Blau-Weiß legt einen kapitalen Fehlstart hin

BB Heute: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung - Von unserem Redakteur Philipp Hamann · 11.08.2019

Der VfL Sindelfingen hat einen klassischen Fehlstart hingelegt. Zum Auftakt der Fußball-Verbandsliga verlieren die Blau-Weißen beim VfB Neckarrems mit 1:4. "Der VfB hat nach dem Führungstor die größere Mentalität auf den Platz gebracht", sagte Trainer Tobias Winter.

Während der VfL mit dem 6:0 im WFV-Pokal beim TV Darmsheim im Rücken zum ersten Verbandsliga-Punktspiel fuhr, musste der VfB Neckarrems eine 0:2-Pleite beim Landesligisten TSV Crailsheim verarbeiten. Entsprechend selbstbewusst begann der VfL, der lediglich mit den zwei Neuzugängen Mark Hetzel und Fabian Rupp begann. Ihn hatte Tobias Winter am Freitag zum Kapitän bestimmt.

Sindelfingen ließ Ball und Gegner laufen. Aber in der 17. Minute gab es den ersten Nackenschlag für die Blau-Weißen. Nach einem zu kurz abgewehrten Eckball fasste sich Nesreddine Kenniche ein Herz und drosch die Kugel ins Tor. David Kocyba, der den Vorzug vor Michael Walz bekommen hatte, war machtlos.

"Dieser Treffer hat das Spiel verändert. Neckarrems hat eine breite Brust bekommen und stand fortan sehr kompakt ", sagte Trainer Tobias Winter. Der VfL hatte weiter mehr Ballbesitz. doch zwingend war das nicht. Oliver Glotzmann, Top-Torjäger in der vergangenen Saison, hatte gegen den hochgewachsenen Pero Mamic einen schweren Stand. Konnte sich Glotzmann einmal gegen ihn durchsetzen, war ein andere Neckarremser Abwehrspieler zur Stelle. Ein verlorenes Kopfballduell von Ender Özcan leitete den zweiten VfB-Treffer ein. Robin Slawig sagte Danke und setzte den Ball aus halblinker Position ins lange Eck. Kocyba war erneut geschlagen. Sein Gegenüber Loucao Rodrigues musste vor der Pause nur einmal gegen Florian Feigl retten. Dessen Schuss drehte der VfB-Torhüter noch um den Pfosten. Nach der anschließenden Ecke köpfte Alexander Wetsch die Kugel knapp übers Neckaremser Tor.

Tobias Winter reagierte in der Pause. Für Andre Simao, der seine Schnelligkeit gegen die vielbeinige VfB-Abwehr nicht ausspielen konnte, kam Lars Jäger. Acht Minuten später musste Winter noch mal wechseln. Marc Hezel klagte über Schwindel und wurde von Betreuer Wolfgang Sturm behandelt. Als Hezel kurze Zeit später von Lars Jäger angeschossen wurde, war für den Ex-Böblinger endgültig Schluss. Für Hezel kam Pablo Perez in die Partie. Der VfL versuchte alles, um den Anschlusstreffer zu erzielt. "Tobias Winter: "Das ist ein schmaler Grat, wenn man zu viel riskiert, geht der Schuss nach hinten los." So wie am Samstag in Neckarrems. In der 78. Minute traf Viktor Ribeiro nach einem feinen Solo zum 3:0. Kurze Zeit später flammte Hoffnung beim VfL auf. Nach einem Foul an Lars Jäger pfiff Schiedsrichter Danny Kapell Elfmeter. Florian Feigl trat an und traf 1:3(81. Minute).

Sindelfingen mühte sich weiter, doch den letzten Treffer erzielte Neckarrems. Nesreddine Kenniche schnürte kurz vor dem Abpfiff seinen Doppelpack zum 4:1. Tobias Winter war bedient: "Bei den letzten beiden Toren haben wir es Neckarrems zu leicht gemacht." Viel Zeit die Wunden zu lecken, bleibt den Blau-Weißen nicht. Bereits am Mittwoch geht es im Pokal beim Landesligisten FC Holzhausen weiter.

WFV-Pokal: TSV Crailsheim – VfB Neckarrems 2:0

Horaffen kegeln Verbandsligisten aus dem Pokal

TSV Crailsheim gewinnt mit 2:0 gegen den VfB Neckarrems

von Sebastian Karg / 04.08.2019

Mit 2:0 besiegte der Landesligist TSV Crailsheim den Verbandsligisten VfB Neckarrems in der ersten Runde des DB Regio-wfv-Pokals. Die Neuzugänge Niklas Diehm und Kevin Lehanka feierten mit ihren Treffern einen gelungenen Pflichtspieleinstand bei den Horaffen.

Bereits in der dritten Spielminute köpfte Diehm die Gelb-Schwarzen mit 1:0 in Führung. Zuvor lupfte Jörg Munz einen Freistoß vor das Gästetor, so dass Diehm nur noch einzunicken brauchte. Auch in der Folge war der Neuling vom SV Westheim ein Aktivposten bei den Crailsheimern, der immer wieder im gegnerischen Strafraum auftauchte. In der 15. Spielminute legte mit Danny Thomas ein weiterer Neuzugang fast das 2:0 nach. Tim Messner steckte den Ball überragend auf Thomas durch. Neckarrems‘ Torspieler Luis Miguel Rodrigues Loucao verhinderte jedoch den zweiten Gegentreffer der Gäste. Danach blieb die Heimelf dennoch die aktivere Mannschaft. Jörg Munz versuchte es kurz darauf aus der Distanz. Kevin Lehanka staubte in der 27. Spielminute zum 2:0 ab, nachdem Rodrigues Loucao den Torschuss von Danny Thomas nicht festhielt. Vor der Pause ergaben sich für den VfB Neckarrems Chancen zum Anschlusstreffer. Zunächst ging Nesreddine Kenniche alleine aufs TSV-Tor zu, lupfte den Ball über Horaffen-Keeper Thomas Weiß, aber eben auch über das Crailsheimer Gehäuse. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit parierte Weiß einen gefährlichen Freistoß von Carmine Pescione.

Die zweite Spielhälfte startete mit weiterhin offensiv eingestellten Hausherren. Danny Thomas packte einen grandiosen Distanzschuss aus, den Luis Miguel Rodrigues Loucao gerade noch über den Querbalken lenkte. Nach rund einer Stunde Spielzeit ergaben sich Großchancen auf beiden Seiten. Erst stand Carmine Pescione völlig frei vor dem Crailsheimer Tor. Sein Abschluss landete auf der Querlatte des Tores. Dann setzte Tim Messner auf der anderen Seite Kevin Lehanka toll in Szene. Lehanka blieb allerdings an Rodrigues Loucao hängen. In der Schlussphase wollten es die Gäste noch einmal wissen und drängten die Einheimischen in die Defensive. Viktor Ribeiro, Nesreddine Kenniche und Carmine Pescione erarbeiteten sich Möglichkeiten für Neckarrems, doch die Horaffen-Abwehr hielt dem VfB-Sturmlauf stand. Für die Gelb-Schwarzen ergaben sich zahlreiche Kontergelegenheiten zum 3:0. Die beste dieser Gelegenheiten vergab Florian Immel nach einer Hereingabe von Daniele Hüttl.

FC Wangen nähert sich dem Klassenerhalt

Wangens Torschütze Steffen Friedrich (Nummer 3) wird von seinen Teamkollegen beglückwünscht. (Foto: Josef Kopf)

Schwäbische Zeitung / 26. Mai 2019 / Markus Prinz

 

Durch den 1:0-Heimsieg gegen den Mitabstiegskonkurrenten VfB Neckarrems am Samstag kann der FC Wangen fast schon mit einem weiteren Jahr in der Fußball-Verbandsliga planen. Durch einen sehr strittigen Foulelfmeter ging Wangen früh durch Steffen Friedrich in Führung. In der zweiten Spielhälfte verpassten es die Allgäuer, frühzeitig den Sack zuzumachen.

Die erste gute Nachricht am Samstag gab es für Wangens Trainer Adrian Philipp schon vor der Partie. Bei den Führungsspielern Simon Wetzel und Fabian Eninger war unter der Woche ein Mitwirken gegen Neckarrems noch fraglich, aber beide standen von Beginn an auf dem Platz. Dennoch begann das Spiel von beiden Mannschaften recht verhalten, die Nervosität war den Spielern deutlich anzumerken. Die ersten Offensivaktionen hatten die Gäste. Erst kam Eugenio Del Genio frei zum Kopfball, aber er bekam keinen Druck hinter den Ball, und kurz darauf versuchte es Neckarrems’ Torjäger Nesreddine Kenniche mit einem satten Schuss aus 20 Metern, den aber FCW-Torhüter Julian Hinkel zur Seite faustete.

Der Pfiff sorgt für Verwunderung

In der 17. Minute kam eine, wenn nicht die spielentscheidende Szene: Wangens Simon Wetzel lief von rechts mit dem Ball in den Strafraum, ein Verteidiger von Neckarrems grätschte dazwischen, spielte zwar klar den Ball, aber dennoch gab es zum Entsetzen aller Gästespieler einen Pfiff. Der Unparteiische entschied zum Ärger von VfB-Trainer Markus Koch auf Strafstoß. „Das war eine aberwitzige Entscheidung“, meinte Koch. Wangens Trainer Adrian Philipp gab seinem Gegenüber Recht. „Ich hab mich auch über diesen Elfmeter gewundert, in dieser Situation hatten wir Glück.“ Steffen Friedrich war’s egal, er nahm sich den Ball und hämmerte ihn unhaltbar rechts oben zum glücklichen 1:0 ins Eck.

Die Führung der Hausherren kam aus dem Nichts, aber sie gab ihnen sichtlich Rückenwind. Nach 25 Minuten kam Okan Housein im Strafraum frei zum Abschluss, aber sein Flachschuss war zu harmlos. Nach gut einer halben Stunde kombinierte sich der FC schön durchs Mittelfeld, der Ball kam zu Friedrich, aber dessen Rechtsschuss aus 20 Metern parierte Neckarrems’ Schlussmann Luis Miguel Rodrigues Loucao zur Ecke. Neckarrems meldete sich erst kurz vor der Halbzeitpause zurück. Luigi Ancona dribbelte von links Richtung Wangener Strafraum, legte quer zu Lars Ruckh, aber Julian Hinkel war auf dem Posten und lenkte den Ball glänzend aus dem unteren Toreck.

Nach dem Wiederanpfiff benötigte die Partie wiederum zehn Minuten Anlaufzeit, ehe Wangens Enes Demircan den VfB-Torhüter prüfte. Kurz darauf war auch Hinkel zur Stelle und parierte nach Doppelpass zwischen Ancona und Del Genio stark. Ab der 70. Minute hatten die Gastgeber gleich mehrere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Erst fand Jan Gleinser mit seiner Hereingabe keinen Abnehmer, und eine Minute später schoss Enes Demircan freistehend aus 13 Metern übers Tor.

Housein trifft die Latte

Eine Viertelstunde vor Schluss versuchte es auf der Gegenseite Lars Ruckh mit einem Freistoß aus 30 Metern, den abgefälschten Schuss hielt Hinkel erneut stark. Dann war aber wieder der FC Wangen am Zug, Okan Housein setzte sich klasse über links durch, seinen Pass ins Zentrum schob der eingewechselte Kaan Basar knapp am langen Pfosten vorbei. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit hatte Housein mit seinem abgefälschten Linksschuss Pech, der von der Unterkante der Latte wieder ins Feld sprang. Im direkten Gegenzug hielt der überragende Hinkel den Wangener Sieg fest – einen strammen Schuss aus spitzem Winkel lenkte er gerade noch an den Pfosten. „Wir haben insgesamt ganz gut verteidigt, Jule im Tor war richtig stark“, lobte Philipp seinen Torhüter.

Nach dem Schlusspfiff war der Jubel auf Wangener Seite riesengroß. FCW-Trainer Philipp war sichtlich erleichtert nach dem Heimsieg: „Das war Abstiegskampf pur, man hat auf dem Feld gesehen, was auf dem Spiel stand. Wir hätten frühzeitig aus unseren Kontermöglichkeiten das 2:0 machen müssen, aber wir sind glücklich über den Sieg und können fast nicht mehr direkt absteigen.“ Neckarrems’ Trainer Koch war mit der Leistung seiner Mannschaft an diesem Nachmittag nicht einverstanden: „Das war enttäuschend von uns, wir hatten zu viele Ballverluste. Der Sieg von Wangen ist sicher nicht unverdient.“

Süd spielt gegen Neckarrems 1:1

Aaron Akhabue (am Boden) legte sich für den SSV Ehingen-Süd gegen Neckarrems von Anfang an ins Zeug. © Foto: Herbert Geiger

 

SWP.de -  Roland Flad - 05.05.2019

Der SSV Ehingen-Süd und der VfB Neckarrems trennen sich mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Stefan Hess gelingt Ausgleich.

Hauptsache nicht verloren – so können der SSV Ehingen-Süd und der VfB Neckarrems das 1:1 (0:1)-Remis am 25. Spieltag in der Fußball-Verbandsliga abhaken. Wenngleich die Gäste einen Dreier im Abstiegskampf nötiger gehabt hätten. Süd ist Tabellensechster; der Klassenerhalt ist  greifbar näher gerückt.

Es bleibt dabei: Der SSV Ehingen-Süd tut sich derzeit vor eigenem Publikum schwerer als dies auswärts der Fall ist. Wie schon gegen Nagold reichte es am Samstag auch gegen den VfB Neckarrems nur zu einem 1:1-Unentschieden. Dennoch kann Trainer Michael Bochtler die so genannte englische Woche mit dem Daumen nach oben verbuchen. Sieben Punkte aus den zurückliegenden drei Begegnungen und 37 insgesamt, das kann sich sehen lassen. VfB-Trainer Markus Koch und sein Team stecken dagegen mit 29 Punkten weiter im Kampf um den Liga-Verbleib. Bei nasskalten Bedingungen und Temperaturen um 8 Grad sahen die etwa 100 Zuschauer eine eher durchschnittliche Partie, allerdings gespickt mit einigen Torraumszenen, bei denen sowohl Ehingen-Süd wie auch Neckarrems den Siegtreffer auf dem Schlappen hatten. Während den Gastgebern zweimal der Pfosten im Weg stand (Filip Sapina und Semir Telalovic trafen die Aluminium-Stange), versperrte SSV-Torhüter Benjamin Gralla den VfB-Angreifern den Zugang zu seinem „Wohnzimmer“.

In der Schlussphase, als beide Mannschaften nochmals offensiv wurden und die Entscheidung suchten, verhinderte der Kirchbierlinger Schlussmann den 2:1-Führungstreffer, den Nesreddine Kenniche (79.) und Viktor Ribeiro (81.) auf dem Fuß hatten. „Gralla war in Hochform“, lobte Bochtler seinen Torwart. In der 89. Minute besaß aber auch noch Pöschl die Möglichkeit, für die Heim-Elf alles klar zu machen.

Beim Führungstreffer des VfB stimmte die Zuordnung in der SSV-Defensive nicht; Kenniche kam nach einem hohen Freistoß frei zum Abschluss (32.). Kurz darauf verpasste Aaron Akhabue den Ausgleich (39.). Der VfB rettete die Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause bestimmte Süd das Geschehen. Bochtler, der Georgios Sarigiannidis erstmals in die Startelf berufen hatte und auch Akhabue von Beginn an brachte, ließ jetzt Timo Barwan und Semir Telalovic ran.  Den 1:1-Ausgleich erzielte SSV-Kapitän und Abwehrchef Stefan Hess, der bei einem Freistoß von der linken Seite mit aufgerückt war. VfB-Kapitän Micha-Colin Läubin nahm den Treffer auf seine Kappe, wie er seinem Coach Michael Koch später signalisierte. Er habe Hess zu viel Raum gelassen. Timo Kästle, Telalovic, Sapina und der für Sapina eingewechselte Philipp Schleker kamen zu Torchancen; Süd war dem 2:1 jetzt näher als der VfB.

„Mein Plan war, in der zweiten Halbzeit nachzulegen“, sagte Bochtler zu der taktischen Überlegung, Schleker, Barwan und Telelovic erst nach der Pause einzuwechseln. „Wir hatten nach der Pause eine schwierige Phase durch das schnelle Gegentor“, sagte Koch, „da haben wir die Ordnung verloren.“ Andererseits ließ sein Team zwei Riesenmöglichkeiten aus.

Ein Punkt am Ende der englischen Woche

Verbandsliga: Der SSV Ehingen-Süd spielt 1:1 gegen den VfB Neckarrems

FuPa - Sonntag 05.05.19 22:23 Uhr|Autor: aw

 

Kirchbierlingen - Der SSV Ehingen-Süd hat seine englische Woche in der Fußball-Verbandsliga ungeschlagen beendet. Nach Siegen in Sindelfingen (1:0) und Laupheim (2:1) kamen die Kirchbierlinger gegen den innerhalb von acht Tagen ebenfalls dreimal geforderten VfB Neckarrems zu Hause zu einem 1:1. Vor rund 100 Zuschauern bei alles andere als frühlingshaftem Wetter hatte der SSV nach dem Rückstand zur Pause genug Chancen, um die Begegnung für sich zu entscheiden.

Am Ende waren beide Trainer mit dem Unentschieden einverstanden. Neckarrems hatte in der ersten Halbzeit vorgelegt und kurz nach der Pause sowie in der Schlussphase des Spiels drei Möglichkeiten zum erneuten Führungstor, Ehingen-Süd hatte in der Viertelstunde nach der Pause zwar einmal getroffen, aber auch einige klare Gelegenheiten vergeben. „Das war eine schwierige Phase für uns, da hatten wir die Ordnung verloren“, sagte VfB-Trainer Markus Koch. „In dieser Phase hatten wir ein Stück weit Glück und einen starken Luis Rodrigues im Tor.“

Ehingen-Süd hatte in den ersten paar Minuten nach dem Seitenwechsel mehr Chancen als in der gesamten ersten Halbzeit. Trainer Michael Bochtler hatte anfangs neben dem defensiven Mittelfeldspieler Philipp Schleker auch die Offensivkräfte Timo Barwan und Semir Telalovic auf der Bank gelassen, um ihnen im dritten Spiel in einer Woche eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Doch darunter litt das Angriffsspiel der Heimelf: Süd hatte ein paar vielversprechende Offensivaktionen, torgefährlich war die Mannschaft aber selten. Die beste Chance hatte Aaron Akhabue in der 36. Minute: Georgios Sarigiannidis hatte in der Nähe des VfB-Strafraums den Ball erobert und zu Akhabue gepasst, der freie Bahn, aber nicht die nötige Ruhe beim Abschluss hatte. Zudem bedrängt von einem Gegenspieler verfehlte der Abschluss des SSV-Angreifers knapp das Tor.

Zu diesem Zeitpunkt lag Süd bereits in Rückstand: In der 32. Minute hatte VfB-Torjäger Nesreddine Kenniche nach einer Freistoßflanke Abstimmungsprobleme in der Süd-Hintermannschaft zum 1:0 genutzt. Die Führung für Neckarrems hatte sich nicht abgezeichnet, auch die Gäste hatten in den ersten 45 Minuten kaum Chancen. Die SSV-Defensive stand gut und wenn der VfB zum Abschluss kam, war Torhüter Benjamin Gralla zur Stelle. Beim Führungstreffer der Gäste war Gralla aber chancenlos.

Bochtler wechselte zur zweiten Halbzeit, schickte Barwan und Telalovic aufs Feld und das Offensivspiel des SSV kam sofort auf Touren: Nicht einmal drei Minuten waren seit dem Wiederanpfiff vorbei, da erzielte Innenverteidiger Jan-Luca Daur nach einem Freistoß von Timo Barwan per Kopf das 1:1. In der 54. Minute und nach einer Barwan-Ecke hätte Daur fast seinen zweiten Treffer erzielt, im Nachsetzen kam dann Semir Telalovic gleich zweimal nicht an Keeper Rodrigues vorbei. Nur zwei Minuten später kam Hannes Pöschl frei vor Rodrigues zum Schuss, doch wieder siegte der VfB-Torhüter. „Unser Plan war, in der zweiten Halbzeit personell nachzulegen. Wir wussten ja, dass auch Neckarrems das dritte Spiel in einer Woche hatte“, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler. „Fast wäre der Plan aufgegangen. Wenn wir in Führung gehen, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.“

Starke Paraden von Gralla

Doch weil keine der Großchancen in den ersten Minuten nach dem Ausgleichstor etwas eingebracht hatte, blieb es beim 1:1. Nach einer Viertelstunde hatte sich Neckarrems wieder sortiert und hätte selbst in Führung gehen können, Schlussmann Benjamin Gralla verhinderte bei einem Kopfball des hochaufgeschossenen Pero Mamic das 1:2 (64.). Gralla und sein Gegenüber Rodrigues bekamen weitere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen: Erst entschärfte der VfB-Keeper einen guten Freistoßversuch von Philipp Schleker (79.), dann verkürzte Süds Torhüter durch rechtzeitiges Herauslaufen den Winkel und hielt einen harten Schuss von Kenniche aus kurzer Distanz (80.). Fünf Minuten später war Benjamin Gralla erneut gefordert, mit zwei starken Paraden bewahrte er seine Mannschaft vor dem Rückstand und womöglich einer Niederlage. „Benni ist seit Wochen in Hochform, schon in Sindelfingen hat er uns gerettet“, sagte Trainer Bochtler.

„Gegen Ende haben wir wieder für etwas Entlastung gesorgt und hatten einige gute Chancen, daher denke ich, dass das 1:1 insgesamt in Ordnung ist“, sagte VfB-Coach Koch. Bochtler widersprach dem nicht, auch der SSV-Trainer konnte mit dem einen Punkt am Samstag gut leben.

Fußball VfL Nagold spielt erneut unentschieden

 

Schwarzwälder Bote - Kevin Schuon 29.04.2019

Der VfL Nagold hat beim VfB Neckarrems das elfte Unentschieden der laufenden Verbandsliga-Saison eingefahren. Dabei wäre auch wieder ein Sieg möglich gewesen.

 

VfB Neckarrems – VfL Nagold 1:1 (1:0). Es ist ein Ergebnis, das im Abstiegskampf der Verbandsliga keiner der beiden Mannschaften wirklich weiterhilft. "Am Ende waren es für uns wieder einmal zwei verlorene Punkte". Ein Satz, den man von Nagolds Trainer Armin Redzepagic schon häufig in dieser Saison gehört hat.

Danach hatte es in Remseck am Neckar jedoch zu Beginn der Partie überhaupt nicht ausgesehen. Der VfB Neckarrems legte richtig gut los, die Mannschaft zauberte einen guten Angriff nach dem anderen auf den Rasen. "Da dachte ich, die schießen uns in Grund und Boden", sagte Redzepagic. "Das war nicht zu verteidigen." Doch mit etwas Glück, guten Leistungen der beiden Innenverteidiger Luka Silic und Nicolai Brugger sowie einer Wahnsinnsparade von Keeper Bubacarr Sanyang, der einen Schuss des völlig freistehenden Gabriel Fota aus kürzester Distanz abwehrte (15.), überstanden die Nagolder diese Drangphase.

Nach einer halben Stunde fand das VfL-Team dann etwas besser in die Partie, was auch daran lag, dass die Gastgeber ihr Tempo nicht durchhielten. Dann setzte sich Emanuel Popescu auf der rechten Seite durch und zog ab. Sanyang konnte den strammen Schuss nicht festhalten und Eugenio Del Genio staubte zum 1:0 ab (37.). Doch die Nagolder ärgerten sich wahnsinnig über dieses Gegentor. Denn der Aktion von Popescu war ein Kopfballduell zwischen Lars Ruckh und Luka Silic vorausgegangen, bei dem sich der Nagolder die Nase brach. Der 23-Jährige lag blutend am Boden. Die Nagolder reklamierten beim Schiedsrichter, waren kurz nicht auf der Höhe. Andreas Wieczorek ließ jedoch weiterspielen, die Neckarremser spielten den Ball nicht ins Aus. "Außerdem stand der Spieler im Abseits", ärgerte sich Redzepagic.

Die Nagolder Reaktion folgte unmittelbar nach der Pause. Luka Kravoscanec zog aus 20 Metern zum 1:1 ab, dabei sah VfB-Keeper Luis Miguel Rodrigues nicht gut aus. Die Remsecker verloren zunehmend die Ordnung und die Nagolder waren jetzt am Drücker. Der zweite Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch Rodrigues machte seinen Fehler wieder gut und hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel. Zudem verfehlten die Nagolder im Abschluss zu häufig ihr Ziel. So brachten weder Kracoscanec (52., 58.), Elias Bürkle (85.) noch U19-Spieler Lukas Götz, der fünf Minuten vor Schluss zu seinem Verbandsliga-Debüt kam, den Ball im Ziel unter. Besonders großes Pech hatte Götz, dessen Schuss in Richtung Torwinkel unterwegs war, dann von einem Abwehrspieler noch von der Linie geköpft wurde.

Trainerstimme Armin Redzepagic, VfL Nagold: "Am Anfang dachte ich, die schießen uns ab, am Ende waren es für uns dann aber wieder zwei verlorene Punkte."

Der FV Löchgau lässt sich auskontern

Bietigheimer Zeitung/Jan Fedra/ 15.04.2019

 

Dem VfB Neckarrems ist im Bezirksderby beim FV Löchgau der erste Sieg im Jahr 2019 gelungen. Nach sechs Spielen ohne Dreier gewann die Elf von Trainer Markus Koch mit 4:0 und landete den lang erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Verbleib in der Verbandsliga. Für die Gastgeber setzte es nach zwei Auswärtssiegen wieder eine Niederlage, die – da waren sich beide Trainer nach Spielende einig – zu hoch ausfiel.

Im zweiten Abschnitt gingen die Gäste durch einen Doppelschlag binnen drei Minuten in Front. Löchgau versuchte dennoch, weiter nach vorne zu spielen und wurde noch zwei weitere Male erwischt. In der Tabelle zieht der VfB durch seinen vierten Auswärtserfolg der Saison wieder an den Gastgebern vorbei. Mit 24 beziehungsweise 23 Zählern stehen beide Teams weiter auf den Abstiegsplätzen 13 und 14.

„Das 0:4 müssen wir so akzeptieren. Das wirft uns nicht um“, resümierte FVL-Coach Thomas Herbst. „Neckarrems hat aus fünf Torchancen vier Tore gemacht.“ Herbsts Gegenüber Markus Koch formulierte es so: „Von der Spielentwicklung war lange Zeit nicht vorhersehbar, dass es 4:0 ausgeht. Die zwei Situationen, die Löchgau nicht genutzt hat, haben wir genutzt. Dementsprechend hat sich dann das Spiel in unsere Richtung geneigt.“

Die Platzherren konzentrierten sich zunächst darauf, nach hinten nichts zuzulassen. Das gelang dem Aufsteiger gut – den ersten Abschluss des VfB gab es erst in der 27. Minute. Stürmer Lars Ruckh verzog aus der zweiten Reihe aber deutlich. Zehn Minuten später ein Aufreger auf der anderen Seite: Marco Knittel war auf direktem Weg zum Tor und wurde dabei von Philipp Bez zu Fall gebracht. Schiedsrichter Ismail Halici entschied auf Freistoß – direkt von der Strafraumkante. Moritz Hailes Versuch ins Torwarteck war aber kein Problem für Luis Rodrigues im VfB-Tor.

Altmann rettet das zu Null

Fünf Minuten vor der Pause mündete ein feiner Spielzug der Gäste in einem Anspiel von Andreas Schwintjes auf Alexandru Popescu. Daraufhin kam es am FVL-Strafraum beinahe zum Missverständnis zwischen Abwehrchef Pascal Haug und Sven Altmann. Doch der Torhüter drosch den Ball vor Popescu noch ins Seitenaus. Kurz darauf konterten die Gastgeber, Mario Andrics Flanke war aber zu ungenau. Sein zweiter Versuch Sekunden später war deutlich besser, Bez klärte aber vor Knittel.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Löchgau den Druck auf den Tabellennachbarn. Einen Schuss von Fabian Gurth wehrte Rodrigues zur Ecke ab (46.). Fünf Minuten nach Wiederbeginn der bis dato beste Angriff der Roten: Über Gurth, Michael Mariolas und Peter Wiens kam der Ball zu Janis Feufel. Dessen Flachschuss aus 18 Metern strich nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte Wiens nach einer Stunde zum jungen  Julius Reinbold, der für den verletzten Knittel aufs Feld gekommen war, durchstecken – ein teurer Ballverlust. Auf links sprintete Viktor Ribeiro bis zur Grundlinie. Seine flache Hereingabe verwandelte Popescu direkt zur 1:0-Gästeführung (60.).

Nur drei Minuten später überspielte der VfB die erste Pressinglinie der Löchgauer. Dann schlug Riccardo Macorig über den Ball und Ruckh war frei durch. Allein vor Altmann stellte der Stürmer per Flachschuss auf 2:0.  In der 74. Minute legte Gabriel Fota den Ball nach einem  Freistoß von Alexandru Popescu per Kopf für Micha-Colin Läubin auf, der mit der Picke aus kurzer Distanz das 3:0 erzielte. Vier Minuten vor dem Abpfiff besorgte der eingewechselte Neckarremser Top-Torjäger Nesreddine Kenniche schließlich den 4:0-Endstand.

 

 

Der Löchgauer Marco Knittel (Nummer 11) steigt zum Kopfball hoch. Philipp Bez (4) hat auch abgehoben. Links vorne Peter Wiens.Links VfB-Spieler Viktor Ribeiro. Foto: Martin Kalb

Calcio: Ausrufezeichen vor dem Spiel des Jahres

Montag 08.04.19 10:00 Uhr|Autor: Filder-Zeitung / Franz Stettmer

Calcio Leinfelden-Echterdingen siegt im Endspurt in Neckarrems verdient noch mit 3:2 und freut sich nun auf sein großes Pokalduell. Vor allem drei Spieler zeigen sich bereit – einer mit Wut im Bauch. „Genti!!!“ Die Stimme überschlug sich schier, die Augen funkelten. Und für einen Moment wirkte es, als wollte Francesco Di Frisco am liebsten auf den Platz stürmen, um seinen Spieler am Kragen zu packen und einmal durchzuschütteln. Was erlaube Lekaj?! War jener, der Angreifer, nach einem Ballverlust doch einfach stehen geblieben, statt nachzusetzen, wodurch ein gegnerischer Konter ins Rollen kam. Wie hätte sich zu diesem Zeitpunkt erahnen lassen, wer nur zehn Minuten später der umjubelte Mann bei den Verbandsliga-Fußballern von Calcio Leinfelden-Echterdingensein würde? Richtig: Gentian Lekaj. Vom Gescholtenen zum Matchwinner – am Beispiel des 24-Jährigen zeigte sich schließlich, wie schmal der Grat zwischen Pfui und Hui sein kann. Di Friscos Wutausbruch war kaum abgeebbt, als Lekaj seine Mannschaft mit seinen Saisontoren Nummer 13 und 14 zum alles in allem hoch verdienten 3:2-Auswärtserfolg beim VfB Neckarrems schoss. Für die Echterdinger bedeutete dies den dritten Sieg in Serie, mit dem sie sich auf den sechsten Tabellenplatz katapultieren. „Ich denke, das Thema Abstiegskampf ist damit fürs Erste erledigt“, befand ein am Ende sehr zufriedener Trainer Di Frisco in Anbetracht von nun immerhin fünf Punkten Abstand zur Gefahrenzone. Doch nicht nur das: auch haben die Calcio-Kicker das erhoffte Zeichen im Hinblick auf ihre nächste Aufgabe gesetzt.

Ulm kann kommen

Das Signal vom Samstag lautet: Ulm kann kommen – sowohl von Lekaj als auch vom gesamtem Team. Der Filderclub ist bereit für sein Spiel des Jahres am Mittwoch im Leinfeldener Sportzentrum (17 Uhr), das Pokalviertelfinale gegen den Ex-Bundesligisten von der Donau. Passend zur spannendsten Phase der Saison haben die Echterdinger sich stabilisiert. Die Formkurve zeigt klar nach oben – was seine Gründe hat. Offensichtlich gut tut es dem Team, dass die Coaches Di Frisco und Guerra das Suchen und Experimentieren beendet haben. Seit ein paar Wochen stehen ein festes Spielsystem, ein 3-4-3, und ein festes Spielergerüst. Dazu ergibt sich der glückliche Umstand, dass erstmals in dieser Runde alle Akteure des Kaders einsatzbereit sind. Das belebt den internen Konkurrenzkampf. Und in dieser Gemengenlage kommt der ein oder andere zunehmend auf Touren.
Avdiu glänzt erneut

Beispiel Diamant Avdiu. Seit seiner Umfunktionierung vom Verteidiger zum zentralen Mittelfeldmann blüht der 28-Jährige auf. Abermals glänzte er als Abräumer, Dauerrenner, Antreiber und zudem kluger Passgeber. Lekajs zwischenzeitliches 2:1-Führungstor initiierte Avdiu mit einem energischen Antritt sowie einem steil gespielten Musterball. Für Di Frisco ist es gar „die Überraschung der Saison, wie überragend er das so kurze Zeit nach dem Positionswechsel macht“. Beispiel Bastian Joas. Der Youngster befand sich nach der Winterpause im Tief, ist inzwischen aber wieder zurück auf seinem vorherigen Level. Kaum ein Calcio-Angriff, bei dem er seine Füße nicht im Spiel gehabt hätte. Als Eckballschütze bei Lukas Zweigles Kopfballtor zum 1:1 sowie Co-Vorarbeiter beim erwähnten 2:1 brachte es Joas aktuell auf zwei Torbeteiligungen.

Lekaj baut Ärger mit Toren ab

Und Beispiel eben Lekaj. Der Stürmer war neben dem Kapitän Shaban Ismaili und Timo Bäuerle einer von drei bisherigen Stammspielern, denen Di Frisco diesmal zunächst eine Verschnaufpause auf der Bank verordnete. Der Plan: Kräfte sammeln – was zumindest Lekaj weniger gut fand, war er damit doch erst einmal der Chance beraubt, sich für Ulm zu empfehlen. „Er war sauer“, berichtet Di Frisco, „aber er hat es richtig gemacht und nicht mit dem Mund, sondern mit Leistung reagiert.“ Nach seiner späten Einwechslung für Sascha Häcker, der bei seinem Startelf-Comeback nach Langzeit-Verletzungspause kaum eine Bindung zum Spiel fand, schlug Lekaj wie erwähnt doppelt zu. Zack und zack – zwei Ausrufezeichen für die Mannschaft, aber auch in eigener Sache. Erst drückte er den Ball nach Joas’ noch abgewehrtem Versuch über die Linie, dann staubte er in Folge einer Direktabnahme seines Teamkollegen Dimitrios Vidicentschlossen ab (81./86.).

So belohnte Calcio sich doch noch für die drückende Überlegenheit der zweiten Hälfte. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie unbedingt die drei Punkte will“, sagt Di Frisco. Und so auch fielen die beiden einzigen größeren defensiven Aussetzer, die der überwiegend auf Konter lauernde Gegner prompt bestrafte, nicht entscheidend ins Gewicht. Beim frühen 0:1 von Emanuel Popescu hatten Zweigle und Josip Biljeskovic schlecht ausgesehen. Und beim 2:2 waren die Echterdinger noch am Jubeln über ihre gerade erzielte Führung, als sie sich unsortiert den prompten Ausgleich durch Nesreddine Kenniche einfingen.

Am Ende egal. Ebenso wie Lekajs eingangs geschilderte Nachlässigkeit. Nach dem Abpfiff bebte Di Friscos Stimme erneut – allerdings aus anderem Grund. Noch auf dem Rasen schmetterte der Trainer seinen Spielern im Kreis die neue Parole entgegen: „Drei Siege wollten wir! Drei Siegen haben wir! Jetzt wollen wir am Mittwoch gegen Ulm die Sensation!“

Hompage 1. FC Heiningen - Von M. O. Merz - Verfasst am 24. März 2019

INTAKTES TEAM

Remis im Auswärtsspiel beim VfB Neckarrems. In der 58. Minute blies „Black&Yellow“ nach einem 3:0-Rückstand mit einem Kriks-Kopfballtreffer zur Aufholjagd.

Die Erkenntnis ist nicht neu: Beim Verbandsligisten 1. FC Heiningen stimmt die Moral. Bedurfte es noch eines Beweises, er wurde am Samstag in Remseck am Neckar eindrucksvoll geführt. Das Team des Trainertrios Egger, Hrabar, Oßner lag nach 13 Minuten in der zweiten Halbzeit 3:0 hinten. Zwei Kopfballtreffer von Kriks und Sanyang und dazwischen der nach einem Foul an Benny Kern von Robin Reichert souverän verwandelte Strafstoß führten zum Unentschieden auf dem schmucken Rasenplatz des GWV-Sportparks auf dem Remsecker Hummelberg.

Kein Wunder, dass die Miene von Markus Koch bei der Pressekonferenz nach dem Match kaum Freude ausstrahlte; und das obwohl die Verkündigung der Fortsetzung seines bereits 15 Jahre andauernden Engagements als Trainer des VfB eine bemerkenswert positive Message war. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir hier zuletzt 3:0 geführt haben. Wenn du dann aber am Ende nicht gewonnen hast, ist das eher traurig“,

lautete sein verständlicher Kommentar. Die Bewegungen der Vereine am Tabellenende verlaufen derzeit nach Kochs Feststellungen im Schneckentempo. So gesehen hat sich seine Mannschaft durch den gewonnenen Punkt im Heimspiel immerhin um einen Tabellenplatz verbessert und ist damit der akuten Abstiegsgefahr erst einmal entronnen. Am Samstag beim Angstgegner in Tübingen steht allerdings schon die nächste Nagelprobe an.

Klarerweise ganz anders die Stimmung beim Headcoach des Voralb-Clubs. „Nach dem Rückstand noch das 3:3 zu schaffen, fühlt sich dann schon mehr nach einem gewonnen Punkt an, als nach zwei verlorenen“, freute sich Denis Egger. Er wähnt sich und die Seinen aber im Erreichen des Saisonziels ‚Klassenerhalt‘ längst nicht auf der sicheren Seite. Er meinte dazu: „In dieser Liga kann so ziemlich jeder jeden schlagen. Es gibt immer wieder überraschende Ergebnisse, wie der heutige Erfolg Albstadts in Hollenbach zeigt. Man sieht es auch an Essingen. Nach ihren Siegen in diesem Jahr haben sie sich aus dem grauen Mittelfeld schon in die Spitzengruppe hochgeschossen. Genauso kannst du nach ein paar Niederlagen in der Abstiegsregion landen.“ Natürlich ist Egger mit der Punkteausbeute zufrieden. Aber es muss nach seiner Ansicht weiterhin in jeder Begegnung am oberen Leistungslimit gespielt werden, um die Position zu halten. Im nächsten Heimspiel ergibt sich die Revanchechance für das merkwürdige Hinspiel gegen den Ex-Oberligisten aus Hollenbach, der auch nicht unverwundbar erscheint.

Um Haaresbreite wäre bei den Remsern nach der Aufholjagd sogar noch ein Sieg drin gewesen. Die Referees erkannten beim Treffer des eingewechselten Youngsters Mikail Gümüssu auf eine Abseitsstellung des flankenden Max Hölzli - wohl zu Recht, wie es Beobachter bestätigten. So wurden die sympathischen Gastgeber nicht noch vollends um den Lohn ihrer Mühen gebracht. Warum nur übersah das Schirigespann aus dem Allgäu auf der anderen Seite wesentlich klarer zu erkennende, ähnliche Situationen? Keine Frage: Irren ist menschlich. Man sollte dann aber die Äußerungen von Offiziellen entsprechend der aufgewühlten Emotionen beurteilen - zumal beileibe keine bösen Worte fielen.

Bilderbuchstart ins neue Jahr für VfL Sindelfingen

03.03.19 KRZ-Online (Michael Stierle)

Erfolgreiche Punktspielpremiere gegen den VfB Neckarrems auf dem neuen Kunstrasen beim Stadion. Mit einem deutlichen 4:0 schickte Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen den VfB Neckarrems auf die Heimfahrt - die Punktspielpremiere auf dem neuen Kunstrasen neben dem Floschenstadion ist damit mehr als geglückt. Drei Tore gingen auf das Konto von Oliver Glotzmann, für den Schlusspunkt sorgte André Simao.

Gleichzeitig wurde aus einer Binsenweisheit im Fußball wieder mal ein ungeschriebenes Gesetz. Eine nicht ganz so optimale Vorbereitung bedeutet noch lange nicht, dass man auch das erste Punktspiel verzockt. Was umgekehrt natürlich genauso gilt. Als "äußerst zäh" hatte Trainer Maik Schütt die vergangenen Wochen bezeichnet, in denen er und sein Co-Trainer Elvir Adrovic die wenigstens Fehlzeiten hatten, dazu fielen auch noch drei Testspiele aus. "Auch wenn die Vorbereitung nicht gut und das Abschlusstraining sogar grottenschlecht war, hatte ich überhaupt kein schlechtes Gefühl", meinte er hinterher gutgelaunt.

Raphael Molitor ist ein prima Stellvertreter für den verletzten Klug
Die Aufstellung, die angesichts zahlreicher Ausfälle sowieso keine großen Optionen zuließ, richtete er konsequent nach der ausgegebenen Taktik aus. "Im Fokus stand nicht so sehr das eigene Ballbesitzspiel", ließ er durchblicken. "Mir ging es vor allem um Ballgewinne in der Pressingzone und ein schnelles Umschaltspiel. Das haben wir sehr gut gemacht." Deshalb bestand auch die Mittelfeldachse mit Kapitän Daniel Kniesel, Florian Feigl und Martin Frick ausschließlich aus Spielern, die es glänzend verstehen, dem Gegner den Ball zu stibitzen. Und vorne lauerte vor allem Oliver Glotzmann auf die berühmten Pässe in die Schnittstelle der Neckarremser Viererkette, die ziemlich genau auf einer Höhe stand und erstaunlicherweise mit zunehmender Dauer jegliche Absicherung vernachlässigte.
Einen Vorgeschmack darauf, was den Gästen blühen sollte, bekamen sie nach rund einer Viertelstunde bei einer Doppelchance von Glotzmann. Erst bekam er den Ball von Daniel Kniesel in den Lauf serviert, doch Lars Ruckh blockte ihn im letzten Moment ab, dann brachte ihn Florian Feigl in Position, aber sein Chipball landete am Außennetz. Gelernt hatte der VfB Neckarrems daraus nichts.

In der 29. Minute eroberte Raphael Molitor den Ball, weiter ging's über Ivo Colic, der erneut Glotzmann auf die Reise schickte - 1:0. Diesmal landete sein Lupfer über VfB-Keeper Luis Rodrigues Loucao im Netz. Apropos Molitor: Er gab in der Innenverteidigung einen prima Stellvertreter für den an der Patellasehne operierten und an Krücken laufenden Roberto Klug ab. "Er wird sowieso mein Nachfolger - aber erst in zwei Jahren", konnte der noch mindestens sieben Monate lang außer Gefecht gesetzte VfL-Abwehrchef entspannt zuschauen. Nicht ohne anzukündigen, dass für ihn der Fußball trotz neuerlicher Leidenszeit noch nicht vorbei ist. In der Folge mussten sich die Sindelfinger einiger Angriffe erwehren, zu echten Chancen kam Neckarrems aber nur andeutungsweise. Eine Flanke des pfeilschnellen Viktor Ribeiro faustete VfL-Keeper David Kocyba aus der Gefahrenzone, brachte sich dafür bei einem missglückten Abschlag selbst in die Bredouille und hatte bei einem Kopfball von Gabriel Fota ein bisschen Glück, als der über die Latte segelte. Hochkarätiger waren die Möglichkeiten auf der Gegenseite. Neuzugang Ender Özcan zögerte im Sechzehner mit dem Abschluss, und bei einem Knaller von Ivo Colic hatte Rodrigues leichte Probleme. Nach der Pause sah beim VfL Sindelfingen auch das Spiel nach vorne immer besser aus. Colic hätte aus 16 Metern abziehen können, versuchte es aber mit dem Gassenball, Glotzmann stand zweimal haarscharf im Abseits, Kniesel zwirbelte die Kugel an den Pfosten. Nach 53 Minuten die Vorentscheidung: Veton Ahmeti leistete sich einen verhängnisvollen Rückpass, Oliver Glotzmann lief von der Mittellinie alleine aufs VfB-Tor zu, versenkte die Kugel eiskalt - 2:0. Von Neckarrems kam in der Folge immer weniger. Nach einer Kopfballverlängerung von Daniel Kniesel hatte erneut Glotzmann freie Bahn - 3:0. Damit schraubte er sein Trefferkonto bereits auf 16, führt die Torschützenliste mit großem Vorsprung an. Ob das Begehrlichkeiten wecken könnte? "In der Vergangenheit war ja schon mal der SSV Reutlingen an ihm dran", weiß Trainer Maik Schütt. Bei Glotzmann selbst dürfte die Entscheidung in den nächsten zwei, drei Wochen fallen - wenn nicht alles täuscht und auch der Beruf ihm keinen Strich durch die Rechnung macht, dann dürfte sich der VfL auf ein weiteres Jahr mit seinem Torjäger freuen. Im Abschlusstraining noch so richtig den Laden vollbekommen Noch war der Sindelfinger Arbeitstag nicht zu Ende. In der 90. Minute überspielte Ivo Colic mit einem weiten Ball die längst resignierenden Gäste, André Simao umkurvte Rodrigues - 4:0. "Das hätte ich nicht gedacht", war auch der Trainer baff, wie gut seine Elf die sich bietenden Räume nutzte. Und mit einem Schmunzeln: "Im Abschlussspielchen am Donnerstag gehörten die Spieler der Viererkette, beide Sechser und Oli Glotzmann zu einem Team - und haben ordentlich den Laden vollbekommen." Als es zählte, lief es dafür ganz anders. Noch einmal Maik Schütt: "Ein ganz wichtiger Sieg - bei einer Niederlage wären die Neckarremser an uns dran gewesen." Außerdem ist dieses 4:0 genau der richtige Einstieg in den März mit seinem schwierigen Programm. Die nächsten Gegner heißen Hollenbach, Dorfmerkingen, Wangen und Essingen - und sind alle nicht von Pappe.

TSV: Wunsch erfüllt

Der TSV jubelte im letzten Heimspiel des Jahres. (Foto: Thomas Siedler)

Schwäbische Zeitung – 19.11.2018

So sehr haben sie sich beim Fußball-Verbandsligisten TSV Essingen den Heimsieg im letzten Heimspiel des Jahres gewünscht. Am Ende ist dann auch dank der Tore von Jonathan Sedlmayer, Jermaine Ibrahim und Serdal Kocak ein souveräner 3:0-Erfolg herausgesprungen, der die Essinger mit nun 24 Punkten auf dem fünften Platz des Klassements führt.

Die Partie begann für die Hausherren recht vielversprechend. Nach einem Freistoß von Maximilian Eiselt gelangte der Ball zu Marc Gallego, der einen Gegenspieler austanzte, sein anschließender Schuss dann aber drüber flog (5. Minute). Nur vier Minuten später dann aber hieß es durchatmen beim TSV. Nach einem langen Ball in die Spitze tauchte Nesreddine Kenniche vor TSV-Schlussmann Jakob Pfleiderer auf, der für den verletzten Philipp Pless eingesprungen war. Pfleiderer vereitelte die große Chance herausragend.

In der 25. Minute dann wurde es laut im Schönbrunnenstadion. Gallego donnerte einen Freistoß an den Pfosten. Kurz darauf dann wurde es unübersichtlich im Essinger Strafraum, am Ende behielt aber wieder Pfleiderer den Überblick und klärte die Situation (31.). Nur zwei Minuten später schickte Stani Bergheim Nico Zahner auf die Reise, der alleine auf den Schlussmann zulief, letztlich aber zu schwach abschloss. Dann aber: Nach einer Ecke klärte der VfB direkt vor die Füße vor Sedlmayer, der den Ball direkt nahm und mit einem gewaltigen Flachschuss zum umjubelten 1:0 traf (34.).

Treffer zeigt Wirkung                                                                                                    Aus der Pause kamen die Gäste besser, hatten mehr vom Spiel. Einzige Möglichkeit aber in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit war ein Schuss von Tahir Bahadir, der drüberflog (55.). Essingen wusste sich aber zu helfen – und konterte.

Über Bergheim gelangte der Ball zu Gallego, der clever querlegte auf den jungen Ibrahim, der wenig Mühe hatte, seinen ersten Pflichtspieltreffer für den TSV zu erzielen – 2:0 (68.). Der Treffer hatte die erhoffte Wirkung bei den Gästen hinterlassen, von denen in der Folge nicht mehr viel zu sehen war. Eiselt verzog noch einmal aus der Distanz (72.), ehe es Serdal Kocak, der erst kurz zuvor eingewechselt wurde, vorbehalten war, den 3:0-Endstand zu erzielen. Einen langen Ball nahm er auf, blieb cool und traf (90+3.).

Schwäbische Zeitung / 11. November 2018 / Markus Prinz

FC Wangen holt Punkt in Neckarrems

Der FC Wangen setzt seine Serie in der Fußball-Verbandsliga Württemberg fort und bleibt im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Beim Gastspiel in Neckarrems reichte es für die Allgäuer nach drei Siegen am Stück aber lediglich zu einem 1:1 (0:0). „Es war ein gutes und sehr intensives Verbandsligaspiel, mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Wir können mit dem Punkt ganz gut leben“, sagte FCW-TrainerAdrian Philipp nach Spielschluss. Das Selbstvertrauen aus den letzten drei erfolgreichen Partien war den Wangenern in der Anfangsphase beim VfB Neckarrems keineswegs anzumerken. In der ersten Viertelstunde kamen die Gäste überhaupt nicht ins Spiel und liefen meist nur hinterher. Bereits nach drei Minuten klärte Julian Hinkel im Tor des FC Wangen einen Schuss von Nico Scimenes aus rund zwanzig Metern zum Eckball. In der 14. Spielminute tauchte Neckarrems Stürmer Lars Ruckh frei vor Torhüter Hinkel auf, sein Flachschuss aus zehn Metern war jedoch sichere Beute für Wangens Schlussmann. Einen weiteren Abschluss von der Sechszehnmeterraumkante durch Alexandru Emanuel Popescu, parierte Hinkel ebenfalls, beim Nachschuss stand dann Neckarrems Kenniche im Abseits. Mitte der ersten Spielhälfte ließ der Druck der Hausherren allmählich nach und die Gäste aus Wangen kamen immer besser ins Spiel. Eine strittige Szene im Sechszehnmeterraum des VfB, als Yannick Huber zu Fall kam, bewertete der Unparteiische, zum Unmut von Wangens Trainer Adrian Philipp, nicht als Foulspiel. „Ich bin der Meinung, dass es ein klarer Strafstoß war, das bestätigte mir auch Neckarrems Trainer Markus Koch nach dem Spiel“, sagte Philipp. Die Partie lief dennoch weiter und Wangen sorgte mehrfach für Gefahr vor dem Tor von Neckarrems. Den schnellen Djamel Edinne Yachir bekam die Abwehr des VfB nur schwer in den Griff. Über die Außenbahn machte Wangens Nummer?9 viel Dampf und traf mit seinem gefährlichen Schuss in der 33. Minute nur das Außennetz. Kurz vor der Pause zeigten sich die Gastgeber nochmals vor Wangens Tor, aber Bahadir schob den Ball aus acht Metern am Tor vorbei und es blieb bis zum Seitenwechsel beim torlosen Remis.

Führung hält nicht lange                                                                        

Nach Wiederanpfiff waren die Wangener sofort hellwach, einen ersten Torschuss von Yannick Huber wehrte Abwehrspieler Mamic vom VfB zum Eckball ab. Der folgende Eckstoß kam über Umwege erneut zu Huber, der den Ball aus zehn Metern zur 1:0-Führung für Wangen in den Winkel nagelte. Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten, zuerst bewahrte Julian Hinkel seine Mannschaft mit einer Glanztat noch vor dem Ausgleich, bei dem anschließenden Eckball war aber auch er machtlos. Neckarrems’ Zwei-Meter-Abwehrriese Pero Mamic wuchtete den Ball mit seinem Kopf unhaltbar zum Ausgleich in die Maschen. In der Folgezeit war Neckarrems wieder das deutlich aktivere Team und hatte mehrfach die Chance in Führung zu gehen. Aber sowohl Mamic (51.), Bahadir (57.) und auch Knecht (60.) scheiterten mit ihren Versuchen. Mitte der zweiten Spielhälfte befreite sich der FC Wangen nach und nach und gestaltete die Partie wieder ausgeglichener. Klare Torchancen blieben jedoch bis kurz vor Schluss Mangelware. In der 86. Spielminute gab es noch einen Aufreger: Tahir Bahadir leitete eine Kopfballverlängerung ins Tor des FC Wangen, der Linienrichter hob, zum Ärger aller Neckarremser Anhänger, die keine Abseitsstellung gesehen haben wollen, seine Fahne und der Schiedsrichter entschied auf indirekten Freistoß für den FC.

Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden mit dem die Wangener sicherlich zufrieden sein durften und nunmehr seit vier Spielen ungeschlagen sind.

Schwäbische Aalen – 1. November 2018

SfD: Lohn in der 90. Minute

Dorfmerkingen um Daniel Nietzer (Mitte). (Foto: Thomas Siedler)

Nach spannendem Spiel auf sehr gutem Fußball-Verbandsliga-Niveau trennten sich die Sportfreunde Dorfmerkingen und der VfB Neckarrems 3:3 (1:2)-unentschieden. Somit sind die Schützlinge von Trainer Helmut Dietterle auch nach dem 12. Spieltag noch ungeschlagen.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und bereits nach 90 Sekunden die erste Dorfmerkinger Torchance durch Vesel. Während die Sportfreunde mehr Ballbesitz hatten, waren es die Gäste, die das gradlinigere Spiel an den Tag legten. So auch die Führung nach elf Minuten, als Haller das Leder im Mittelfeld verlor, der quirlige Ribeiro Gruber austanzte, Dorfmerkingens Torwart zu halbherzig zu Werke ging und Scimenes zum 0:1 vollstreckte. Danach hatte zwei Mal Neckarrems das 2:0 auf dem Fuß. Im Gegenzug war es Vesel, der Nietzer auf die Reise schickte und dieser markierte nach 31 Minuten den Ausgleichstreffer. Die Freude auf Dorfmerkinger Seite wahrte jedoch nicht lange. Der beste Neckarremser, Abwehrspezialist Mamic, schnappte sich das Leder und markierte die erneute Führung der Gastgeber.

Sportfreunde wollen es wissen.

Nach der Pause wollten es die Sportfreunde wissen. Haller scheiterte am Torpfosten. Doch in der 72. Minute der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich der Sportfreunde. Haller bediente Mutlu, dessen Flanke vollstreckte Gruber zum umjubelten Ausgleich. Jetzt wollten die Sportfreunde mehr und die Gäste gingen erneut durch einen Distanzschuss von Schwintjes in Führung. Es folgte ein wahres Powerplay der Sportfreunde und der Lohn in der 90. Minute. Nietzer wurde im Strafraum umgestoßen und der Unparteiische entschied auf den Punkt. Michael Schiele vollstreckte den Strafstoß zum 3:3. Dietterle: „Wir sind auf Grund unserer Moral nach dreimaligem Rückstand zurückgekommen und haben uns den Ausgleichstreffer redlich verdient. Nach zwölf Partien immer noch ungeschlagen, da können wir alle stolz sein.“

 

 

Homepage FSV Hollenbach – 29.10.2018

Glücklicher Sieg

 

In Neckarrems ist der FSV zwar nicht das bessere Team, nimmt am Ende aber trotzdem 3 Zähler mit.  

Der FSV Hollenbach hat seine Erfolgsserie auch am Samstag fortgesetzt. Der Verbandsligist ist nun seit sechs Spielen ungeschlagen. Das 1:0 beim VfB Neckarrems war hart erkämpft und auch etwas glücklich. „Das war ein dreckiger Sieg, eher glücklich“, sagte Manager Karl-Heinz Sprügel. „Wir nehmen aber auch solche gerne mit.“ Die Gastgeber spielten munter nach vorne. Sie schienen durch die vorangegangene Negativserie kaum beeindruckt zu sein. Die Hollenbacher waren von Beginn an in der Defensive gefordert. Sie benötigten 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. „Wir haben nach der Serie wohl gedacht, dass es heute spielerisch geht. Aber Neckarrems ist ganz schwierig zu spielen. Die waren gut, denen fehlt  im Moment einfach das Glück“, sagte FSV-Trainer Martin Kleinschrodt. So traf Nesredine Kenniche in der 16. Minute nur die Latte. Wieder Kenniche lupfte drei Minuten später den Ball über das Tor und scheiterte in der 23. Minute an Hollenbachs Torhüter Philipp Hörner. „Wir haben nach 20 Minuten dann den Kampf angenommen“, sagte Kleinschrodt. Seine Mannschaft stand in der Defensive nun stabiler, ließ auch weniger Chancen zu. Ein Freistoß in der 35. Minute läutete die Hollenbacher Schlussoffensive in der ersten Halbzeit ein. Die Gäste investierten nun auch mehr in die Offensive. Und prompt gingen sie durch Fabian Czaker in der 42. Minute in Führung. Aus der Drehung traf er ins kurze Eck zum 1:0. Kurz vor der Halbzeit verfehlte der Neckarremser Andreas Schwintjes das Tor knapp. So blieb es bei der Hollenbacher Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel gab Czaker den ersten Torschuss ab, verfehlte das Gehäuse aus 30 Metern aber knapp. Dann hatten die Gastgeber wieder zwei Möglichkeiten. Doch Lars Ruckh (54.) und Pero Mamic (56.) brachten den Ball nicht im Tor unter. Nachdem Luigi Ancona (74.) die Gelb/Rote Karte sah, spielte der VfB in der Schlussphase mit einem Mann weniger, versuchte aber noch zum Ausgleich zu kommen. Es gelang aber nicht. Zu stabil war die Hollenbacher Defensive. „Die Neckarremser tun mir leid. Die waren mindestens gleichwertig wenn nicht sogar einen Tick besser“, sagte Sprügel. VfB-Coach Markus Koch war entsprechend enttäuscht: „Ich kann der Mannschaft vom Engagement her nichts vorwerfen. Wir hatten deutlich mehr Torsituationen.“ Kleinschrodt war hingegen mit der geschlossenen Mannschaftsleistung zufrieden. Aber er hatte trotzdem drei Spieler ausgemacht, die etwas herausragten: „Heute haben sich Mike Kleinschrodt, Timo Brenner und Fabi Czaker etwas herauskristallisiert.“  Die Hollenbacher haben sich durch den Erfolg auf Rang drei nach vorne geschoben. Nach dem 1:1 des bisherigen Spitzenreiters Dorfmerkingen gegen Nagold, ist die SKV Rutesheim der neue Tabellenführer – mit zwei Punkten mehr als der FSV. Ein großes Ausrufezeichen setzte der Tabellenvierte und nächster Gegner des FSV, der SSV Ehingen-Süd durch einen 10:0-Erfolg gegen den SV Breuningsweiler.

LKZ/| 22. Oktober 2018 - Bernd Seib

Neckarrems verliert Anschluss nach oben

Rückschlag in der Verbandsliga durch 2:3-Heimniederlage – Löchgau verliert beim Spitzenreiter

Der Remser Yannick Bartmann (l.) gegen Semir Telalovic (Ehingen). Foto: bm

Leer gingen beide Kreisvertreter in der Fußball-Verbandsliga aus: Der VfB Neckarrems wachte bei der 2:3-Heimniederlage gegen die SSV Ehingen-Süd zu spät auf, der FV Löchgau unterlag bei Spitzenreiter Dorfmerkingen trotz Steigerung nach der Pause mit 0:2.

„Zugegeben, der Gegner war effektiv und hat aus fünf Torschüssen drei Tore gemacht, aber unsere momentane Verfassung ist letztlich enttäuschend“, räumte Trainer Markus Koch von VfB Neckarrems nach dem 2:3 gegen die SSV Ehingen-Süd ein, mit dem man den Anschluss nach oben verlor. „Erst nach dem 0:3-Rückstand haben wir Reaktion gezeigt“, kritisierte Koch nach dem Abpfiff. Sogar der Ausgleich lag zwar in der Schlussviertelstunde noch in der Luft, „aber ein Punktgewinn hätte nur unsere Schwächen kaschiert“, so der VfB-Coach nüchtern. Sein Elf hatte zwar anfangs mehr vom Spiel, wurde aber kaum zwingend. Ein unglücklicher Pressschlag Gabriel Fotas ermöglichte dem Gast die Führung (32.). „Danach gingen die Köpfe runter“, monierte Koch, dessen Team mit dem Pausenpfiff das 0:2 kassierte. Erst nach dem 0:3 (52.) bäumte sich der VfB auf und entwickelte plötzlich viel Druck. Eugenio Del Genio Schuss wurde noch von Gästekeeper pariert, bevor Kapitän Micha-Colin Läubin zum Anschluss traf (75.). Kurz darauf jubelte Läubin erneut, doch der Unparteiische wollte eine Abseitsstellung gesehen haben. Lars Ruckhs 2:3 (90.) kam dann zu spät.

 

Hompage Ehingen-Süd - Samstag, 20.10.2018 | 15.00 Uhr

Der 2:3 Auswärtserfolg beim VfB Neckarrems war der nicht erwartete, aber dennoch erhoffte Befreiungsschlag nach 3 sieglosen Partien. Vor 120 Zuschauern im GWV Sportpark am Neckarremser „Hummelberg“ begann die Mannschaft von Michael Bochtler engagiert und druckvoll. Das aggressive Pressing ließ die technisch versierten Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. In der 33. Spielminute gelang Semir Telalovic der Führungstreffer, als die VfB-Defensive nicht energisch genug zupackte. Fast mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Filip Sapina auf 0:2. Er  wurde im Mittelfeld nicht entscheidend geblockt und war mit einem Fernschuss erfolgreich. Die Gastgeber kamen nach der Pause besser ins Spiel, musste jedoch bereits in der 52. Spielminute das 0:3 hinnehmen, als Jan Deiss, nach einem Freistoß von der linken Seite, völlig unbedrängt, unmittelbar vor dem Tor an den Ball kam und Torhüter Luis Rodrigues erneut das Nachsehen gab. Wer geglaubt hatte, die Hausherren würden sich angesichts des deutlichen Rückstands geschlagen geben, sah sich getäuscht. Der VfB gab nicht auf, kämpfte sich mit enorm hohem läuferischen Aufwand und großem Einsatz ins Spiel zurück und wurde in der 75. Spielminute mit dem Anschlusstreffer durch Kapitän Micha-Colin Läubin, der nach einem Freistoß mit dem Kopf erfolgreich war, belohnt. Unser Team verließ sich auch nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber auf ihre bis zu diesem Zeitpunkt starke Defensive und beschränkte sich auf gelegentliche Konter. Angriff auf Angriff rollte nun in Richtung SSV Tor. Die Abwehr zeigte sich weiterhin sehr zweikampfstark und der bärenstarke Torhüter Benjamin Gralla vereitelte die besten Chancen der Hausherren. Als nach einem weiteren Angriff des VfB Gralla dennoch zum 2. Mal geschlagen war, erkannte der Schiedsrichterassistent eine Abseitsstellung und der Schiedsrichter versagte die Anerkennung des Treffers. Auch in der verbleibenden Spielzeit versuchten die Hausherren alles, um den deutlichen Rückstand wettzumachen und das Spiel doch noch zu drehen. In der 90. Spielminute traf Lars Ruckh mit einem Flachschuss zum 2:3. Das war es dann und unser SSV konnte einen wichtigen Auswärtssieg einfahren und feiern. [td]

VfL Nagold unterliegt gegen VfB Neckarrems

Die Nagolder um Kujtim Berisha (links) bissen sich an Neckarrems um den starken Keeper Luis Rodrigues die Zähne aus. Foto: Kraushaar

Schwarzwälder Bote - Albert M. Kraushaar - 14.10.2018

 

VfL Nagold – VfB Neckarrems 1:2 (0:1). Nun ist es passiert: Der VfL Nagold hat gegen den VfB Neckarrems die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Nach dem 1:2 mussten die Aufsteiger das zweite Mal in der Verbandsliga-Saison den Platz als Verlierer verlassen.

"Rotation, nur wenn es Sinn macht" hatte VfL-Trainer Armin Redzepagic vor dem Spiel angekündigt. Matthias Müller, Fabian Mücke, Ali Karsli und Heinrich Vegelin kamen neu in die Startformation. "Wir hatten gut trainiert und uns viel vorgenommen. Das frühe 0:1 hat einen Bruch in unser Spiel gebracht", sagte der Nagolder Coach.                                            Bei Nagold passte die Zuordnung nicht. So fiel bereits nach sechs Minuten der erste Gegentreffer. Im Mittelfeld fühlte sich niemand für Lars Ruckh zuständig, der zog aus gut 25 Metern einfach mal ab. Der Ball flog über Matthias Müller hinweg ins Netz. Der Nagolder Schlussmann hatte in dieser frühen Phase der Partie zu weit vor seinem Kasten gestanden, zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass es ihm die Sonne bei diesem Gegentor nicht einfach gemacht hat.                                                                                                                 Der VfL Nagold brauchte seine Zeit, um den Schock zu überwinden. Nesreddine Kenniche entwischte Nicolai Brugger, der brachte jedoch nur ein Schüsschen zustande (9.). In der 12. Minute lag der Ball zum zweiten Mal im Netz, aber der Schiedsrichter-Assistent an der Seitenlinie hatte die Fahne gehoben, was allerdings nicht alle unter den rund 200 Zuschauern nachvollziehen konnten. Kurz danach hatte Lars Ruckh seinen zweiten Treffer auf dem Schlappen, zog das Spielgerät jedoch knapp am Tor vorbei. Die erste Nagolder Chance resultierte aus einem Fehler der Gäste-Abwehr, als Alexandru Popescu eine missglückte Karsli-Flanke Luka Kravoscanec vor die Füße stoppte, der VfL-Stürmer konnte das Geschenk jedoch nicht verwerten. Kurz danach hatte Armin Redzepagic zwar die größte Chance seiner Mannschaft gesehen, aber der starke Luis Rodrigues im Neckarremser Tor war gegen Chris Wolfer auf der Hut (33.).                                                                                                         Das war’s bis zur Pause. Wer im zweiten Spielabschnitt ein Aufbäumen der Nagolder erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit Matthias Rebmann (muskuläre Probleme) musste nach 49 Minuten einer der Besten runter. Für ihn kam Pascal Seil, kurz danach Dominik Pedro für Heinrich Vegelin und Kujtim Berisha für Ali Karsli. Die Torchancen hatten weiterhin die Gäste. Zuerst flog ein Kopfball knapp vorbei (55.), dann erwischte Matthias Müller im Rückwärtslaufen einen Ball von Micha-Colin Läubin (57.). In der 63. Minute erzielte Nesreddine Kenniche, den die Nagolder Hintermannschaft einfach nicht in den Griff bekam, nach scharfer Kopfballhereingabe das 2:0 für die Gäste. Aufreger im Neckarremser Strafraum: Fehlanzeige – abgesehen von einer Aktion, in der Gabriel Fota (69.) Chris Wolfer noch ablaufen konnte. In der Folge vergrößerten sich die Sorgenfalten des VfL-Trainers. "Das war kein Gegner mit der ganz großen Qualität", stellte Redzepagic nach der Partie enttäuscht fest. Doch seine Mannschaft war eben nicht besser. "Wir hätten hinten raus für eine klare Entscheidung sorgen müssen", blickte dagegen Gäste-Coach Markus Koch auf drei hundertprozentige Tormöglichkeiten von Andreas Schwintjes, Kenniche (aus fünf Meter frei vor dem leeren Tor) und dem eingewechselten Viktor Ribeiro.                                            Kurz vor Schluss hat das Spiel dann doch noch Pfeffer bekommen. Redzepagic hatte Nicolai Brugger in die Spitze beordert, Gästetorhüter Rodrigues ließ einen Freistoß von Luka Kravoscanec fallen. Brugger scheiterte im Nachsetzen am Außenpfosten. Dann fiel er doch noch der Nagolder Treffer – und wie. Rodrigues stand zu weit vor seinem Kasten, als der Ball Elias Bürkle im Mittelfeld vor die Füße viel. Der 19-Jährige zog aus 35 Metern gefühlvoll ab und beförderte die Kugel über Rodrigues hinweg ins Tor (88.). Ein Traumtor, das unter dem Strich jedoch nichts einbrachte.

 

Homepage VfL Nagold - Dominik Veitinger - 14. Okt. 2018

Befreiungsschlag verpasst: Heimniederlage gegen Neckarrems

VfL Nagold - VfB Neckarrems 1:2 (0:1) Tore: 0:1 Lars Ruckh (6.) 0:2 Nesreddine Kenniche (64.) 1:2 Elias Bürkle (88.)

Das war nix! Die Verbandsliga-Fußballer des VfL Nagold haben ihr Heimspiel gegen den VfB Neckarrems mit 1:2 verloren und warten damit weiter auf den ersten Heimsieg. Gegen einen nicht unbedingt stärkeren aber sehr cleveren Gegner gelang es dem Aufsteiger kaum, sich Torchancen zu erspielen. Durch die Niederlage sind die Nagolder vorrübergehend auf den Relegationsplatz abgerutscht, Neckarrems machte durch den Sieg einen Sprung auf Platz sechs.

"Das Ziel sind vier Punkte aus den beiden Heimspielen!", so Nagolds Coach Armin Redzepagic vor zwei Wochen. Um dieses Ziel, mit einem Heimsieg, zu erreichen veränderte er seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen Ehingen auf fünf Positionen: Matthias Müller stand für Bubacarr Sanyang im Tor. Zudem kamen Fabian Mücke, Heinrich Vegelin, Chris Wolfer, Marco Quiskamp und Ali Karsli in die Startelf. Mücke und Vegelin agierten als Außenverteidiger, Karsli spielte auf der linken Außenbahn und Chris Wolfer sollte im Angriff für neuen Schung sorgen.                                                                                                       „Wir hatten gut trainiert und uns viel vorgenommen, das frühe 0:1 hat einen Bruch in unser Spiel gebracht“ sagte der Nagolder Coach. In der Tat ging die bis dahin schon mangelhafte Zuordnung vollends verloren. Nach wenigen Minuten fühlte sich im Mittelfeld niemand für Lars Ruckh zuständig, der zog aus gut 25 Metern einfach ab, das Leder flog über Müller hinweg ins VfL Netz. Natürlich hatte der Nagolder Keeper in diese frühen Phase der Partie zu weit vor seinem Kasten gestanden, dazu hat es ihm die Sonne nicht einfach gemacht.

Der VfL brauchte seine Zeit um den Schock zu überwinden. Nesreddine Kenniche entwischte Nicolai Brugger (9.) der brachte jedoch nur ein Schüßchen zustande. In der 12. Minute das 0:2 aber der Linienrichter hatte zum Glück die Fahne gehoben, was nicht alle unter den rund 200 Fans nachvollziehen konnten. Kurz danach hatte Ruckh seinen zweiten Treffer auf dem Schlappen, zog das Leder jedoch knapp vorbei. Die erste VfL Chance resultierte aus einem Fehler der Gäste Abwehr als Alexandru Popescu eine missglückte Karsli Flanke Luka Kravoscanec vor die Füße stoppte, der VfL Stürmer mit dem Geschenk jedoch nichts an zufangen wusste. Kurz danach hatte Redzepagic zwar die größte Chance gesehen zu haben, aber Loucao Rodriques war gegen Chris Wolfer auf der Hut (33.). Das war’s bis zur Pause.

Wer im 2. Abschnitt ein aufbäumen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit Matthias Rebmann (muskuläre Probleme) musste nach 49. Minuten einer der Besten runter, für ihn kam Pascal Seil, kurz danach Dominik Pedro(für Heinrich Vegelin) und Kujtim Berisha fürden wirkungslosen Ali Karsli. Die Torchancen hatten jedoch die Gäste. Zuerst flog ein Kopfball knapp vorbei (55.) dann erwischte Müller im Rückwärtslaufen einen Ball von Micha Colin Läubin (57.) in der 63. Minute das längst überfällige 0:2 durch Nesreddine Kenniche nach scharfer Kopfballhereingabe. Aufregung im Neckarremser Strafraum :Fehlanzeige. Bis auf eine Aktion, in der Gabriel Fota (69.) Chris Wolfer noch ablaufen konnte. In Folge vergrößerten sich die Sorgenfalten beim VfL Coach. „Das war nun nicht der Gegner mit der großen Qualität“ stellte Redzepagic enttäuscht fest. „Wir hätten hinten raus für eine klare Entscheidung sorgen müssen“ blickte Gästecoach Markus Koch auf drei Hundertprozentige von Andreas Schwintjes, Kenniche (aus fünf Meter frei vor dem leeren Tor) und dem eingewechselten Viktor Ribeiro“. Kurz vor Schluss hatte das Spiel nochmals „Pfeffer“ bekommen. Redzepagic hatte Nicolai Brugger in die Spitze beordert, Gästetorhüter Rodriques
wohl schon im „Drei-Punkte-Rausch“ ließ einen harmlosen Freistoß von Kravoscanec fallen, Brugger scheiterte bei seinem energischen Nachsetzen am Außenpfosten. Rodriques weiter leichtsinnig, turnte weit vor seinem Strafraum herum als sein Mittelfeld den Ball verlor und Elias Bürkle aus gut 35m zum 1:2 Anschlusstreffer Maß nahm (88.)

Gurths traumhaftes Premierentor

Bietigheimer Zeitung / Neckarrems / bz 08.10.2018 

Bis zum achten Spieltag in der Fußball-Verbandsliga hat es gedauert, ehe der FV Löchgau sein erstes Auswärtstor erzielt hat. Im Spiel gegen den Bezirkskonkurrenten VfB Neckarrems war der Treffer von Fabian Gurth gleichzeitig der einzige des Tages und brachte den Gästen einen 1:0-Auswärtssieg. Der erste Dreier in der Fremde für die Elf von Thomas Herbst war auch auf dessen taktische Umstellung zurückzuführen. Im Vergleich zu den bisherigen sieben Partien zog sich der Aufsteiger deutlich weiter in die eigene Hälfte zurück, attackierte dort aber umso aggressiver. Für den VfB war es die dritte Niederlage in Serie – jedes Mal blieb die Mannschaft vom Hummelberg dabei ohne eigenen Torerfolg. Nach gutem Saisonstart rutscht das Team von Coach Markus Koch auf Tabellenplatz acht ab.

„Löchgau ist der verdiente Sieger. Es hätte uns gut getan, wenn wir mehr Derby-Stimmung angenommen hätten“, sagte Koch zum Auftritt seiner Schützlinge. Torgefahr entwickelten die Gastgeber wenn überhaupt nach Standardsituationen, was der lautstark kommunizierenden FVL-Defensive geschuldet war. Auch die Körpersprache war eine andere als noch bei den Heimauftritten gegen Ehingen und Nagold. „Das war unsere beste Saisonleistung. Wir haben unter der Woche viel aufgearbeitet und die Gangart verändert: Wir wollten passiver sein“, erklärte dagegen Löchgaus Coach Herbst.

Vom Anpfiff weg setzten die Gäste die abwartende Marschroute um. Nach Ballgewinn suchte der Aufsteiger dann den direkten Weg nach vorne, auch mit langen Bällen auf die schnellen Außenspieler Gurth und Terry Asare. Im Zentrum störten Peter Wiens und Pascal Wolter mit hohem läuferischem Aufwand das Aufbauspiel der Platzherren. Gelangte Neckarrems, wie in der 17. Spielminute, doch einmal tief in die Löchgauer Hälfte, war ein zweiter Spieler in Ballnähe um zu blocken – in diesem Fall Michael Mariolas, der gegen sein ehemaliges Team eine engagierte Leistung zeigte. Auch Riccardo Macorig überzeugte, nachdem er gegen Nagold zunächst nur auf der Bank gesessen hatte, mit guten Bällen nach vorne und sauberen Zweikämpfen.

Rodrigues auf dem Posten

In der 23. Minute legte Wiens auf Gurth ab, dessen abgefälschten Rechtsschuss von der Strafraumkante VfB-Keeper Luis Rodrigues aber entschärfte. Dennoch war die Szene ein Beispiel für Herbsts Plan, zweite Bälle zu sichern. Nach einer halben Stunde folgte der bis dato beste Angriff der Gäste: Asare setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und legte auf Mariolas ab. Dessen Schuss wurde zur Ecke geblockt. Nach 40 Spielminuten ließ erneut Asare gleich drei Neckarremser stehen und zog selbst aus spitzem Winkel ab – Rodrigues parierte.

Kurz darauf die Szene des Tages: Eine Kopfballabwehr des Koch-Teams landete bei Gurth, der sich das Spielgerät noch einmal vorlegte und mit rechts aus mehr als 20 Metern abzog. Unhaltbar schlug es im linken Torwinkel ein, ein klasse Schuss des 21-jährigen Flügelspielers.

Nach Wiederanpfiff wirkte die Mannschaft vom Hummelberg nur kurzzeitig motivierter. Viel mehr als ein Distanzschuss von Lars Ruckh (46.) und einen Versuch mit der Pike (69.) brachten die Gastgeber nicht zustande. Löchgau verpasste es dagegen, trotz guter Gelegenheiten (52./62./75.) frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Am Ende reichte es dank Gurth dennoch zum verdienten ersten Auswärtserfolg der Saison.

VfB im Derby ohne Leidenschaft

Voller Einsatz: Löchgaus Tom Kühnle (weiß, vorne) kämpft mit Micha-Colin Läubin (links) und Daniel Spiegelhalter um den Ball.Foto: Baumann

Ludwigsburger Kreiszeitung / Remseck / 08. Oktober 2018 - Bernd Seib

Im Kreisderby der Fußball-Verbandsliga überraschte ein disziplinierter und bissiger FV Löchgau mit einem 1:0-Auswärtssieg beim favorisierten VfB Neckarems. Damit schob sich der FVL bis auf einen Punkt an die Remser heran.

Betretene Gesichter bei den des VfB Neckarrems, während 20 Meter weiter die Freudentänze des FV Löchgaus und seiner Entourage tobten – denkbar gegensätzlich waren die Emotionen nach dem Abpfiff des Kreisderbys der Fußball-Verbandsliga verteilt. „Das war über 90 Minuten unsere beste Saisonleistung“, strahlte FVL-Trainer Thomas Herbst, während sein VfB-Kollege Markus Koch finster resümierte: „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt, waren zu lahm und zu langsam.“ Für seine Mannschaft war es die dritte Niederlage ohne eigenes Tor in Folge: „Wir wurden überschätzt und haben uns überschätzt. Jetzt sind wir auf dem Boden angekommen“, stellte Koch nüchtern fest und räumte ein: „Löchgau hat sich den Sieg verdient, denn sie haben das Spiel als Derby angenommen.“

Gäste wirken spritziger

Mit veränderter Spielausrichtung war der durchgehend bissiger und spritziger wirkende Gast die Partie angegangen. „Wir hatten viel geredet und wollten diesmal passiver sein“, erklärte Herbst. Erst ab der Mittellinie attackierte sein Team den VfB, der zwar viel Ballbesitz hatte, doch meist nur in ungefährlichen Zonen. Torchancen ließen daher lange auf sich warten. Dem Remser Emanuel Popescu bot sich die erste, doch nach Flanke Daniel Spiegelhalters köpfte er vorbei (27.). Auf der Gegenseite verzog Tom Kühnle nach einer Ecke am kurzen Pfosten (30.) und fand der durchgebrochene Terry Asare in VfB-Keeper Luis Rodrigues seinen Meister (38.). Nur wenig später fasste sich dann aber Löchgaus Fabian Gurth nach zu kurzer Abwehraktion ein Herz und jagte den Ball aus 25 Metern sehenswert zum Tor des Tages in den Winkel des VfB-Gehäuses (41.).

Lars Ruckh versuchte es direkt nach Wiederanpfiff aus nahezu identischer Position, doch FVL-Torwart Markus Brasch war zu Stelle. Auf der anderen Seite schlenzte Pascal Wolter das Leder nur knapp am Tor vorbei (52.), ansonsten blieben ganz klare Gelegenheiten rar gesät. Pero Mamic (58.) und Micha-Colin Läubin (68.) jeweils nach Standards für den VfB sowie zwei Flankenläufe des agilen Gurths (61., 75.) brachten noch die meiste Gefahr. Erst in der Endphase ließ sich der FVL zurückdrängen, überstand aber die sechsminütige Nachspielzeit schadlos. Nach Spielende sah Bahir Tahadir noch wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Bietigheimer Zeitung / Neckarrems / bz 08.10.2018

Fußball-Verbandsliga Heiningen unter Wert geschlagen

Gianluca D’Onofrio und Co. verloren deutlich. © Foto: Cornelius Nickisch

SWP / Heiningen / Edmund Funk 17.09.2018

Die Partie zwischen dem Tabellenvierten FC Heiningen und dem Zweiten der Fußball-Verbandsliga, dem VfB Neckarrems, konnte den Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Nach anfänglichem Abtasten mit leichten Vorteilen für den Gastgeber kam die kalte Dusche für die Heininger bereits in der zehnten Minute. Ein langer Abstoß der Platzherren landete beim Gegner, der einen Pass über die aufgerückte und schlecht postierte Heininger Abwehr spielte, der bei Torjäger Nes Kenniche landete, der mutterseelenalleine auf das Heininger Tor zulaufen und eiskalt zum 0:1 verwandeln konnte. Wie Fehler in der Verbandsliga bestraft werden, bekam der Gastgeber in der 39. Minute zu spüren. Der FCH ließ VfB-Abwehrspieler Yannick Bartmann über 50 Meter allein auf das Tor zulaufen. Mit einem überragenden Abschluss in den Torwinkel ohne jegliche Chance für Torhüter Marius Funk traf er zum 0:2. In der 44. Minute kam zum Unvermögen auch noch Pech dazu. Ein Abpraller nach Freistoß von Neckarrems landete direkt vor den Füße von Viktor Ribeiro, der keine Mühe hatte, zum Halbzeitstand von 0:3 zu erhöhen.                                                                                                  Trotz dieses deutlichen Ergebnisses war Heiningen keineswegs gewillt, diese Partie herzuschenken und war um eine Ergebniskorrektur bemüht. Nicht hilfreich war jedoch die gelb-rote Karte für Dominik Mader in der 62. Minute nach seinem zweiten  Foul in diesem Spiel. Dass an diesem Tag auch das Glück nicht auf Seiten der Heininger stand, wurde deutlich, als in der 62. Minute nach einer Flanke von Benjamin Kern der Kopfball von Gianluca D’Onofrio am Pfosten landete und nicht im Tor. Weitere Chancen in der 68. Minute durch Lennart Zaglauer oder in der 72. Minute durch Robin Reichert konnten nicht genutzt werden.

Trotz allen weiteren Bemühungen der Heininger wollte ein Anschlusstreffer jedoch nicht mehr gelingen – ganz im Gegenteil: Die Gastgeber mussten in der 85. Minute durch den Neckarremser Torjäger Kenniche nach einem Konter einen weiteren Gegen­treffer zum Endstand von 0:4 hinnehmen.                                                                                                 Insgesamt fiel die deutliche Niederlage für den Aufsteiger zu hoch aus. Für den FC Heiningen gilt es nun, diese Schlappe in Ruhe zu analysieren, die Fehler anzusprechen und zu versuchen, sie beim nächsten Spiel abzustellen. Edmund Funk

FC 07 weiter sieglos

Homepage FC 07 Albstadt - DF/JE

FC 07 Albstadt weiter sieglos in der Verbandsliga-Saison!

VfB Neckarrems – FC 07 Albstadt 1:0 (0:0). Der FC 07 Albstadt bleibt nach dem 4. Spieltag der laufenden Verbandsliga-Runde durch nur einen einzig erzielten Punkt im Tabellenkeller stecken. Das intensiv umkämpfte Spiel in Remseck-Neckarrems gewann der Gastgeber durch ein Tor von Victor Ribeiro in der 64. Spielminute knapp 1:0.
Zur Austragung dieser Auswärtspartie reiste der FC 07 Albstadt personell geschwächt. Torjäger Pietro Forenza, Fabian Letsch und Rico Vettermann waren verletztungsbedingt nicht im Kader. Auch Marco Sumser und Matthias Endriß mussten leicht angeschlagen zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der Gastgeber versuchte in den ersten 30 Minuten ein frühes Tor zu erzielen, war spielbestimmend, aber die aufmerksam agierende FC 07-Abwehr stand gut und ließ nicht viel zu. Die erste nennenswerte Torchance hatte der VFB Neckarrems daher erst in der 25. Minute. Einen Leichtsinnsfehler in der FC 07-Verteidigung konnte VfB-Torjäger Nesreddine Kenniche jedoch nicht nutzen, sein Schuß aus 18 Metern strich knapp über das Tor. Ein schnell vorgetragener Konter des FCA hätte in der 29. Minute fast die 1:0-Führung für die Blauweißen aus Albstadt bedeutet. Philipp Rumpel spielte auf Hakan Aktepe – sein Schuß aus halblinker Position flog knapp links am Pfosten vorbei. Eine weitere gute Treffer-Möglichkeit ließ der FC 07 Albstadt in der 38. Minute ungenutzt. Zuspiel von Marc Bitzer in die Schnittstelle auf Nicolas Gil Rodriguez – er legte sich den Ball aber zu weit vor. 0:0 lautete folglich der Pause-Zwischenstand.

FC 07-Trainer Alexander Eberhart: „Wir konnten in der ersten Halbzeit einigermaßen Paroli bieten, hatten aber ein oder zwei brenzlige Situationen zu überstehen. Unser Team war jedoch auch immer wieder durch Konter gefährlich. Aber die letzte Konsequenz und der entscheidend ankommende Pass vor dem gegnerischen Tor hat leider wiederholt gefehlt.

Im zweiten Abschnitt wurde der VfB deutlich gefährlicher. Vor allem der eingewechselte Victor Ribeiro machte auf der rechten Außenbahn mächtig Dampf. FC 07-Coach Alexander Eberhart;“ In der zweiten Halbzeit hat uns der VfB Neckarrems immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt. Warum das so ist, wissen wir. Die Probleme sind unsererseits hausgemacht – einige Spieler haben nach ihrer Urlaubszeit noch längst nicht den Zenit ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Wir müssen jetzt schauen, dass wir durch intensives Training nötige Fitness für die nächsten Spiele bewirken. Nach vier Punktspielen nur einen Punkt vorweisen zu können, ist für uns eine prekäre Situation“.

Kurz nach der Pause wäre fast doch das 1:0 für den FC 07 gefallen. Den guten Konter-Vorstoß über die linke Seite nutzte Philipp Rumpel nicht, sein Drehschuss aus 16 Metern überflog knapp die Querlatte (50.). Ein FC 07-Eckball entwickelte sich zum „Bumerang“ – der VfB eroberte sich den Ball und startete einen folgenschweren Konter über die rechte Seite Victor Ribeiro´s eiskalter Flachschuss aus 16 Metern Entfernung landete nach Innenpfosten-Abpraller hinter der Torlinie – 1:0 (64.).

FC 07-Trainer Alexander Eberhart; „Symptomatisch war das 1:0. Ein Eckball für uns – wir haben es aber dann verpasst beim Konter des VfB ein taktisches Foul zu begehen. Victor Rebeiro, der uns schon vor einem Jahr Schwierigkeiten gemacht hat. zieht nach innen und macht das 1:0. Mario Aller war zwar noch dran, aber der Ball traf den Innenpfosten und prallte ins Tor ab. Unglückliche Treffer wie diesen kassieren wir momentan“.

In den letzten 20 Minuten setzte FCA-Coach Alexander Eberhart alles auf eine Karte. Er brachte mit Matthias Endriss und Marco Sumser zwei Offensivkräfte in Spiel, aber eine klar herausgespielte Torchance sprang nicht mehr für den FC 07 Albstadt heraus. Jedoch: In der 70. Minute ereignete sich eine elfmeterreife Situation. Den effektiv gut vorgetragenen FC 07-Konter konnte Micha-Colin Läubin nur mit einem Strafraum-Foul an Marco Sumser stoppen. Schiedsrichter Christian Cretnik entschied jedoch nicht auf Elfmeter für den FCA. FC 07 Trainer Alexander Eberhart: „Für Marco Sumser hätte es eigentlich einen Elfmeter geben können. Ich weiß nicht ganz genau ob es einer war, aber wir hatten diesmal kein Glück, dass so ein Strafstoß für uns gepfiffen wird.“

Es blieb schließlich beim 1:0 für den VfB Neckarems – Jubel im Lager des Gastgebers – Ernüchterung hingegen bei den Gästen, welche mit „leeren Händen“ die Heimreise antreten mußten.

FC 07 Coach Alexander Eberhart: „Die letzten 20 Minuten haben wir alles probiert um noch zum Torerfolg zu kommen, aber uns hat dann die spielerische Linie gefehlt. Den Einsatz und der Wille kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen. Es mangelte einfach heute an Esprit und Technik um mehr Torchancen herauszuspielen. Der Sieg von Neckarrems ist verdient“

VfB-Trainer Markus Koch: „Ich bin heute absolut zufrieden mit der Teamleistung und dem Ergebnis. Aufgrund dessen, dass Albstadt erst mal abwartend agierte, tief gestanden ist, hatten wir natürlich sehr viel Ballbesitz und dann die Chance von Kenniche in der ersten Halbzeit. die aber leider ungenutzt blieb. Unterm Strich haben wir die Aufgaben im Spiel alle gut gelöst. Als Trainer braucht man dann auch ein bisschen Glück, wenn der Siegtorschütze einwechselt wird.

VfB-Neuzugang Kenniche trifft dreimal

LKZ - 03. September 2018 - Bernd Seib


Neckarrems feiert in der Verbandsliga 4:0-Erfolg in Breuningsweiler – FV Löchgau geht spät k.o.

Mit einem klaren 4:0 beim SV Breuningsweiler hat Fußball-Verbandsligist VfB Neckarrems seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Neuzugang Nesreddine Kenniche traf dreimal. „Ich bin schon mehr als erfreut“, suchte VfB-Trainer Markus Koch nach dem in der Höhe nicht erwarteten 4:0-Auswärtssieg beim SV Breuningsweiler erst einmal nach den richtigen Worten. Hellwach von Beginn an präsentierte sich sein Team auf dem kleinen Platz in Winnenden. Nesreddine Kenniche verwertete schon nach 180 Sekunden einen Querschläger Eugenio Del Genios zur frühen Führung. Nach einer Viertelstunde erhöhte der aus Marbach gekommene letztjährige Toptorjäger der Bezirksliga nach Flanke Yanick Bartmanns dann auch auf 2:0. „Das Spiel lief mit den frühen Toren von der Entwicklung optimal für uns. Manche Angriffe wirkten schon wie aus einem Guss, aber es gab auch Schwächphasen“, urteilte Koch hinterher. Spätestens mit Christian Knechts 3:0 noch vor der Halbzeit, als er am kurzen Pfosten eine Hereingabe Bartmanns versenkte (39.), war eine Vorentscheidung gefallen. Der Aufsteiger aus Breuningsweiler mühte sich zwar nach Wiederanpfiff, wurde aber kaum einmal zwingend. Anders der VfB, der jedoch in der zweiten Hälfte „wahnsinnig viele Chancen vergab“ (Koch). Erst kurz vor dem Abpfiff gelang erneut Kenniche nach Del Genio-Ecke der 4:0-Endstand, der den noch ungeschlagenen Remsern den ersten Saisonsieg und in der Tabelle einen Riesensatz auf den vierten Platz nach vorne bescherte. „Damit war heute Morgen noch überhaupt nicht zu rechnen“, wunderte sich der VfB-Coach.

Neckarrems wartet noch auf Erfolgserlebnis

LKZ - 27. August 2018 -Bernd Seib

In der Fußball-Verbandsliga hat Aufsteiger FV Löchgau mit einem 1:0 gegen den FC 07 Albstadt seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Noch warten auf diesen muss dagegen der VfB Neckarrems, der sich 2:2 vom VfL Sindelfingen trennte.

Kampf um den Ball: Sindelfingens Frederik Mohr (links) gegen die Remser Pero Mamic und Christian Knecht. Foto: Baumann

„Gute und weniger gute Phasen“, hatte der VfB-Trainer Markus Koch beim letztlich leistungsgerechten 2:2 gegen den VfL Sindelfingen gesehen. Die ersten 45 Minuten gehörten eher zu den weniger guten, denn der VfB setzte zwar gleich ein Ausrufezeichen, als Christian Knecht nach schöner Vorarbeit Tahir Bahadirs das Leder an die Unterkante der Latte donnerte (4.). Doch ansonsten gehörte die erste Halbzeit den Gästen. Mit dem torlosen Remis war der VfB, für den nur Eugenio Del Genio noch einmal gefährlich wurde (42.), zur Pause gut bedient. Verbessert kamen die Remser aus der Kabine, doch es folgte die kalte Dusche. Einen zweifelhaften Elfmeter verwandelte Florian Feigl zur Gästeführung (55.). Der VfB schlug aber sofort zurück: Knecht bediente den zwischen den Linien lauernden Nesreddine Kenniche und der Neuzugang aus Marbach markierte sein erstes Verbandsligator (59.). Nur 120 Sekunden später führte Neckarrems sogar: Pero Mamic traf per Kopf nach Del Genio-Ecke. Viktor Ribeiro verpasste dann das 3:1, als er frei vor dem Keeper verzog (68.). „Da konnten wir das Spiel entscheiden“, haderte Koch hinterher. Stattdessen reichte dem Gast eine kurze Drangphase, um wieder auszugleichen. Flog zunächst Raphael Molitors Kopfball übers Tor (77.) und rettete VfB-Keeper Luis Rodrigues zweimal bravourös (79.), traf Molitor schließlich unbehelligt nach einer Linksflanke (80.) zum 2:2, bei dem es in der hektischen Schlussphase blieb.

 

Fußball: Mit einem Punkt kann der SKV-Trainer leben

Noah Lulic, (links), Neuzugang aus Sindelfingen, bringt frischen Wind ins Rutesheimer Spiel, wie hier bei seinem Fallrückzieher. Foto: Baumann

Leonberger Kreiszeitung - Von Nathalie Mainka - 18.08.2018 - 19:54 Uhr

 

Ein Punkt zum Saisonauftakt der Fußball-Verbandsliga. Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den VfB Neckarrems kann Rolf Kramer, der Trainer der SKV Rutesheim, gut leben. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, darauf kann man aufbauen“, sagte er nach der Partie. Zumal die Gäste mit ihrem schnellen Umschaltspiel immer wieder gefährliche Konter liefen. „Wir mussten da höllisch aufpassen und haben es ganz gut hinbekommen“, sagte Rolf Kramer.

Sein Kollege Markus Koch wusste hingegen nicht so richtig, wie er die Partie bewerten sollte. „Ich bin zwar nicht unzufrieden, wir können aber besser Fußball spielen, müssen dafür aber noch stabiler und ruhiger werden, auch die Chancenverwertung ist ein Thema.“ In den ersten 15 Minuten der Partie am Samstagnachmittag im Rutesheimer Bühlstadion gaben zunächst die Gastgeber den Ton an, tauchten immer wieder im gegnerischen Strafraum auf. Patric Vaihinger auf der linken Seite und der Sindelfinger Neuzugang Noah Lulic ergänzten sich in ihrem schnellen Spiel nach vorne, zunächst ohne zwingende Chance. In der 14. Minute dann eine große Möglichkeit, als Kapitän Steffen Hertenstein auf Lulic passte, der dann ganz knapp am Pfosten vorbei zielte. Nur eine Minute später verzog Hertenstein vor dem Tor. Nach diesen Szenen erhöhte Neckarrems so langsam das Tempo und spielte druckvoller nach vorne. Der Rutesheimer Torwart Julian Bär musste sich einige Male ins Toreck strecken und verhinderte damit die Führung der Gäste. Erneut setzte sich dann Noah Lulic mit einem sehenswerten Fallrückzieher in Szene, der Ball flog am Pfosten vorbei. Im Gegenzug passierte es: Die Neckarremser liefen einen schnellen Konter. Eine Flanke von rechts – und der frei stehende Tahir Bahadir schob den Ball zur 1:0-Führung der Gäste ein (21.). Hatten die Rutesheimer in der ersten Viertelstunde noch einen klaren Spielaufbau, ließen sie diesen in den Minuten bis zur Halbzeitpause missen. Drangen sie in den gegnerischen Strafraum ein, verloren sie durch die druckvolle Verteidigung der Neckarremser schnell den Ball. Eine hundert prozentige Chance hatte Patric Vaihinger in der 40. Minute, als er frei stehend viel zu hektisch den Ball über die Latte drosch. Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel bot sich Neckarrems. Nach einer Flanke von rechts hatten die Rutesheimer Glück, dass in einer Stafette gleich drei Gegenspieler knapp am Ball vorbei rutschten.

Joshua Schneider sorgte in der 69. Minute für den 1:1-Ausgleich. Einen langen und hohen Pass von Joshua Trefz nahm er direkt an und zirkelte den Ball sehenswert – aus fast unspielbarem spitzem Winkel – ins Tor. In der 80. Minute nahm Kramer die Offensivkräfte Lulic und Hertenstein raus, dafür kamen Gianluca Crepaldi und Dimitriy Lubenskiy. Am Ende hielten beide Mannschaften das Remis.

Schütt-Team feiert ersten Punktgewinn

BB Heute: Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung - Edip Zvizdiç · 27.08.2018

Fußball?–?Verbandsliga: VfB Neckarrems – VfL Sindelfingen 2:2 (0:0) / Florian Feigl und Raphael Molitor erzielen die beiden VfL-Tore

Zum Haareraufen: Timo Krauß und der VfL Sindelfingen vergaben in Neckarrems einen möglichen Sieg. Bild: automotorart

Der VfL Sindelfingen hat seinen ersten Zähler in der noch jungen Verbandsligasaison verbucht. Eine Woche nach der 2:3-Auftaktniederlage gegen den VfL Nagold erspielte sich das Team von Maik Schütt beim VfB Neckarrems ein verdientes 2:2-Unentschieden.

Als der gut leitende Schiedsrichter Maurice Kern (SV Sillenbuch) die unterhaltsame Partie im GWV-Sportpark nach 90 Minuten samt Nachspielzeit beendete, wussten die Verantwortlichen und Spieler des VfL Sindelfingen nicht so richtig, ob sie sich nun über das 2:2-Remis beim VfB Neckarrems freuen, oder doch dem durchaus möglichen Dreier nachtrauern sollten. „Alles in allem ist das ein gutes Ergebnis“, sagte Thomas Dietsche, der sportliche Leiter der Sindelfinger. Nicht aber ohne gleichzeitig hervorzuheben „dass wir den Sieg insgesamt verdient hatten“.

Vor allem in der ersten Halbzeit war der VfL auf des Gegners Platz klar tonangebend – abgesehen von der vierten Minute. Nach Ballverlust im Mittelfeld von Florian Feigl schalteten die Hausherren schnell um. Im Strafraum gelangte der Ball zu Eugenio Del Genio, der geistesgegenwärtig von der Torauslinie auf Mitspieler Christian Knecht zurückpasste. Der Schuss des Neckarremsers aus neun Metern klatschte an die Unterkante der Latte, aber sichtbar vor der Linie wieder ins Feld. „In dieser Szene hatten wir großes Glück“, bekräftigte Thomas Dietsche.  Lars Jäger scheitert frei stehend                                                                        Danach aber war der VfL klar am Drücker – und hatte auch mehrmals die Chance, selbst in Führung zu gehen. Die allerbeste vergab in der 30. Minute Lars Jäger. Nach Ballgewinn von Noah Sautter schickte Neuzugang Ivo Colic Mitspieler Lars Jäger auf die Reise. Der Sindelfinger Torjäger schoss aber frei vor VfB-Torwart Luis Loucao am Tor vorbei. Knapp ging es auch in der 37. und 38. Minute zu. Zuerst zirkelte Armin Zukic einen Freistoß aus 24 Metern haarscharf am Torwinkel vorbei. Kurz darauf nahm Lars Jäger eine Flanke von Zukic volley, verpasste das anvisierte Ziel aber ebenfalls knapp. „Der Führungstreffer war überfällig“, trauerte Thomas Dietsche den guten Möglichkeiten hinterher. „Das war teilweise zum Haareraufen.“

Das Toreschießen holten die Gäste dann nach der Pause nach. Viktor Ribeiro ging in der 55. Minute im eigenen Strafraum gegen Armin Zukic zu ungestüm vor, sodass der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Diesen verwandelte Florian Feigl sicher zur verdienten Sindelfinger Führung. Die tat den Gästen aber gar nicht gut. Nesreddine Kenniche, kurz zuvor eingewechselt, spazierte in der 59. Minute an vier VfL-Spielern vorbei und erzielte das 1:1. Alexander Bachmann im VfL-Tor hatte keine Abwehrchance. Es kam aber noch schlimmer für die Sindelfinger. Nur zwei Minuten später lagen die Gäste sogar mit 1:2 im Hintertreffen. Bei einem Eckball der Neckarremser hatte Frederick Mohr im Kopfballduell mit Pero Mamic das Nachsehen. „Wir haben völlig den Faden verloren, hatten gar keinen Zugriff mehr“, monierte Thomas Dietsche, der die Felle seiner Mannschaft davonschwimmen sah.  Wieder mit mehr Initiative So negativ sich beim VfL die eigene Führung ausgewirkt hatte, so positiv reagierte die Mannschaft von Maik Schütt aber auf den Rückstand. Wieder mit deutlich mehr Initiative am Werk drängten die Sindelfinger auf den Ausgleich, hatten bei einigen Kontern der Hausherren aber auch Glück, dass diese nicht den dritten Treffer nachlegen konnten. In der 79. Minute vergab Ivo Colic noch frei stehend aus sechs Metern. Eine Minute später war der gute Raphael Molitor aber zur Stelle und erzielte den 2:2-Ausgleich. Eine Flanke von Alexander Wetsch drückte der defensive Mittelfeldspieler aus sieben Metern zum 2:2 ein. Dabei blieb es letztlich auch, da sich beide Mannschaften keine Blöße mehr gaben und mit dem Remis zufrieden waren.                                                                  Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Nagold zum Saisonauftakt hat Sindelfingen damit den ersten kleinen Erfolg in der noch jungen Saison geschafft – und dabei einmal mehr seine schon in den Vorjahren berüchtigten Nehmerqualitäten unter Beweis gestellt. „Wie in der Vorwoche gegen Nagold haben wir wieder einen Rückstand wettgemacht, dieses Mal am Ende aber auch Zählbares mitgenommen“, zog Thomas Dietsche zufrieden Bilanz. „Mit ein wenig mehr Konsequenz in der ersten Halbzeit gehen wir hier sogar als Sieger vom Platz.“

WFV-Pokal Hall belohnt sich fürs Engagement

Halls Flügelflitzer Selcuk Vural nimmt es gleich mit drei Neckarremsern auf. Die Sportfreunde gewinnen im WFV-Pokal mit 4:1. © Foto: Ufuk Arslan

SWP.de - Schwäbisch Hall / Viktor Taschner 06.08.2018

Die Haller Sportfreunde werfen in der ersten Runde den klassenhöheren VfB Neckarrems aus dem WFV-Pokal. Beim 4:1 überzeugt das neu formierte Team insbesondere mit seinem Einsatzwillen.

Nach dreiundzwanigeinhalb Minuten unterbricht Schiedsrichter Andreas Wieczorek aus Stuttgart das Spiel. Wegen der schwül-warmen Temperaturen bekommen die Akteure eine Trinkpause verordnet. Die Haller Spieler versammeln sich um die Trainerbank. „Gut so, klasse“, lobt Sportfreunde-Trainer Petar Kosturkov seine Mannschaft. 0:0 steht es da noch gegen den klassenhöheren VfB Neckarrems. 

Was dem Trainer und den 200 Zuschauern besonders an diesem Samstagnachmittag im Optima-Sportpark gefällt, ist der Einsatzwille der jungen, neuformierten Sportfreunde-Elf. Zwar ist der Verbandsligist aus Neckarrems vor allem körperlich und etwas weniger spielerisch überlegen, aber die Haller zeigen den nötigen Biss, der eine Pokalüberraschung erst möglich macht. Das 3-4-3-System, welches beim gegnerischen Ballbesitz zu einem 5-2-3 wird, verleiht den Sportfreunden an diesem Tag die defensive Stabilität. Mit Christian Baumann, Steffen Engelhardt und Ali Gökdemir stellt Kosturkov drei seiner erfahrensten Spieler in die Innenverteidigung. Im Mittelfeld ist Rückkehrer Nico Sasso der Chef, der lautstark seine Mitspieler dirigiert. Und nach vorne lauern die drei schnellen Angreifer Selcuk Vural, Boris Nzuzi und Jason Orzol auf die Steilpässe hinter die Abwehr des Gegners.

Elfmeter zum 1:0

Die Tore fallen allesamt in der zweiten Hälfte. Die Sportfreunde gehen in der 51. Minute in Führung. Tobias Hornung erhält auf der rechten Seite einen Diagonalpass von Ali Gökdemir. Hornung dringt in den Sechzechner ein und wird von VfB-Verteidiger Pero Mamic mit der Hüfte gefoult. Den fälligen Elfer verwandelt Neuzugang Boris Nzuzi sicher (1:0).

Zum zweiten Mal jubeln die Haller fünf Minuten später. Die Sportfreunde setzen sich im gegnerischen Strafraum fest. Selcuk Vural kommt an den Ball und schlenzt ihn mit links sehenswert in den linken Torwinkel (2:0). Ebenfalls sehenswert ist der Anschlusstreffer der Gäste. Mamic zieht 30 Meter vor dem Tor einfach mal ab. Der Ball fliegt unhaltbar in den rechten Winkel (2:1, 59. Minute). Der klassenhöhere VfB Neckarrems hat im Anschluss Feldvorteile. Die Einstellung und den Willen kann man den Gästen an diesem Tag wirklich nicht absprechen, was die Leistung der Sportfreunde nochmal unterstreicht. Das beruhigende 3:1 geht dann auf das Konto von Nico Sasso. Im Mittelfeld erkämpft er sich den Ball und zieht los. Als alle mit einem Steilpass auf die Stürmer rechnen, macht er eine Finte nach links und ist durch. Überlegt mit dem Außenrist platziert er dann den Ball im Tor. Den letzten Treffer des Tages markiert Yannik Winker mit dem Schlusspfiff (4:1).

Viele junge Spieler im Team

„Ich bin begeistert“, freut sich Kosturkov nach dem Spiel. „Wir hatten heute drei 18-Jährige und sogar einen 17-Jährigen in der Startelf. Sie haben es gegen gestandene Verbandsliga-Spieler sehr gut gemacht.“ Der bulgarische Coach hat schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl gehabt. „Die Jungen ziehen gut mit im Training, so wie ich mir das vorstelle.“

Anerkennende Worte findet auch Markus Koch, der Trainer des VfB Neckarrems. „Ich will keinen Zweifel aufkommen lassen, dass der Haller Sieg verdient war. Nach dem Rückstand waren wir vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug.“ Koch sei durchaus überrascht, wie gut die neuen Sportfreunde schon sind. „Sie haben jetzt nach vorne Tempo und sind nicht mehr so behäbig wie letztes Jahr in der Verbandsliga.“

In der zweiten Runde trifft Hall wohl am Samstag auf den Verbandsliga-Aufsteiger Breuningsweiler. Weil die Footballer der Unicorns an diesem Tag ein Heimspiel haben, werden die Sportfreunde wahrscheinlich ins Breiteich-Stadion der SSV Hall ausweichen.

„Das Unmögliche noch möglich machen“

Schwäbische Zeitung – 27. Mai 2018

Groß war die Anspannung beim Fußball-Verbandsligisten Sportfreunde Dorfmerkingen vor Spielbeginn. Nachdem der Verfolger, FSV Hollenbach, tags zuvor beim TSV Essingen einen glücklichen 1:0-Sieg eingefahren hat. Somit zählte bei den Mannen um Trainer Helmut Dietterle im Kampf um den Relegationsplatz nur ein Heimsieg. Doch am Ende stand am Samstag eine bittere 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten VfB Neckarrems - damit büßten die Sportfreunde den Relegationsplatz ein. „Wir haben aus unserer optischen Überlegenheit zu wenig gemacht und gegen einen clever spielenden Gast verloren. Trotz der Niederlage geben wir nicht auf und werden in den noch ausstehenden zwei Partien alles geben, um das Unmögliche noch möglich zu machen“, erklärte Dietterle. Während die Sportfreunde optisch überlegen wirkten, in der ersten Spielhälfte ein Eckenverhältnis von 7:1 hatten, waren es die Gäste, die das effizientere Spiel an den Tag legten. Zu durchsichtig war der Spielaufbau bei den Sportfreunden und es fehlten die Überraschungsmomente, um den Gast in Verlegenheit zu bringen. Anders dagegen die Gäste, die den ersten Warnschuss nach 29 Minuten abgegeben haben. Der quirlige Neckarremser Popescu war es, der Felix Gruber austanzte, doch dessen Hereingabe Spiegelhalter über das Dorfmerkinger Gehäuse drosch. Wer nun dachte, dass dies eine Signalwirkung für die Sportfreunde war, sah sich getäuscht. Drei Zeigerumdrehungen später dieselbe Situation. Blitzschnell überbrückten die Gäste über drei Stationen das Mittelfeld, Popescu bediente seinen Sturmpartner Spiegelhalter und es hieß 0:1.

Rückstand zeigt Wirkung Dieser Rückstand zeigte nun etwas Wirkung bei den Sportfreunden und nach 40 Minuten folgte der zu diesem Zeitpunkt dann verdiente Ausgleichstreffer. Nietzer drang über die linke Seite in den Strafraum ein, bediente Benjamin Schiele und dessen Flachschuss schlug unhaltbar im Neckarremser Gehäuse ein. Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Sportfreunde dann noch in Führung gehen können, doch Nietzer scheiterte knapp. In der zweiten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe: Die Partie wog nun hin und her, ohne dass sich beide Teams klare Torchancen erspielten. Kein Vorbeikommen gab es für die Dorfmerkinger Stürmer am überragenden Abwehrspieler der Gäste, Pero Mamic. Auf der Gegenseite war es Ribeiro der die Dorfmerkinger ein ums andere mal vor Probleme stellte. So kam es dann in der 89. Minute wie es kommen musste. Ein schneller Konter, das Leder kam zu dem eingewechselten Scimenes und dieser drosch den Ball aus halblinker Position unhaltbar in die Dorfmerkinger Torwinkel. Groß war der Jubel des Gastes über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Hängende Köpfe dagegen bei den Sportfreunden über eine nicht einkalkulierte Niederlage. Zu allem Überfluss holte sich noch Kapitän Niklas Weißenberger in der Schlussminute noch die gelb-rote Karte. Durch diese Niederlage und den gleichzeitigen Siegen der Verfolger Hollenbach und Ilshofen (noch ein Nachholspiel am Mittwoch Calcio Leinfelden-Echterdingen), können die Sportfreunde den Relegationsplatz aus eigener Kraft nicht mehr erreichen.

27. Spieltag: VfB Neckarrems – VfL Pfullingen 2:1 (0:0)

Homepage VfL Pfullingen - Timo Schyska – 24. Mai 2018

Nein, das Glück ist dem VfL nicht hold in dieser Spielzeit. Nur fünf Minuten durfte sich das Team im Kellerduell einer Führung erfreuen, dann folgte die Ernüchterung und am Ende die eiskalte Dusche. Durch das 1:2 (0:0) beim VfB Neckarrems sind die Chancen auf den Klassenverbleib für die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny auf ein absolutes Minimum gesunken. Der Übungsleiter lobte trotz der Niederlage sein Team für ihren Kampfeswillen. „Sie haben sich einen Punkt verdient. Leider fehlt und schon die gesamte Spielzeit das nötige Quäntchen Glück.“

Mit drei Startelf-Debutanten, Alwin Reuer, Tobias Steiner und Patrick Weiland, versuchte der VfL, an den Hausherren in der Tabelle vorbeizuziehen. Doch die Last des möglichen Abstiegs lastete schwer auf beiden Teams und lähmte das Offensivspiel hüben wie drüben. Dementsprechend wenig Mühe hatten die Defensivreihen, für Ordnung um und im eigenen Strafraum zu sorgen.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang unterhaltsamer. Eine Stunde war gespielt, als Dominik Früh nach einem schnellen Gegenstoß mustergültig Patrick Weiland bediente, der den Ball zu seinem ersten Verbandsligatreffer unter die Latte setzte. Der Jubel war groß auf Pfullinger Seite und die Euphorie wie eingangs erwähnt nur kurz. Nach einem Freistoß köpfte Micha-Colin Läubin den Ball zum Ausgleich ins Netz (65.). Der VfB bekam nun Oberwasser und Pfullingens Hintermannschaft hielt dem Druck bis fast zum Schluss stand. Fast. In der Schlussphase versuchte der eingewechselte Viktor Ribeiro, den Ball in die Mitte zu schlagen. Aus der vorgesehenen Flanke wurde ein Torschuss, der an Freund und Feind vorbei den Weg ins lange Eck fand.

„Wir haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben“, befand Konietzny nach dem Schlusspfiff. „Aber irgendwie soll es einfach nicht sein.“

Ribeiros spätes Tor erlöst Neckarrems

LKZ - 19. Mai 2018 - Bernd Seib

Dank eines Last-Minute-Tores von Geburtstagskind Viktor Ribeiro rang der VfB Neckarrems im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga den VfL Pfullingen gestern Abend mit 2:1 nieder. „Das haben wir in dieser Woche trainiert“, war VfB-Trainer Markus Koch kurz nach dem Schlusspfiff der nervenaufreibenden Partie sogar wieder zu Scherzen aufgelegt. Dafür, dass er lachen konnte, hatte zuvor Viktor Ribeiro gesorgt. Es lief bereits die 90. Spielminute, als der wieselflinke Angreifer mit seinem schwächeren linken Fuß eine scharfe Flanke schlug. Der Ball schien immer mehr an Tempo zu gewinnen und schlug schließlich vorbei am verdutzten Pfullinger Keeper im langen Eck des Gästetores ein. Ein denkbar kurioses Tor, das irgendwie vom Himmel gefallen war. Doch das interessierte in der Neckarremser Jubeltraube niemanden, denn man hatte damit das möglicherweise vorentscheidende Duell, um sich zumindest in die Relegation zu retten, noch umgebogen. Fünf Punkte beträgt nun der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz. Da mit den Rutesheimern ein weiterer Rivale zeitgleich verlor, rückte der VfB sogar auf einen Nichtabstiegsrang vor. „Wir müssen aber selbst für den Relegationsplatz noch etwas holen“, betonte Koch. Seine Elf hatte die Anfangsphase beherrscht, aber einige Chancen ausgelassen – die beste durch Emanuel Popescu (8.). Mitte der ersten Hälfte wurde der Gast mutiger. Bei den VfB-Akteuren war nun zu spüren, wie sie damit zu kämpfen hatten, dass ihnen das Spiel entglitt. Nach dem Seitenwechsel fanden die Remser zwar zu ihrer Linie zurück, kassierten aber nach einem Konter die eiskalte Dusche des 0:1 (60.) VfB-Kapitän Micha-Colin Läubin glich jedoch bald darauf per Kopf nach Freistoßflanke von Lars Ruckh wieder aus (65.). „In der Folge hatten wir mehr zuzusetzen und waren für mich auch insgesamt das aktivere Team“, urteilte Koch, dessen Elf dann doch noch durch Ribeiros ungewollten Geniestreich erlöst werden sollte.

FC Wangen kann weiter für die Verbandsliga planen

Okan Housein (rechts) (Foto: Josef Kopf)

Schwäbische Zeitung - 11. Mai 2018 - Markus Prinz

Der FC Wangen hat in der Fußball-Verbandsliga Württemberg auch sein viertes Heimspiel in Folge gewonnen und bleibt in diesem Jahr zu Hause ungeschlagen. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den VfB Neckarrems kann der FCW fast sicher mit dem Klassenerhalt und einem weiteren Jahr in der Verbandsliga rechnen. „Auch wenn das Spiel nicht schön war, sind wir natürlich glücklich über den Sieg, der uns wohl den Klassenerhalt beschert hat“, sagte ein zufriedener Wangener Co-Trainer Günter Gollinger. Den beiden Mannschaften war anzumerken, dass es um einiges ging. Vor allem in der ersten Spielhälfte waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, das Gehäuse von Wangens Torhüter Julian Hinkel dabei nur selten in Gefahr. Die einzigen Neckarremser Abschlüsse von Lars Ruckh und Kapitän Micha-Colin Läubin kamen zu zentral auf das Wangener Tor und waren sichere Beute für Hinkel. Aber auch der FC Wangen tat sich in der Offensive recht schwer und kam kaum zu klaren Tormöglichkeiten. Nach gut einer halben Stunde war es der erste wirklich gelungene Angriff, der zum Wangener Torerfolg führte. Der emsige Mario Duarte Vila Boa setzte sich über die rechte Seite klasse durch, ließ drei Gegenspieler aussteigen und schob den Ball ins kurze Eck. Gollinger war begeistert von diesem Treffer: „Es war eine echte Energieleistung von Mario, die uns auf die Siegerstraße gebracht hat.“

Der FC Wangen war nach dem Führungstreffer deutlich besser im Spiel. Von Neckarrems kam weiterhin wenig, obwohl deren Situation im Abstiegskampf sehr bedrohlich ist. Die beiden Mannschaften zeigten wahrlich keinen Zauberfußball, was aber im Abstiegskampf auch nicht zu erwarten war. „Es war wirklich kein sehenswertes Spiel, man hat unserer Mannschaft angemerkt, dass die letzten Wochen viel Kraft gekostet haben“, sagte Gollinger.

Wenige Chancen zugelassen Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurden die Zuschauer im Wangener Allgäustadion nicht gerade verwöhnt. Der FC Wangen stand in der Defensive trotzdem sehr sicher und ließ den Gästen keine nennenswerte Torchancen zu. Nach knapp einer Stunde musste Wangens Kapitän Simon Wetzel, der sich schon die vergangenen Wochen mit Blessuren durchbeißt, verletzt vom Platz. In einem „Kampfspiel“ (Gollinger), hielt der FC den Gegner weiterhin vom Tor fern. Neckarrems versuchte es immer wieder mit Weitschüssen, diese blieben aber meist ungefährlich. In der Schlussphase der Partie wurde es auf dem Spielfeld zunehmend ruppiger und der Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun. Die Gäste aus Neckarrems packten in den letzten Minuten die Brechstange aus und schlugen jeden Ball hoch und weit in den Wangener Strafraum. Die FC-Defensive behielt jedoch den Überblick. Kurz vor Schluss scheiterte Okan Housein in aussichtsreicher Position am Gästetorhüter, aber das war spätestens nach dem Schlusspfiff vergessen. Denn danach war der Klassenerhalt nahezu besiegelt und den Wangenern Akteuren fiel eine große Last von den Schultern.

Homepage FSV Hollenbach – 7.5.2018

Traum geplatzt (?)

Hollenbach verliert auch in Neckarrems - Personalsituation kritisch

Der FSV Hollenbach hat es auch beim VfB Neckarrems nicht geschafft, seinen negativen Lauf zu durchbrechen. Zum dritten Mal in Folge blieb der Verbandsligist bei der 2:3-Niederlag ohne Sieg. Der Traum vom Aufstieg scheint geplatzt zu sein. Der 1. FC Normannia Gmünd hat den Abstand an der Tabellenspitze ausgebaut, die Tendenz der letzten Wochen spricht für den TSV Ilshofen als Relegationsteilnehmer, der im Spitzenspiel die Sportfreunde Dorfmerkingen mit 2:1 schlug.
Das Problem der Hollenbacher ist die Personalsituation. Zu den schon länger verletzten Dennis Hutter, Timo Brenner, Fabian Czaker, Philipp Hörner und Nico Nierichlo kamen Marc Zeller und Samuel Schmitt hinzu. Außerdem war der Einsatz von Christoph Rohmer und Hannes Volk lange fraglich, sie bissen sich aber durch. Und das ist das nächste Problem, das Trainer Marcus Wenninger erkannt hat. „Zu den Ausfällen kommt hinzu, dass vier, fünf Spieler spielen müssen, die angeschlagen oder nicht fit sind.“
So tat sich der FSV auch gegen die nächste Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel schwer. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Keine Seite hatte große Vorteile. Neckarrems hatte die etwas besseren Chancen. Zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Hollenbach fiel dann die Führung der Gastgeber. In der 42. Minute traf Emanuel Popescu zum 1:0.
Die Hollenbacher Antwort folgte kurz nach der Halbzeit. Michael Kleinschrodt erzielte in der 47. Minute den Ausgleich. Hollenbach bestimmte danach die Partie, drückte auf den Führungstreffer. Die klaren Möglichkeiten blieben aber erstmal aus. Dann schoss in der 72. Minute Sebastian Hack und Lorenz Minder fälschte zum 2:1 ab. Nun sprach wieder alles für die Hollenbacher.
Doch die Gäste zogen sich sofort zurück. Neckarrems warf dagegen alles nach vorne. Andreas Schwintjes (74.) verpasste am langen Pfosten lauernd frei per Kopf die Ausgleichschance. Drei Minuten später schafften es die Hollenbacher nicht zu klären, der Ball fiel Schwintjes vor die Füße. Er zog direkt ab und sein platzierter Schuss landete unter der Latte. Micha-Colin Läubin (78.) verpasste mit einem Fernschuss und Viktor Ribeiro (80.) schoss aus 20 Metern über das Tor.
In der 89. Minute dann ein folgenschwerer Ballverlust der Hollenbacher und Popescu vollendet zum 3:2 der Neckarremser.
Manager Karl-Heinz Sprügel ärgerte sich über die Abwehrarbeit seiner Mannschaft. „Da hat die Aggressivität gefehlt. Was mich ärgert ist die Leistung von uns in einem Spiel, in dem es noch um den ersten Platz geht“, sagte Sprügel. „Klar hatten wir sieben verletzte potenzielle Stammspieler aber es standen trotzdem elf gute Leute auf dem Platz.“
Wenninger relativierte die Kritik etwas, wies auf die angeschlagenen Spieler hin, die sich durchbissen. „Wir müssen akzeptieren, dass wir momentan am Limit sind. Es ist die Frage, wie viel man von der Mannschaft im momentanen Zustand verlangen kann. Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir keine Punkte haben, bin aber nicht enttäuscht von der Leistung der Mannschaft. Wir können den entscheidenden Unterschied derzeit nicht ausmachen. Das tut mir auch für die Mannschaft leid. Es ist schade, dass es so gekommen ist.“

Homepage TSG Öhringen - 24. Spieltag

TSG - VfB Neckarrems Fußball 2:0

Die große Euphorie wollte nicht aufkommen. Auch wenn die TSG Öhringen nach einer Durststrecke am Samstag gegen den VfB Neckarrems einen Heimsieg feierte. 2:0 gewann der Verbandsliga-Aufsteiger, bleibt aber Vorletzter in der Tabelle und zog den VfB nun mit rein in den Abstiegskampf. Die anderen Teams wie Pfullingen, Ehingen-Süd oder Rutesheim feierten ebenfalls Siege. Fünf Punkte haben die Öhringer damit Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. „Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch wie sie zustande gekommen sind, stimmen mich zuversichtlich“, sagte Trainer Wolfgang Guja. „Ein Kompliment an die Jungs. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

In der Vorwoche hieß es gegen den TSV Ilshofen 0:0, nun 2:0. „Die Basis ist eine stabile Defensive“, sagt Guja. „Im Gegensatz zum Spiel gegen Ilshofen konnten wir auch in der Offensive einen Tick mehr machen.“ Schon die erste Möglichkeit führte zum 1:0. Nach einem Chipball von Marin Kartela schloss Volkan Demir (9.) ab. „Das Tor hat uns zusätzliche Sicherheit gegeben. Wir standen bombenfest“, meinte Öhringens Mert Sipahi. „Bälle erobern und auf Konter setzen war unsere Marschroute.“ Dieses Konzept ging schon in der 9. Minute auf und wurde danach noch leichter.

Auch weil VfB-Trainer Markus Koch meinte: „Die Öhringer Mannschaft hat mit viel Leidenschaft und Kampfgeist gespielt. Das hat uns alles gefehlt. Das muss jetzt alles besser werden. Für uns steht die Liga auf dem Spiel.“ Seine Mannschaft ist nun Drittletzter.

Die TSG blieb diszipliniert, ließ nur ganz wenig zu. Kurz vor der Pause fiel dann das 2:0. Kevin Müller eroberte den Ball, setzte Nico Bäuerle ein und der A-Jugendspieler der Hohenloher schloss zum 2:0 ab. „Unser Youngster hat erneut ein gutes Spiel gemacht“, sagte Guja. „Yannick Jankowski ebenfalls.“

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie noch etwas ruppiger, weil nun auch Neckarrems mehr Kampfgeist an den Tag legte. Unfair wurde es aber nicht. „Für beide geht es um den Klassenerhalt. Da ist das normal“, sagte Wolfgang Guja. Seine Mannschaft verpasste es, aus guten Konterchancen noch das eine oder andere Tor draufzulegen, aber: „Es war wichtig, gegen einen direkten Konkurrenten zu gewinnen“, sagte Demir. „Es war schwierig, aber verdient, weil Neckarrems körperlich robust ist.“

Der Abstieg rückt immer näher

Haller Tagblatt - Hartmut Ruffer - 09.04.2018

Die Sportfreunde Schwäbisch Hall befinden sich auf der Autobahn und drücken aufs Gas. Sie steuern mit erhöhter Geschwindigkeit auf die nächste Ausfahrt zu – und diese heißt Landesliga. Das Schlusslicht verlor gestern Nachmittag völlig zu Recht gegen den VfB Neckarrems mit 0:3. Zwar stehen noch zehn Saisonspiele aus, doch angesichts dieser Leistung dürften nur noch die kühnsten Optimisten von einer Rettung ausgehen.

Gästetrainer Markus Koch gilt als ein besonnener Vertreter seiner Zunft. Er sprach davon, dass der Spielverlauf „günstig“ für sein Team gewesen sei. Er meinte damit die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte, die dem VfB die Führung einbrachte. Zunächst hatte Hall zwei Möglichkeiten: Serhat Ayvaz scheiterte mit einem Heber, Daniel Martin schoss nach der besten Kombination des Haller Teams übers Tor. Dann war wieder Hall im Angriff, doch die Gäste eroberten den Ball und konterten. Eine Flanke wird abgefälscht und senkt sich hinter Torwart Lukas Dambach an den Pfosten. Am schnellsten reagierte Eugenio del Genio, der den Ball aus rund sieben Metern ins Tor wuchtete.

Einbruch nach der Pause

Bis dahin spielten die Haller zumindest ordentlich, auch wenn offensiv wenig zusammenlief. Äußerst unangenehm war den Hallern das frühe Anlaufen der Gäste. Häufig gerieten die Sportfreunde unter Druck, konnten nicht in Ruhe ihr Spiel aufbauen. Als Gabriel Simion nahe der eigenen Torauslinie sich per Doppelpass befreien wollte, platzte Kapitän Ali Gökdemir der Kragen: „Wir sind nicht Barcelona! Schlag das Ding weg!“

Nach dem Wechsel stellte sich bei fast allen Hallern Lethargie ein. Die Körpersprache stimmte bei vielen nicht. Die Zuschauer fingen an laut und vernehmlich zu grummeln. Trainer Petar Kosturkov wurde nach dem Spiel deutlich. „Ich bin enttäuscht von der Laufbereitschaft meiner Mannschaft. Mit Verbandsliganiveau hatte das nichts zu tun. Man kann so etwas nicht nur mit spielerischen Mitteln lösen. Man braucht auch Kampf, aber das war nicht der Fall“, stellte der Bulgare indirekt die Charakterfrage.

Die Gäste konnten so ohne Probleme das Spiel kontrollieren „trotz des holprigen Platzes“, wie Trainer Markus Koch anmerkte. Nach 76 Minuten sorgte der eingewechselte Micha-Colin Läubin dafür, dass sich viele der rund 350 Zuschauer vorzeitig auf den Heimweg machten. Alexandru Popescu brachte sie zunächst zum Raunen, als dieser zwischen zwei Hallern durchmarschierte und so den Treffer vorbereitete. Lars Ruckh traf in der 81. Minute mit einem strammen Schuss, hatte dabei etwas Glück, doch das hatten sich die Gäste bis dahin auch verdient.

Ehingen Süd nur mit Nullnummer

Die Gäste waren den Ehingern (Jonas Guggenmoser rutscht auf dem regennassen Kunstrasen) technisch überlegen. © Foto: Herbert Geiger

Ehinger Tagblatt - Von Roland Flad 12.03.2018

Verbandsligist SSV Ehingen-Süd kommt gegen den VfB Neckarrems nicht über torloses Remis hinaus. Die Kirchbierlinger stehen nun auf Platz 15.

Der SSV Ehingen-Süd konnte in der Verbandsliga Württemberg nicht mit einem Erfolgserlebnis ins Spieljahr 2018 starten. Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler kam gegen den spielstarken VfB Neckarrems nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt somit im Tabellenkeller stecken. Die Kirchbierlinger tauschten die Plätze mit der TSG Öhringen, die mit einem 3:2-Sieg beim VfL Pfullingen überraschte.

Ehingen-Süd konnte im ersten Verbandsliga-Spiel des Jahres nicht an die gute Form der durchaus überzeugenden Vorbereitungsphase anknüpfen. Gegen den Tabellenneunten VfB Neckarrems mussten sich die Kirchbierlinger auf dem Ehinger Kunstrasenplatz am Wenzelstein mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Zu wenig, um sich mit einem ersten positiven Schritt anzuschicken, weiter aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

In der Begegnung vor etwa 150 Zuschauern ergriffen die Gäste erstaunlich ballsicher und spielgewandt die Initiative und hatten deutlich mehr vom Spiel. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen”, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler. Neckarrems lief den Gastgeber früh an und machte Tempo. „Wir konnten von hinten raus nicht viele Impulse setzen”, sagte Bochtler. Der VfB war dem SSV technisch und spielerisch überlegen; den Kirchbierlingern gelang es nicht, Druck auf die technisch versierten Neckarremser auszuüben, geschweige denn, klare Torchancen herauszuarbeiten.

Sapina mit bester Chance

Die beste Möglichkeit für den Gastgeber hatte noch Filip Sapina, der nach gut einer Stunde für Daniel Maier eingewechselt wurde. „Das hätte das 1:0 sein können”, sagte Bochtler. Andererseits konnte er sich bei seinem Torhüter Benjamin Gralla bedanken, der zwei gute Chancen der Gäste zunichtemachte und den Punkt für Ehingen-Süd festhielt. Gralla war noch bester Mann auf dem Platz. Die Viererkette ist zwar auch ordentlich gestanden, aber im Spiel nach vorne tat sich beim SSV einfach zu wenig.

Am Schluss wollte Bochtler kein zu hohes Risiko eingehen, nach dem Motto, ein Punkt ist besser als gar nichts: „Wir sind defensiv geblieben und können mit dem 0:0 leben.” Jetzt dürfe der SSV nicht die Nerven verlieren und den Abstand nach oben nicht zu groß werden lassen. Das gilt schon am nächsten Samstag, wenn Ehingen-Süd zur TSG
Tübingen muss. Der Tabellenfünfte und Mitaufsteiger gewann in Essingen 1:0.

FCN ist bestes Auswärtsteam

Homepage 1. FC Normannia Gmünd - 19/11/2017 - cjk

Mit einem 4:0 Auswärtserfolg beim VfB Neckarrems katapultierten sich die Normannen am Samstag auf Platz 1 der Auswärtsstabelle der Verbandsliga.

16 Punkte haben die Traub-Schützlinge in der Vorrunde auf fremden Platzen geholt und sich damit auch vor dem letzten Vorrundenspieltag in der Gesamttabelle auf Platz vier verbessert (23 Punkte). Normannia Chefanweiser Holger Traub musste vor dem Spiel in Neckarrems krankheits- oder verletzungsbedingt auf Konstantin Kühnle, Simon Knecht, Efendi Erol, Marius Nuding, Janis Widmann und auf den noch rotgesperrten Nermin Ibrahimovic verzichten. Aber schlussendlich konnte die Startformation vom erfolgreichen Pfullinger-Spiel auch zum Anpfiff in Neckarrems auflaufen.

Und die elf Gmünder begannen genau da, wo sie gegen Pfullingen aufgehört hatten. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss und präsentierte sich den fast 50 mitgereisten Gmünder Fans in einer überragenden Spiellaune. „Wir hatten uns viel vorgenommen. Wollten ans letzte Spiel anknüpfen. Direkt vor dem Spiel merkte man an der Körpersprache der Jungs die Spannung an, hier etwas zu reißen wollen. Ich bin sehr zufrieden, wir haben über 90 Minuten immer spielerische Lösungen gefunden.“ So Normannia Cheftrainer Holger Traub in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Die Normannen übernahmen von der ersten Minute das Kommando und diktierten Spielgeschehen und den Takt des Spiels. Bis zu einer der spielentscheidenden Szene in der 28. Minute hätten die Gmünder schon deutlich klarer als 1:0 führen können, ja müssen. Die gelb/rote Karte für den Neckarremser Lars Ruckh führte zu einer Veränderung des Spiels, aber auch zu einer Verärgerung der Gastgeber, Nach einem nicht gepfiffenen Foulspiel eines Gmünder Spielers im Mittelfeld beschwerte sich Ruckh heftigst verbal, erhielt gelb, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter gegen den Schiedsrichter zu meckern, was dieser mit der gelb/roten Karte bestrafte. „Wir waren zunächst wie gelähmt“, so der VfB-Trainer Markus Koch. „Doch wir haben mit 10 Mann ins Spiel zurückgefunden und uns besser positioniert.“ Doch insgesamt zu den 90 Minuten meinte Markus Koch: „Das 0:4 fühlt sich brutal an, aber wir müssen neidlos anerkennen, dass die Normannen ein astreines Spiel abgeliefert haben und uns vor viele Probleme gestellt haben. Der Gmünder Sieg ist absolut verdient.“ Auch Gmünds Trainer Holger Traub, lobte die tolle Reaktion der Gastgeber auf die Dezimierung, war dennoch angetan, wie seine Mannen den Ball und Gegner laufen ließen und einen Fußball zelebrierten, wie er ihn sehen will. Bereits schon nach zwei Minuten hätte 0:1 stehen können. Stephan Fichter flankte von rechts und Marvin Gnaase zog direkt ab, doch Rodrigues musste erstmals alles geben, um das erste Tor der Gäste zu verhindern. In der neunten Minute eroberte sich Fabian Kolb den Ball an der Mittellinie, bediente Marvin Gnaase, der den Ball für Bobo Mayer auflegte, der trocken aus 20 Metern abzog und das 0:1 markierte.

Die Normannen ließen die Gastgeber nicht ins Spiel kommen, immer wieder wurden die gefährlichen Gmünder Angriffe durch Bobo Mayer eingeleitet, so in der 15. Minute, als er Felix Bauer bediente, doch dessen Abschluss strich knapp am langen Eck vorbei. Oder in der 20. Minute, als er Marvin Gnaase mustergültig bediente, doch dessen Abschluss blieb in der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber hängen. In der 21. Minute erster Arbeitsnachweis für Yanick Ellermann als Ruckh urplötzlich frei vor ihm auftauchte, aber Ellermann bereinigte die Situation souverän. Nach dem Platzverweis für Ruckh konnten die Normannen noch einige gute Tormöglichkeiten herausspielen, während Neckarrems nur noch einmal gefährlich vor Yannick Ellermann auftauchte, der aber den Kopfball von Mamic herunterpflücken konnte.

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber nochmals anzurennen, doch mehr als ein gefährlicher Schuss und ein Fallrückzieher von Del Genio sollte nicht herauskommen. Die Normannen standen in der Defensive sicher, das Mittelfeld kontrollierte das Spiel und vorne spielten die Gmünder geduldig, um dann auch schlussendlich ihre Chancen zu verwerten. Dem 2:0 in der 61. Minute ging ein blitzsauberer Spielzug voraus. Der Ball lief wie am Schnürchen über Marvin Gnaase und Stephan Fichter, der Dominik Pfeifer perfekt im Strafraum anspielte, was dieser mit dem Tor zum 0:2 belohnte. Nur vier Minuten später das 0:3 und wieder waren die gleichen Protagonisten am Tor beteiligt nur die Reihenfolge hatte sich verändert, diesmal lautete sie: Stephan Fichter, Dominik Pfeifer und Marvin Gnaase vollendete. Noch einmal prüften die Gastgeber den Gmünder Schlussmann, doch auch Scheuerle fand seinen Meister in Yannick Ellermann. In der 70. Minute hätte es endlich beinahe für den Gmünder Sturmführer Felix Bauer mit einem Tor geklappt, doch sein Schuss aus der Drehung konnte Rodrigues mit einem unglaublichen Reflex gerade noch zur Ecke abwehren. In der 82. Minute dann ein Tor der Marke “Tor des Monats“ . Ansatzlos nahm Bobo Mayer den Ball an der Strafraumgrenze und hämmerte ihn zum 0:4 in die Neckarremser Maschen. Doch noch war die Torlust der Normannen nicht gestillt, weiter versuchten sie auch noch den fünften Treffer zu erzielen, doch mehr als ein Lattenknaller von Dominik Pfeifer sprang aber nicht heraus.

 

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