatte. Indes: was die Elf von Trainer Francesco Di Frisco vor dem gegnerischen Gehäuse zeigte, war an Harmlosigkeit kaum mehr zu überbieten. „Ich bin richtig enttäuscht – nicht von unserer Spielweise, aber davon, was die Jungs vor dem Tor abgeliefert haben“, sagte Di Frisco.

Calcio lässt die Durchschlagskraft vermissen

Dabei hätten die Echterdinger nach dem Wiederanpfiff beim Stande von 2:2 genügend Chancen gehabt, die Begegnung für sich zu entscheiden. Doch nach einem Freistoß von Volkan Candan köpfte Kapitän Gökhan Gümüssu über das Tor, Joas hatte, über rechts kommend, freie Schussbahn, zögerte aber zu lange, was auch Volkan Candan vorzuwerfen ist. Und auch der eingewechselte Armin Zukic ließ eine Großchance ungenutzt, weil er die Durchschlagskraft vermissen ließ. „Wir dürfen nicht nur schön spielen wollen, sondern auch erfolgreich“, sagte Di Frisco, der seine Startelf gegenüber dem Auftaktmatch in Sindelfingen gleich auf mehreren Positionen verändert hatte – mitunter nicht ganz freiwillig. So galt es neben Torjäger Shkemb Miftari (rotgesperrt) kurzfristig auch Sascha Häcker zu ersetzen. Der Stürmer war im Abschlusstraining am Freitag umgeknickt. Eine ärztliche Diagnose steht zwar zurzeit noch aus, Di Frisco vermutet aber, dass er sich einen Bänderriss zugezogen hat.

Shaban Ismaili mit Höhen und Tiefen

Im diesmal vom Coach bevorzugten 4:3:2:1-System durfte deshalb Gentjan Lekaj als einzige Spitze ran. In der Abwehrviererkette agierte Josip Pranjic diesmal von Beginn an neben Marco Armbruster als Innenverteidiger, dafür ersetzte Thomas Scheuring den aus familiären Gründen verhinderten Dimitrios Vidic auf der rechten Abwehrposition. „Wir wollten vor allem über Außen viel Druck machen, das ist uns mit Candan und Scheuring auch gut gelungen“, sagte Di Frisco. Shaban Ismaili zog derweil von Beginn an hinter den Spitzen die Fäden – mit Höhen und Tiefen – und Tahir Bahadir stand für den zuletzt enttäuschenden Zukic gegen seinen Ex-Klub von der ersten Minute an auf dem Rasen.

Calcio-Verteidiger schenken Gegner zu viel Raum

So harmlos wie die Gastgeber vor dem Tor des Gegners waren, so harmlos agierten sie mitunter aber auch in der Defensive: höchst selten in der Vorwärtsbewegung, fast immer nur im Rückwärtsgang. „Unglaublich, wie viel Meter wir dem Gegner dadurch schenken“, sagte Di Frisco. Auch beim Führungstreffer der Gäste standen die Echterdinger eher als Zuschauer Spalier. Nach einem Ballverlust von Gümüssu an der Mittellinie eilte der überragende Viktor Ribeiro auf der rechten Seite auf und davon. Seine Hereingabe verwandelte Daniel Spiegelhalter zum 1:0 für die Gäste (9.). In der 40. Minute verlängert Joas dann eine Hereingabe von Ismaili mit den Haarspitzen – 1:1. Die Freude über den Ausgleich währte indes nicht lange. Schon im Gegenzug war Spiegelhalter erneut zu Stelle, wieder hatte Ribeiro zig Gegenspieler zu Statisten degradiert – 1:2 (41.) aus Sicht von Calcio. Für Spiegelhalter ging damit die Erfolgsgeschichte in die nächste Runde. Nachdem er in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur einmal spielen konnte, dabei aber einmal traf, sind ihm in dieser Saison in zwei Spielen bereits drei Tore gelungen. „Für ihn freut es mich natürlich besonders“, sagte VfB-Trainer Markus Koch.

Dass den Gastgebern noch vor dem Pausenpfiff das 2:2 gelang, war derweil einem Fehlgriff des VfB-Keepers Luis Rodrigues Luicao zu verdanken. Der hatte sich nach einer Ecke verschätzt, sodass Gümüssu am weit entfernten Pfosten stehend, die Kugel über die Linie drücken konnte (45.).

Cardinale lässt Neckarrems gegen Calcio jubeln

LKZ - 28. August 2017 - Bernd Seib

Dank eines Last-Minute-Treffers des eingewechselten Daniele Cardinale feierte Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems mit einem 3:2 bei Calcio Echterdingen seinen ersten Saisonsieg.

„Es war aufregend und anstrengend, hatte aber ein wunderbares Ende“, fasste VfB-Trainer Markus Koch hinterher die 90 Minuten zusammen. Seine Elf begann gut und kam durch Daniel Spiegelhalter zum frühen 1:0 (10.). Nach Zusammenspiel zwischen Tim Scheuerle und dem in die Startelf gerückten Viktor Ribeiro musste der neue Knipser der Remser nur eindrücken. In der Folge entspann sich eine offene Partie, in der der VfB seine Möglichkeiten aber nicht optimal ausschöpfte. Als „läppisch“ empfand Koch dagegen das 1:1, als seine Defensive nach harmlos wirkender Halbfeldflanke nicht auf der Höhe war (31.). Spiegelhalter stellte zwar nach einer Ribeiro-Hereingabe wieder die Führung her (37.), doch mit dem Pausenpfiff glich Calcio erneut aus. „Nach der Halbzeit fanden wir uns dann in ungewohnter Rolle wieder, denn wir mussten viel hinterherlaufen“, berichtete Koch. Calcio kontrollierte jetzt Ball und Gegner, ohne dabei jedoch allzu oft zwingend zu werden. Auch die Auswechslungen (Scheuerle, Lars Ruckh, Luigi Ancona) taten dem VfB-Spiel nicht gut.

Als sich schließlich alle schon auf ein Remis eingerichtet hatten, folgte jedoch Cardinales großer Auftritt. Yannick Bartmann hatte ihn mit seinem Vorstoß in Szene gesetzt und der junge Angreifer schlenzte den Ball gekonnt aus 12 Metern zum etwas glücklichen 3:2-Endstand in den Winkel.

1:4 – VfB Neckarrems unter Wert geschlagen

Trifft für Neckarrems: Daniel Spiegelhalter. Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung – 21.8.2017 - Bernd Seib

Niederlage gegen TSV Essingen zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga aufgrund individueller Patzer

Unter Wert wurde der VfB Neckarrems zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga geschlagen. Aufgrund individueller Patzer unterlag man dem TSV Essingen letztlich mit 1:4. „Der Gegentreffer zum 1:2 war der Genickschlag, denn er fiel genau dann, als wir am Drücker waren“, ärgerte sich VfB-Trainer Markus Koch nach dem Abpfiff.

Essingens Torjäger Stani Bergheim markierte dieses 1:2 (70.) mit sehenswertem Seitfallzieher nach schnellem Umschaltspiel. Zuvor hatte Andreas Schwintjes den Ball im Mittelfeld verloren. Der Rückkehrer, dem noch die gewohnte Sicherheit fehlte, wurde fünf Minuten später endgültig zur tragischen Figur: Erneut ließ er sich – diesmal in letzter Linie – den Ball stibitzen und ermöglichte Bergheim auch das 1:3. „Solche Spiele gibt es eben“, hielt sich Koch nicht mit Einzelkritik auf. Seine neu formierte Elf hatte sich zuvor nach wackligem Beginn ins Spiel gearbeitet und nach der Halbzeit auch offensive Akzente gesetzt.

Rechtsverteidiger Yannick Bartmann, der sich später steigerte, ermöglichte dem Gast mit zu kurzem Rückpass die erste Großchance, doch Luis Rodrigues war auf dem Posten (7.). Bartmann (20.) und Gabriel Fota (25.) kamen zu den ersten VfB-Abschlüssen, ehe Dennis Werner auf der Gegenseite das 0:1 gelang. Pero Mamic, der als Innenverteidiger noch Probleme im Stellungsspiel offenbarte, verlor den Zweikampf, Rodrigues konnte den Ball nicht festhalten, so dass Werner abstaubte (36.). Mit der Einwechslung Viktor Ribeiros zur Pause wurden die Remser jedoch „mutiger und nicht mehr so hektisch“, wie Koch befand. Zunächst legte Ribeiro Eugenio Del Genio auf (51.), später verzog er nach Schwintjes-Pass aus spitzem Winkel knapp (64.). Dazwischen lag das 1:1 durch Daniel Spiegelhalters Direktabnahme nach Del Genio-Flanke (56.).

Die Partie schien jetzt zugunsten des VfB zu kippen, doch Bergheims Traumtor wendete erneut das Blatt.

TSV Essingen: Hillebrand feiert gelungenen Einstand

Schwäbische Zeitung - 20.08.2017 - tsve

TSV Essingen setzt sich mit 4:1 (1:0) beim VfB Neckarrems durch

Der TSV Essingen ist zum ersten Punktspiel der neuen Saison zum VfB Neckarrems gereist. Gespannt war man, ob es Neu-Trainer Dennis Hillebrand innerhalb weniger Tage gelungen war, die Mannschaft richtig auf die Partie einstellen zu können.

Essingen kam gut in die Partie und versuchte von Anfang an, mit frühem Pressing den VfBlern das Leben schwer zu machen, was durchaus gelang. Bereits in den ersten zehn Minuten hatten die Essinger zwei Großchancen durch Michael Wende, die dieser nicht nutzte. In der 32. Minute belohnten sich die Essinger schließlich für ihr aufopferndes Spiel und gingen durch Denis Werner nach einem Querpass im Strafraum von Wende mit 1:0 in Führung. Essingen war weiter klar spielbestimmend, der VfB Neckarrems war nur durch Konter gefährlich, ohne allerdings nennenswerte Torchancen erspielen zu können. Die Abwehr um Jens Malitzke und Simon Fröhlich stand sicher und ließ nichts zu. Der TSV Essingen führte verdient, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus seiner Überlegenheit gemacht zu haben. Essingen schien auch im zweiten Abschnitt die Partie im Griff zu haben, dann aber reichte eine Unaufmerksamkeit der TSV-Hintermannschaft und der VfB erzielte das 1:1 durch Spiegelhalter (56.).

In den darauffolgenden zehn Minuten schienen die Essinger geschockt, die Hausherren witterten noch einmal Morgenluft und kamen zu einer weiteren Großchance in der 58. durch Fota, der aber aus kurzer Distanz am Essinger Torhüter Philipp Pless scheiterte. In der 66. Minute wechselte Hillebrand den nach einer Verletzung wieder genesenen Stani Bergheim ein - ein Glücksgriff.

Kaum vier Minuten auf dem Platz, passte Bergheim auf die Außenbahn auf den flinken Werner. Dieser lief die Linie entlang, flankte hoch in den Strafraum, wo wiederum Bergheim bereitstand und mit einem sehenswerten Seitfallzieher das 1:2 erzielte. Allein dieser Treffer war das Eintrittsgeld wert. Nach einem zu kurz geratenen Pass eines VfB-Verteidigers auf dessen Torhüter nutzte Bergheim die Gelegenheit aus, schnappte sich den Ball und ließ sich die Chance nicht nehmen, allein auf das Tor zulaufend das 3:1 für den TSV zu markieren. Eine Minute später schnürte auch TSV-Neuzugang Dennis Werner seinen Doppelpack zum Einstand mit einem schönen Lupfer über den Torhüter des VfB Neckarrems. Ein gelungener Auftakt für die Mannen aus dem Schönbrunnenstadion.

TSV Berg steigt in die Landesliga ab - Wangen rettet sich

Bitter: Der TSV Berg muss aus der Verbandsliga absteigen. (Foto: Derek Schuh)

Schwäbische Zeitung - 03.06.2017 - Alexander Tutschner

Entscheidende 2:4-Niederlage am letzten Spieltag zu Hause gegen Neckarrems – Präsident Müller: „Wir stehen wieder auf“

K.o. am letzten Spieltag: Der TSV Berg hat am Samstag mit einer 2:4-Heimpleite gegen den VfB Neckarrems den Relegationsplatz in der Fußball-Verbandsliga noch aus der Hand gegeben und muss direkt in die Fußball-Landesliga absteigen. Der Spielverlauf war dabei symptomatisch für die ganze Saison: Berg machte über weite Strecken das Spiel, vergab reihenweise Chancen und stand am Ende mit leeren Händen da. Gerettet hat sich dagegen der FC Wangen, der mit einem 3:2-Sieg in Laupheim noch den Klassenerhalt schaffte.

„Schade, dass wir unsere Chancen heute wieder nicht genützt haben“, sagte Bergs Präsident Hermann Müller nach dem Spiel, „wenn du dir dann noch so dumme Gegentore einfängst, wird es schwer. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist und wieder aufstehen.“ Vor dem Spiel hatte der TSV noch jede Menge Hoffnung, mit einem Sieg hätte man zumindest die Relegation sicher gehabt. Die Berger begannen daher mit viel Einsatz und äußerst konzentriert. Berg nahm das Heft sofort in die Hand, am VfB-Strafraum war aber regelmäßig Endstation. Hinten stand Berg zunächst sicher, Neckarrems fand keine Lücke.

Broniszewski trifft zum 1:0

In der 15. Minute brachte Bartosz Broniszewski die Rot-Weißen in Führung: Kurz hinter dem Mittelkreis eroberte er den Ball, ging alleine auf Neckarrems Torhüter zu und versenkte den Ball eiskalt flach zum 1:0. Kurz danach brachte Dominik Bentele einen Ball gefährlich von links zur Mitte, Andreas Frick war noch mit der Fußspitze dran, aber VfB-Keeper Luis Rodrigues reagierte stark. Berg hatte weiter die klar besseren Chancen. Battaglia tanzte in der 26. Minute links seinen Gegenspieler aus, den Pass zur Mitte verstolperte Taner Ata rechts am langen Eck, wieder eine Großchance vergeben. Als nächstes war es Ata, der sich rechts durchtankte, seine Flanke setzte Bentele knapp übers Tor. Der zweite Treffer für Berg lag eigentlich in der Luft.

Aber wie so oft in dieser Saison klingelte es plötzlich im Berger Kasten: Nach einer Ecke kommt Daniel Stölzel zum Kopfball, Broniszewski und Ata fälschen den Ball noch ab und er kullert ins Tor zum 1:1 (34.). Berg spielte aber weiter nach vorne, einen Freistoß von Bentele konnte Rodrigues gerade noch über die Latte lenken (37.). Mit dem Halbzeitpfiff gab es dann die nächste kalte Dusche für den TSV: Einen von der Grundlinie zurückgelegten Ball musste Stölzel nur noch über die Linie drücken, 2:1 für die Gäste. Aus zwei Chancen hatte Neckarrems zwei Tore gemacht, das war effektiv.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste die erste Chance: Luigi Ancona setze sich links durch und flankte zur Mitte, Eugenio Del Genio drückte den Ball mit dem Kopf, aber er ging nur ans Außennetz, das war Glück für Berg. Auf der anderen Seite bediente Ata Bentele mit einem Flachpass, aber der vergab. Ata sorgte immer wieder für Unruhe auf der rechten Seite, in der 56. Minute konnte er an der rechten Strafraumkante nur noch per Foul gebremst werden. Schiedsrichter Yannick Eberhardt gab nach kurzer Rücksprache mit seinem Linienrichter nur Freistoß, die Berger hatten das Foul innerhalb gesehen.

Berg war jetzt wieder klar spielbestimmend, vor allem Bentele und Ata machten Druck über außen, aber die Chancen wurden weiter reihenweise versiebt. Battaglia scheiterte in der 65. Minute am guten Gäste-Keeper, zwei Minute später lupfte Frick den Ball im Fünfer über den Kasten, unfassbar. Genauso wie der folgende Auftritt von Dominik Bentele: der eingewechselte Andreas Kalteis legt den Ball im Strafraum quer und Bentele hämmert ihn aus 15 Metern rechts oben in den Winkel zum 2:2 (78.). Berg warf jetzt alles nach vorne, Bentele und Ata setzten zwei weitere gefährliche Schüsse ab.

Und dann wurde es plötzlich still im Rafi-Stadion: Nach einem Gegenangriff zog Lars Ruckh aus der Distanz ab, den Abpraller verwertete Del Genio zum 3:2 für die Gäste (84.). Zwei Minuten später schloss Visar Pllana einen Konter für Neckarrems zum 4:2 für den VfB ab (86.), damit war die Niederlage und der Abstieg besiegelt für Berg. Bitter: Das 2:2, das Berg bis zur 84. Minute hatte, hätte zur Relegation gereicht. Mit einem Sieg hätte der TSV sogar den direkten Klassenerhalt geschafft. „Wir haben uns Chancen um Chancen erarbeitet und dann vergeben“, sagte Bergs Spielertrainer Tim Rainbow. „Dann kommt es im Fußball immer wie es kommen muss.“ Nach dem Ausgleich zum 2:2 seien der Mannschaft die Kräfte ausgegangen.

TSV Berg – VfB Neckarrems 2:4 (1:2) –Tore: 1:0 (15.) Bartosz Broniszewski, 1:1 (34.) Daniel Stölzel, 1:2 (45+2) Stölzel, 2:2 (78.) Dominik Bentele, 2:3 (84.) Eugenio Del Genio, 2:4 (86.) Visar Pllana – Besondere Vorkommnisse: Rot für Bergs Andreas Frick (88./grobes Foulspiel) – TSV: Willibald - Hepp (62. Schuler), Fäßler, Rainbow, Wenzel (85. Held) – Bentele, Frick, Brielmayer (75. Kalteis), Ata – Broniszewski, Battaglia -Zuschauer: 250.

Stimmen zum Spiel und zum Abstieg

Hermann Müller, Präsident des TSV Berg: „Vielleich hat der Mannschaft die letzte Entschlossenheit gefehlt. Die Bereitschaft, Wege zu zu gehen und zu kämpfen. Wir haben zu oft Räume hergegeben, obwohl das gar nicht nötig war. Das müssen wir in der neuen Runde abstellen. Klar ist, dass uns ein Torjäger fehlt. Wenn du acht klare Chancen hast und nur zwei Tore machst, stimmt das Verhältnis nicht. Aber wir fallen nicht einfach um, wir stehen auf und schauen, dass wir das wieder reparieren. Wir sind für die nächste Saison schon so gut aufgestellt, dass wir auf jeden Fall eine gute Mannschaft haben.“

Markus Koch, Trainer VfB Neckarrems: „Der TSV Berg hatte heute alle Möglichkeiten, aber unser Torhüter Luis Rodrigues hat sehr gut gehalten. Schon die 2:1-Führung zur Halbzeit war glücklich. Der Sieg war mehr als glücklich, aber im Sinne der sportlichen Fairness wollten wir hier noch mal ein ordentliches Spiel abliefern. Ich bin sicher, Berg wird gestärkt aus der Situation zurückkommen.“

Tim Rainbow, Spielertrainer TSV Berg: „Kein Vorwurf an die Spieler, aber der, der mehr Tore schießt, gewinnt am Ende. Jeder weiß: Die Tabelle lügt nicht. Deshalb stehen wir jetzt da unten.“

Moritz Fäßler, Kapitän TSV Berg: Den Abstieg kann man nicht an einem Spiel festmachen. Das Ganze geht los bei der Trainingsbeteiligung und geht weiter zu vielen Kleinigkeiten, die am Ende ausschlaggebend sind. Letztes Jahr hatte man einfach nach der Winterpause das Gefühl, wir reißen das noch rum. In diesem Jahr war in der Mannschaft eine komplett andere Stimmung. Insgesamt haben wir auch über die Saison zu viele Chancen vergeben. Wir haben so viele Punkte liegen lassen, weil wir das Ding nicht über die Linie gedrückt haben. Das rächt sich am Ende, auch heute war das so. Neckarrems als Fünfter der Liga hat natürlich auch die entsprechende Qualität. Vielleicht ist es jetzt auch eine Chance für den Verein mit dem neuen Trainer Oliver Ofentausek neu anzufangen.“

Fünf Spieler gehen

Der Sportliche Leiter des TSV Berg, Michael Wohlfarth, verabschiedete nach der Partie einige Spieler, die den TSV verlassen, wie Bartosz Broniszewski, der zum FV Ravensburg wechselt. Außerdem gehen Tim Rainbow (FV Ravensburg II), Dominik Bentele (TSV Harthausen), Sebastian Willibald und Daniel Abdulahad (beide SC Pfullendorf).

TSG löst Ticket für die Aufstiegsrelegation

Die Backnanger Kreiszeitung schreibt am 29.05.2017 - Von Dieter Gall

Fußball-Verbandsligist aus Backnang sichert sich mit einem schwer erkämpften 3:2-Erfolg beim VfB Neckarrems den zweiten Platz. Die Verbandsligafußballer der TSG Backnang haben ihr erstes Etappenziel erreicht. Mit einem schwer erkämpften 3:2-Sieg beim VfB Neckarrems sicherten sich die Backnanger einen Spieltag vor Rundenende die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in die Oberliga.

Dass der Etzwiesenelf in Neckarrems nichts geschenkt wird, war schon klar. Zwar ging es für den VfB um nichts mehr, aber mit großem Einsatz bewiesen die Gastgeber, dass sie im Kampf um den zweiten Platz zwischen der TSG und Ilshofen Fairness walten lassen wollten. Neckarrems übernahm das Kommando. Schon nach sechs Minuten lagen die Hausherren in Führung. Ein kurioser Treffer von Asilhan Yildiz, der sich im Backnanger Strafraum, mit dem Rücken zum Tor, nicht anders zu helfen wusste, als die Kugel einfach mal hoch in Richtung TSG-Tor zu schießen. Backnangs Keeper Michael Quattlender zeigte sich überrascht und vom linken Innenpfosten prallte der Ball zum 1:0 in den Kasten. „Meine Mannschaft hat diesen Rückstand aber gut verdaut und ist zurückgekommen“, lobte Markus Lang die Moral seiner Elf. Der TSG-Trainer war aber insgesamt mit der Vorstellung seiner Kicker alles andere als zufrieden. „Wir haben schlecht gespielt. Für ein paar meiner Spieler war der Druck offenbar doch zu groß.“ Zunächst dauerte es einige Minuten, doch Julian Geldner (8.) und Oguzhan Biyik (13.) hatten gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Gäste übernahmen nun die Initiative und wurden dafür belohnt. Nach einer Viertelstunde flankte Stephan Fichter von rechts in den gegnerischen Strafraum. Dort konzentrierte sich die VfB-Abwehr auf die Angreifer der Murrtaler in der Sturmmitte, vergaß dabei aber den auf der linken Außenbahn heranbrausenden Marvin Schmid, der volley zum 1:1 einschoss. Danach brachten die Platzbesitzer die Backnanger Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. So zischten Distanzschüsse von Tahir Banadir (25.) und Lars Ruckh (26.) nur knapp am TSG-Gehäuse vorbei. In der 33. Minute überraschte Schmid dann mit seinem zweiten Streich. Wieder flankte Fichter von rechts, der Linksverteidiger der im schwarzen Trikot angetretenen Roten beförderte die Kugel mit einem sehenswerten Flugkopfball ins linke Tordreieck zur 2:1-Gästeführung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff stockte den Backnanger Fans der Atem. Banadir kam frei vor Quattlender zum Schuss, doch mit einer Glanzreaktion verhinderte der TSG-Schlussmann den Ausgleich.

Unmittelbar nach dem Wechsel drängten die Lang-Schützlinge auf den dritten Treffer. In der 56. Minute wurde Geldner im Strafraum der Hausherren gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fichter souverän zur 3:1-Führung. Für den Großteil der Zuschauer war es die Vorentscheidung. Bei hochsommerlichen Temperaturen schien ein Zwei-Tore-Vorsprung kaum mehr aufzuholen. Sollte man meinen – aber denkste. Neckarrems verkürzte eine Viertelstunde vor Schluss nach einer kurzen Trinkpause mit einem unhaltbaren Schuss von Banadir auf 2:3. Im Lager der Gäste begann das Zittern. Es waren noch einige Minuten zu spielen, Ilshofen führte in Sindelfingen. Die Gastgeber versuchten es mit Standards, die ohne Erfolg blieben. Ein Sonderlob verdiente sich TSG-Kapitän Biyik, der nach seiner Rückkehr zeigte, wie wichtig er für die Stabilität des Teams ist. „Kompliment an meine Mannschaft für eine tolle Saison und jetzt kommt die Kür“, fiel Trainer Lang eine zentnerschwere Last vom Herzen. Am letzten Verbandsliga-Spieltag erwarten die Backnanger den VfL Sindelfingen. Die Konzentration gilt aber schon dem ersten Aufstiegsspiel am 10. Juni in Backnang gegen den Vertreter des Badischen Fußballverbandes.

Freiberg kann Meisterfeier planen

LKZ | 08. Mai 2017 - von Ansgar Gerhardt

Der SGV Freiberg steht nach einem glücklichen 2:1 (1:0)-Derbyerfolg gegen den VfB Neckarrems dicht vor der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga. An der Tabellenspitze behauptete der SGV den 7-Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang.

SGV Freiberg (links Charalambos Parharidis) hat den Titel im Visier, der VfB Neckarrems (mit Micha Colin Läubin) ist abgehängt. Foto: Baumann

„Das war kein Fußballleckerbissen. Es war ein Spiel mit Derbycharakter, das sehr stark von der Spannung gelebt hat. Ich freue mich über die drei Punkte“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann. Sein Team behauptete den Sieben--Punkte-Vorsprung vor der TSG Backnang. Die Remser haben dagegen nur noch geringe Chancen auf den zweiten Rang.

„Das Spiel hat die Erwartungen nicht erfüllt und war sehr von der Taktik geprägt. Nach der Halbzeit haben wir mehr investiert und folgerichtig den Ausgleich erzielt. So hätte es aus meiner Sicht auch bleiben können“, analysierte VfB-Coach Markus Koch.

Gehrmann musste seine Startelf nach den Ausfällen von Kapitän Marco Pischorn (Magen-Darm-Infekt) und Torhüter Thomas Bromma (Zerrung) kurzfristig umstellen. So gaben die U19-Spieler Dominik Samija, Pascal Seil und Eric Bauscher ihr Debut in der Verbandsliga. „Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Gehrmann. In einer ereignisarmen ersten Hälfte spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Erst in der 23. Minute nahm die Partie durch einen Kopfball von Luigi Ancona, den SGV-Schlussmann Samija ohne Mühe parieren konnte, kurzzeitig Fahrt auf. Im direkten Gegenzug wurde Marcel Sökler im letzten Moment beim Torschuss von Patrick Tichy geblockt (23.). Bei der anschließenden Ecke von Thomas Gentner stieg Sebastian Bortel am höchsten und köpfte aus fünf Metern das 1:0 (24.). Eine Minute später bekam Samija einen Schuss von Lars Ruckh erst im Nachfassen unter Kontrolle.

„Wir wollten uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen“, sagte Koch. Seine Truppe legte nach Wiederbeginn eine Schippe drauf und nach einem bereits abgewehrten Eckball verlängerte Daniel Stölzel die Direktabnahme von Tim Scheuerle von der Strafraumgrenze zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (56.). Die Begegnung plätscherte ohne Höhepunkte dahin. Bei einer Doppelchance blieben zwei Schüsse von Sökler in der Abwehr hängen (75.). Mit einem Befreiungsschlag leitete Samija den Siegtreffer der Freiberger ein. Sein Ball landete bei Gentner und dessen anschließende maßgenaue Flanke köpfte Sökler schulbuchmäßig zum 2:1 ein (84.).

„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte“, erklärte Sökler. Die Remser waren danach sehr bemüht, konnten sich aber keine Möglichkeiten mehr erspielen.

Sökler macht mit Kopfball-Tor die Tür zum Titel weit auf

Bietigheimer Zeitung - Andreas Eberle | 08.05.2017

Armin Rau war nach dem 2:1-Heimsieg des SGV Freiberg gegen den VfB Neckarrems in euphorischer Stimmung. Der Stadionsprecher spielte den Sport-Kultsong „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“, was allerdings nicht so ganz zum eher verhaltenen Jubel der Wasen-Kicker passte. Rau war etwas zu früh dran, denn vier Spieltage vor dem Saisonende ist das Verbandsliga-Titelrennen noch nicht endgültig entschieden. Mit dem Derbytriumph hat Freiberg am Samstag aber einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft und direkten Oberliga-Wiederaufstieg gemacht. Der SGV führt die Tabelle weiter mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Backnang an. Bei entsprechender Schützenhilfe könnte der Wasen-Klub bereits am nächsten Samstag beim Gastspiel in Sindelfingen den Titelgewinn vorzeitig perfekt machen.

Meisterwürdig war der Auftritt der ersatzgeschwächten Gastgeber im Derby noch nicht. Auch das Prädikat „Topspiel“ trug die Partie nur aufgrund der Tabellensituation. Viel Geplänkel im Mittelfeld, wenig Tempo, kaum Torszenen – das von der Taktik geprägte Nachbarschaftsduell zwischen dem Ersten und dem bisherigen Dritten entpuppte sich für die 300 Zuschauer als Langweiler. „Das wirkte eher wie ein Freundschafts- als wie ein Pflichtspiel“, brachte es das Neckarremser Vorstandsmitglied Arne Läubin auf den Punkt.

Zu schaffen macht den Freibergern derzeit die angespannte Personallage, die Coach Ramon Gehrmann immer wieder aufs Neue zum Improvisieren zwingt. Gegen Neckarrems fehlten David Kienast (Nasenbeinbruch) und Alexandru Popescu, (Wadenbeinbruch). Da sich Stammkeeper Thomas Bromma kurzfristig eine Zerrung zugezogen hatte, feierte Nachwuchstorhüter Dominik Samija sein Verbandsliga-Debüt. Der von einer Magen-Darm-Grippe geplagte Kapitän und Abwehrchef Marco Pischorn saß bis zur 87. Minute auf der Bank. Dennis Zagaria spielte derweil durch, obwohl er die vergangenen zwei Tage noch Fieber hatte, und zu allem Überfluss musste in der 20. Minute auch noch Sven Schimmel mit muskulären Problemen vom Feld. Beim Schlusspfiff standen mit Samija sowie den eingewechselten Pascal Seil und Eric Bauscher gleich drei Talente aus der U?19 auf dem Rasen.

Der SGV hatte im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, war aber spätestens am gegnerischen Strafraum mit seinem Latein am Ende. In der 24. Minute profitierten die Freiberger dann von ihrer Extraklasse bei Standards: Sebastian Bortel köpfte eine Ecke von Thomas Gentner mit Wucht zum 1:0 ein. Der Rest war eher zum Vergessen. Auch Markus Koch zeigte sich zur Pause unzufrieden mit der müden Darbietung seiner Elf. „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir uns nicht so emotionslos und einfach abservieren lassen wollen“, verriet der VfB-Coach später.

Tatsächlich forcierte seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt ihre Offensivbemühungen, während sich der Spitzenreiter damit begnügte, die knappe Führung zu verteidigen. In der 73. Minute fiel der verdiente Neckarremser Ausgleich. Bortel klärte zunächst den ersten Eckstoß der Gäste im Spiel per Kopf, bei seinem Schuss aus dem Hinterhalt traf Tim Scheuerle den Ball zwar nicht voll, doch Lars Ruckh stand goldrichtig und bugsierte die Kugel unhaltbar zum 1:1 ins Eck.

Gentner glänzt als Vorbereiter

In den verbleibenden 17 Minuten folgte nur noch ein aufregender Moment: Keeper Samija zeigte bei einem Befreiungsschlag sein fußballerisches Können und bediente Gentner. Dessen Maßflanke brachte Marcel Sökler zum 2:1 im Gästetor unter (84.). Damit hatte der starke Gentner auch den zweiten Freiberger Treffer vorbereitet. „Das war eine super Flanke von Tommy. Ich musste ja nur noch den Kopf hinhalten“, sagte Torschütze Sökler.

In der Schlussphase drängte der VfB noch einmal auf den erneuten Ausgleich, aber eine Torchance kam keine mehr zustande. Für Neckarrems hat sich das Thema Aufstiegsrelegation mit der Derbyniederlage angesichts von nun schon neun Zählern Rückstand auf Backnang erledigt. Der SGV steht dagegen kurz vor dem Titelgewinn – und dann darf Stadionsprecher Armin Rau auch mit gutem Gewissen „Hey, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft“ auflegen.

Löchgau kann mit einem Punkt leben

Filigran: Löchgaus Salvatore Langella (links) düpiert seinen Neckarremser Gegenspieler mit einem eleganten Trick. Foto: Helmut Pangerl

Bietigheimer Zeitung - Daniel Haug | 22.04.2017

Der FV Löchgau und der VfB Neckarrems trennten sich in einem überraschend emotionsarmen Kreisderby in der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend torlos 0:0. Dabei konnten der FVL und sein Trainer Thomas Herbst mit dem Punkt deutlich besser leben. „Es bringt nichts, wenn wir für unser Spiel gegen Ilshofen gefeiert werden, aber am Ende 3:4 verlieren. Es kommt auch auf das Torverhältnis an, und wir müssen uns für keinen unserer 28 Punkte entschuldigen.“ Dabei setzten die Gastgeber den Tabellendritten auf dem heimischen Kunstrasen zumindest in der Anfangsphase früh unter Druck. Folgerichtig hatte Löchgau bereits in der dritten Minute die erste Chance. Allerdings verpasste Marco Knittel eine Flanke von Kai Irrgang knapp. Fünf Minuten später leitete Irrgang mit einem Freistoß auch die zweite Chance ein. Der von der Neckarremser Verteidigung abgewehrte Ball landete bei Fabian Kirsten, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und auf dem Tornetz landete. Doch nach einer Viertelstunde ebbten die Löchgauer Offensivbemühungen ab, und der VfB übernahm die Spielkontrolle. „Wir haben etwas Anlaufzeit gebraucht, sind dann aber gut reingekommen. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde es“, erkannte auch VfB-Trainer Markus Koch. In der 14. Minute schoss der Ex-Löchgauer Eugenio del Genio aber deutlich über den Kasten. Drei Zeigerumdrehungen später köpfte Tobias Baus eine Flanke von Tim Scheuerle direkt vor die Füße von Luigi Ancona. Dessen Schuss aus 20 Metern ging knapp rechts am Tor vorbei. Die Herbst-Elf konnte nur noch selten klare Abschlusssituationen kreieren. Nach einer Flanke von Kirsten probierte es Knittel per Fallrückzieher. Der Ball landete so jedoch beim im Abseits stehenden Dominik Wolter.

Nach dem Seitenwechsel riss der Tabellendritte das Spielgeschehen vollständig an sich. Ancona verpasste mit seinem Schussversuch drei Minuten nach Wiederbeginn noch das Gehäuse. 120 Sekunden später lag der Ball dann im Löchgauer Netz. Nach einer Flanke von Scheuerle schob Gabriel Fota ein, doch das Schiedsrichtergespann um Florian Geiger hatte eine Abseitsstellung des Neckarremser Linksverteidigers erkannt. Im Gegenzug kam der FVL über Knittel gefährlich in den Strafraum, aber die VfB-Defensive konnte klären. Ansonsten blieben Angriffe des FVL im zweiten Durchgang aber Mangelware. In der 57. Minute passte Del Genio aus dem Zentrum nach rechts zu Scheuerle, der ans Außennetz schoss. Eine Minute später verpasste Del Genio eine Hereingabe von Lars Ruckh knapp.

Auch die Einwechslung von Niko Grellmann brachte kaum Veränderung ins Löchgauer Offensivspiel. Die bessere Spielanlage zeigte vor allem in der zweiten Hälfte die Koch-Elf, die aber meistens nur über Distanzschüsse gefährlich wurde. Ruckh schoss aus 25 Metern knapp links vorbei. Ancona setzte seinen Versuch zu zentral an, so dass Markus Brasch keine Probleme damit hatte. Zwei Minuten schoss VfB-Torjäger Tahir Bahadir nach einem Fehler im Löchgauer Aufbauspiel an die Latte. Nachdem drei Minuten vor dem Ende Gästekapitän Micha-Colin Läubin einen Kopfball vorbei gesetzt hatte, startete der FVL nochmal eine Schlussoffensive und wäre beinahe noch zum Siegtreffer gekommen. Stürmer Grellmann setzte sich über links durch, doch die VfB-Hintermannschaft konnte gerade noch vor der Torlinie klären. Unzufrieden war Herbst hinterher trotzdem nicht. „Wir wollten uns nicht auf einen Schlagabtausch einlassen und haben gut und diszipliniert verteidigt. Allerdings hätten wir im zweiten Durchgang noch öfters für Befreiung sorgen können. Da waren wir teilweise zu verspielt.“

Nulldiät im emotionslosen Derby

Im Gleichschritt zum leistungsgerechten Remis:Der Remser Marcel Friz (l.) gegen Löchgaus Dominik Wolter.Foto: Baumann

Ludwigsburg | 22. April 2017 - Bernd Seib

Die ganz großen Emotionen blieb das Kreisderby der Fußball-Verbandsliga am Freitagabend schuldig: Nach 90 Minuten trennten sich der FV Löchgau und der VfB Neckarrems torlos.

Formularende

Nach dem Abpfiff konnte Löchgaus Trainer Thomas Herbst mit dem Remis besser als sein Neckarremser Kollege Markus Koch leben: „Wir wollten uns nicht auf den großen Schlagabtausch mit dem VfB einlassen, sondern diszipliniert spielen und gut verteidigen“, erklärte er seine Marschroute, die letztlich aufging. „Eine leichte Enttäuschung ist schon da, denn je länger das Spiel dauerte, desto besser lief es für uns“, gestand dagegen Koch, dessen Elf mehr vom Spiel hatte.

Die Anfangsphase gehörte jedoch zunächst den Gastgebern. Schon nach 120 Sekunden kam Löchgaus Marco Knittel nach einer Linksflanke von Kai Irrgang frei im Gästestrafraum zum Kopfball, doch er setzte das Leder vorbei. Kurz darauf flog ein Pressschlag aus dem Getümmel auf das Dach des von Luis Rodrigues gehüteten Tores (6.), doch das sollte es für lange Zeit mit den Offensivaktionen des FVL gewesen sein. Neckarrems übernahm zunehmend das Zepter, hatte die bessere Spielanlage, wirkte ballsicherer und kam bis zur Pause zu ersten Halbchancen.

Nach Wiederanpfiff wurde die Überlegenheit der Gäste noch größer. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich aber erst in der Endphase. Nach zu kurz geklärter Rechtsflanke kam Ancona aus 15 Metern zum Schuss, doch FVL-Keeper Markus Brasch konnte parieren (76.). Kurz darauf brachte ein FVL-Ballverlust Tahir Bahadir ins Spiel, doch nach Sololauf scheiterte er an der Latte (79.). Erst kurz vor dem Ende der insgesamt merkwürdig emotionsarmen 90 Minuten sendete Löchgau noch einmal ein offensives Lebenszeichen, doch Niko Grellmanns Hereingabe konnte die VfB-Abwehr in letzter Sekunde klären.

Tabellarisch hilft der Punkt sowohl dem FVL im Abstiegs- als auch dem VfB im Aufstiegskampf nur bedingt weiter. „Das werden wohl erst die anderen Ergebnisse des Spieltags zeigen“, sagte Koch.

 

Premium Sponsoren





Teampartner





Getränkesponsoren



Sie sind hier: Verbandsliga | Presse
Termine

VfB - Spfr.Schw. Hall

Punktspiel 23.09.-15:30 Uhr


VfB - TSV Ilshofen

Punktspiel 30.09.-15:30 Uhr


Presse
Sponsoren